Frage von feivelandme, 128

Pferd geht nicht in Anlehnung, was tun?

Ich reite jetzt schon seit 10 Jahren. Habe dem entsprechent auch schon erfahrung. Seit zwei jahren reite ich nun einen 1,84 Großen Wallach mit. Mein Problem ist nun das es ihm sehr schwer fällt in anlehnung zu gehen. Lektionen bis zu klasse L beherrschen wir das problem ist nur das er nicht in anlehnung geht. Hat jemand einen Rat? Wir haben schon fast alles probiert aber auf dauer hilft leider nichts. Schonmal danke im vorraus :)

Antwort
von Lheurebleue, 45

Lass doch mal einen Osteopathen raufschauen, eventuell hat er auch eine Blockade und kann sich gar nicht fallen lassen? 

Wenn du sagst das der schon L gelaufen ist, das wäre ja nicht normal.

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 35

Erst mal Schlaufzügel drauf..... WECHSEL DEN REITSTALL!

Tut mir leid, das so sagen zu müssen, aber ich fürchte, in dem Stall hast Du alles gelernt, was Du dort lernen kannst. Du wirst dort nicht weiter kommen, wenn Gewalt das erste  Mittel der Wahl ist.

Ich bin kein duziduzi duziduzi Seilchenschwinger, und auch nicht gegen den sinnvollen Einsatz von Hilfszügeln.

Aber: in dem Fall wäre für mich das erste Mittel der Wahl der  Tierarzt oder Pfdedphysiotherapeut, um nach blockieren Gelenken, schlechtem Zahn oder ähnlichen Problemen zu suchen.

Hatte das Pferd jemals in seinem Leben einen Sehnenschaden? Auch da können Schwierikkeiten zurückbleiben, die man nicht messen oder an Lahmen erkennen kann, sondern das Pferd versucht sein Problem mit langem Hals auszugleichen.

Lektionen der Klasse L ohne Anlehnung zu reiten, ist ein Paradoxum. Wenn das Pferd vorher keinen Schaden hatte, bekommt es garantiert einen, wenn man so etwas macht! Ohne Anlehnung kannst Du nicht  richtig stellen und biegen - und alles, was du auf gebogener Linie oder seitwärts machst, ist dann nur ein rum Gezerre, was dem Pferd sehr schadet. Auch echte Versammlung und Rahmenerweiterung - ich lerne gern dazu. Da hätte ich gern ein Bild von, wie das ohne Anlehnung funktioniert....

Antwort
von dap123, 29

Ich befürchte dein Problem ist, dass es dir schwer fällt ihn in eine korrekte Anlehnung zu bringen. Und ich schließe mein denen an, die sich fragen, wie die Lektionen dann aussehen...

Ganz klar: Such dir einen Trainer, der euch helfen kann - ohne Schlafzügel, der zunächst mit korrektem vorwärts-abwärts mit euch beginnt und dann nach und nach das Pferd in Selbsthaltung bringt mit korrekter Lastverlagerung auf die Hinterhand. Dann wird es auch nicht immer steifer. Vorne festgezurrt ist es klar, dass das Pferd von Tag zu Tag steifer wird und irgendwann (Zügel-)lahm ist oder Rückenprobleme bekommt.

Klar ist auch: Ein 1,84m großes Pferd zusammen zu stellen ist ne Herausforderung. Aber auch das geht mit genügend Gymnastizierung - aber der Reiter muss da halt enorm unterstützen. Und zwar durch treiben und nicht durch ziehen...

Antwort
von stracciatella33, 65

Wenn das Pferd nicht in Anlehung geht, will ich gar nicht wissen, wie die L-Lektionen ausschauen... ;)

Kommentar von feivelandme ,

Er wurde früher bis M auf dem Turnier vorgestellt. Anfangs klappte es ja auch aber mit der Zeit wurde er immer steifer.

Antwort
von LyciaKarma, 63
 Wir haben schon fast alles probiert aber auf dauer hilft leider nichts. 

Was habt ihr denn probiert? 

Kommentar von stracciatella33 ,

Na das übliche halt.. Vom Abspielen über Riegeln zu den Schlaufzügeln... ;) 

Kommentar von LyciaKarma ,

Jetzt wollte ich hier grad anfangen zu schreiben.. dann hab ich gesehen, dass du nicht die Fragestellerin bist. 

Nimm mir das doch nicht vorweg, ich wollte ja sie fragen. 

Kommentar von feivelandme ,

Anfangs haben wir es mit Schlaufzügeln versucht das stimmt. Aber das ist auf dauer oder nur für kurze zeit auch keine lösung. Meine RL war auch schon ein Paar mal drauf und wollte ihn wieder '' Richten '' aber was sie gemacht hat, brachte uns leider auch nicht weiter. Er macht halt immer alles zu und lässt sich auch nur schwer stellen und biegen...

Antwort
von Iiiiiisi, 65

schmeißt er den kopf hoch oder macht er sonst irgendwas, wenn du versuchst ihn in anlehnung zu reiten?

Kommentar von feivelandme ,

Ich Versuche mit ihm viele wendungen und übergänge zu reiten. Das klappt auch sehr gut aber sobald ich die zügel aufnehme wehrt er sich dagegen und öffnet sein maul. Sperriemen benutze ich grundsetzlich nicht da ich möchte das er ohne schmerzen in anlehnung geht.

Kommentar von Iiiiiisi ,

Das selbe problem habe ich auch gehabt, sobald ich die zügel aufgenommen habe, hat die Stute ihren kopf hochgeschmissen und sich total gegen gewehrt.

Du musst diesen Punkt einfach überwinden und gegenhalten, mag sich vielleicht etwas gemein anhören aber das klappt, tut auch nicht weh :)

Kommentar von dap123 ,

Ein Sperrriemen fügt dem Pferd bei korrekter Verschnallung keine Schmerzen zu. Vielmehr sorgt er dafür, dass der Trensenzaum insgesamt vernünftig - und pferdegerecht - sitzt. Eine falsch verschnallte Trense (egal ob aus Tierschutzgründen oder anderen Gründen) führt meistens zum Gegenteil: Es wird fürs Pferd unangenehmer.

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