Frage von naechaer, 63

Pferd geht lahm, hat es Arthrose?

Also ich kümmere mich seit kurzem ein wenig um ein Pferd, das schon eine Weile lahmt und auch schon lange nicht mehr geritten wurde. Er ist ein Grosspferd und 16 Jahre alt, die Symptome würden für Arthrose sprechen, denn nach einer Weile Schritt und wenig Trab lahmt er nicht mehr. Wenn er nun tatsächlich Arthrose hat, wie kann ich ihm irgendwie helfen und wie viel kann ich noch machen mit ihm?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Sallyvita, Community-Experte für Pferde, 16

Selbst wenn unter den hier antwortenden ein Tierarzt wäre, würde er Dir keine Ferndiagnose erstellen, ohne das Pferd tatsächlich gesehen zu haben. 

Die Lahmheit bei diesem Pferd kann die unterschiedlichsten Ursachen haben. Es muss keine Arthrose sein und es kommen einige mögliche Erkrankungen oder Beeinträchtigungen in Betracht, wogegen Du ohne eine fundierte echte Diagnose im Moment gar nichts tun kannst und darfst. Erst Mal bist Du rechtlich nicht befugt und zweitens kann es auch sein, dass ein Medikament, das gegen eine vermutete Erkrankung hilft, der tatsächlichen Erkrankung negativ entgegen wirkt. Und ich vermute einfach mal, dass Du das sicherlich nicht wollen würdest.

Ich finde es immer lobenswert, wenn Menschen anderen Lebewesen gegenüber  nicht gleichgültig sind und sich kümmern und helfen wollen. Bleib so! Das ist prima. Kümmere Dich weiter um das Pferd. Es wird sich über Deine Aufmerksamkeit freuen - gerade wenn es von der Vorbesitzerin vernachlässigt worden ist. Doch überlasse bitte das Versorgen von Krankheitssymptomen denjenigen, die dafür tatsächlich zuständig sind.

Es gibt eine ganze Reihe von Erkrankungen, denen tut Bewegung sogar gut und andere, bei denen Pferde nicht mehr geritten werden dürfen. Hier bedarf es definitiv einer richtigen Diagnose und keiner aus einem Forum.

Der Stallbesitzer, der dieses Tier nun notgedrungen übernommen hat, wird im Laufe der nächsten Wochen sicherlich eine Entscheidung fällen, was er mit diesem unverhofften Neuzugang machen will. In der Regel wird er es nicht dabei belassen wollen, dieses Pferd einfach durchzufüttern, sondern schon zusehen, dass er es in irgendeiner Form unterbringt, die ihm auch einen Ertrag sichert, als da wären Schulbetrieb, Vermietung, Verkaufen, oder ähnliches. Hoffen wir mal, dass er das verantwortungsbewusst macht und auch die Kosten für einen Tierarzt vorlegt und dann pro Pferd entscheidet, wie es weitergehen soll. Wenn nicht, was durchaus im Rahmen des Möglichen ist, hoffen wir mal, dass auf ein antrainiertes Pferd nicht sofort jemand raufgesetzt wird, sondern dass es jemand Kundigen gibt, der es erst einmal Schritt für Schritt vorher muskulär wieder vorbereitet und der auch erkennt, wenn die Lahmheit ein Reiten unmöglich macht.

Kommentar von Sallyvita ,

Dankeschöööööön!

Expertenantwort
von VanyVeggie, Community-Experte für Tiere, 34

Hallo, 

wenn du sowas beobachtest, dann solltest du dich an den Besitzer wenden und nicht irgendwen im Internet fragen. Das würde ich dir persönlich nehmen, wäre das mein Pferd. ;) 

Erstmal sollte abgeklärt werden, ob es überhaupt Arthrose ist. Dazu muss der Tierarzt kommen. Solange man nicht weiß was das Pferd hat, sollte weder dran rum gedoktort, noch mit dem Tier gearbeitet werden. 

Ich wünsche dem Pferd gute Besserung! 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Kommentar von naechaer ,

Ja, ich weiss, dass ich normalerweise mit dem Besitzer sprechen sollte, aber in diesem Fall ist das etwas schwierig, weil die Stallbesitzerin ihn erst gerade so halbherzig übernommen hat, weil die Vorbesitzerin kein Geld mehr hatte und ihn natürlich so nicht verkaufen konnte.

Kommentar von VanyVeggie ,

Du solltest es ihm auf jeden Fall sagen, damit er den Tierarzt holen kann. Was anderes kann man hier leider nicht raten. 

Expertenantwort
von Heklamari, Community-Experte für Pferde, 7

also: OHNE Tierarzt geht gar nix !

sollte es eine beginnende Arthrose sein, wird er einen Behandlungsplan erstellen und ggf auch die Art der möglichen Bewegung vorschreiben

alles andere wäre unverantwortlich

ein Arthrosepferd MUSS NICHT  gleich zum Schlachter ,
man kann vieles machen und es manchmal auch noch etliche Zeit schonend  beschäftigen

meine Stute hat nach dem Befund noch 9 JAhre gut versorgt gelebt....

Antwort
von Happychild, 28

Hi👋🏻

Bei der Arthrose kommt es zu erst darauf an, wie schlimm das ganze nun wirklich ist. die meisten Pferde können ganz normal weitergeeilten werden, ich kenn aber auch ein Pony, das steigt wenn man die Vorderhäuser aufragten möchte, weil es dadurch ersterem Schmerzen hat, sonst läuft er aber komplett normal.

Es gibt verschiedene Sachen, die du gegen Arthrose machen kannst. Ich kann dir hier einmal ein paar Punkte Aufzählen, die helfen bei unseren Pferdchen immer ganz gut:)


Die Homöopathie:

Hierbei wird die selbstheilung der Pferde verstärkt, das kann besonders bei Arthrose viel bringen. 

Blutegel:

In dem Speichel von blutegeln ist eine (oder mehrere) Substanz drin, die schmerzlindernd und enzündungshemmend wirkt.


Fütterung:

Die Fütterung von grundfutter- Kraftfuttermittel und hohem Phosphoranteil solltest du versuchen weniger zu füttern,(wie zB. Silage oder Getreide), Da dies die Knochen nur noch mehr demineralisiert. Besser für ein Pferd mit arthrose ist eine ausgewogene mineralstoffmischung. 


Ich hoffe das könnte dir und deinem Pferdchen wenigstens etwas helfen🙈

Tschüssi😌👋🏻

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