Frage von Lusie7, 148

Pferd gebisslos einreiten / und baumlose Sättel?

Hallo

Ich möchte meinen kleinen später mal gebisslos reiten, deswegen auch gebisslos einreiten. Denkt ihr das würde probleme geben? Ich mach schon sehr früh mit ihm Bodenarbeit so das er ausgeglichen ist und wir ein gutes Team werden. Außerdem würde ich ihn am liebsten später mit Fellsattel oder einem anderen baumlosen Sattel reiten. Würdet ihr ein junges Pferd schon mit baumlosen Sattel einreiten? Er würde nicht jeden Tag 1 Stunde auf dem Platz trainiert haben, eher für Ausritte und leichte Arbeit.

Oder würdet ihr zur sicherheit am Anfang ein Gummigebiss rein machen und einen Sattel mit Sattelbaum nehmen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DCKLFMBL, 98

wenn du ihn Gebisslos Einreitest ist das genau so wie mit Gebiss nur viel Schöner für das Pferd! 

Baumlos oder Lederbaum ist gerade bei Jungen Pferden ganz Gut weil sie sich Anpassen - wenn das Pferd sich Verändert

mach es Ruhig dem Pferd Zubliebe Gebisslos, du musst das Pferd genauso wie mit Gebiss drauf Vorbereiten usw. ist also nichts anderes nur viel Besser Fürs Pferd ;)

toll das du deinem Pferd etwas Gutes tun willst!!!

Kommentar von Lusie7 ,

Danke für deine liebe Antwort! :) Ja ich möchte in ihm einen echten Kumpel ( was er jetzt schon ist ). Ich war nur unsicher weil ja einige dazu nicht so gut stehen.

Kommentar von DCKLFMBL ,

ich Verstehe nicht warum einige nicht so gut darüber Reden! ich habe auch mit Gebiss angefangen aber habe mir Gedacht Warum eigentlich das ist doch nicht schön für ein Pferd?

 ich habe es bei meinem 5-Jährigen Bosnisaken-wallach einfach weggelassen (was eigentlich Falsch war) aber er ist viel Glücklicher und es hat alle genauso Geklappt wie mit Gebiss!

lass dir nix einreden wenn du dein Pferd von Anfang an so einreitest und es mit Bodenartbeit daran Gewöhnst dann Klappt das genauso wie mit Gebiss ;)

hier noch ein Link ;) http://barefoot-saddle.com/de/out/pictures/wysiwigpro/pdf/broschuere-3.pdf

Kommentar von ReterFan ,

Immer diese Semiexperten, die alle Pferde über einen Kamm scheren -.- nur weil das Wort "gebisslos" fällt, heißt das nicht gleich, dass es gut für das Pferd ist. 95% der Gebisslos-Reiter sind nicht ein mal in der Lage, ihr Pferd vernünftig dressurmäßig zu gymnastizieren, was für die Gesunderhaltung aber unerlässlich ist. Deinen anderen Fragen zu Urteilen, gehörst du genau zu den 95%, die damit keinem Pferd etwas Gutes tun. Vermutlich würdest du deinem Pferd aber auch MIT Gebiss im Maul rumziehen, aber dann stell dich doch bitte nicht als die Tierliebste Person überhaupt dar und lerne lieber reiten. Sorry dass ich so direkt sein muss, aber diese Wendy-Fraktion geht mir nur noch auf die Nerven. Hauptsache gebisslos ne Runde rumgurken und das ganze dann auch noch "pferdefreundlich" nennen. Sorry aber davon bist du noch ganz weit entfernt.

Kommentar von DCKLFMBL ,

ich kann Reiten und mein Pferd Gesunderhaltend Gymnastizieren!

woher Entnimmst du das 95% der Gebisslos Reiter dem Pferd damit nix gutes tun weil sie es nicht können?!

Kommentar von ReterFan ,

Weil ich schon hunderte Reiter gesehen hab, das erlaubt mir solche Schätzungen von mir zu geben. Allein die Sache mit dem "ziehen" beim reiten sagt mir doch, dass du reiterlich noch WEIT davon entfernt bist, ein Pferd reell zu gymnastizieren.

Kommentar von DCKLFMBL ,

Das sagt die die glaubt ein Gebiss wäre dafür notwendig weil du es nicht ohne kannst😂

Ich ziehe nicht an den Zügeln, das war falsch ausgedrückt, sorry!

Kommentar von ReterFan ,

Das war nicht falsch ausgedrückt, das ist nämlich kompletter Stuss und wäre dir mit etwas Ahnung schon früher aufgefallen. Zur Berichtigung nanntest du das ganze dann "leicht Ziehen", was genau so Müll ist. Vielleicht lässt du es dir ja mal durch den Kopf gehen...

Antwort
von Mikado13, 72

Gebisslos anreiten - auf jeden Fall, da spricht gar nichts dagegen. Ich persönlich reite auch dann ein Pferd gebisslos an, wenn es später mit Gebiss geritten werden soll. Ich bevorzuge dafür einen Kappzaum beispielsweise, den kennt das Pferd dann auch schon sehr gut aus der Bodenarbeit. 

Zum Sattel: wie lovesW schon sagte, Fellsattel ist gerade zum anreiten weniger geeignet, da das Pferd erst lernen muss, mit Reiter über den Rücken zu gehen, aber gegen baumlose, flexible Sättel spricht nichts, solange sie passen und eine gute Druckverteilung gewährleisten.

Wünsche viel Spaß und Erfolg beim anreiten! 

Antwort
von LovesW, 66

Gebisslos einreiten kannst du natürlich, brauchst dafür nur die richtige Zäumung.

Wegen dem Sattel: Ich würde keinen Fellsattel nehmen, da er ohne Steigbügel geritten werden sollte (mit entstehen Druckspitzen) und das wahrscheinlich eher unpraktisch ist.

Baumlose oder Sättel mit flexiblem Baum sind eh viel sinnvoller bei Jungpferden, da diese sich ständig verändern.

Ansonsten, viel Spaß mit deinem Pferd :)

Antwort
von WinniePou23, 37

Huhu,

ich befürworte ein gebissloses Anreiten und kann aus eigenen Erfahrungen sagen, dass die Ponys mit denen ich gearbeitet habe, es sehr gut angenommen haben. 

Ich finde es auf dem Grund sehr sinnvoll, da das Pferd zum Zeitpunkt des Anreitens in den ersten Wochen erst mal Platz braucht um zu lernen sich mit dem Reitergewicht auszubalancieren. Darum schicke ich die Jungpferde in den ersten Wochen auch erstmal hinter min. einem anderen Pferd her raus ins Gelände. Das Gelände geht kennt das Pferd vom Boden aus schon. Soviel wie möglich erstmal nur geradeaus und möglichst lange in der selben Gangart. Dafür reicht es mir, wenn ich erstmal nur grob Tempo und Richtung bestimmen kann, das Pferd hat ja um sich noch seine Gruppe zur Orientierung und Sicherheit. In welcher Haltung es läuft, ist mir erstmal egal, um daran zu arbeiten, hat man später noch genug Zeit. Ich nutze daher gerne ein flaches Sidepull mit hingegebenem Zügel. Hier schon eine Trense zu nutzen finde ich dabei noch nicht nötig. Auch der Kappzaum kann hier eine gute Wahl sein, wenn man anfängt, Stellung und Biegung vom Pferd zu verlangen.

Einen Fellsattel zum Anreiten zu nutzen, finde ich nicht ideal, wie die anderen hier schon geschrieben haben. Die Druckverteilung ist mit Steigbügeln nicht so gut und von Anfang an ohne zu arbeiten finde ich nicht ideal. Einen Sattel mit flexiblem Baum oder einen guten baumlosen Sattel zu nutzen, finde ich hingegen sehr sinnvoll, da sich gerade in den ersten Monaten sehr viel im Rücken verändert.

Liebe Grüße

Expertenantwort
von Baroque, Community-Experte für Pferde, 20

Ich finde Fellsättel auch bei schon lange gerittenen Pferden nicht optimal. Ich habe inzwischen nahezu alle am Markt befindlichen Modelle geritten (erst gestern bat mich wieder jemand um eine Meinung) und eines ist allen gemeinsam:

- Sie setzen einen aus der Hüfte sehr breit. Das ist für Frauen ein ernsthaftes Problem. Wir haben zwar eine Beckenform die gebärfreundlich ist, aber unsere Oberschenkelaufhängung ist schmaler als die von Männern. Deshalb erleiden so viele Frauen Verschleiß in den Hüftgelenken, die sich zu einem Lehrbuchsitz zurechtbiegen lassen. Bei den Fellsätteln hängen nicht die Beine ganz selbstverständlich das Pferd begleitend runter, sondern man muss mit Kraft die Beine sauber ans Pferd legen, was die Hüften fest macht und somit schnell verschleißt. Dann lieber einen extra für Frauen konzipierten Dressursattel.

- Sie übertragen Sitzhilfen nur sehr schwammig. Beim Pferd kommt vieles nur als komisches Geschaukle an statt dass es erkennen kann, was eigentlich über ihm passiert.

- Da sie kaum anpassbar sind, sind sie nur in den Schwerpunkt zu bekommen, wenn das Pferd zufällig die dafür passende Rückenform hat. Was mache ich mit den restlichen Pferden?

- Steigbügel benutzen ist definitiv nicht sinnvoll wegen des punktuellen Drucks, das wurde ja schon genannt. Somit scheidet auch leichter Sitz aus, der manchmal den Pferden helfen kann.

Zum gebisslosen Reiten: kategorisch würde ich es niemals machen. Es gibt reiterliche Aufgaben, die auch nicht einfach ausgelassen werden können, weil sie der Gesunderhaltung des Pferdes dienen, wo ich definitiv auf den Unterkiefer einwirken muss, um sie sauber zu lehren - und unsauber kann körperliche Belastungen zur Folge haben. Es gibt aber andere reiterliche Aufgaben, wo mir eine andere Einwirkung viel hilfreicher ist. Am Anfang ist die Aufgabe, dass das Pferd beim geradeaus laufen sich unter dem Gewicht ausbalancieren muss. DAFÜR brauche ich keine Einwirkung auf den Unterkiefer. Das machen ganz viele, indem sie einen Halsring als "Bremshilfe" nehmen und ansonsten einen Zaum, der einfach deutlich sagt, was man will. Knotenhalfter oder sowas wäre in dem Moment unpassend. Beim Reiten auf Kappzaum ist wichtig, dass die seitlichen Ringe sehr weit außen liegen, sonst verwirft sich das Pferd nur - gerade das Jungpferd, das noch wenig Ahnung hat, dass Verwerfen nicht gesund ist.

Kommentar von ReterFan ,

Top- dem ist nichts mehr hinzuzufügen

Antwort
von Isildur, 26

Hallo,

in vielen Reitweisen ist es üblich die Jungpferde gebisslos anzureiten, da spricht auch überhaupt nichts gegen, solange die Person, die das Pferd anreitet, Ahnung von dem hat was sie tut und vor alle Erfahrung im Umgang mit Jungpferden hat. Was heißt denn "sehr früh" Bodenarbeit. Inzwischen taucht imer häufiger das Phänomen auf, dass Leute denken, nur weil ihnen ihr Zausel auf de Viereck hinterherdackelt wäre er auch unter de Sattel ein Traum - stitm aber in den wenigsten Fällen. Meine Jungstute stand 3 Jahre lang in der Herde und kannte das Fohlen ABC, die ha weder Schrecktraining noch sonstwas gemacht. Mit 4 Jahren haben wir langsa angefangen Führtraining mit einzubauen und auf Druck zu weichen. Die hat nie Schrecktraining gemacht und meistert trotzde jedwede Situation, denn sie weis zu einen das ich die Sache schon regel und zu anderen ist sie schlicht und ergreifend zu höflich und respektvoll und sich im Schreckmoment gegen den Menschen zu richten.

Meine Stute lief von anfang an mit eine Kappzaum, den kannte sie schon von der Handarbeit und hat ihn super angenommen.

Fellsattelist so eine Sache, gerade bei jungen Pferden, finde ich den Entlastungssitz hilfreich, dürfte ohne Steigbügel schwierig werden.

Antwort
von Lomyl, 30

Mein Hafi wurde gebisslos angeritten und ich habe auch vor ihm keine Trense an zueignen,da diese vor und Nachteile hat.Meine ist zwar noch immer stürmisch und alles weil sie noch relativ jung ist,aber gebisslos reiten ist gar nicht so schwer,nur in manchen schwierigen Situationen wäre eine Trense schon toll..

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