Frage von Heklamari, 38

Pferd aus 6 Jahren Paddockhaltung mit Gittermattenuntergrund ist dem Naturboden entwöhnt und vertritt sich häufig, was tun?

ich halte meine Pferdesenioren artgerecht in Offenbstall-Weide-Haltung ganzjährig, wobei nur im Winter die Aktiv-Paddocks und Weiden in der Geest liegen und auch befestigte Bereiche haben; die Sommerweiden sind "Naturboden" also bie/nach Regen auch matschig/ tiefgründig an häufig genutzen Stellen. Meine neuen Stute (18, Tinker) kommt aus ner Luxushaltung mit besandetem Gittermattenpaddock und Stundenweide in der Geest direkt am Haus. Auf der großen unebenen Sommerweide hat sie sich gleich vertreten und die Sehnen gezerrt und wenn wir jetzt feuchtes Wetter haben, passiert das immer mal wieder. Sie wird behandelt und bisher nur selten mit Führtraining und Respektslektionen kurz "gearbeitet" - sie soll sich ja erstmal an uns und unsere Anforderungen/Abläufe gewöhnen und in die Herde integrieren und das braucht Platz. Auch als ich sie zu Begin 1 Woche neben den anderen stehen hatte, hat sie am ZAun rumgetobt und sich vertreten. Sie vertragt sich nicht so dolle und spielt die Cheffin ( die alte Leitstute ist gestorben). Ich kann sie nicht schon auf die Winterweide bringen - der Boden dort wird schon genug ramponiert, wenn die Herde im Dezember umzieht. Habt Ihr Ideen wie ich allen gerecht werden kann, ohne gleich alles ummodeln zu müssen, zusätzliche Wassereimer schleppen zu müssen usw usw?

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Pferde, 38

Würde mal die Hufstellung an sich überprüfen, das ein Pferd auf besonderen Böden gehalten wird, und daher "entwöhnt!" von natürlichem Boden ist halte ich für nicht möglich.

Das Pferd wurde ja sicher auch geritten, auf Weide geschickt usw.  und war keine 24/7 in diesem Paddockauslauf, oder?

Stoperpferde sollten von Hufmensch, Osteopath, Sattler und Tierarzt gründlich untersucht werden.

Von Huf bis Schulter ist alles möglich, selbst ein Sattel kann Auslöser für stolperer sein.

Ich würde eher schätzen, das dein neues Pferd ein grundlegendes Problem mit ihren Beinen hat.

Kommentar von Baroque ,

Fußungskompetenz nennt man das und die muss durchaus geschult werden. Die "Teppichhaltungspferde" vertreten sich durchaus auch mal ... aber normal lernen Pferde auch schnell und es passiert nicht andauernd wieder, die lernen mit den Böden umzugehen.

Was aber oft der Fall ist: Solche Pferde gehen normal keinen Schritt ohne Gamaschen und bis sich das unter der Wärme verklebte Sehnengewebe wieder löst, vergehen oft Jahre. Das kann man aber physiotherapeutisch unterstützen. Ich habe auch einen Wallach gekauft, der vor immer wieder kehrenden Sehnenverletzungen erst Ruhe hatte, als er eine Zeitlang keine Gamaschen mehr tragen musste.

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