Frage von dom2612,

Pfandrecht einer KFZ- Werkstatt

Hallo zusammen, ich befinde mich derzeit in einer schlechten finanziellen Situation und stehe kurz vor der Privatinsolvenz.

Bevor mir das eig. Ausmaß meines Schuldenberges bekannt war, habe ich mein Auto zu 40.000 KM Insektion bei meinem Händler gebracht, die darauf folgende Rechnung konnte ich nicht zahlen und vereinbarte mit dem Händler eine Ratenzahlung a 5o Euro, diese beachte ich auch seit letzten Monat.

Seit der 40.000 Km Inspektion, sind meine Winterreifen beim Händler eingelagert, dieser gibt jetzt an erst nach Abzahlung der Gesamtschuld meine Reifen auszugeben.

Darf er dies ohne weiteres???

LIeben Gruß

Antwort von Aral59,

Wenn die Werkstatt mit der Ratenzahlung einverstanden war und du deinen Monatlichen Raten nicht säumig bist und warst, dann begeht die Werkstatt eine Unterschlagung deines Eigentums.

Wenn diese obigen Voraussetzungen wie(von mir beschrieben) so vorliegen, dann würde ich mit der Werkstatt noch mal im guten sprechen.

Sollte es dann immer noch nicht fruchten, dann würde ich eine Anzeige wegen Unterschlagung angehen.

Denn eine Rechnung auf Raten ist bei Einhaltung der Zahlung kein Grund den Kunden sein aufbewahrtes Eigentum zu Unterschlagen.

Da die Anzeige auch was kostet, würde ich zugleich eine Entschädigung der Mehrkosten verlangen.

In deinem Fall wäre es gut wenn du einen Rechtschutz für Vertragsrecht hätetst, dann könnte sich ein Fachanwalt für diese Angelegenheit kümmern.

L. G. Aral59

Antwort von IXXIac,

Hallo

nun ja deine Pleitesituation ist eigentlich nicht ungewöhnlich und man hat das ja beiderseitig abgeklärt also sind beide willens es flach zu halten die Werkstatt ist halt am "kürzeren" Ende. Vile Werkstätten sind da gebrannte Kinder und die Chance die rechung voll bezahlt zu bekommen sind nicht mal 50/50....

Vielleicht hat man deswegen die WR Abgebunkert wobei die real keinen grossen Wert haben (Selbst mit Neureifen wird es bei 200-300€ maximal liegen weil die sind im Winter schon wieder Altreifen) abeer besser als gar nix.

Die nächsten 4-5 Monate wirst du wohl die Winterräder eh nicht brauchen. Kläre ab ob für die Räder Einlagerungsgebühren fällig werden - falls nein ist es wohl kein Problem für dich oder? - falls ja müsste man beim Werkstattbesitzer bohren wo er das Problem sieht will er eine "Sicherheit" oder will er damit zusätzlich Umsatz generieren ? Das muss man sensibel sein..

Andererseits zahl ich 5€ im Jahr für meine Radeinlagerung bei "meinem" Stamm-Reifenhändler und 5€ für die Radwäsche vor Einlagerung und Wuchtkontrolle vor der Montage.

Der Punkt ist wenn die Radeinlagerungsgebühren nicht die Welt kosten würde ich deswegen keinen Aufstand machen.

Tendenziel wenn du Zeit & Bock hast kannst du ja auch Muskelhypothek anbieten also einen Job dort machen zB Samstag nachmittag die Werksatt putzen oder zum Jahresende bei der Inventur helfen, offerier was du gut kannst und evtl. auch in Rechnung stellen kannst.

Das Thema Schwarzarbeit ist heikel und hat man zügig an der Backe daher muss man das abklären. Meist einigt man sich auf die vom Gesetzgeber möglichen Jobformen (500€ Job) oder ein Praktikum.

Grüsse

Antwort von fs112,

Besteht nun eine Ratenzahlungsvereinbarung oder nicht?

Wenn ja sollte er die Reifen nicht als Pfand behalten, und wenn er die Reifen trotz eurer Vereinbarung einbehält, dann musst du die Raten wohl für neue Reifen zweckentfremden, weil so ganz fair ist das dann nicht...

Ob es im Gegenzug fair von dir war, einen Inspektions-Auftrag trotz ungeklärter finanzieller Situation zu geben kommentiere ich jetzt mal nicht :-)

Antwort von Meinereiner67,

Ganz normale Sache.

Unternehmerpfandrecht § 647 BGB

Antwort von Michel76,

Ob er das wirklich darf oder nicht, weiss ich nicht. Jedenfalls würde ich das genau so machen. Weil er ja sonst nichts in der Hand hat. Also ich finde das ok.

Und selbst, wenn er das nicht dürfte: Was willst du machen?

Kommentar von dom2612,

Er hat eine Ratenzahlunsgvereinbarung schriftlich mit mir abgeschlossen. Ich habe bisher meine Rechnungen bei Ihm bezahlt.

Und wenn er es nicht darf würde ich nötigenfalls meine Rechtsschutz einschlaten, was ich eigentlich nicht möchte.

Kommentar von Michel76,

Schau, die Werkstatt ist die "betrogene", nicht du. Sie hat dir Leistung erbracht und muss nun auf ihr Geld warten, nur weil du nicht zahlen kannst. Und sie kann sich nicht mal sicher sein, ob sie all ihr Geld bekommen wird.

Also mit was für einer Begründung willst du gegen die Werkstatt vorgehen? Findest du das nicht total frech?

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