Frage von annyus, 26

Pfändung kindesunterhalt?

Hallo, ich habe eine Frage. Mir wurde vom Gericht, dass alleinige Sorge und Aufenthaltsbestimmungrecht für meine 10 jährige Tochter zugesprochen. Leider macht die Mutter, was sie will und gibt das Kind nicht raus. Sie hat Beschwerde gegen dieses Urteil eingereicht. Ich habe meine Tochter seit 3 Monaten nicht gesehen auch null Kontakt, trotz Gerichtlich festgelgtem Umgang. Nun wusste ich mir nicht mehr anders zu helfen und habe einfach den Unterhalt einbehalten, ich weiß, nicht die klügste Entscheidung. Meine Frage ist, die Pfändung wurde sofort dem Arbeitgeber zugestellt danach mir ist das so richtig? Und ich habe gelesen, dass der Selbstbehalt bei 1200 Euro liegt, in dem Schreiben steht 1085 was ist denn jetzt richtig? Ein Anruf beim Gv, der sagte mir nur er bringe nur die Pfändung und hat sonst nichts damit zu tun !?

Für alle Klugscheisser ich habe immer pünktlich meinen Unterhalt gezahlt und ein Gericht entzieht, nach mehreren Gutachten usw einer Mutter sicher nicht ohne Grund das komplette Sorgerecht ...

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Antwort
von Steven791, 20

Hallo, 

da versagt wohl offensichtlich wieder mal das ach so tolle Rechtssystem. Fakt ist wenn du das Sorgerecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht hast, sollte deine Tochter längst bei dir sein. Das die Mutter ( Gegenseite) in Revision geht war zu erwarten, und sollte auch nicht sonderlich überraschend für dich gewesen sein. Daher verstehe ich die undurchsichtige Rechtslage hier nicht. Unterhaltspflicht besteht bei dem  Elternteil wo das Kind nicht lebt. Daher sollte die Kindesmutter dir Unterhaltspflichtig sein. Wie gesagt eine aussergewöhnliche Rechtslage. Die so genannte Düsseldorfer Tabelle die den Unzerhaltssatz regelt ist als Anlehnung zu verstehen. So kann der Unterhaltspflichtige durchaus weniger zahlen müssen wenn er z.B. in einer Wohngegend lebt wo massive Nachfragen den eigentlichen Wohnpreis in die Höhe treiben( z.B. München). Auch wenn der Unterhaltspflichtige Schulden hat die vor dem Beginn der Unterhaltszahlungen bekannt waren, kann dies den Unterhalt reduzieren. Hier lohnt sich auch mal eine Nachfrage beim Jugendamt. Apropos. Jugendamt bist du dort schon mit deinem Rechtsfall gewesen? 

Die Pfändung selber ist so korrekt. Erst wird der Arbeitgeber informiert, dann du. Vorsicht es gibt Arbeitgeber die sich Pfändungen vom Arbeitnehmer prozentual ausgleichen lassen, da der Arbeitgeber für eine Pfändung auch extra zahlen muss. Hier lohnt sich mal ein Blick in den bestehenden und aktuellen Arbeitsvertrag. 

Hoffe konnte helfen, bei Fragen gerne fragen. 

Antwort
von HaGue60, 18

Nimm a) Kontakt mit dem Jugendamt auf und lass Dich beraten und ggf. auch unterstützen.

b) solltest Du auch mit dem Gerichstvollzieher reden und ihm das Gerichtsurteil zeigen. Schrägerweise ist es so, dass der Gerichtsvollzieher bei der "Herausgabe eines Kindes" zuständig ist.

Bei allen Aktionen sollte man überlegen, wie es dem Kind damit geht! Das ist das Wichtigste!

Deine Rechtsposition könnte sich beim OLG verschlechtern, wenn Du nicht in der Lage bist, Dich um Deine Tochter zu kümmern, obwohl es gerichtlich zugesprochen Deine Aufgabe ist. D.h. Du kümmerst Dich nicht gut, wenn Du weißt, dass sie alleingelassen, ... wird.

Antwort
von Ronox, 10

Die Pfändung wird mit Zustellung an den Drittschuldner (Arbeitgeber) wirksam. Danach wird der Beschluss dir zur Kenntnis zugestellt. Der Gerichtsvollzieher stellt nur zu, für die Pfändung ist das Vollstreckungsgericht zuständig. Bei einer normalen Einkommenspfändung hängt der unpfändbare Betrag von der Höhe des Einkommens ab. Bei Pfändung wegen Unterhaltsansprüchen kann das Gericht auf Antrag einen deutlich niedrigeren unpfändbaren Betrag festsetzen (meist 800-950 Euro). Ob das hier der Fall ist, kann man nur anhand des Beschlusses sagen.

Antwort
von annyus, 15

Das ist die ganze Geschichte, die Mutter lässt die kleine nachts allein.

Das kind geht allein zur schule und ist auch morgens allein. Usw usw usw

Und ja darum habe ich den Unterhalt nicht mehr gezahlt, mir wurde aber immer gesagt, muss ich trotzdem, weil das kind nicht bei mir lebt 

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun ?!

Kommentar von Menuett ,

Das sind eigentlich keine Gründe das Sorgerecht zu entziehen.

Man müßte verdammt vielen Eltern die Sorge entziehen, deren Grundschulkinder alleine in die Schule gehen.

Viele Eltern müssen früh arbeiten gehen und es handelt sich hier um ein Grundschulkind.

Wie oft wurde sie denn nachts alleine gelassen?

Antwort
von Halbammi, 25

Ich bin da kein Experte, aber wenn du das Aufenthaltsbestimmungsrecht und das alleinige Sorgerecht innehast ist doch das was die Mutter tut "Entziehung Minderjähriger".

Ebenso verhält es sich doch mit dem Unterhalt. Nicht du musst jetzt zahlen sondern sie. Nur weil sie das Kind einfach nicht rausgibt ändert sich das doch jetzt nicht.

Du solltest somit zur Polizei gehen können und mit deren Hilfe die Herausgabe des Kindes durchsetzen können. Das würde ich selbst jetzt tun wenn ich du wäre und ebenso der Pfändung widersprechen, und Strafanzeige wegen Betruges gegen deine Ex stellen.

Antwort
von Marshall7, 6

Der Freibetrag auf einen P- Konto beträgt 1073 € ,über dieses Geld kannst du verfügen.Bei deinen Lohn allerdings kann auch gepfändet werden.Bei Kindesunterhalt ist das Gesetz schon hart.

Antwort
von Menuett, 7

1085€ ist richtig.

Wenn Die Mutter einen Titel hat, dann war das unklug, er hätte zuerst angefochten werden müssen.

Eben, es entzieht nicht ohne Grund die Sorge.

Was sagt Dein Anwalt dazu, warum hat er das im Notfall nicht per Gerichtsvollzieher durchgesetzt?

Wie ist der richterliche Beschluss bewehrt?

Antwort
von Lumpazi77, 24

Deine Schilderung scheint nur die halbe Wahrheit zu sein.

Du hast das alleinige Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht und musst Unterhalt bezahlen ?

Warum hast Du Deine Tochter nicht per Gerichtsvollzieher von der Mutter geholt ?

Schon sehr komisch !

Kommentar von annyus ,

Macht man das als Vater ???

Und wie beschrieben, sie hat Beschwerde eingereicht, auch wenn es niemand glaubt könnte das Oberlandesgericht anders entscheiden. 

Bitte gebt nur sachliche Antworten ja sonst hätte ich auch bei Facebook fragen können 

Kommentar von Lumpazi77 ,

Das waren sachliche Fragen und DU weichst aus !

- Man zahlt auch als Vater keinen Unterhalt, wenn das Kind bei einem lebt / leben könnte.

- Zunächst besteht der Sorgerechtsbeschluß. Dass er angefochten wurde setzt ihn nicht außer Kraft.

So, und nun erzähle mal die ganze Geschichte und eiere hier nicht rum, sonst ist eine Antwort nicht möglich !!

Kommentar von Menuett ,

Ein Vater, der um das bei der Mutter gefährdete Wohl besorgt ist, der macht das selbstverständlich.

Warum sollte das OLG da etwas machen, wenn Du doch selbst keinen Grund zum Handeln siehst.

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