Frage von BeautifulAngel, 35

Pfändung in der Ausbildung?

Ein Freund von mir ist in der Ausbildung (1 Lehrjahr zweite Ausbildung ) er hat eine weile seine Rechnung nicht bezahlt bei Sky , jetzt hat der Anwalt eine Pfändung raus gelassen und er hat kein Zugriff mehr auf sein Konto , muss aber Unterhalt leisten für seinen Sohn und hat auch noch andere Rechnungen zu bezahlen . Darf er gepfändet werden ? Er ist alleinstehend wohnt bei einem Familien Mitglied und hat 550€ monatlich zur Verfügung . Die Pfändung ist bereits raus , kann man noch etwas dagegen tun ? Das er überhaupt noch Geld übrig hat im Monat ? Danke im vorraus

Antwort
von MoralRichter, 25

Ja, er darf gepfändet werden. Und ja, er bekommt sein ganzes Geld und macht keinen Verlust.

Dazu muss er am besten persönlich zu seiner Bank gehen ( Personalausweis mitnehmen ) und dort sein normales Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto ( P-Konto ) umwandeln lassen. Die Bank darf diesen Wunsch nicht ablehnen. ( § 850k ZPO )

Innerhalb von 4 Banktagen ( Mo. - Fr. ) muss das P-Konto aktiv sein. Mit dem P-Konto hat man einen automatischen Pfändungsschutz von bis zu 1.073,88 € monatlich. Egal was für ein Einkommen man bezieht - 1.073,88 € sind mindestens geschützt.

Alles was unter den 1.073,88 € eingeht darf nicht gepfändet werden. Der P-Konto Schutz gilt rückwirkend für 4 Wochen. Solange die Pfändung also nicht schon 4 Wochen auf dem Konto liegt, ist alles gut.

Das P-Konto darf auf keinen Fall mehr monatliche Gebühren als das reine Girokonto zuvor kosten. Der eventuell vorhandene Dispo Kredit und eine eventuell vorhandene Kreditkarte dürfen gekündigt werden. Alles andere muss gleich bleiben. Die Bankkarte darf nicht in eine Servicekarte umgetauscht werden.

Das Kontomodell darf sich auch nicht ändern. Alle Leistungen die vorher möglich waren, müssen auch beim P-Konto weiter gewährt werden. Also auch Online Banking, Geld abheben am Geldautomaten, per Bankkarte bezahlen usw. .

Ganz wichtig:  Bei einem gepfändeten P-Konto immer darauf achten, dass man keine unnötigen Überweisungen oder Einzahlungen erhält. Denn jeder Geldeingang mindert den Freibetrag. Auch wenn man auf sein eigenes P-Konto einzahlt.

Kann nur hoffen das dein Freund nicht bei einer Volksbank ist. Denn die verhalten sich beim P-Konto richtig mies.

Antwort
von Ghettolocke, 32

er darf Pfänden ja aber dein freund sollte zur seiner pank gehen und sogenanntes Pfändungsschutzkonto einrichten dann hat er montalich einen freien geld betrag etwas über 1000 euro die ausgeben kann um seione rechnungen zu bezahlen alles was über den betrag kommt wird jedoch gepfändet

Antwort
von archibaldesel, 26

Er kann sich ans zuständige Amtsgericht wenden. Sein Einkommen ist unterhalb der Pfändungsfreigrenze.

Antwort
von martinzuhause, 35

er kann das konto in ein pfändungsschutzkonto umwandeln lassen. dann hat er einen freibetrag von knapp 900€ monatlich. und am monatsende immer alles abholen .

Kommentar von Ghettolocke ,

ahh ok 900 nur noch ? :O bei mir waren 1045 euro bei der Sparkasse

Kommentar von MoralRichter ,

zuHause:  Es sind 1.073,88 € !

Man muss auch nicht alles am Monatsende abholen! Nicht verbrauchtes Guthaben aus dem Freibetrag muss einmalig in den Folgemonat übertragen werden!

Bilde dich!

Kommentar von martinzuhause ,

die bank hat das recht jeden überhang aufzurechnen. sind am monatsletzten immer 100€ auf dem konto und werden in den neuen uebernommen kann die bank nach 12 monaten z.b. dann 126,12€ an den gläubiger überweisen auch wenn dann dieser betrag nicht auf dem konto ist

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