"Petzen" dass wir die Aufgaben und Lösungen kannten?

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7 Antworten

Nicht ganz einfach dazu etwas zu schreiben.

Zunächst muss ich Dir danken für Deinen Gerechtigkeitsgefühl. Du hast natürlich vollkommen Recht mit deiner Überlegung, dass die Schüler Deiner Schule durch das Verhalten der Lehrer einen Vorteil gegenüber den Schüler anderer Schulen hatten.

Zu Deiner eigentlichen Frage habe ich mir Folgendes überlegt:

Wenn Du das verhalten Deiner Lehrer öffentlich machst hast Du davon keinen persönlichen Vorteil. Insofern kannst Du sicher sein, dass Dir niemand ein egoistisches Verhalten vorwerfen können.

Andererseits muss Dir bewusst sein, dass Du Dir keinen einzigen Freund mehr dadurch machen wirst, weder unter den Schülern noch unter den Lehrern.

Aus Sicht der Lehrer ist es wahrscheinlich so, dass sie mit der festen Absicht gehandelt haben, Euch Schülern einen Gefallen zu tun und gleichzeitig die Schule nach Aussen hin gut darstehen zu lassen.

Zumindest den letzten Punkt würdest Du mit einer Anzeige zerstören. Das hätte mit großer Wahrscheinlichkeit Folgen für mehrere nachfolgende Jahrgänge.

Nun zu der Frage ob eine  Anzeige anonym sein sollte oder nicht.

Dein Gerechtigkeitsgefühl habe ich ja oben schon positiv zur Kenntnis genommen. Deshalb Frage ich mich, warum Dir dann der Mut fehlt, mit deinem namen dazu zu stehenden, wenn es darum geht einen Missstand bekannt zu machen.

Und noch eine weitere Überlegung: Anonyme Anzeigen werden zwar meistens zur Kenntnis genommen, aber da sie meistens ohne tatsächliche Beweise erfolgen fehlt die rechtliche Legetimation daraufhin tätig zu werden. Ein Zeuge steht ja auch nicht zur Verfügung.

Wenn Du also erwartest, dass tatsächlich etwas passiert musst Du tatsächlich zu deiner Anzeige stehen und sie auch mit harten Fakten untermauern können. Letzteres halte ich für schwierig.

Ich hoffe, dass Dir meine Gedanken weiterhelfen eine Entscheidung zu treffen.

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Ich würde es lassen. Schließ das Kapitel ab und wende dich der Zukunft zu. Du bist noch jung und hast keine Schuld auf dich geladen. Es bringt nichts in der Vergangenheit herrum zu wühlen und nachträglich versuchen etwas zu ändern. Und wenn du wirklich etwas tun willst, dann informiere die Behörde und ein Nachrichtenmagazin. Dann aber nicht anonym. Aber denke vorher an die Konsequenzen. Was passiert, wenn die Prüfung wiederholt werden muß und 50% fallen durch?? Mit so etwas kannst du viel im Leben anderer Menschen zerstören und das willst du sicher nicht.

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Ich würde es aus verschiedenen Grunden lassen. Wenn ihr von allen oder den meisten Lehrern die Prüfungsfragen und -antworten bekommen habt, könnte es sein, dass das von weiter oben kam. Mit anderen Worten: es war von der Schulbehörde so gewollt. Natürlich ist das Spekulation

Der viel wichtigere Grund ist aber folgender. Was ändert sich durch eine Prüfung? Egal wie sie ausgefallen ist. Das Wissen, was der Geprüfte hat, ist nach der Prüfung kein anderes als davor. Sie spiegeln also nicht wieder, was jemand kann. Prüfungen sind so überflüssig, wie Sand in die Wüste zu transportieren.

Ich habe vor über 40 Jahren sowohl von meiner Physiklererin, als auch von meinem Musiklehrer die Themen genannt bekommen, mit denen sie mich in der mündlichen Prüfung konfrontieren wollten. Ich weiß es noch wie heute. In Physik war es das Thema "Schwingungen" und in Musik war es die Overtüre zu Beethovens Oper "Egmont". Glaubst Du, ich habe irgendeine Ahnung von physikalischen Schwingungen? Ich hatte sie weder vor noch nach der Prüfung. Die Oper Egmont höre ich mir sehr gerne an, musiktheoretische Abhandlungen über sie interessieren mich aber nicht die Bohne. In Physik habe ich mit Müh und Not eine 3 bekommen, in Musik eine 1, weil mein Lehrer wollte, dass ich eine 1 bekomme. Es war übrigens die einzige auf meinem Zeugnis. Beide Noten sind für mein Leben so schnurz piep egal, genau wie alle anderen Noten auf dem Zeugnis auch.

Ich verstehe Deine moralischen Bedenken. Vermutlich hat man Dir schon zig mal in Deinem Leben gesagt, Dass man ehrlich sein soll und nicht betrügen darf. Es war aber falsch, Dir das zu sagen. Warum? Weil es nichts mit der Realität zu tun hat. Genau wie der Satz: "Das sagt man nicht." Man hat das, was man angeblich nicht sagt, schon hundert Mal gehört, aber trotzden sagt man es angeblich nicht. So ist es auch mit dem Lügen. Menschen lügen aus den unterschiedlichsten Gründen. Es ist also absurd, zu sagen, man soll nicht lügen.

Vermutlich ruft meine Antwort einige Moralapostel auf den Plan. Das ist mir aber egal.

Gruß Matti

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Mach es wenn es dein Gewissen erleichtert. Aber dann musst du damit leben dass alle neu geprüft werden müssen und dann wahrscheinlich auch mehr durchfallen.

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Wenn du wirklich fair sein willst darfst du keine anonymen Briefe schreiben. Stehe offen zu deiner Meinung.

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Gewissensfrage :-)

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Gönne anderen auch was und sein nicht so Missgünstig, damit machst du dir nur das Leben schwer

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Kommentar von jasminromina
22.01.2016, 08:29

Naja... Darum geht's nicht...

Es haben vllt 1000 Leute die Prüfung geschrieben. 30 davon wussten was dran kommt und die Lösungen.

Fair?

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