Frage von Kajom, 40

Person des Vertrauens bei Jugendamttermin mitnehmen?

Hallo , Habe heute einen Brief vom Jugendamt bekommen in dem steht das der Vater meines Kindes einen Termin wünscht um die Umgangsregelungen neu zu besprechen . Meine Frage , darf ich eine Person meiner Wahl zur seelischen / moralischen Unterstützung mitnehmen ?

Danke

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Antwort
von Nashota, 25

Generell spricht nichts dagegen. Vier Ohren hören immer mehr als zwei.

Trotzdem kann gesagt werden, dass gewisse Dinge dem Datenschmutz unterliegen und nur die Beteiligten selbst etwas angehen.

Soll das ein Gespräch nur mit dir oder mit ihm gemeinsam sein?

Kommentar von Kajom ,

Mit dem Papa vom Kind zusammen .
Da muss er evtl zustimmen , was ? 😏

Kommentar von Nashota ,

Nun, es kommt erst mal darauf an, wie du und dein Ex? zueinander stehen. Seid ihr euch noch grün oder nagelt ihr euch gegenseitig mit Blicken an die Wand?

Gibt es aus deiner Sicht Probleme mit dem Termin oder mit der Änderung der Umgangsregelung?

Kommentar von Kajom ,

Leider verstehen wir uns nicht mehr . Ich habe alles versucht um das Jugendamt rauszuhalten da ich denke das man nach 8 Jahren Beziehung die uns menschlich wirklich beide geprägt und bereichert hat und aus der das wundervollste herausgegangen ist, eine freundliche Basis miteinander führen sollte. Er möchte das Verhältnis zwischen uns nicht ,oder darf es evtl von seiner neuen Partnerin aus, nicht auf einer guten elternebene halten .
Da ich ihm auch niemals den Umgang zu unserem Kind verwehren würde , im Gegenteil, ich lasse das Kind anrufen wenn er will und habe dem Papa schon oft gesagt (als wir noch miteinander sprachen) das er jederzeit auch außerhalb der umgangszeiten mit dem Kind auf den Spielplatz oder sonst wohin kann .

Hört sich evtl so an als ob ich die Trennung nicht verabredetet habe so ist es aber nicht. Ich habe mich selbst getrennt und bin sehr froh darüber .
Möchte nur das es dem kleinen so leicht wie möglich gemacht wird. Schließlich liebt er uns beide.

Kommentar von Kajom ,

Ich persönlich würde mir wünschen das der Umgang auch mal ein Wochenende beinhaltet da ich unter der Woche 40h arbeiten gehe. Nun ist er aber Küchenleiter und hat dementsprechend kaum ein Wochenende frei.

Kommentar von Menuett ,

Arbeit geht vor. Wenn er am Wochenende arbeiten muß, kann er das Kind nicht nehmen.

Ein Richter würde das berücksichtigen.

Kommentar von Nashota ,

Man kann sich, wenn man will, auch hinter seiner Arbeit verstecken.

Kommentar von Nashota ,

Und was will er da nun genau regeln? Offensichtlich sind die Zeiten schon knapp bemessen, wenn kein Wochenende dabei ist.

Insgesamt verweigerst du dich nicht, im Interesse deines Kindes. Das ist gut.

Sein Beruf ist aber ehrlich gesagt nebensächlich. Wärt ihr nicht getrennt, müsste er sich ja auch um sein/euer Kind kümmern. Und auch Küchenarbeiter arbeiten nicht jedes Wochenende.

Wenn seine neue Partnerin dazwischenfunkt, würde ich das mal richtig ansprechen. Dazu bietet sich ein Termin auf dem JA an, wo dann auch der Sachbearbeiter was dazu sagen kann.

Neue Partner haben sich eigentlich nicht einzumischen, nur weil sie der Meinung sind, da liefe vielleicht was zwischen den Eltern, nur weil sie ein gemeinsames Kind haben.

Er als Vater hat seinem Kind regelmäßigen Umgang zu ermöglichen, das Kind umgekehrt hat auch ein Recht darauf. Und dass Eltern immer mal was zu besprechen haben, liegt in der Natur der Sache.

Sind die zwischenmenschlichen Dinge geklärt und es geht rein ums Kind, sollten sie neuen Partnern gegenüber auch klare Stellung beziehen und sich da nicht reinreden lassen.

Kommentar von Kajom ,

Ja. Das ist auch in Ordnung . Und er soll arbeiten gehen . Nur hat er auch mal einen Samstag Frühschicht und den Sonntag frei. Das alle paar Monate würde mir schon reichen .
Frag mich wirklich was mit ihm passiert ist, dass er so zumacht .

Kommentar von Nashota ,

Dann nutze wie gesagt den Termin auf dem JA.

Kommentar von Kajom ,

Ich weiß nicht was er da klären möchte.
Er redet nicht , geht auch selten ab das Telefon und mein Kind ist dann immer enttäuscht.

Ich Versuch da beim Termin einfach ruhig zu bleiben und vllt redet er irgendwann wieder.
Hab nur Hemmungen evtl Fehlverhalten gegenüber dem Kind laut zu äußern, da ich um Himmels Willen nicht will das er sich vom kleinen ganz entfernt .

Danke für die Hilfe  

Kommentar von Nashota ,

Dann höre dir an, was er will. Sage ihm aber auch ganz klar deine Meinung. Es geht nicht an, dass er sein Kind in der Luft hängenlässt, nur weil er vielleicht seiner Neuen gegenüber keine Eier in der Hose hat.

Er hat sich mit den Realitäten auseinanderzusetzen, ob es ihm schmeckt oder nicht. Er hat ein Kind und dem gegenüber auch volle Verantwortung. Und wenn er das vergessen hat oder vergessen will, muss er halt daran erinnert werden.

Antwort
von Menuett, 18

Wenn der Vater da zustimmt.

Ich würde ja eher davon absehen, das gibt nur zusätzlichen Zündstoff. Der Sachbearbeiter protokolliert eh mit.

Kommentar von Kajom ,

Muss er denn zustimmen ?
Gibt es irgendwo einen Gesetzestext dazu ?

Kommentar von Menuett ,

Ja, muß er.

Er kann nicht dazu gezwungen werden in Anwesenheit einer unerwünschten, nicht involvierten Person zu sprechen und gar Abmachungen zu treffen.

Da gibt es keinen Gesetzestext zu, das ist viel zu absurd.

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