Frage von MrWatson84, 110

Persönlichkeitsstörung? Wer bin ich? Was ist los mit mir?

Hallo zusammen, suche auf diese Weise nur Rat und Hilfe, kein Mitleid oder so.
Die letzten Jahre bin ich echt zum Einzelgänger geworden, habe zu nichts Lust, Kontakte und zwischenmenschliche Beziehungen strengen mich einfach an, ich hasse auch Auseinandersetzungen oder Streit . Das Problem ist, dass ich gegenüber anderen Menschen immer nur lieb und nett bin. Und auch immer nur als der Liebe nette angesehen werde und das nervt mich total. Bin leider auch so erzogen worden...Hauptsache nicht anecken, bescheiden sein etc. wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht mal wer ich eigentlich bin und was mich ausmacht.
Ich treibe immer nur in der Gegend herum ohne Ziel. Lasse mich nur von anderen Leuten leiten. Ich kann mich ehrlich gesagt so nicht mehr leiden wie ich bin. Ich hasse es wenn ich immer als der Liebe, nette, harmlose Typ angesehen werde. Ja ich gebe zu das ich ein ruhiger Typ bin. Selbstbewusst kann nur werden, wenn man sich selber leiden kann. Aber ich will nicht so sein...lieb. In mir schlummert immer Traurigkeit und die Suche nach Geborgenheit. Glaube das kam in meiner Beziehung früher zu kurz. Auch man Vater hat immer viel mit mir geschimpft. Daher habe ich auch Angst vor Konflikten, weil ich dann nur noch weglaufen will. Keine Ahnung, hatte nie richtig ein Vorbild im Leben. Jemand der einen stark macht und das man ein Mann wird. Bekomme nicht mal mein Leben richtig in den Griff und ich bin 31 Jahre alt. Wenn ich ehrlich bin, komme ich mir vor wie ein Kind, wo nicht weiß wo es hin muss. Was da steht und wartet bis es jemand an der Hand nimmt und zeigt wo es hin muss. Meine Fühler sind auch immer nur auf andere gerichtet, was die über mich denken und wie ich mich verhalten soll.
Früher war ich nicht so, hatte mich immer mit Freunden getroffen etc. dann hatte ich ein burnout und seitdem alles nicht mehr so wie es mal war. Kein Selbstvertrauen nichts.
Vielleicht kann mir nur jemand etwas Hilfe geben, wie gesagt  kein Mitleid oder so.

Antwort
von Juana1992, 56

Klingt so, als hätten dir alle Leute immer nur gesagt, wer du sein, was du tun sollst und wie du dich zu Verhalten hast und deswegen konntest du nie der sein, der du wirklich bist. Du hast dich eben bis heute noch nicht selbst kennengelernt. Deswegen bist du unglücklich. Aber dafür musst du dich nicht schämen. Es gibt sehr viele Leute, denen es so geht wie dir - und dann gibt es noch Menschen, die wissen nicht einmal, dass etwas nicht mit ihnen im Einklang ist, weil sie so beschäftigt sind.

Wenn du gerne liest (aber auch, wenn du selten liest), kann ich dir diese beiden Bücher empfehlen:

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OSHO ist ein großartiger Autor und Lehrer.

Kommentar von MrWatson84 ,

Hallo Juana,

Danke für deine Antwort. Ja, das kann schon sein, dass ich mich angepasst habe...denke einfach, dass es von der Erziehung kommt. Obwohl ich jetzt die Schuld nicht auf meine Eltern schieben möchte. Durch das, das mein Vater häufig geschimpft hat...hatte ich immer Angst und daher mich auch verändert. Wahrscheinlxih aus dem Grund, wenn ich mich anpasse und keine Konflikte entstehen lasse, dann passiert mir nichts.
Bin auch ein sensibler Mensch. Ich würde ja gerne mit mir selbst Frieden schließen und versuchen mich zu mögen wie ich bin. Aber immer lieb, nett zu sein...bringt ein beruflich und privat oft in Schwierigkeit und man fällt in die Falle des ausgenutzten.
Ich muss versuchen eine Therapie weiter zu machen, obwohl ich oft denke es hilft nur nicht. War ja schon in Behandlung.

Ich danke dir für die Tipps. Lesen tue ich gerne :-)

Kommentar von Juana1992 ,

Das kommt von der Erziehung, ja. Aber deswegen haben deine Eltern nicht Schuld. Niemand hat Schuld daran. Sie haben dich eben so erzogen, wie sie selbst auch erzogen worden sind. Und ihre Eltern haben deine Eltern so erzogen wie sie es gelernt haben. Und so weiter.

Du kannst nur ausbrechen, indem du lernst, du selbst zu sein und es später einmal anders zu machen bei deinen Kindern.
Du musst heuet keine Angst mehr vor deinem Vater haben - du bist erwachsen. Du musst langsam lernen, deine Maske abzulegen. Das befreit.

Soll ich dir etwas verraten? - Es kann dir immer irgendetwas passieren, das Leben ist nun mal nicht sicher. Das Leben macht seine eigenen Spielregeln, ganz egal wie sehr du dich zu schützen meinst. Alles, was du tun kannst, ist echt zu sein, dich deinen Ängsten und dem Schmerz zu stellen. Deinen Eltern verzeihen, auch, wenn sie sich verbal nie entschuldigt haben. Das schenkt inneren Frieden.

Es ist schön, wenn du immer nett bist, aber du musst auch wissen, wann es an der Zeit ist, "Nein!" oder "Stopp!" zu sagen. Weil, wenn du immer "Ja." und "Okay." sagst, kannst du dir sicher sein, dass du "Nein." zu dir selbst sagst. Du musst anfangen, dir selbst wichtig zu werden und einen gesunden Selbstwert entwickeln.

Eine Therapie kann nur helfen, wenn du auch wirklich Hilfe annehmen willst/kannst und vor allem, wenn du dich nicht selbst und den Therapeuten mit deiner Maske belügst. Es wird Zeit, die Wahrheit in dein Leben zu bringen! ;)

Antwort
von DaniGGa3, 57

Warst du schon mal bri einem Psychotherapeuten?

Kommentar von MrWatson84 ,

Hi, ja bin eigentlich noch bei einem Therapeuten? Verhaltenstherapie...allerdings habe ich immer das Gefühl, dass es mir nichts bringt...das Problem ist, dass ich ne Art Maske auf habe und ich beim Psychologen nicht wirklich nein wahres ich zeige bzw. kann. Und leider merkt er das auch nicht.
Ich weiß selbst, dass es nur eine Änderung gibt, wenn man mit sich Arbeit und mit sich selber im reinen ist.

Kommentar von DaniGGa3 ,

Hi, hm, dann kann ich dir nicht wirklich weiterhelfen...wobei, hast du schonmal von solchen Selbstfindungstrips gehört? Also sowas wie zB den Jakobsweg wandern. Ich glaube, dass das das tichtig für dich wäre :D

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