Persönliche Haftung als Geschäftsführer einer GmbH?

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4 Antworten

Guten Tag,

es stimmt nicht, dass die Haftung des Geschäftsführers auf die Stammeinlage beschränkt ist.

Entscheidend ist, ob schon eine Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung und damit Insolvenzantragspflicht vorliegt. 

Wird die Frist zur Stellung eines Insolvenzantrages (maximal drei Wochen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit) überschritten, haftet der Geschäftsführer im Innen- und Außenverhältnis persönlich in voller Höhe für den eingetretenen Schaden. Von einigen Ausnahmen abgesehen gilt dann ein völliges Zahlungsverbot nach §64 GmbHG.

Sie schreiben, dass es immer unwahrscheinlicher wird die noch laufenden monatliche Tilgungen zu leisten. Wenn absehbar ist, dass die liquiden Mittel in Zukunft nicht ausreichen um alle Verbindlichkeiten zu zahlen, haben Sie das Recht einen Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit zu stellen.

Insbesondere durch das Gesetz zur Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) gibt es viele Möglichkeiten, Krisen unter dem Schutzschirm des Insolvenzrechts zu überwinden. Die Chancen sind umso besser, je früher der Insolvenzantrag gestellt wird.

Am besten lassen Sie dazu von einem auf Sanierung oder ESUG spezialisierten Anwalt beraten. Oft werden kostenlose Erstberatungen angeboten. 

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Olaf Schubert

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Der Geschäftsführer würde nur haften, wenn er die Insolvenz nicht rechtzeitig anmeldet.

Entweder bei Zahlungsunfähigkeit oder bilanzieller Überschuldung der GmbH hat er max. 3 Wochen um eine Insolvenz anzumelden, wenn er das nicht tut, ist ein durchgriff auf sein Privatvermögen zu befürchten.

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Kommentar von Lionheart1980
05.10.2016, 19:14

Nein....ich habe kein privates Vermögen in die Firma eingebracht

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Hast du dein privates Vermögen in die GmbH eingebracht?

Wenn ja..dann haftest du mit der eingebrachten Summe!

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Kommentar von Lionheart1980
05.10.2016, 19:14

Nein....ich habe kein privates Vermögen in die Firma eingebracht

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Naja, der Normalfall ist bei einer GmbH erstmal, dass die Haftung auf das Stammkapital (welches hoffentlich komplett eingezahlt wurde) beschränkt ist.

Ausnahmen ergeben sich dann, wenn der Geschäftsführer - mal ganz platt gesagt - "groben Unfug" gemacht hat. Zum Beispiel die Insolvenz verschleppt hat. Oder Sozialversicherungsabgaben für Angestellte nicht entrichtet hat (dafür haftet er persönlich! also aufpassen, Mitarbeiter rechtzeitig zu kündigen!). Oder auch bei Steuerhinterziehung.

Wenn der Laden aber ordentlich und gewissenhaft geführt wurde, sowe die Insolvenz rechtzeitig angemeldet wird, dann fällt mir kein Grund ein, warum ein Gericht den Gf. persönlich in die Haftung nehmen könnte.

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Kommentar von Lionheart1980
05.10.2016, 19:19

Das Stammkapital wurde für Investitionen genutzt....bzw. liegt bei FA als Guthaben in Form von Vorsteuer herum und würde ca. 6 Wochen nach Aufgabe des Geschäfts ausgezahlt werden.

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