Weshalb benötigt eine Spiegelreflexkamera oberhalb der Mattscheibe (zum Sucher) ein Pentaprisma und nicht nur einen Spiegel, der um 45° geneigt ist? Dann würde doch der Lichtstrahl durch den Klappspiegel und den oberen Spiegel zum Sucher jeweils um 45° abgelenkt, was ein seitenrichtiges und aufrecht stehendes Bild ergeben müsste.

Durch die Linse wird das Bild auf dem unteren Spiegel auf dem Kopf stehen abgebildt. Wäre oben auch nur ein Spiegel, sähe man das Bild auf dem Kopf. Das Prisma "dreht" das Bild wieder richtig herum.
Durch das Objektiv wird das Bild Seitenverkehrt abgebildet. Rechts ist mit Links und oben ist mit unten vertauscht. Bei der Grossbildkamera siest du das auch so. Bei eienr Mittelformatskamera mit Schachtsucher ist das Bild nicht merh auf dem Kopf, allerdings Seitenverkehrt. Stört eigentlich nicht, ausser man will bewegte Objekte aufnehmen.
Danke für die Antworten, sie klingen im ersten Moment logisch, aber ich glaube nicht dass sie stimmen. Man kann das ja leicht mit 2 Spiegeln selbst testen. Wenn man ein Motiv über den ersten Spiegel anschaut so steht es auf dem Kopf und ist seitenverkehrt. Schaut man aber über einen zweiten Spiegel in den ersten Spiegel so ist das Motiv wieder seitenrichtig und normal stehend. Damit bleibt die Frage, weshalb statt des zweiten Spiegels ein Pentaprisma eingebaut wird. Gruß Rolf
Kommando zurück! Ich glaube, jetzt habe ich es verstanden. Wenn das Objektiv bereits das Motiv dreht dann ist mein Spiegelversuch natürlich falsch! Alles klar - Danke Gruß Rolf