Frage von mrymen, 25

Pelletsverbauch Neubau MFH gefühlt sehr hoch 200kg in 2 Tagen?

Guten Tag.

Ich würde hier um Erfahrungen und Tips bitten, bevor ich den HB kontaktiere.

In unserem neuen Kfw 70er 6 Fam. Haus mit Pelletsheizung und FBH kommt mir der Pelletsverbauch extrem hoch vor!

Daten MFH: 6 Einheiten, Kfw70 Ca. 550 m2 Wohnfläche 3 Einheiten Singlehaushalt 1 Einheit Ehepaar mit Kleinkind 1 Einheit äteres Ehepaar 1 Einheit Familie mit 2 Kinder Zur Arbeit gehen alle unterschiedlich ab ca. 7 Uhr morgens.

Zur Heizungsanlage: -Pelletanlage Eta 20-32 mit Pufferspeicher -Kollektoren für Warmwasser und Unterstützung Heizung -Fussbodenheizung -Pelletsverbrauch Okt. 1000kg bei eigentlich warmer Witterung (Bayern) -Verbrauch Nov. 1te Woche ca. 500kg (1 Woche) -Letztes Wochenende ca. 200kg in 3 Tagen! (Außentemperaturen gerademal ca. 0 Grad Nachts und ca. 10 Grad Tagsüber) -Hochgerechnet Nov. ca. 2000kg! bei zwar kälterer Witterung als im Okt., doch sicher noch kein harter Winter! -Auf das Jahr hochgerechnet, würden wir somit auch ca. 14 Tonnen kommen (Berücksichtigung 5 Monate Winter, Übergangszeit und Sommer)

Einstellung Heizung: FBH 56Grad Anzeige Außentemperatur 0,5Grad Pufferspeicher 71Grad, 63Grad, 43Grad(Hälfte) 40Grad unterer Bereich Heizen: 71Grad

Am Verteilerkasten der FBH im OG wird eine Vorlauftemperatur von ca. 38 Grad angezeigt! In machen Wohnungen wurde bislang teilweise noch gar nicht geheizt (Erwärmung durch Sonnenschein auf ca. 20 Grad Raumtemperatur). Wenn die Raumtermostaten inaktiv sind, zeigt Vorlauf ca. 20 Grad an. Sobald Thermostaten bei 21 Grad anspringen, steigt Vorlauf auf über 38 Grad an.

Wenn Sie noch Daten benötigen, bitte kurze Info.

Besten Dank! tom

Antwort
von Simko, 14

Lediglich "Gefühle" lassen sich nicht bewerten.

Wie hoch ist der tatsächliche Energie- und Leistungsbedarf für Hzg u. WW-Bereitung?
Wie hoch der jeweils reale STA Anteil ?
Das sollte in den Dimensionierungsunterlagen zur Gesamtanlage stehen!

Werden die einzelnen Einheiten mittels WMZ für Hzg u. WW abgerechnet?

v.G.

NB: Die FBH auf 56°C eingestellt und die VLT 38°C ???

Antwort
von realistir, 4

War beim beantworten deiner Frage nicht so spontan wie sonst.

Mir sind da einige Zusammenhänge noch zu difus.
Wer hat sowas gebaut und eingestellt? Welche Informationen hast du, um die Anlage einigermaßen wirtschaftlich betreiben zu können?

Wie genau ist diese Anlage aufgebaut? Gibt es Anlagenbeschreibungsbilder, kann man die entsprechenden Kreise erkennen und die entsprechenden Schnittstellen der Anlagenteilen?

Ich vermute, hier liegt eine Kombination aus Pelletheizung mit Solar-unterstützung vor. Eventuell ist das Solare System so ungünstig in das Anlagensystem eingebunden, dass die solaren Dachelemente sinngemäß von Pelletheizung bedient werden, damit dort oben nichts einfrieren kann oder ähnliches. Somit wird also ein Teil der Heizenergie über das Dach in die Umwelt verheizt, was natürlich wirtschaftlicher Unsinn wäre.

Fussbodenheizung betreibe ich auch, allerdings ohne Warmwasserbereitung, also nur Fussboden. Meine Vorlauftemperatur beläuft sich um die 35 Grad.
Wieso deine Anlage 58 Grad und 71 Grad für den Pufferspeicher benötigt, ist mir derzeit ein Rätsel.

Wieso überhaupt Raumthermostate und wieso steuern die Raumventile bei 21 Grad im Raum auch noch auf? Das passt irgendwie nicht.
Diese Raumtermostate braucht niemand, sind nur Geldmacherei.

Wozu 56 Grad bei 0,5 Grad Aussentemperatur? Wie hoch wird denn die VL oder Kesseltemperatur dann bei minus 15 Grad Aussen? 120 Grad?

Wer oder wie regelt denn die Anlage, wer hat die voreingestellt und dann mal wieder nie weiter kontrolliert? Welche Dokumente hast du, um die Anlage selbst kontrollieren und eventuell anders einstellen zu können?
Hat Brauchwasserkreis eine Vorrangschaltung, kann Solar im Winter außer Betrieb genommen werden, und gibt es wenigstens eine hilfreiche Anzeige, die anzeigt ob und wann Solar die sinngemäße Arbeit anstatt Pellet übernehmen könnte?

Welcher HB baute sowas und wer hat das voreingestellt?
Welche Unterlagen bekamst du und kannst du überhaupt ohne einen HB die Anlage einstellen, kontrollieren?

Pellets haben einen Heizwert von 4,8 KWh pro Kilo, also etwa die Hälfte vom Heizwert Öl. Natürlich sagt der Heizwert alleine nicht viel aus, der kann je nach Holz und Lagerqualität abweichend sein, also schlechter.

Bevor wir anfangen den Heiz- bzw Wärmebedarf für deine 550 m² bei KFW70 zu analysieren, sollten die anlagentechnischen Probleme aus der Betrachtung rausgenommen werden können.

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