Frage von AnnegretSandra, 53

Pedelec / e-Bike Empfehlung?

Ich möchte mir gern ein Pedelec zulegen. Bisher habe ich immer nur Fahrräder mit Rücktritt gefahren und möchte dies auch weiterhin tun. Es sollte nicht zu groß sein, da ich selbst nur 1,60 m groß bin.

Welches Rad ist empfehlenswert bzw. wo kann ich mir Erfahrungsberichte ansehen? Ich bin leider noch nicht richtig fündig geworden. Auch die Angabe Mittelmotor bzw. Vorderradmotor irritieren mich.

Es sollte im niedrigeren bzw mittleren Preissegment liegen, da ich es nicht soooo oft benutze.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von kuku27, 23

Meine Frau fährt ein KTM Amparo mit Mittelmotor. Hat eine Innengangschaltung, 7fach aber keinen Rücktritt (gibt es auch mit).

Nun zum allgemeinen: Ürsprünglich waren Hinterrad Antrieb und bald auch Mittelmotor. Vorderradantrieb kam später. Die modernsten setzen jetzt auf Mittelmotor da die Gewichtsverteilung so am optimalsten ist. Gilt sowohl für Straßenräder als auch auch Geländefahrzeuge.

Vorderradmotor ist am einfachsten zu bauen aber auch schwierigsten zu fahren, vor allem wenn es nass und glatt ist. Wenn  das Hinterrad mal ein wenig rutscht ist es nicht so schlimm, wenn das Vorderrad weg geht dann ist ein Sturz fast unvermeidlich.

Auf Rücktrittbremse würde ich verzichten aus mehreren Gründen:

  • Mit dem E-Bike könntest auf die Idee kommen einen hohen Berg rauf zu fahren. Der Rücktritt würde bei der Abfahrt vom zB Großglockner auf halbem weg rot glühend die Bremswirkung aufgeben. Beim Rücktritt muss die Bremswirkung auf einem sehr kleinen Durchmesser gegen eine große Hebelwirkung kämpfen und hat nur eine kleine Fläche die Hitze abzustrahlen.
  • Durch das E-Bike fährst eventuell schneller  und hast längere Bremswege. Beim Rad ist es noch schlimmer als beim Auto und du hast schon in der Ebene vorne doppelt soviel Bremswirkung als hinten. Du hast somit einen bis zu dreifachen Bremsweg wenn du nur hinten bremst. Schau mal Motorräder an. Die flotten haben alle vorne 2 Bremsscheiben und hinten nur eine, warum wohl.LERNE RICHTIG BREMSEN und verwende stärker die Vorderradbremse. Wenn du übst und sie richtig benutzt ist vorne bremsen nicht gefährlicher sondern macht das fahren sicherer. Vor allem beim steilen bergab kannst mit der Rücktrittbremse beinahe nicht mehr stehen bleiben, da hast dann 80% Bremswirkung vorne
  • Beim Kurvenfahren kann man die Pedale ohne Rücktrittbremse viel leichter auf die gewünschte Position bringen, auch vor dem Aufsteigen.
  • Hinterradreparaturen gehen auch ohne Rücktritt etwas einfacher. Oder das abnehmen des Hinterrades um es Kofferraumtauglich zu machen.
  • Moderne Bremsen haben auch eine bessere Wirkung als Rücktrittbremsen.

Ich empfehle also vor allem Mittelmotor und je nach Wunsch einen kleinen leichten Akku für Kurzstrecken oder einen richtig schweren für lange Ausfahrten. Kleine Akkus halten am Anfang schon max 50km, in ein 2 Jahren wird die mögliche Strecke kürzer. 

Achte beim Kauf auf einen kleinen Rahmen. Wenn der Sattel bis zum Anschlag im Rohr steckt damit du die Pedale erreichst dann ist er zu groß und es passt auch der Abstand für die Arme nicht. Bei dir weniger Gefahr aber wenn der Sattel fast ganz raus muss zum Fahren dann ist der Rahmen zu kurz.

Ob dabei 26" oder 28" Räder drinnen sind ist dabei unwichtig. Der Rahmen muss passen. 26" Räder sind beweglicher 28" Räder sind bequemer und spurstabiler.

Antwort
von DEVK, Business Partner, 24

Hallo AnnegretSandra,

eine Empfehlung für ein e-Bike kann ich Dir leider nicht geben ;-) Falls Du dir allerdings wirklich so einen Flitzer zulegen solltest, ist es auf jeden Fall ratsam, deine bestehende Hausratversicherung auf einen ausreichenden Versicherungsschutz für den Fall des Diebstahl des e-Bikes zu überprüfen.

Für welches e-Bike oder Pedelec Du dich entscheidest, kann auch Einfluss darauf haben, ob es versicherungspflichtig i. S. d. FZV (Fahrzeug- Zulassungsverordnung) ist und somit eine eigene Haftpflichtversicherung benötigt. Ein Hinweis auf eine mögliche Versicherungspflicht sind zum Beispiel das Vorliegen einer Betriebserlaubnis oder die erreichbare Höchstgeschwindigkeit. Genaue Auskunft dazu kann Dir auch das Straßenverkehrsamt geben. Eventuell müsstest Du dir dann also noch ein kleines Versicherungskennzeichen besorgen um mit dem Rad auf der Straße fahren zu dürfen.

Auf jeden Fall wünsche ich Dir schon einmal viel Erfolg bei der Suche! :-)

Viele Grüße

Saskia vom DEVK-Team

Antwort
von DanBam, 31

Wenn Du es nicht oft nutzt, dann lass' es sein - das schöne Geld kannst Du in einen Urlaub mit Fahrradverleih investieren, denn für über 2000 Euro kannst Du die Dinger sehr oft ausleihen.

Antwort
von SlightlyAnnoyed, 26

Ich habe ein Move Crs 100 für 999,00 Euro. Macht sich gut als Einsteigerrad im Stadtverkehr. 7 Gänge, Rücktritt und der Akku ist in ca. 3 Stunden aufgeladen. Fahre täglich zur Arbeit, muss ca 1mal pro Woche laden

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