Frage von remix2oo9, 207

Pc an mich verkauft und jetzt droht er mit Anzeige?

Letzte Monat ist ein Mann zu mir gekommen und wollte unbedingt Geld. Er hatte ein pc dabei in wert von 1.000€ mit Verpackung, Maus, Tastatur und Rechnung.

Aber er wollte nur das Geld geliehen haben und hat dafür für Sicherheit das pc da gelassen.
Ich habe ihm das Geld gegeben und ganz normale Kaufvertrag gemacht. Das das pc jetzt mir gehört und er hat unterschrieben.

Ich habe ihn auch ein Monat Zeit gegeben das er, wenn er mir das Geld zurück gibt, das pc wieder abholen kann.

Er kam nicht. Doch am letzte Tag, 29. Tag, ist sein Sohn gekommen und hat gesagt das angeblich sein Vater gestorben ist und er will das PC wieder haben aber er möchte ein Monat nochmal Zeit bis er das Geld bringen kann.

Ich habe abgelehnt, den ich habe keine Lust gehabt wieder ein Monat auf mein Geld zu warten.
Dann hat er gedroht mit Anwalt und Anzeige. Außerdem sei Rechnung von Computer auf seine Mutters Name.

Und da ich weis das er mich angelogen hat, dass angeblich sein Vater tot ist. Will ich aus Prinzip nicht her geben.

Er hat auch am nächsten Tag wieder angerufen und gesagt das sein Vater Junkie ist und ist auch nicht tot. Aber er will trotzdem das PC sonst Anzeige.

Wenn er Anzeige gegen mich macht, wird es ihm was bringen oder nicht?

Den ich habe Kaufvertrag, ausweiskopie und Original Rechnung von Computer.

Sry für mein Rechtschreibung und Grammatikfehler aber ich hoffe ihr versteht mich und könnt mir weiter helfen.

Antwort
von ichweisnix, 46

Wenn er Anzeige gegen mich macht, wird es ihm was bringen oder nicht?

Es wird rein gar nix bringen, da hier keine strafbaren Handlungen erkennbar sind. Der Anzeige wird somit keine Folge gegeben und zu den Akten gelegt. Ob der PC herauszugeben ist, ist eine rein zivilrechtliche Frage und interessiert die Polizei nicht die Bohne.

Ob er ein Recht hat, den PC zurückzuverlangen dürfte auch stark angezweifelt werden. Es gibt einen Kaufvertrag somit haben Sie den PC erworben. Grundsätzlich ist hier der Verkäufer in der vollen Beweisplficht, das er ein Herausgaberecht hat.


Dann hat er gedroht mit Anwalt und Anzeige. Außerdem sei Rechnung von Computer auf seine Mutters Name.

Das spielt hier keine Rolle, solange Sie gutgläubig davon ausgehen konnten, das der der Ihnen den PC verkauft hat dies auch durfte.


Doch am letzte Tag, 29. Tag, ist sein Sohn gekommen und hat gesagt das angeblich sein Vater gestorben ist und er will das PC wieder haben aber er möchte ein Monat nochmal Zeit bis er das Geld bringen kann.

Der Tod des Verkäufers würde an der Sache Nichts ändern. Es treten lediglich die Erben dann an seine Stelle.




Antwort
von Interesierter, 99

Wenn man es rechtstechnisch genau nimmt, ist die Sache nicht ganz so einfach, wie es hier teilweise dargestellt wird. 

Grundsätzlich mal hast du einen schriftlichen Kaufvertrag mit dem du Eigentümer geworden bist. Allerdings wurde eine mündliche Nebenabrede getroffen, nach welcher dein Vertragspartner den Computer wieder zurückgekauft hat und du ihm folglich den Computer gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgibst. 

Wenn der Sohn ohne Vollmacht auftaucht, braucht dich das nicht zu interessieren. Ohne Vollmacht kann der Sohn im Namen des Vaters keine rechtswirksamen Erklärungen abgeben und erst recht keine Forderungen stellen. 

Du musst aber darauf gefasst sein, dass der Vater auftaucht und seinen Computer wiederhaben will, den du ihm dann gegen Erstattung des vereinbarten Geldbetrages auch auszuhändigen hast. 

Diese mündliche Abmachung ist in jedem Fall rechtsgültig, wenn sie auch angesichts des Kaufvertrages eher unglaubwürdig erscheint und sicherlich schwierig zu beweisen ist.

Kommentar von remix2oo9 ,

Ja mündliche Vertrag war 30 Tage Zeit. Und heute ist 31. Tag.

Kommentar von Interesierter ,

Deswegen gehört der Rechner trotzdem nicht dir. Der Herausgabeanspruch deines Vertragspartners verjährt erst mit Ablauf des 31.12.2019.

Wie gesagt, das ist rechtliche Theorie. Im Streitfall müsste dein Vertragspartner erst mal nachweisen, dass es überhaupt eine mündliche Vereinbarung gab und wie diese tatsächlich aussah. 

Kommentar von asdundab ,

Es wurde aber der Rückkauf auf einen Monat begrenzt. (Laut mündl. Zusatzvereinbarung)

Kommentar von Interesierter ,

Das sehe ich etwas anders. Der Rückkauf wurde schon von vornherein vereinbart. Lediglich die Rückgabe wurde 4 Wochen in die Zukunft verschoben. Das heisst aber nicht, dass nach Ablauf der 4 Wochen der Anspruch auf die Rückgabe erlischt. Eben das hätte explizit vereinbart werden müssen. Eine solche Vereinbarung findet sich aber in der Fragestellung nicht. Im Gegenteil. Beide Parteien waren sich ja wohl einig, dass es sich hier im Prinzip nur um eine Leihe von 1000 € mit Hinterlegung des Computers als Pfand handelt. So zumindest geht das aus der Fragestellung hervor.

Deswegen unterliegt der Herausgabeanspruch nur der gesetzlichen Verjährung, die erst mit Ablauf des 31.12.2019 eintritt. 

Kommentar von asdundab ,

Beim erneuten Lesen ist mir aufgefallen, dass die Fragestellung nicht eindeutig ist. Ich bin davon ausegangen (bzw. gehe ddavon aus), dass zum Kaufvertrag eine Rückkaufoption vereinbart wurde, die durch überreichen des Kaufpreises binnen einer Frist von 31 Tagen veranlasst werden kann. Wird das Geld binnen 31 Tagen nicht übergeben, erlischt diese Möglichkeit. Auf diese Auslegung deutet insbesondere der zweite Teil der Fragestellung hin. Eventuell steht aber die Rechtsfähigkeit (aufgrund von einer BTM-Sucht) und das Eigentum am PC durch den Verfäufer zur Debatte.

Kommentar von Interesierter ,

Letztere Frage hat ForenBoy auch schon aufgeworfen. Der Umstand, dass die Rechnung auf die Frau des Vertragspartners ausgestellt ist, deutet zumindest darauf hin, dass der Mann, der das Gerät gebracht und das Geld mitgenommen hat, gar nicht der Eigentümer war. Damit könnte der Fragesteller wirklich ein ernsthaftes Problem bekommen. 

Kommentar von asdundab ,

Dem möchte ich zustimmen, insbesondere, da man ja normalerweise auch nicht einfach durch eine Wohnsiedlung läuft und einen 1000 € PC an den Mann bringen will. Da brauchte der "Junkie" wohl Geld für seinen "Stoff". Dann könnte man es andersherum machen, und den Junkie wegen Helerei anzeigen. Aber villeicht wurde der PC auch nur über die Mutter gekauft, gehört aber den Sohn bzw. wurde ihm geschenkt (wovon ich immer weniger ausgehe, um so länger ich über den Fall nachdenke).

Antwort
von LiemaeuLP, 51

Klarer Versuch von Betrug (wie konntest du so einen käse machen?)
Wenn der Kaufvertrag gpltig ist, dann bringt dem seine anzeige gar nix

Kommentar von remix2oo9 ,

Warum habe ich den betrogen? Er wollte Hilfe und ich gab den Mann Hilfe weil ich gutmütig war. Es ging mir nicht um den PC und außerdem habe ich nicht mal Zinsen drauf gemacht wenn er wieder abholt.

Kommentar von LiemaeuLP ,

Nein anderst herum xD er will dich betrügen

Antwort
von rockglf, 69

Du hast nen Kaufvertrag und ne Rechnung, du hast keine Probleme,. Auch wenn das eine sehr komische Geschichte ist. 

Antwort
von PinguinPingi007, 57

Ihr habt einen Gültigen Vertrag. Daran müssen sie sich halten.

Klagen bringt denen nix, wird abgelehnt.

Antwort
von ForenBoy, 32

Das Problem könnte sein, dass Dein Vertragspartner den Rechner vermutlich ohne Einverständnis der Eigentümerin (seiner Ehefrau) an Dich verpfändet hat.

Dann wäre das nämlich Diebesgut, wovor Dich kein noch so rechtswirksamer Vertrag schützen könnte, Du müsstest den Rechner sogar zurück geben, ohne dass Dir das Geld zurück bezahlt werden muss.

Ich hoffe mal, der Fall tritt nicht ein.

Wie hoch ist eigentlich der Rechnungsbetrag, rein interessehalber.

Kommentar von ForenBoy ,

mit anderen Worten: Du könntest auf eine Trick-Betrüger-Masche (danach sieht es für mich nämlich aus) herein gefallen sein, was am Ende bedeuten könnte, Rechner weg und Geld weg.

Kommentar von asdundab ,

Das Geld müsste in diesem Fall zurückgezahlt werden. Aber du musst den PC erstmal an den Eigentümer abtreten. Dann kannst du das Geld vom Heler zurückfordern.

Kommentar von ForenBoy ,

klar hätte er einen Anspruch an den "Junkie", aber was nützt ihm das, wenn da nichts zu holen ist?

Er müsste den Rechner in jedem Fall raus rücken, auch ohne Rückzahlung.

Auch die 30 Tage spielen keine Rolle, wenn de eine einstweilige Anordnung erreichen, muss er das Teil raus rücken.

Er hat auf jeden Fall ganz schlechte Karten, das hätte er aufgrund der Unterlagen aber erkennen müssen.

Wenn die Rechnung nicht auf den Pfandgeber ausgestellt ist, ist die Eigentumsfrage unklar.

Kommentar von Interesierter ,

Du wirfst hier einen sehr interessanten Aspekt an der Sache auf, an den ich bisher so noch gar nicht gedacht habe, denn die Frau könnte als Eigentümerin tatsächlich die Herausgabe ohne Zahlung verlangen. 

Kommentar von asdundab ,

Dass das Rückfordern des Geödes problematisch werden könnte, wollte ich nicht in Frage stellen.

Antwort
von WOTgirl1, 59

Du hast den Kaufvertrag! Also..der PC ist deiner! <Anzeige bringt nichts!!

Antwort
von Hshhshdhhhdhdh, 53

Erst einmal vielleicht mit nem Rechtsanwalt über den Vertrag sprechen und ob der Sohn dies überhaupt machen darf, da der Vertrag ja nicht zwischen dir und seinem Sohn sondern seinem Vater besteht! Des weiteren würde ich mal ein Testament ( am besten vom Notar) oder Todesurkunde oder etwas ähnliches fordern!

Kommentar von remix2oo9 ,

Ja sein Vater ist nicht tot
Hat er auch am Ende zugegeben indem er sagte das er ein Junkie ist...

Kommentar von Hshhshdhhhdhdh ,

Alles klar dann Anwalt dazu holen (Notfall) und wenn er öfters vorbei kommen sollte oder dich sogar bedrohen sollte, direkt die Polizei anrufen!

Antwort
von ParaDajz97, 80

Wenns nen ordentlichen Kaufvertrag gibts kann der dir nix machen, das Recht is somit auf deiner Seite

Kommentar von remix2oo9 ,

Ja, ich habe an und Verkauf laden und habe auch richtige Kaufvertrag. Also zumindest bis jetzt kein Problem gehabt. Und weil Rechnung auf sein Mutters Name ist, kann trotzdem egal sein?

Kommentar von ParaDajz97 ,

ist egal, weil der sohn ja den vetrag nicht selbst abgeschlossen hat, also hat der auch nix zu sagen

Antwort
von gamerguy720, 90

Wenn ihr einen gültigen Vertrag abgeschlossen habt ist es DEIN PC und er kann dir nichts anhaben aber frag lieber trotzdem einen Anwalt

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