Frage von DannyK1972, 105

Pausenanrecht?

Hallo, mein Kind ist in der 3. Klasse und arbeitet immer sehr akkurat, aber dadurch auch langsam. Die Lehrerein lässt ihn dann immer in der Pause sitzen, während die anderen raus dürfen. Darf sie das, oder haben die Kinder ein Anrecht auf die Pause . und zweitens: Hat jemand eine Idee, wie ich meinen Junior etwas beschleunige. (Teilweise ist es Angst vor der Lehrerin, weil sie schlechte Hausaufgaben gerne vor der ganzen Klasse zerreisst - und ja , ein Gespräch mit der Lehrerin gab es schon erfolglos)

Lieben Dank

Antwort
von Ela33333, 30

Hm... Das klingt alles garnicht gut. Der Vorschlag mit dem Gespräch mit der Schulleitung, der hier mehrfach gemacht wurde, ist von Elternseite her nachvollziehbar, aber Vorsicht! Ich weiß leider allzu gut aus Schulpsychologen - und Lehrersicht sowie aus langjähriger Beobachtung meiner Kollegen, wie solche Dinge laufen können... Das Verhalten der Lehrerin zeigt eindeutig, dass sie sehr unsicher bezüglich ihrer eigenen pädagogischen Fähigkeiten ist. Ansonsten würde sie nicht so ein extremes Verhalten zeigen.Und dabei bin ich mir sicher, dass noch mehr zu Tage käme, als nur Blätter Zerreißen, wenn man bei den Kindern genauer nachfragt. Bestimmt hat sie in eurem Elterngespräch "gemauert", nicht wahr? Komplett uneinsichtig und sehr defensiv, vermute ich. Ihr seid (bestimmt zurecht) um das (psychische) Wohlergehen eures Kindes besorgt und dementsprechend innerlich in (euer Kind beschützender) Angriffshaltung der Lehrerin gegenüber getreten. Folglich war das Gespräch nicht zielführend. Nun stellt euch vor, ihr habt ein Gespräch mit der Schulleitung. Zwei verschiedene Ausgänge sind denkbar: a) Schulleitung ist genauso entsetzt über das Verhalten der Lehrkraft, Lehrkraft bekommt eine Ermahnung, diese wird von ihr wiederum als weiterer Angriff und Infragestellen ihrer Kompetenz aufgefasst. Was glaubt ihr wie sie dann euren Sohn in der Klasse behandeln wird, v.a. wenn niemand anderes es mitbekommt (dafür gibt es leider genug Möglichkeiten)? Keine gute Aussichten. Möglichkeit b) Schulleitung ist nicht auf eurer Seite (ja, kann passieren), Lehrerin erfährt, dass ihr bei der Schulleitung gegen sie Stimmung mache wolltet und ihr seid dann u.U. als die "Ärgermacher" im Kollegium verschrien. Euer Sohn ist dann quasi "gebrandmarkt". Auch keine guten Aussichten. Also, es bedarf gründlicher Überlegung, bevor ihr den Schritt mit der Schulleitung geht. Besser wäre es, wenn ihr zunächst eine unabhängige Beratung in Anspruch nehmt. Ich weiß nicht in welchem Bundesland ihr seid, aber i.d.R. gibt es für jede Schule einen zuständigen Schulpsychologen. Er dient mitunter auch als Vermittlungsinstanz zwischen Eltern und Schule. Großes Plus: Schulpsychologen haben Schweigepflicht! Ihr könnt also die komplette Situation darlegen, ohne, dass Schulleitung oder Lehrerin davon erfahren. Der Schulpsychologe kann dann auch vermittelnde Gespräche führen. Fazit: In meinen Augen ist eure Sorge berechtigt, aber bitte geht mit der Situation (und der emotionalen Verfassung eures Kindes) behutsam um! Ich wüsche euch und eurem Sohn alles Gute! 😊

Kommentar von SturerEsel ,

Genau aus diesem Grund gibt es eine "Elternvertretung". Die müssen informiert werden und spätestens beim nächsten Elternabend muss das zur Sprache kommen.

Kommentar von Ela33333 ,

Elternvertretung im Sinn von "Klassenelternsprecher"? (so heißt das zumindest bei uns 😉) Wenn es fähige Sprecher sind, die auch Diplomatie fähig sind, durchaus ein guter Ansatz 👍

Antwort
von Nordseefan, 39

Ja er hat ein recht auf die Pausen. Selbst wenn der durch mutwilliges trödeln und stören zu langsam wäre: Zum Dauerzustand darf das nicht werden.

Auch das mit den Hausaufgaben zerreissen geht gar nicht. In Hausaufgaben dürfen Fehler gemacht werden. Die dann - im Idealfall - in der Schule besprochen werden. Nicht jedes Kind hat Eltern die es optimal unterstüzen können.

Wenn ein Gespräch nichts gebracht hat, dann wende dich an den Rektor. Bringt auch das nichts, ans Schulamt.

Das ist keineswegs übertrieben! denk dran, dein Kind hat noch etliche Jahre an Schule vor sich. Wenn der Schule jetzt schon doof findet ( und das muss man bei so einer Lehererin fast) dann wirkt sich das sicherlich nicht positiv auf die Zukunft aus.

Antwort
von Apfel2016, 68

Nein das darf sie nicht. Sie kann ihm sagen, dass er den Rest zuhause nacharbeiten soll. Ich würde einen Termin bei der Schulleitung vereinbaren, wenn man mit ihr nicht reden kann. Ist ja eine Zumutung für dein Kind.

Antwort
von MissChaos1990, 44

Ich denke du kannst den Kleinen nicht motivieren. Du sagst ja selbst, dass es Angst ist. 

Höchstens kann man geschlossen mit den Eltern der Klassenkameraden etwas unternehmen und versuchen eine geduldigere und einfühlsamere Lehrerin für die Klasse zu gewinnen.

Ich denke schon, dass die Kinder ein Anrecht auf Pause haben. Schließlich sind Pausen auch zur Erholung und somit Leistungssteigerung da. Mit einem brummenden Kopf lernt es sich nunmal schlecht.

Dein Junior ist sicherlich von der Lehrerin ausgepowert worden. Und aus Angst etwas falsch zu machen ist er langsam.

Am besten reichst du schriftlich Beschwerde ein und hast evtl. noch einige andere Eltern, die dies mit unterstützen.

Antwort
von herzilein35, 22

Ja die Kinder haben ein Anrecht auf die Pause um unter anderem wieder neue Energie zu tanken. Ich arbeitete auch immer sehr langsam aber gründlich als andere. Ein Lehrer darf eine Pause nicht verwehren und solche Wutausbrüche an den Tag legen, indem sie Hausaufgaben zerreißt. Sie hat eindeutig hier ihre pädagogischen Kompetenzen überschritten. Gibt es einen Vertrauenslehrer an der Schule? Diese sind für solche Belange da. Wenn dieser dann auch nichts bei ihr bewirkt, dann hilft nur noch der Gang zur Schulleitung.

Antwort
von Menuett, 6

Nein, das darf sie  nicht. Gerade Grundschüler brauchen ihre Pause ganz dringend.

Ich würde da mit der Lehrerin ein intensives Gespräch führen. Auch gerne mit dem Rektor und dem Schulamt, wenn es ganz blöde kommt.

Antwort
von unicornonfly, 23

Alsoo wegen den beschleunigen...gib dem Kind einfach eine Stunde für Hausübung machen & auch wenn die Hausübung dann nach einer Stunde nicht fertig ist die Hefte& Bücher winfach "Wegnehmen" (vorher der Lehrerin bescheid sagen wenn sie das machen weil wenn das kind am anfang nicht fertig wird dann hat es die aufgabe nicht vollständig)

Antwort
von Violetta1, 26

Die anderen Kinder habene in Anrecht auf Pause. Und Dein Lütter auch, sonst ist er ja ganz platt.


Sorry, dass ich das so sage, aber so kann man einem Kind auch echt Schule abgewöhnen.. das muss doch nicht sein! Er ist grad mal in der 3., da muss er doch nicht jetzt schon die Nase voll haben davon (und darauf wird es hinauslaufen)


Kannst Du mal mit der Schulleitung regeln?


Ich fände es wenn, besser, wenn er den Rest dann z.B. daheim aufarbeitet.. aber die Pause braucht er. Und in der Pause ist doch auch so viel soziales Miteinander angesagt, das ist auch ein Aspekt von Schule und für ihn wichtig.


Ich hoffe, Ihr findet da eine gute Lösung!


Antwort
von BurningD, 19

Ja, besonders bei Kindern muss auf Pausen geachtet werden und genau wie jedem anderen Kind der Klasse steht auch Ihrem eine Pause zu. Ich würde mit der Lehrerin sprechen, das falls die Aufgaben noch nicht fertig sind. Sie es halt noch nicht sind und zur Not zu Hause nachgearbeitet werden. Die Lehrerin aber nicht das Recht hat, die soziale Entwicklung Ihres Kindes durch ihre Arbeiten zu gefährden. Falls sie dieses weiterhin tun sollte würde ich an höhere Etagen gehen und zur Not mit einem Anwalt sprechen, ob die Lehrerin sich strafbar gemacht hat und ob man dagegen vorgehen kann.

Das mit Junior geht überhaupt nicht. Da würde ich schon bei der Direktorin auf der Matte stehen. Wenn eine Lehrerin so drastische Methoden zieht, wie Hausaufgaben zerreißen, dann ist sie für den Beruf nicht geeignet. Erstens ist das ein grausames Erlebnis für das Kind nicht genug zu sein oder nur Fehler zu machen. Bzw. Angst davor zu bekommen Fehler zu machen, die an sich nicht schlecht sind, weil Fehler einen lernen lassen und das braucht jeder von uns Menschen. Somit ist das ein Verhalten was pädagogisch nicht zu erklären ist. Falls sie es versucht zu erklären sprechen sie einmal das Thema mobbing der Lehrerin dem Kind gegenüber an, weil es nichts anderes ist.

Ich hoffe ich konnte helfen.
Dennoch würde ich eine Menge Gespräche mit der Lehrerin zusammen mit den Vorgesetzten und vielleicht auch einem guten Anwalt empfehlen. :)

Antwort
von Marakowsky, 33

Das ist echt fies! Gerade in dem Alter für mich gar nicht nachvollziehbar. Ich würde das beim nächsten Elternabend in großer Runde ansprechen und eine Verhaltensänderung der Lehrerin fordern. Ist da kein Weiterkommen oder der nächste Elternabend zu weit in der Zukunft, einfach an die Schulleitung wenden.

Antwort
von Mitze1234, 43

Darf sie nicht, Nein.. Und kein Wunder das er einige schwierigkeiten hat, wenn er nicht abschalten kann oder sich bewegen kann.. Ich würde evtl versuchen das er die Klasse wechselt.. damit er diesen ständigen Druck von ihr nicht ausgesetzt ist.. Evtl würde ich zudem einen Psychiater aufsuchen, damit er das einfach besser verarbeiten kann.. Und evtl ihm zum Fußball schicken oder der gleichen.. Scheint so, als würde er vom Kopf her zu sehr belastet sein.

Ich hoffe es hilft dir ein wenig, alles gute :)

Kommentar von TrudiMeier ,

 Manche Lehrer haben einfach ihren Beruf verfehlt.....  Das Kind zum Psychiater zu schicken, halte ich für maßlos übertrieben. Ein Klassenwechsel fände ich auch okay, allerdings hat er in seiner alten Klasse bestimmt schon Freunde gefunden, was ihm den Wechsel nicht gerade leichter macht. Ich würde tatsächlich den Weg gehen: Lehrer - Direktor - Schulamt unter Vorlage einer zerissenen Hausaufgabe.

Der Gedanke, ihn zum Fußball zu schicken, halte ich übrigens für optimal! Allerdings nur, wenn er auch Interesse daran hat.

Kommentar von Mitze1234 ,

Seine Freunde wird er dann in seinen Pausen sehen und ich denke, dass er schnell anschluß finden würde in einer neuen Klasse. Wer weiß, was die Lehrerin sonst noch für "spielchen" treibt.. Einen kleinen Jungen so bloß zu stellen vor der ganzen Klasse, für einen Fehler.. So etwas bleibt im Kopf.. Angst davor Fehler zu machen, halte ich persönlich für sehr Gefährlich, vorallem für sein späteres leben. Deswegen die Idee mit dem Psychiater. Es klingt im ersten Moment vilt erschreckend oder übertrieben. Für mich macht dein kleiner einfach den Eindruck das er überfordert ist mit der Situation und Menschen die sich mit dem Thema auskennen, würden ihn damit evtl helfen. Allerdings kenne ich deinen Sohn auch nicht und daher kann ich auch nicht sagen wie Stark er ist, oder inwiefern er damit zurecht kommt.

Expertenantwort
von latricolore, Community-Experte für Italien, Italienisch, Deutsch, Sprache & Schule, 27

haben die Kinder ein Anrecht auf die Pause

Natürlich!!
Deshalb gibt es sie ja.

Das Problem bei deinem Kind: Wenn es nicht rechtzeitig fertig wird, hängt es nach der Pause hinterher und das staut sich dann immer weiter auf.

Versuch mal zu Hause so auf ihn "einzuwirken", dass er lernt, auch mit weniger Perfektion zufrieden zu sein.

Und das Verhalten der Lehrerin würde ich keinesfalls tolerieren = ab zur Schulleitung!

Antwort
von harassity, 29

Moinsen!

...Hausaufgaben vor der Klasse zerreißen weil die fehlerhaft sind? Geht gar nicht! Daraus lernt das Kind nix und wird auch noch vor der Klasse bloßgestellt/gedemütigt... Wenn Gespräche da nicht helfen, ab zum Direktor!

Das in der Pause Aufgaben fertig machen lassen... In Ausnahmefällen ja, aber auf keinen Fall darf sowas ein Dauerzustand werden.

Wegen dem Arbeitstempo: Am besten versuchen einen Mittelweg zwischen Sauberkeit und Tempo finden. Etwas Geschriebenes soll schon ordentlich und sauber sein, aber man muss die Buchstaben nicht "malen".

mfg

Antwort
von SturerEsel, 21

Ich empfehle dringend, sofort die Elternvertretung zu kontaktieren. Dafür sind die schließlich da.

Das Verhalten dieser "Pädagogin" ist unter aller Sau.

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