Frage von Sarkoezy07, 127

Patientenvollmacht und Organspendeausweis?

Ich bin 16 Jahre und besitze seit knapp einem Jahr einen Organspendeausweis, der gestattet, nach meinem Hirntot sämtliche Organe entnehmen zu lassen.

Nun möchte ich auch gerne eine Patientenverfügung aufsetzen. Ich weiß, dass das vielleicht etwas ungewöhnlich für mein Alter ist, aber ich habe mir das gut überlegt. Ich habe schon öfters davon gehört, dass Patienten, die im Koma liegen, zwar noch Leben, aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie aufwachen gleich null ist. Ich möchte sowas auf keinen Fall. Ich sehe keinen Sinn darinne, nur durch Maschinen am Leben erhalten zu werden, wenn ich mehr oder weniger schon tot bin. Meine Eltern würden nie zulassen, dass die lebenserhaltenen Maßnahmen eingestellt werden, was natürlich auch irgendwo verständlich ist, deswegen die Patientenverfügung. Ich möchte es so, dass der Arzt nach einer bestimmten Zeit (30 Tage) die Geräte (Beatmung, künstliche Ernährung, ...) abstellt, sofern keine Besserung in Sicht ist (ich denke, ihr wisst, wie ich das meine). Wie gesagt, ich bin mir meiner Entscheidung bewusst und weiß, dass es hier um mein weiterleben, bzw. meinen Tod geht.

Mein Problem ist bloß, dass ich nicht weiß, ob meine Entscheidung berücksichtigt wird, falls der Fall eintritt, da ich ja noch minderjährig bin. Das gleiche gilt für die Organspende, wo ich genau weiß, dass meine Eltern dagegen sind. Wenn es nach ihnen geht, sollte ich den Ausweis wegwerfen. Deswegen habe ich Angst, dass meine Eltern letztendlich alles entscheiden.

Ich meine das Anliegen wirklich ernst und hoffe auf ein paar ernst gemeinte Antworten.

Danke im Vorraus :)

Antwort
von Mucker, 25

"Das gleiche gilt für die Organspende, wo ich genau weiß, dass meine
Eltern dagegen sind. Wenn es nach ihnen geht, sollte ich den Ausweis
wegwerfen. Deswegen habe ich Angst, dass meine Eltern letztendlich alles
entscheiden. "

Deine Eltern sind dagegen. Hast du mit ihnen über die Gründe gesprochen, die sie zu dieser Entscheidung geführt haben ? Und worauf bsiert deine Entscheidung ? Kennst du die ehrliche und vollständige Info ? Lies mal was KAO schon 2012 an die Bundeskanzlerin geschrieben hat:

Wolfsburg, 10. Januar 2012

Offener Brief an die Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel, an den Gesundheitsminister Herrn Daniel Bahr, an die Justizministerin Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sowie an alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages und alle Mitglieder des Bundesrates

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrte Frau Justizministerin,
sehr geehrter Herr Gesundheitsminister, sehr geehrte Damen und Herren,

seit den Anfängen der Transplantationsmedizin wird die Gesellschaft nur einseitig werbend im Sinne der Transplantationsmedizin aufgeklärt, um die Organgewinnung zu maximieren. Der Bevölkerung wird darin vermittelt, Organspende sei ein Akt der christlichen Nächstenliebe.

Auch wird fälschlicherweise ein Kausalzusammenhang zwischen dem Tod schwer kranker Menschen und einem Mangel an Organen hergestellt: Täglich würden in Deutschland drei Menschen sterben, weil zu wenig Menschen Organe spendeten. Die Aufklärung beinhaltet hingegen keine Informationen über die Konsequenzen einer Organentnahme für den Geber und dessen Angehörige.

Hans Lilie, Lehrstuhlinhaber für Strafrecht an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, hat in seiner Festschrift zum 10jährigen Bestehen des Transplantationsgesetzes erklärt: "Anders als bei herkömmlichen Heileingriffen erfordert die freiwillige Erklärung zur Organspende keinerlei ärztliche Aufklärung." Es bliebe "den Einzelnen überlassen, sich selber die notwendigen Informationen zu besorgen".1

Wir, eine Gruppe von Menschen, die uninformiert der Organentnahme bei ihren Angehörigen zugestimmt haben und Wissenschaftler, Ärzte, Juristen, Theologen, Journalisten, mit denen wir zusammenarbeiten, sehen das anders.

Die Einwilligung setzt voraus, dass sie unbeeinflusst von Zwang und Täuschung sowie mit der Vermittlung ihrer ganzen Tragweite erteilt wird und dass der Einwilligende einwilligungs-, d.h. geschäftsfähig ist.

Es ist verfassungswidrig, dass die im Transplantationsgesetz (TPG) verankerte Definition des Todes von der Bundesärztekammer vorgenommen wurde. Schließlich obliegt die Gesetzgebung des Bundes nach Artikel 77GG dem Deutschen Bundestag und nach Maßgabe des Artikels 50GG in den dafür vorgesehenen Fällen auch dem Bundesrat. Die Bundesärztekammer hingegen ist ihrer Rechtsform nach ein nicht rechtsfähiger Verein, auf den gemäß §54 Satz 1 BGB die Vorschriften über die Gesellschaft bürgerlichen Rechts Anwendung finden.2

Laut TPG § 3, 2 ist die Entnahme von Organen oder Geweben, soweit in § 4 oder § 4a nichts Abweichendes bestimmt ist, nur zulässig, wenn "der Tod des Organ- oder Gewebespenders nach Regeln, die dem Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft entsprechen, festgestellt ist".

Die Grundannahme, der "Hirntod" sei der Tod des Menschen und die betroffenen Patienten seien Leichen bzw. Verstorbene, entspricht aufgrund jahrzehntelanger medizinischer Erfahrungen nicht mehr dem Erkenntnisstand der medizinischen Wissenschaft.

In der international geführten Fachdiskussion werden mittlerweile selbst von renommierten Transplantationsmedizinern und Medizinethikern "hirntote" Patienten als Sterbende definiert.3

Damit ist die ethische und rechtliche Frage nach der gesellschaftlichen Rechtfertigung bzw. Verurteilung von der medizinischen Tötung der Spender durch die Organentnahme aufgeworfen (der Tod tritt z. B. infolge der Explantation des Herzens oder wenn das Herz nicht entnommen wird, durch Ausbluten des Spenders ein).

Bevor diese Frage nicht umfassend von der Politik erörtert, reflektiert und geklärt ist, werden die Einführung der vom Gesetzgeber geplanten Erklärungspflicht oder Entscheidungslösung und alle weiteren Änderungen des augenblicklichen Transplantationsgesetzes hinfällig.

Sollte aber dennoch über den aktuellen Wissensstand der Hirntodforschung hinweggegangen werden, ist festzuhalten:

Eine Entscheidung für oder gegen eine Organspende zu fällen, setzt eine umfassende Aufklärung der potentiellen Spender voraus. Es muss der Bevölkerung verständlich erklärt werden, dass ein Organspender während der Organentnahme noch lebendig ist, denn die Verpflanzung von Organen, die aus einem toten Körper stammen, wäre für die Empfänger tödlich.

Dieses Phänomen verweist nochmals auf die Tatsache, dass ein Organspender auf dem Operationstisch durch medizinisches Handeln als Folge der Organentnahme stirbt.

Auch hier muss unter dem Gesichtspunkt, dass der Spender sich noch im Sterben befindet, die Frage gestellt werden, ob es gesetzeskonform ist, selbst- oder fremdbestimmt über das mit medizinischen Methoden und ärztlicher Hilfe herbeigeführte Ende des eigenen Lebens bestimmen zu können.

"Euthanasie" und Sterbehilfe sind in Deutschland verboten.

Das Prozedere der Organgewinnung beinhaltet außerdem einen Verstoß gegen die Würde eines sterbenden Menschen, denn er wird, wie es in der transplantationsmedizinischen Sprache heißt, zum "human vegetable", "menschlichen Herz-Lungenpräparat", "lebenden Restkörper", "Herz-Lungen-Paket" oder "Organangebot"4 und damit zu einem Objekt degradiert.

Auch die Hirntoddiagnostik ist, sofern sie im Rahmen einer anschließenden Organentnahme durchgeführt wird, fremdnützig.

Zudem birgt sie, wie jede andere Diagnostik auch, die Gefahr von Fehlurteilen in sich, und beinhaltet auch Vorgänge, die zum Teil aggressiv und medizinethisch fragwürdig sind (z.B. Eiswasserspülungen der Ohren, Apnoetest, Angiographie).

Auch über diese gravierenden medizinischen Eingriffe vorab der eigentlichen Organgewinnung ist jeder einzelne Organspender detailliert zu informieren, denn wie bei jeder invasiven Diagnostik kann erst nach einer Aufklärung die schriftliche Einwilligung erfolgen. Die Hirntoddiagnostik wird an einem Menschen durchgeführt, der den Patientenstatus beansprucht und dem somit alle Rechte eines Patienten zustehen.

Hans Jonas, einer der großen Philosophen des 20. Jahrhunderts, hat 1986 anlässlich einer Fernsehaufzeichnung in der Katholischen Akademie Hamburg erklärt:

Der Anspruch der Gesellschaft an mich endet an meiner Haut, im Sterben sollte ich meine eigenen Bedürfnisse bedenken.

Mit der Bitte um Unterstützung von Ihnen,

Renate Greinert, Vorstandsmitglied KAO
und 52 UnterstützerInnen (siehe PDF-version)
http://www.initiative-kao.de/kao-aktuell-10-01-12-kao-offener-brief-organspende....

Kommentar von Inkonvertibel ,

DH

Kommentar von cyracus ,

Ja - auch von mir ein dickes Däumchen !

Kommentar von ThePoetsWife ,

Aber so was von DH!

Kommentar von ilknau ,

Ein MEGA DH von mir!

Antwort
von Negreira, 26

Das finde ich, ist eine Supereinstellung, ich gratuliere!

Ich bin zwar schon etliche Jahre älter als Du, und eine Organspende kommt für mich nicht infrage, weil ich ziemlich krank bin, zu krank, um zu spenden. Aber eine Patientenverfügung habe ich jetzt auch aufgesetzt. Grundlage war ein Papier der Uni Bochum, wenn Du nicht weiterkommst, maile ich Dir gern die Anschrift bzw. Telefonnummern. Die habe ich im Beisein meiner Ärztin unterschrieben, und meine beiden Kinder als Bevollmächtigte eingesetzt. Auch ich möchte nicht an den Geräten angeschlossen bleiben. Meine Freundin hat vor etlichen Jahren Lungenkrebs gehabt, da hatte ich die Vollmacht, die Beatmungsapparate abstellen zu lassen und habe davon Gebrauch gemacht, als es für sie nur noch Quälerei war. Das hätte sie von mir erwartet.

Allerdings habe ich jetzt bei einem Gespräch mit einer Diakonie-Mitarbeiterin gehört, daß diese Patientenverfügungen, bei denen man nur ankreuzt und nichts eigenhändig dazu schreibt, außer der Adresse der Bevollmächtigten usw., nicht überall gleichermaßen als rechtmäßig betrachtet und angefochten werden können. Manche Ärzte tun sich schwer, den Patientenwillen zu respektieren. Wenn Du Dich wirklich dafür entscheidest, solltest Du Dich da wirklich überall informieren.

Natürlich kann ich Deine Eltern gut verstehen, wer möchte schon einen nahen Angehörigen, dazu noch sein Kind, sterben lassen! Andererseits sollten sie stolz auf Deine Weitsicht sein, an der sie selbst mitgewirkt haben.

Kommentar von beatemecugni ,

auch auf die Gefahr hin zu "nerven" kann ich immer wieder nur sagen:"man braucht k e i n e n Anwalt oder Notar um eine gültige Patientenverfügung zu verfassen !

Kommentar von Negreira ,

Nein, aber wie gesagt, lt. Auskunft der Diakonie sollen die Verfügungen, bei denen man nur ankreuzen muß, nicht sicher sein, und das sollen sie doch, oder? Ich habe mich aber noch nicht weiter erkundigt.

Antwort
von fspade, 31

Formalrechtlich gilt deine Patientenverfügung erst ab der Volljährigkeit, aber auch davor ist dein Wille zu berücksichtigen, wenn klar ist, dass du die Tragweite deiner Festlegungen verstanden hast. Deine Eltern sind allerdings bis zu deiner Volljährigkeit automatisch für dich bevollmächtigt und können für dich entscheiden. 

Auch bei der Organspende werden deine Eltern gefragt werden und wenn sie dagegen sind werden dir wahrscheinlich keine Organe entnommen werden. Aber auch hier ist dein Wille durchaus beachtlich.

Du solltest das Gespräch mit deinen Eltern suchen und ihnen in Ruhe verständlich machen, warum du eine Patientenverfügung machen willst. Such dir ein paar Fallgeschichten und lege sie ihnen vor. Dann frage sie, ob sie selber in der Situation künstlich am Leben erhalten werden wollen, obwohl die Wahrscheinlichkeit wieder zu genesen gegen Null geht.

Auf der anderen Seite ist die Wahscheinlichkeit, dass du jetzt in eine Situation kommst, in der du die Patientenverfügung angewendet wissen willst, ähnlich gering, weshalb du dir keine großen Sorgen machen soltest. Es hängt natürlich auch davon ab, wie risikoreich du lebst. Also pass auf dich auf ;-)

Wenn du Hilfe bei der Erstellung deiner Patientenverfügung suchst, schau dir mal die Standard-Patientenverfügung des Humanistischen Verbandes an. Dort kannst du u. a. angeben, wie lange du bei einer Hirnschädigung am Leben erhalten werden willst, in der Hoffnung wieder soweit genesen zu können, dass du wieder kommunizieren kannst. Alle Festlegungen kannst du online treffen und bekommst dann ein qualifiziert ausgearbeitetes Dokument, wo keine Kreuze oder Anstreichung mehr drin sind. Eine kostenlose Beratung wird dort auch angeboten: https://patientenverfuegung.de/standard/

Daneben könntest du eine Gesundheitsvollmacht für eine Person deines Vertrauens ausstellen, die dann zwar rechtlich nicht an die Stelle deiner Eltern treten kann, aber doch zumindest gehört werden sollte.

Antwort
von Nemesis900, 35

Die Organspende kannst du ab 16 selbst gestatten. Eine Patientenverfügung kannst du schreiben, gültig ist sie allerdings erst wenn du 18 bist.

Kommentar von Sarkoezy07 ,

Aber ich finde den Gedanken schrecklich, endlos lange so 'weiterleben' zu müssen.

Antwort
von klausjosef1955, 15

Gültigkeit hin oder her. In der Praxis hängt das davon ab, welche Leute konkret mit dem Fall befasst sind, wenn der Ernstfall da ist: Ärzte, Juristen, Verwandte, Betreuer. Da ist auch nicht sicher, ob der Wille eines Erwachsenen letztlich auch durchgesetzt wird. 

Wenn ein Papier vorliegt, das selbst frei formuliert ist und konkret beschreibt, was gemacht werden soll, und was nicht, dann ist das für alle Beteiligten zumindest eine Entscheidungshilfe. Wenn das Papier etwa im Abstand von 12Monaten wieder neu unterschrieben und bekräftigt wird, vorzugsweise assistiert vom Hausarzt, dann ist das eine weitere Entscheidungshilfe.

Wenn Du so verfährst, bist Du meines Erachtens auf der sicheren Seite, obwohl Du erst 16 bist.

Vorgedruckte Formularverfügungen werden weniger sicher berücksichtigt.

Kommentar von beatemecugni ,

es stimmt nicht, dass vorgedruckte Patientenverfügungen weniger berücksichtigt werden. Seit es ein Patientenverfügungsgesetz gibt ( seit 2009) ist grundsätzlich jede Verfügung zu beachten.

Antwort
von Rebecca120181, 38

Ich denke, dass das mit der Organspende hinhauen wird. Glaube kaum, dass die Ärzte Rücksicht auf deine Eltern nehmen. 

Ich finde deine Einstellung sehr sehr gut. Ich habe auch einen Zettel im Auto liegen, der genau das beinhaltet wovon du sprichst. Ich möchte nämlich auch nicht im Koma liegen oder so.

Antwort
von beatemecugni, 12

Hallo, du solltest dich mal unter  www.putz-medizinrecht.de informieren.Diese Anwaltskanzlei ist spezialisiert auf Patientenrechte. Dort bieten sie auch kostenlose Vordrucke  von Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht und die dazu gehörende Anleitung an. Du findest auf der Homepage der Kanzlei eigentlich alle nötigen Informationen.

Liebe Grüße von Beate

Antwort
von heide2012, 45

Zuerst einmal möchte ich dir ein ganz großen Kompliment für deine Weitsocht aussprechen und auch dafür, dass du Organspender bist.

Ich kenne die rechtlichen Grundlagen nicht, habe aber ein "Papier" gefunden, zu dem ich dir unten den Link schicke.

So wie ich diesen Text verstehe, können diene Eltern sich nicht so einfach über deine Verfügung hinwegsetzen, auch wenn du sie als Minderjähriger verfügt hast.

Ich selbst habe diesesn ganen "Papierkram" mithilfe eines Anwaltes (gegen Gebühr natürlich) der Verbraucherzentrale Niedersachsen aufsetzen lassen, das somit auch rechtlichen Charakter hat und von mir alle zwei Jahre mit Datumsangabe neu unterschrieben werden muss, weil es Ärzte gibt, die sagen, dass die Verfügung "zu alt" sei.

Dazu gehörte eine einstündige Beratung. Ich habe noch hinzufpgen lassen, dass eine Organentnahme nur bei Vollnarkose durchgeführt werden darf, weil es auch Fälle von Hirntod gibt, wo derjenige quasi die beginnende Organentnahme mitbekommen hat.

Hier nun der Link:

http://dakj.de/media/stellungnahmen/ethische-fragen/2014-patientenverfuegung-min...

Kommentar von Sarkoezy07 ,

Du scheinst dich sehr gut aus zu kennen, deswegen habe ich noch eine Frage. Ich habe ja oben schon geschrieben, dass alle lebensnotwendigen Maßnahmen nur 30 Tage durchgezogen werden sollen. Muss ich das jeweils unter die Ankreuzmöglichkeiten schreiben (freie Linie) Also zum Beispiel : "Ich wünsche, dass alles medizinisch Mögliche unternommen wird, um mich am Leben zu erhalten und Beschwerden zu lindern." Soll ich dann "Ja" ankreuzen und darunter schreiben, dass diese Einwilligung nur 30 Tage umfasst?

Kommentar von heide2012 ,

Ja, pass aber auf, dass darin eindeutig steht, dass auch die künstliche Ernährung in allen möglichen Varianten (Magensonde, Tropf...), also auch Flüssigkeitszufuhr, nach 30 Tagen abgeschaltet wird.

Antwort
von Homing, 10

Die Patientenverfügung gilt erst ab 18. Bis dahin entscheiden deine Eltern.

Aber schön, dass du dir einmal Gedanken zu diesem Thema machst.

Kommentar von cyracus ,

Richtig, die Patientenvollmacht gilt ab 18.

Doch die Zustimmung zur "O-spende" gilt ab 16, und die Ablehnung ab 14.

Das ist Gesetz.

Antwort
von Xboytheunseen, 12

Dir ist klar, das deine Chanchen wieder aufzuwachen erst nach 6 Monaten im Koma und nicht schon nach 30 Tagen schlecht sind.

Zwar kann man nach 30 Tagen schon erkennen, welche Teile des Gehirns noch funktioniren, aber muss nichts heissen.

Würdest du dich nach 30 Tage abschalten lassen, würdest du dich umbringen lassen, obwohl du noch überleben kannst.

Ich würde mir eher eine Verfügung andersrum machen, denn ich will auf jeden Fall überleben und ich bin erst 14 und leider haben meine Eltern dazu in etwa so eine Einstellung wie du

Kommentar von Sarkoezy07 ,

Das ist meine Entscheidung und ich halte die für richtig. Mir ist ziemlich egal, was du davon hältst. In deine Verfügung kannst du ja rein schreiben, was du möchtest. Ich habe nicht das Bedürfnis, Monate lang an hunderten Schläuchen zu hängen. Wenn die Ärzte meinen, dass ich ohne künstliche Beatmung und der Gleichen nicht überleben kann, gebe ich meinem Körper 30 Tage. Wenn ich bis dahin nicht wieder aufgewacht bin, soll es nun mal so sein und die Geräte werden abgestellt.

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