In meinem Bekanntenkreis (alles Hobby-Gärtner) teilen sich die Meinungen über Patentkali. Die einen schwören darauf, die Pflanzen im August/September damit zu düngen, andere sagen, dass man das eher im Frühjahr dazugeben soll, wenn die Blumenzwiebeln treiben. Wieder andere denken sogar, Kali sei rausgeschmissenes Geld. Wie sind eure Erfahrungen mit diesem Düngemittel?
Kalimagnesia hilft der Pflanze beim Stoffwechsel und ist aufgrund des hohen Kalianteils unentbehrlich für die Stabilität der Pflanze, für Festigkeit der Stengel, sowie Standfestigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlinge. Das Kalium sorgt darüber hinaus für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt und erhöht so die Frostwiderstandsfähigkeit und die Widerstandskraft der Pflanze bei Trockenheit und Temperaturschwankungen. Kalimagnesia fördert das Wurzel- und Knollenwachstum, so dass sich die Ernte erheblich verbessern lässt. Am besten wirkt Kalimagnesia wenn es im Frühjahr ausgebracht und leicht in die Bodenkrume eingearbeitet wird. Thomaskali dagegen sollte im Herbst ausgebracht werden. Auf keinen Fall ist dies herausgeschmissenes Geld und auf jeden Fall besser in Verbindung mit einem reinen Stickstoffdünger als nur einen Volldünger zu benutzen. Trotzdem muss der Boden gekaklt werden.

Kali gehört neben Phosphor und Stickstoff zu den Kernnährstoffen der Pflanzen. Eine Kali-Düngung ist daher schon sinnvoll, man sollte beachten, dass erst durch Kalk diese Kernnährstoffe wirksam werden. Kalkarme Böden sind meist rissig, ausgetrockenet und stark verdichtet. Zuviel Kalk allerdings säuert den Boden; ein ph-Wert von 5,5 bis 6,5 sollte je nach Bodenart angestrebt werden.