Patchwork-Familie: Wie wichtig ist die Meinung der Kinder?
Liebe Ratgeber,
ich möchte mal von euch wissen: Wie wichtig findet ihr es, dass sich die Kinder nach einer Trennung mit dem neuen Partner an der Seite ihrer Mutter/ihres Vaters verstehen?
An diejenigen, die ihre Kinder mit in eine neue Beziehung genommen haben: Habt ihr eure Kinder gefragt, was sie von eurem neuen Partner halten? Ob sie mit ihm zusammen leben wollen? Und wenn sie den neuen Partner absolut nicht ausstehen können: Ist euch das egal? Lasst ihr euch davon beeinflussen? Tut ihr etwas dagegen? Kommt ihr euren Kindern da auch entgegen oder müssen sie sich damit abfinden? Und muss der neue Partner die Kinder auch akzeptieren? Soll er die Vaterrolle übernehmen, egal in welchem Alter die Kinder sind?
An die, die neuen Partner an der Seite einer Mutter/eines Vaters sind: Bemüht ihr euch, dass ihr mit den Kindern gut klar kommt? Was tut ihr, wenn ihr merkt, dass ihr von Seiten der Kinder nicht erwünscht seid? Tut ihr etwas dagegen, bemüht ihr euch, dass es besser wird? Oder ignoriert ihr die Kidner dann "einfach" und geht ihnen aus dem Weg, wenn möglich?
Ich möchte das gerne mal von euch wissen, weil ich manchmal das Gefühl habe, dass die Meinung der Kinder überhaupt keine Rolle spielt. Sie haben sich damit abzufinden und haben im Zweifelsfall "Pech gehabt", wenn sie sich mit Mamas/Papas "Neuem" nicht verstehen. Blöde Situation.
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Die Frage ist leicht beantwortet: Ich wäre gar nicht egoistisch genug, um die Meinung meiner Kinder zu ignorieren. Selbstverständlich hat deren Meinung eine eklatante Bedeutung, denn wie sollte ich mit einem neuen Partner glücklich sein können, wenn meine Kinder unglücklich sind.
Wenn sich Ablehnung meiner Kinder gegenüber dem neuen Partner zeigen würde, würde ich zunächst einmal versuchen herauszufinden, warum sie ihn ablehnen. Ich denke, in den meisten Fällen entsteht die Ablehnung der Kinder aufgrund von Angst, die Mutter / den Vater verlieren oder teilen zu müssen, also aus Eifersucht. Dagegen gibt es nur ein Mittel: Den Kindern zeigen, dass man sie trotz neuen Partners uneingeschränkt liebt. Da meine Kinder aber wissen, dass es nichts und niemanden auf diesem Planeten gibt, der mir wichtiger ist als sie, würde sich diese Frage bei uns vermutlich gar nicht erst stellen.
Der nächste Punkt, warum Kinder den neuen Partner ablehnen, ist das Argument: Du bist ja gar nicht mein Vater / Mutter! Du hast mir gar nichts zu sagen! - Wenn ich von meinen Kindern erwarten sollte, dass sie ihren leiblichen Vater / Mutter verleugnen sollen, weil sie ja jetzt eine/n neuen haben, braucht mich so eine Reaktion auch nicht zu überraschen. Für mich stünde von Anfang an fest, und das würde ich auch meinen Kindern so anbieten, dass ein mein neuer Partner ein väterlicher Freund sein kann, aber niemals der Ersatz für den Vater, den sie bereits haben.
Nun aber zu einem ganz entscheidenden Punkt: Würde ein neuer Partner meine Kinder nicht so akzeptieren und annehmen können, wie sie sind, käme er für mich überhaupt nicht in Frage, denn wer mich kennenlernt, der weiß sofort: Mich gibt es nur im Dreier-Pack!
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Ich kann das nur aus meiner eigenen Warte schildern: Als ich vor sechs Jahren mit meinem neuen Freund zusammen ziehen wollte, habe ich meine Töchter gefragt, wie sie sowas denn fänden. Die beiden mochten ihn gerne und waren gleich einverstanden. In der Realität war es für alle Beteiligten doch schwieriger als erwartet, wobei mein Freund so klug war,niemals den Vater ersetzen zu wollen. Er bot sich mit gleichbleibender Freundlichkeit als väterlicher Freund an und hielt sich bei vielen Konflikten sehr im Hintergrund. Wenn ich mit meiner Großen stritt,nahm er z.B. die Kleine und hat mit ihr was gespielt oder ist mit ihr zum Radfahren gegangen. Bei der Großen gab es schon Konflikte: um die Reihenfolge beim Duschen und um Macken, die dem anderen auf den Nerv gingen. Manchmal schimpft die Große schon darüber, dass alles besser war,als mein Freund noch nicht da war usw. Da sage ich ihr dann ganz ruhig und klar , dass ich mit diesem Mann mein Leben verbringen möchte und das auch noch, wenn sie, die Kinder, längst aus dem Haus sind. Das versteht sie dann doch ganz gut. Umgekehrt weise ich meinen Freund aber auch heftig zurecht, wenn er sich gegenüber den Kindern unfair oder blöd verhält. Ich finde, eine Mutter sollte auch immer noch hinter ihren Kindern stehen und wenn es ganz kritisch wäre, würde ich die Beziehung zu dem Mann aufgelösen. GottseiDank bin ich nie vor dieser Entscheidung gestanden.
Kommentar von GagajaGagaja 16.04.2010Danke für deine Antwort! Du schreibst ja, dass du deine Kinder vorher gefragt hast, bevor ihr zusammen gezogen seid. Was hättest du denn gemacht, wenn deine Kinder absolut nicht einverstanden gewesen wären und damit ein Problem gehabt hätten? Und was meinst du denn mit "ganz kritisch"? Was müsste "passieren", damit du dich von deinem Freund trennen würdest?
Kommentar von laleluleilalaleluleila 16.04.2010Ich hätte sicherlich erst mal nicht den Schritt getan, meinen Freund in unsere Wohnung aufzunehmen. Ich hätte darauf gesetzt, dass die Kinder ihn nach und nach akzepteren - und wäre dan vielleicht mit ihm zusammen gegangen. Ich habe neulich mal mit meiner Großen gesprochen, die damals schon 12 war und es meinem Freund weiß Gott nicht immer leicht gemacht hat. Sie hat gemeint, sie habe damals sofort gesehen, dass das ein "guter" Mann für mich ist und wollte sich nicht in den Weg stellen, weil sie gemerkt hat, dass er mir wichtig ist. Damit hat sie sich vielleicht auch ein bißchen überfordert damals, denn Machtkäpfe und Konflikte gab es zur Genüge. - Ganz "kritisch" ware es für mich,w enn meine Töchter und mein Freund nur noch Streit miteinander hätten, wobei ich noch mal deutlch unterscheiden würde, ob meine Tochter auf ihm "herumhackt" oder er auf ihr. Zweiteres fände ich definitiv unakzeptabeler, vor allem, wenn es Lappalien betrifft, während ersteres für mich eher eher wie "normaler" pubertärer Widerstand ankäme. Ich vermute, ich würde auch versuchen, eine Familientherapie anzuzetteln und das Gespräch zu öffnen. Wäre irgendetwas im Verhalten meines Freundes, das in Richtung Mißhandlung oder Mißbrauch geht, würde ich natürlich ohne zu Zögern handeln - und ihn rausschmeissen.
Kommentar von Momo1965Momo1965 16.04.2010Eine sehr beeindruckende Haltung! DH!
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Eine Patchwork-Familie ist ein grosses Projekt. Grundsätzlich sollten sich die neuen Familienmitglieder schon mögen und auch zusammen leben wollen. Oftmals ist es allerdings so, dass z.B. die Kinder eine neue Beziehung torpedieren, weil sie damit die Hoffnung aufgeben müssen, dass die Eltern doch nochmal zusammen finden. So eine neue Familie ist dann doch schon ein endgültiger Schlussstrich unter die alte Familie mit Mama und Papa. Sich von einem neuen Partner der Kinder wegen zu trennen ist natürlich auch eine schwierige Sache. Irgendwann gehen auch die Kinder ihrer eigenen Wege und Mama oder Papa sind dann allein, weil sie - vor Jahren - ihr Glück dem Willen der Kinder geopfert haben. Ich will auch keinen Mann, den meine Kinder nicht mögen. Man sollte allerdings herausfinden, warum die Kinder den neuen Partner ablehnen. Eifersucht, die Hoffnung, dass die Ehe der Eltern doch wieder in Ordnung kommt, sind sicherlich keine Gründe, sich von einem geliebten, neuen Partner zu trennen. Hier würde ich versuchen, ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen mir, meinem Kind und dem neuen Partner herzustellen. Kinder müssen schon merken, dass sie immer die geliebten Kinder ihrer Eltern bleiben. Wir denken schnell "aber das wissen sie doch" und das ist ja eigentlich auch so, aber manchmal, in schweren Lebenlagen, muss man es eben auch immer mal wieder zeigen. Besteht aber eine wirklich, tiefe Abneigung gegen einen neuen Partner wird es kompliziert. Dann muss man wirklich entscheiden, welchen Weg man gehen will. Ich würde mich für meine Kinder entscheiden, auch auf die Gefahr hin, später doch allein zu sein, wenn eben auch die Kinder ihre eigenen Wege gehen.
Kommentar von tischbeintischbein 18.04.2010Du hast ja wieder mal die richtigen Worte gefunden!
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Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten,denn Kinder sehen meist den neuen Partner von Mutter oder Vater aus eigener Sicht. Jeder Erwachsene der eine neue Partnerschaft eingeht,soll sich erst mal mit seinen Kindern über die neue Situation in Ruhe auseinander- setzen, bei einem Gespräch wird es meist nicht bleiben.Kinder spüren sehr schnell ob auch sie Zuneigung zu dem neuen Partner nachempfinden können.Auf jeden Fall, sollten sie volles Mitspracherecht haben,damit sie nicht den Eindruck haben ihre Meinung wäre nicht gefragt. Am besten finde ich soll man sich sehr lange Zeit lassen und abwarten wie sich die neue Partnerschaft im laufe der Zeit entwickelt, und erst dann wenn überhaupt zusammen zieht.
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Klar müssen die Kinder mit einbezogen werden, sonst geht gar nichts.
Das Vertrauen von Stiefkindern muss sich ein Stiefelternteil teilweise schwer erarbeiten. Diese Kids sind schon mal verlassen worden und sehen oft den Grund im Neuen Partner. Aber mit viel Geduld; ehrlicher Zuwendung und gesundem Menschenverstand gibt es auch da eine Lösung.
Sowas ist für alle Beteiligten eine echte Herausforderung. Aber nichts, was nicht funktionieren kann. Wenn eine dicke Portion Guter Wille und Liebe im Spiel ist...alles Gute
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Ich habe nach meiner Scheidung zwar noch langjährige Beziehungen geführt, bin aber nicht mit den Männern zusammengezogen. Ich wollte das meiner Tochter nicht antun und habe es auch nicht bereut.
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ich finde es ganz schrecklich, wenn die Kinder einfach einen neuen Papa oder eine neue Mama vor die Nase gesetzt bekommen. Ich habe das meinen Kindern nie angetan, das hätte ich mir gar nicht vorstellen können, da wäre ich mir echt wie ein Schwein vorgekommen. Die Kinder haben immer vorzugehen, wer einen neuen Partner über die eigenen kinder stellt, hat die Kinder nicht verdient. Ein neuer Partner der sich anmasst, an meinen kinder herumzuerziehen, wäre auch die längste Zeit mit mir befreundet/liert gewesen, der bekäme sehr schnell mit wo der Maurer das Loch gelassen hat.
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ich finde die meinung der kinder sehr wichtig. ich selbst bin alleinerziehend, und wenn ich irgendwann mal einen neuen partner habe MUß er meine tochter akzeptieren, und zwar so wie sie ist, andern falls könnte ich keine partnerschaft eingehen, bzw. bestehen lassen. sollte mein kind den neuen partner nicht leiden kann oder nicht mit ihm zurecht kommt, würde ich die beziehung beenden. er klingst vielleicht doof, aber mein kind war zuerst da und männer gibts wie sand am meer.
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Ich selber habe diese Situation als Jugendliche erlebt. Mein Vater hat es nicht interessiert wie wir Kinder die neue Beziehung finden. Ich habe damals nicht in dieser Familie leben wollen, und bin zu den Großeltern gezogen. Mein Vater zollte es mir mit einer fast 5-jährigen Kontaktsprerre. Bis heute ist der Bruch nicht richtig verheilt.
Allerdings denke ich, auch die Eltern dürfen leben. Eltern müssen sich auch nicht selber aufgeben, allerdings sollten sie überaus sensibel auf des Seelenleben der Kinder achten, und ggf reagieren. Wenn die Kinder merken "ich bin trotzdem wichtig" werden sie vllt mit der Zeit lernen damit zu leben. -
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Also ich als Kind würde mich sehr freuen wenn meine Mama mich auch mal fragt was ich von ihrem neuen halte. Als mutter würde ich meine Kinder fragen, aber wenn die rumzicken würde ich die zicken lassen bis die sich beruhigt ham. wenn die vernünftige argumente haben... dann würde ich mal anchdenken. aber wenn die einfach sagen der ist komisch oder so was dann würde ich des ignorieren.
Kommentar von GagajaGagaja 16.04.2010Was sind denn vernünftige Argumente? Und was, wenn sie sich nicht "beruhigen", sondern sich stattdessen aus der Familie zurückziehen?
Kommentar von annixannix 17.04.2010Dann würde ich net mit meinem neuen zusammenziehen, sondern auch auf mein Kind rücksicht nehmen. der neue Partner ist doch schon erwachsen und da kann man schon erwarten das der auch auf das Kind rücksicht nimmt, das vielleicht schon länger mit der Mutter alleine wohnt, und sich erstmal dran gewöhnen muss.
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Die Meinung der Kinder ist wichtig!
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Wenn ich in so einer Lage wäre, würde ich schon auch darauf achten,wie meine Kinder mit dem neuen Partner und seinen /ihren Kindern klar kommen und was sie dazu sagen, dass sie noch neue Gechwister die der andere Partner/in mitbringt sagen, wie es ihnen damit ergeht, denn ich kann auch nur glücklich sein und ein gutes /friedliches und harmonisches Familienleben führen, wenn sich alle verstehen und miteinander klar kommen und sich gegenseitig akzeptiren, ich finde dies für eine Patchwork Familie absolut wichtig.Vor allem der Umgang miteinander und untereinander ist für alle Familienmitglieder in einer Patchworkfamilie wichtig ,damit ein zusammenleben funktioieren kann. Wenn einer den Anderen nicht akzeptiert, wird es nicht funktionieren eine Großfamilie /Patchworkfamilie zu gründe, da wären Streit.... etc. schon vorprogramiert, klar gibt es in jeder Familie mal Streit...........,aber für eine Patchworkfamilie sollte man sich gut überlegen, ob es klappen kann, also dass alle miteinander klar kommen und man sich gegenseitig akzeptiert.Oft heißt es dan Deine Kinder aus 1. Ehe, meine Kinder aus 1. Eheund unsere gem. kinder....... , was auch zu Streit.. /Eifersucht unter den Kindern führen kann, die sich nur schwer akzeptieren, da Mama /Papa, sich ja mehr um eines der anderen Kinder kümmern könnte....., deshalb ist es meiner Meinung nach schon wichtig dass sich die kinder gegenseitig au akzeptieren.
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Wenn ich in so einer Lage wäre, würde ich schon auch darauf achten,wie meine Kinder mit dem neuen Partner und seinen /ihren Kindern klar kommen und was sie dazu sagen, dass sie noch neue Gechwister die der andere Partner/in mitbringt sagen, wie es ihnen damit ergeht, denn ich kann auch nur glücklich sein und ein gutes /friedliches und harmonisches Familienleben führen, wenn sich alle verstehen und miteinander klar kommen und sich gegenseitig akzeptiren, ich finde dies für eine Patchwork Familie absolut wichtig.Vor allem der Umgang miteinander und untereinander ist für alle Familienmitglieder in einer Patchworkfamilie wichtig ,damit ein zusammenleben funktioieren kann. Wenn einer den Anderen nicht akzeptiert, wird es nicht funktionieren eine Großfamilie /Patchworkfamilie zu gründe, da wären Streit.... etc. schon vorprogramiert, klar gibt es in jeder Familie mal Streit...........,aber für eine Patchworkfamilie sollte man sich gut überlegen, ob es klappen kann, also dass alle miteinander klar kommen und man sich gegenseitig akzeptiert.Oft heißt es dan Deine Kinder aus 1. Ehe, meine Kinder aus 1. Eheund unsere gem. kinder....... , was auch zu Streit.. /Eifersucht unter den Kindern führen kann, die sich nur schwer akzeptieren, da Mama /Papa, sich ja mehr um eines der anderen Kinder kümmern könnte....., deshalb ist es meiner Meinung nach schon wichtig dass sich die kinder gegenseitig au akzeptieren.
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Antwort von waschtag 01.08.2010
Die Meinung meiner Kinder hat hier absoluten Vorrang. War nämlich schon mal mit einem Partner verheiratet, den meine Kinder absolut nicht möchten, misstraut haben und fürchteten - rein instinktiv. Und heraus kam, dass er dann auf uns alle psychische Gewalt ausgeübt hat, uns psychisch manipuliert hat und regelrecht eingesperrt hat. Wir durften nur mit ihm raus, so ca. 1x pro Woche. Er hat uns kontrolliert und tyrannisiert bis ins kleinste Detail. Es war der Horror! Heute weiß ich ganz sich - ich vertraue da dem Urteil meiner Kinder voll und ganz.
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Antwort von Sternchen9 24.05.2010
Das ist eine wirklich gute Frage. Ich lebe seit etwa 3 1/2 Jahren mit meinem Schatz zusammen. Er hat aus erster Ehe vier Kinder. Die Trennung von seiner Exfrau und der Auszug dort und unser Zusammenleben (eben auch regelmäßig mit den Kids; jeden Montag alle 4, alle zwei Wochen WE alle vier, zwischendurch mal 1-2 Kids alleine, Ferien oder Urlaubszeit von Mama alle vier) wurde gut von allen Erwachsenen vorbeireitet. Ich weiß, dass es nicht immer so läuft. Aber alle Erwachsenen haben sich im Sinne der Kinder "zusammen gerissen". Als mein Partner und seine jetzige Exfrau den Kids erzählten, dass Papa auszieht, sagte seine Tochter (damals 9 Jahre): "Papa, wer ist die blöde Kuh"? Einer der Söhne (damals 6 Jahre): "Du kennst sie doch gar nicht, weißt ja gar nicht, ob sie blöd ist". Der Älteste sagte: "Die Neue hat ja bestimmt auch Eltern. da gibt es mehr zum Geburtstag". Also Antworten "quer Beet". Papa hat ihnen dann gesagt, dass es nicht die Entscheidung seiner neuen Partnerin ist, dass Papa auszieht, sondern dass er es möchte. Wenn sie also auf jemanden "sauer" sein wollen, dann nicht auf die "Neue", sondern auf Papa. Papa blieb noch ein paar Tage bei den Kids, um ihnen wirklich alles zu erklären. Tja und dann gab zu dem Zeitpunkt (Idee seiner Exfrau -> vielleicht hat sie gehofft, ich würde einen Schock erleiden, wenn vier Kids geballt auf mich zukämen-> wer weiss?) ein Treffen mit den Kids, Papa und mir auf neutralem Boden. Ich war irre aufgeregt! Seine Söhne kamen gleich auf mich zu. Seine Tochter beobachtete mich erst mal eine Weile aus der Ferne. Irgendwann kam sie, hatte ein Gummibärenherzchen und zerriss es in zwei Teile. Eines gab sie mir, eines Papa und meinte, wir würden ja nun zusammen gehören. Das "Eis war gebrochen" und ich unendlich froh. Ich warte bis heute auf Sätze, wie: "Du bist nicht unsere Mutter"! Klar gibt es auch bei uns Zoff! Ohne Frage! Aber es ist keiner, den Eltern sonst nicht auch mit ihren Kids hätten. War es am Anfang noch schwierig, dass die Jüngsten mich nicht im Bad dabei haben wollten,(nur Papa durfte beim Duschen helfen), hat sich dies schnell geändert und obwohl der Jüngste nun bald 8 Jahre alt wird, ruft er mich noch immer gerne und erzählt mir während des Badens Geschichten. Wir sind eine Patchworkfamilie, die es (so denke ich jedenfalls) geschafft hat und darauf bin ich auch etwas stolz. Ich liebe die vier Kleinen, naja nun sind sie ja schon fast groß. In zwei Monaten werden mein Schatz und ich heiraten. Die Kids finden es toll und wünschen sich sogar noch ein Geschwisterchen.
Ich habe meinem Mann von Anfang an gesagt, dass ich auch mit ihm zusammen leben wollte, auch wenn er acht Kinder hätte und das meine ich ernst. Er war sich immer sicher, dass dieses "Experiment" gelingen würde und seine Kids so wenig wie möglich leiden würden. So war es auch! Wenn es auch ganz lange Disiplin von allen Erwachsenen gefordert hat. Er sagte mir, wenn er sich als Papa nicht sicher sein könne, dass es funkioniere, dann hätte er sich den Schritt nie getraut. Ich möchte die vier (und ihren Papa) nie mehr hergeben. Ach und na klar übernimmt man in gewissem Maße eine Mutterrolle. Für die Kids bin ich aber eben Papas Freundin (bald Frau). Eine Mama haben sie ja! Und das ist auch gut so! Wenn ich alleine mit den Kids einkaufen war am Anfang und die Verkäuferin sagte: "Frage mal deine Mama, ob.......!", dann hat der jüngste immer extra laut betont: "Das ist nicht unsere Mama, das ist Papas neue Freundin" -> und so war es ja auch! Heute grinsen sie mich meist nur an, wenn es noch passiert. Mein Schatz und ich haben (fast) immer an einem "Strang gezogen". Ausspielen war nicht! Das haben die Kinder schnell gemerkt. Sie haben mich als Partnerin an Papas Seite akzeptiert und das macht mich glücklich.
Kommentar von GagajaGagaja 24.05.2010Schön, auch mal ein Statement von der anderen Seite zu hören. Danke dafür! (Und natürlich viel Glück und alles Gute für die Hochzeit!)
Kommentar von Sternchen9 30.05.2010Danke Gagaja, wenn du noch Fragen haben solltest, frage mich ruhig. Auch wenn ich, wie du sagst, die andere Seite bin. Habe auch erst etwas später mitbekommen, dass du aus "Kinder"sicht fragst. Kein Problem! Ich finde es mutig und gut, dass du dich zumindest mit dem Thema auseinander setzt und nicht alles einfach "laufen lässt". Bis dann!
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Sehr gute frage! meine mutter ist gestorben als ich 2 und halb war also weiß ich wie das ist,aber ich würde dir den rat geben,deinen kindern zuzuhören und deren meinung zu akzeptieren/verändern.
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Um es kurz zu machen: Seit 2,5 Jahren beschäftigen mich ähnliche Gedanken bezüglich der Kinder meines Mannes aus 2. Ehe - und ich war mir IMMER über eines im Klaren:
Ich WILL und WERDE NIEMALS eine "neue" Mutter für die Kinder werden. Wie gesagt, das WILL ich auch NICHT!! Nicht, weil wir beide eine gemeinsame Tochter zusammen haben, sondern, weil ich kein "Konkurent" zu deren Erzeugerin sein will (ja, klingt hart, aber wenn ihr wüßtet, wie sie mit den Kindern umgeht ...), sondern einfach nur eine Art "Freundin". Jemand, mit dem die Kinder gut und gerne reden können - jemand, den die Kinder auch an der Seite ihres Vaters akzeptieren können.
Leider hat sich seine Ex bis aufs Äußerste dagegen gewährt, daß er normalen Umgang mit den Kindern haben darf, deshalb haben wir sie letztenendes dazu gezwungen (übers Jugendamt), daß er sie wenigsten alle 2-3 Wochen über den Kinderschutzbund sehen kann. Wie es dann weiterläuft (nämlich so, daß seine Ex ihm NICHT schon wieder die Kinder vorenthalten kann, wenn er sie abholen will!) wird nächstet Mal besprochen. Die MÜSSEN eine Lösung finden, daß seine Ex sich an die dort besprochenen Punkte halten MUSS!!!
Aber ich weiche vom Thema ab ... ;-)
Jedenfalls habe ich nicht wirkich viel mit den Kindern zu tun gehabt bisher, außer ihnen einen Lolli zu geben auf der Arbeit.
Aber ich habe es trotzdem im Gefühl, daß sie mich recht schnell akzeptieren werden - die Große tut es schon, die Mittlere bis zuletzt auch immer noch - und die Jungs sind noch recht jung. Und tierische Rabauken ... ^^ Da laß ich mich überraschen ... g
Achja: Trennen würde sich mein Mann nie wegen den Kindern von mir. Dann müßte man halt irgendwo vorerst Kompromisse eingehen - und dann langsam wieder versuchen, aufeinander zuzugehen ...
Außerdem: Ich liebe meinen Mann doch auch - dann "muß" ich irgendwo doch auch MEHR wie positiv den Kindern gegenüberstehen, oder? Immerhin sind sie zu "50%" "er" ... Und da ... sagen wir es mal seeeeeehr positiv "es nicht so sehr mit seiner Ex hat - und noch nie wirklich hatte" ... ist es ja auch egal, daß sie irgendwo viel Aussehen von ihr haben, oder?? ;-)
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Antwort von DaniKati76 16.04.2010
Als ich vor 3Jahren meinen Mann kennen und Lieben lernte war meine Tochter gerade 8 Jahre. Sie wollt immer einen Papa weil ich schon immer alleinerziehend war. Meine kleine war sofort mit meinem Mann glücklich schon am zweiten ausflug wollte sie papa sagen und das hat meine Beziehung zu ihm sehr gestärkt. Heut wohnen wir zusammen und sind sehr Glücklich miteinander. Tia und dann giebt es noch einen Sohn von erster EHE meines Mannes. Der ist schon immer zurückhaltender gewesen. Aber mit der Zeit komm ich gut mit ihm aus er ist auch nur 1 Tag bei uns. Und ab und zu am Wochenende. Ich gebe mir immer muhe und mal ist die Beziehung besser mal schlechter. Der Bub kommt im Sommer in die Schule und der hat halt auch so manche fragen. Zum Beispiel hat er seine Mama gefragt ob der Papa sie wegen mir verlassen hat, das war nicht so. Aber man merkt die kleinen machen sich sehr viel Gedanken. Und wenn ich mal wieder abgelehnt wede sage ich mir einfach nächstesmal ist es wieder anders und wie gehen Schwimmmen oder auf den Reithof wo meine Tochter Reitet. Da ist es auch sehr gerne dabei.
Vielen Dank für deine Antwort! Würdest du es denn dulden bzw. wie würdest du damit umgehen, wenn ihr nun alle zusammen wohnt und deine Kinder sich mehr und mehr aus dem Familien-Leben zurück ziehen, weil sie den neuen Partner einfach nicht akzeptieren können oder wollen? Zum Beispiel nicht mehr am gemeinsamen Essen teilnehmen und dem Partner aus dem Weg gehen und nicht mit ihm kommunizieren etc.? Würdest du dich da auf eine Seite schlagen oder versuchen zu vermitteln? Die Kinder ignorieren und weiterleben oder Konsequenzen ziehen?
Dulden würde ich so eine Situation niemals, denn Ihr seid eine Familie. Also sollte auch alles daran gesetzt werden, dass sich jeder in dieser Familie wohl fühlt.
Wenn Du sagst, dass die Kinder sich mehr und mehr zurück ziehen, bedeutet das dann, dass sie anfänglich gut mit dem neuen Partner klar kamen? Wenn es sich erst später so entwickelt hat, dann liegt es vielleicht gar nicht an der Person "Partner", sondern an ganz anderen Umständen.
Zum Thema "Essen" würde ich ganz klar sagen: Wir sind eine Familie, also nehmen wir auch die Mahlzeiten gemeinsam ein.
Wie alt sind die Kinder denn überhaupt? Ich denke, das spielt auch eine Rolle. Sind sie noch klein, könnte man es ggfs. als Trotz-Phase "verbuchen". Stecken sie mitten in der Pubertät, dann könnte die Ursache auch darin liegen. Oder sind sie schon junge Erwachsene? - Wie auch immer, es hilft nur das Gespräch! Vor allem aber Zuhören!
Die Kinder ignorieren und weiterleben...?
Diese Möglichkeit kann niemand wirklich ernsthaft in Erwägung ziehen, auch Du nicht! Dass Du diese Formulierung benutzt, zeigt mir nur, wie verzweifelt Du über Eure derzeitige Situation bist.
Ich würde diese Möglichkeit (ignorieren und weiterleben) auch nicht in Erwägung ziehen. Leider bin ich aber nicht in der Rolle der Mutter, sondern in der des Kindes, dessen Meinung völlig ignoriert wird :-( Ich kam mit dem neuen Mann von Anfang an nicht klar und bin nun "schon junger Erwachsener", die Situation hat sich mit den Jahren leider nicht verändert, jedenfalls nicht zum positiven. Ich stoße eher immer wieder auf Unverständnis und habe mich schon weitesgehend zurück gezogen. Ich sehe diesen Mann auch nicht als Teil meiner Familie an. Er ist einfach da. Zudem bekomme ich immer wieder das Gefühl vermittelt, im Unrecht zu sein, nach dem Motto "hab dich nicht so, er hat dir nichts getan". Deshalb habe ich mich halt gefragt, ob ich das einfach so hinnehmen muss und die Meinung der Kinder völlig unbedeutend ist oder ob ich ihn zurecht nicht mögen "darf".
Entschuldige! Mein Fehler! Aus irgendeinem Grund ging ich davon aus, dass hier eine Mutter Rat sucht. Dass Du das "Kind" bist, macht die Sache nur schwieriger, denn all meine Appelle müssten sich eigentlich an Deine Mutter richten und nicht an Dich.
Es war also immer schon schwierig mit dem neuen Partner. Unverständlich und absolut nicht nachvollziehbar, wie man dann die eigenen Kinder einer solchen Situation aussetzen kann.
Ich habe einen ähnlichen Fall in der Nachbarschaft: Eine Patchwork-Familie allererster Güte: meine, deine, unsere Kinder - Konflikte zwischen den Kindern und dem neuen Partner - eine Mutter, die immer zwischen "den Stühlen sitzt", weil egal wie sie sich verhält, irgendeinem stößt sie immer vor den Kopf.
Da es müßig ist darüber nachzudenken, wie man das hätte vermeiden können, gilt es jetzt nur noch zu überlegen, wie man es ändern kann. Ich weiß jetzt nicht, was genau Du an dem Partner Deiner Mutter nicht magst, warum Du ihn ablehnst und vor allem ob das Dinge sind, die man ändern könnte - sofern man es wollte. Ich kann Dir nur raten, suche das Gespräch zunächst nur mit Deiner Mutter alleine. Sag ihr, wie Du Dich fühlst. Erst danach würde ich alle aus der "Familie" an einen Tisch bitten. Ihr müsst zumindest einen Weg finden, respektvoll miteinander umgehen zu können.
Vielleicht ist es auch ein Weg, Deiner Mutter diese Seite hier einmal zu zeigen. Vielleicht bringt es sie ein bisschen zum Nachdenken, wenn sie die Ansichten anderer liest.
Und wenn gar nichts mehr hilft, dann kann ich Dir als jungem Erwachsenen nur noch die Überlegung mit auf den Weg geben, sobald es Dir möglich ist auszuziehen. Es zerreißt mir fast das Herz, dass ich zu so etwas raten muss.
Danke! Naja, ich hätte ja sagen können, dass es um mich geht und ich in der Rolle des Kindes bin. Aber ich wollte eher generell wissen, wie wichtig euch die Meinung eurer Kinder ist. Meine Mutter weiß und wusste von Anfang an, dass ich den Mann nicht leiden kann. Das hat ganz verschiedene Gründe, die ich hier lieber nicht nennen möchte. Ich bin schon lange auf der Suche nach einer Wohnung und die Situation zu Hause ist der wichtigste Grund dafür, dass ich so schnell wie möglich hier raus möchte. Ich fühle mich hier schon lange nicht mehr wohl, ich werde nicht ernst genommen und meine Meinung spielt sowieso keine Rolle. Selbst an meinen Geburtstagen spielt sie keine Rolle. Wenn wir essen gehen, kommt er mit, ob mir das gefällt oder nicht. Ich bezeichne mein zu Hause auch nicht als "Familie", ich esse schon lange alleine in meinem Zimmer und rede mit dem Mann auch nicht. Ich ignoriere ihn so gut es geht. Er tut mir ja auch nichts, er ignoriert mich ebenfalls. Mir ist es aber sogar äußerst unangenehm, wenn er mich nur anguckt oder zu hört, wenn ich mich mit meiner Mutter unterhalte. Und es ist natürlich arg belastend, wenn man sich zu Hause nicht einmal wohlfühlen kann und völlig eingeengt ist. Ich verlasse auch mein Zimmer so gut wie nie. Meine Mutter weiß, dass ER ein ausschlagender Grund dafür ist, dass ich ausziehen will. Sie meint aber nur (sinngemäß), er hätte mir nichts getan, er ist lieb und nett und in Ordnung und wenn ich mit ihm nicht klarkomme, dann ist das mein Problem. Das belastet mich schon sehr, zumal ich niemals gefragt wurde, ob ich mit einem wildfremden Mann, den ich weder genug kenne, noch mag, zusammen leben möchte. Nach ein paar Wochen ist er einfach eingezogen, fertig.
Das tut mir so unglaublich leid für Dich. Es schnürt mir regelrecht die Kehle zu, wenn ich so etwas lese. Du machst auf mich jetzt auch überhaupt den Eindruck des rebellischen Kindes, dass nur einfach die Lebensplanung der Mutter boykottiert. Ich kann es auch überhaupt nicht nachvollziehen, wie Deine Mutter von Anfang an Deine Belange und Bedürfnisse so sehr hinter ihre eigenen stellen konnte. Aber das hilft Dir jetzt leider überhaupt nicht weiter.
Ich habe wirklich nur einen Wunsch, ja, sogar eine Bitte: Zeige Deiner Mutter die Beiträge unter Deiner Frage hier!!! Es wird Dir vielleicht nicht mehr helfen und auch die Situation nicht mehr ändern können, aber es wird ihr hoffentlich ihr grobes und - wie ich finde - herzloses Fehlverhalten vor Augen führen.
Ich wünsche Dir von Herzen Glück, dass Du bald eine eigene Wohnung finden wirst, damit Du endlich ein Zuhause hast, wo Du Dich wohl fühlen kannst. Ich denke, in Deiner Situation wird es ein wahrer Befreiungsschlag sein.
Es sollte natürlich heißen: Du machst auf mich jetzt auch überhaupt nicht den Eindruck des rebellischen Kindes...* :-)
Ich danke Dir für das Sternchen! Ich hätte es so viel lieber für ein erfreulicheres Thema bekommen.
Nochmals alles Gute!
Leider hat sich überhaupt nichts verändert, sie versteht mich einfach nicht und sieht sich im Recht. Ich habe versucht ihr zu erklären, wie ich die Situation sehe und welche Konsequenzen das für mich hat (gehen und so schnell nicht wiederkommen). Man sollte meinen, eine Mutter versteht das - leider aber nicht. Das sei jetzt eben so, sie seien jetzt eben verheiratet, er wird nicht wieder ausziehen und ich solle doch dann eben gehen. Was für eine schwache Antwort! Sie will mir einfach nur immer wieder klar machen: DU bist im Unrecht! Du bist ein Kind, du bist klein, du bist dumm, hast keine Ahnung vom Leben und du hast dich zu unterwerfen! So ein Unsinn. Im Grunde zeigt sie mit dieser Reaktion nur, wie hilflos sie ist. Oder? Oder sehe ich das alles komplett und total falsch?? "Das ist eben so!" Ich versteh die Welt nicht mehr! :-(
Ich denke, Du liegst mit Deiner Vermutung völlig richtig... so traurig es auch ist!
Vermutlich denkt Deine Mutter noch nicht einmal, dass Du im Unrecht bist. Ganz im Gegenteil! Aber sie ist wahrscheinlich wirklich hilflos, alleine schon insofern, als dass sie weiß, dass sie diese "Gratwanderung" zwischen Deinem und ihrem eigenen Glück nicht bestehen kann, ohne dass einer auf der Strecke bleibt.
Es ist wirklich grenzenlos traurig und erschüttert mich nach wie vor! Aber DAS hilft Dir nun leider überhaupt nicht weiter!
Ich habe früher einmal einen ähnlichen "Fall" im Bekanntenkreis miterlebt. Der Sohn zog tatsächlich aus und nach einer Weile des Abstandes wurde das Verhältnis zur Mutter deutlich besser. Ich kann Dir nur wünschen, dass sich für Dich eine Möglichkeit ergibt, dieser Situation baldmöglich zu entkommen. Denn unter einem Dach erscheint es mir unmöglich, dass Du Deinen Seelenfrieden finden wirst.