Frage von trjoschka666, 84

Passiert nach etwas Gutem immer etwas Schlechtes?

Ich habe eine Zwangsstörung und glaube zeitweise auch an Prinzipien der Esoterik, obwohl ich weiß, dass sie schwachsinnig sind. Wenn etwas Positives passiert und ich mich gut fühle, bin ich häufig auch überzeugt davon, dass deshalb etwas Negatives passieren muss. Einerseits weiß ich, dass es ein Zwangsgedanke ist, andererseits bin ich aber gerade deshalb gezwungen, daran zu glauben. Aber ist das wirklich möglich? Passiert nach etwas Gutem immer etwas Schlechtes? Oder ist das nur ein Zwangsgedanke?

Antwort
von voayager, 52

Man sollte sich nicht an einem Perpendikel orientieren, da wo es tick-tack macht und die Schwingung sich in einem Hin- und Her ergeht. Auch das Yin und Yang Prinzip ist in dem Fall nicht tauglich, da gar zu sehr auf stets vorhandene Polarität im ausgwewogenenn Verhältnis aus ist.

Und nun mal der Umkehreffekt: es geschah und geschieht in dieser unserer Welt so viel Säuisches und Verbrecherisches, ohne dass was Gutes folgt. Wenn dann doch, hat es eher einen Raritätswert und ist nicht immer an das vorangegenene Scheußliche gekoppelt.

Antwort
von 1weissblaurot1, 31

Die Sache ist die, das es kein Gesetzt ist. Es gibt kein Pech und Glück. Es gibt auch nicht sowas wie, nach dem Glück folgt das Pech. Das ist kein physikalisches und kein Esoterisches Gesetzt, denn es gibt Tage, wochen, Monate, da hat man permanent Glück oder Pech. Und dann gibt es Tage die man gar nicht als Glück oder Pech bewertet. Diese Regel, die du aufstellst, hätte also Lücken, weil sie nicht immer zutreffend wäre. 

Der Grund warum du so denkst ist, dass du die jeweiligen Situation extrem bewertest. Wenn dir eine Tasse runter fällt, du deinen Schlüssel vergisst und dann noch irgendetwas passiert, bewertest du diese Situation extremer als sie ist. In wirklichkeit warst du einfach nur unkonzentriert. Stattdessen redest du dir ein es sei Pech. Was sonst wäre verantwortlich dafür? Ganz sicher nicht die körperliche Motorik, nein die nicht, es ist das Pech :) (Ironie)

Und das darauf das Glück/Pech folgt stimmt auch nicht, denn dann würde sich Glück und Pech permanent abwechseln. Es würde dann heissen, nach Glück folgt das Pech, aber darauf hin müsste dann Wieder Glück folgen, sonst könnte nicht wieder Pech folgen. Verwirrend.. die Sache ist einfach die, dass du die jeweiligen Situation zu extrem mit Glück und Pech bewertest und dann einen starken Kontrast siehst. Weshalb es für dich bipolar erscheint. Also abwechselnd oder wie du es beschreibst: folgend. Also auf Glück folgt das Pech.

Tatsachlich könnte man die Situation auch so werten: heute hatte ich Viel Glück, gestern ist mit aber eine Tasse runter gefallen, weil ich müde und unkonzentriert war - Da ist nicht die rede von Pech.

Pech und Glück ist also einfach eine Interpretations Sache. Entweder man sieht die Situation so wie sie ist, oder man interpretiert mehr in die Situation rein. Und erschafft durch seine Interpretation Gesetze : Pech folgt immer nach Glück.

Zudem spielt es noch eine Rolle, dass du Pech ERWARTEST. Laut deinem Gesetzt muss nach Glück Pech folgen, und sobald dir nur ein kleines Missgeschick passiert hast du darin deinen Bestätigung. Genau das gleiche auch mit Glück. 

Antwort
von Suboptimierer, 29

Entweder es passiert dauerhaft etwas Gutes (was sehr unwahrscheinlich ist) oder es wird irgendwann einmal etwas Schlechtes passieren. Aufeinander folgende, gute Ereignisse werden dann zu einem gesamt guten Ereignis subsumiert.

Also ja, es ist davon auszugehen, dass nach etwas Gutem immer etwas Schlechtes folgt.

Antwort
von Shiftclick, 29

Nein .... so ein Prinzip gibt es nicht! Definitiv. Andererseits passieren ständig gute, negative und neutrale Dinge, und zwar jedem, so dass, wenn du danach suchst, in einem beliebig kurzen Zeitraum immer etwas Negatives passiert und du deinen 'Beweis' hast.

Ein Problem an der Sache ist, dass du nicht vorher genau definierst, welchen Zeitraum du betrachen willlst und wie du gute und schlechte Ereignisse definierst. Wenn du alles was dir geschieht, kategorisieren und quantifizieren würdest, könntest du es statistisch überprüfen. Natürlich kommt dabei nichts raus. Da du aber nicht wissenschaftlich vorgehst, ist alles, was du machst eine post-hoc-Analyse. Damit kann man alles beweisen -- nur nicht in der Wissenschaft. Post-hoc ist wertlos.

Antwort
von WasProduction, 29

Nur ein Gedanke. Weil du erkennst dass zurzeit etwas gut ist, wirst du ab dem Moment an entweder alles weitere als schlecht interpretieren, nur weil es nicht "so" gut ist; oder dein Kopf wird dir schlechte Dinge aufweisen oder in Dinge schlechtes interpretieren, um diese Gut/Schlecht Gesetz zu befolgen. Versuch einfach wenn es dir gut geht oder etwas gutes passiert nicht dran zu denken dass es gut ist, sondern akzeptiere es einfach. Dann erwartet dein Kopf auch nicht dass was schlechtes folgen wird :D

Antwort
von Tannibi, 23

Du hast vermutlich keine Zwangs-, sondern eine wahnhafte Störung.

Natürlich ist "Auf gut folgt schlecht" Unsinn - das gehört zum Wahn -, aber solange es dich nicht beeinträchtigt, ist es nicht so schlimm. Wenn doch - manche wahnhaften Störungen lassen sich gut behandeln; ein paar gelten allerdings als praktisch nicht therapierbar.

Antwort
von Max7777777, 23

Was wird nach Sonnenschein folgen? Wahrscheinlich Wolken oder Regen aber was sollte siónst kommen. Man sollte den schönen moment genießen was nicht heißt das danach alles schlecht wird. Regen ist gut für die Ernte und Schnee gut für Schneemänner ;)

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