Frage von OriginaI, 39

Passagierflugzeug - Ausweichmanöver gegenüber AA-Raketen?

Hi, habe diesen Bericht gelesen (siehe Bilder). Mich wundert's, wie sieht denn so ein Manöver bei kommerziellen Flügen aus?

Expertenantwort
von rudim1950, Community-Experte für Flugzeug, 31

Hallo, 

irgendetwas stimmt hier nicht: 

- Es gab keine Rakete, 

- sie explodierte vor dem Ziel, 

- sie fiel vom Himmel, weil der Treibstoff verbraucht war, 

- es war keine Rakete, sondern ein Flugzeug oder 

- die Geschichte ist gut erzählt 

Heutzutage sind Kampfjets mit allem technischen Schnickschnack ausgerüstet, um anfliegende Rakten zu entdecken und zu täuschen, also mit Dingen, die ein Airliner gar nicht hat. 

Außerdem sind die Verkehrspiloten dafür gar nicht ausgebildet und selbst der Eurofighter, der immerhin +9/-3 g ziehen kann, ist einer Rakete, die ja mehr als 9 g ziehen kann - und selbst wenn nur die, aber in jeder Richtung -, unterlegen. 

Und unser Sehapparat versagt einfach beim Erkennen von Objekten, die sich mit Überschallgeschwindigkeit nähern. Alleine die Reizleitung vom Auge zum Gehirn ist um ein vielfaches langsamer - und erkennen muss man den "Mückenschiss" in der Ferne ja auch noch, jedenfalls rechtzeitig. 

Bleibt noch die Frage nach dem Ausweichmanöver selbst. Verkehrsflugzeuge können vielleicht +3/-1 g als Maximum ziehen und die Reaktion ist doch ziemlich träge. 

Deshalb glaube ich die Geschichte zwar nicht, aber man weiß es ja nicht; wir waren nicht dabei. Hast Du den Link zu dem deutschen Artikel oder besser noch zum Original? Gibt es da schon eine Info bei der CAA? 

Kommentar von OriginaI ,

Natürlich, hier der Link. Rakete schiesst fast britischen Ferienflieger ab

http://www.20min.ch/ausland/news/story/21193671

Kommentar von rudim1950 ,

Danke für den Link! 

Auch im "Guardian" steht leider nicht viel Erhellendes. Ich habe mal bei der CAA gesucht (caa.co.uk), der britischen Luftfahrtbehörde, und bei "aviation herald" (avherald.com), bin aber nicht fündig geworden. AVH listet in 2015 bisher 5 Ereignisse mit "Thomson" auf; bis auf einen Wetterreport nur technische Störungen. 

Selbst bei der „Air Accidents Investigation Branch“, der Flugunfalluntersuchungsbehörde, gab es keinen Report, was sehr ungewöhnlich ist, da die AAIB doch zum Transportministerium gehört, auf das sich wiederum der Guardian bezieht. 

Nach Eingabe meiner Suchbegriffe heißt es lapidar: „0 reports containing „incident“ „thomson“ „august“ „2015“ in aircraft category „Commercial - fixed wing“ of type Formal report“ 

Für mich bleibt es weiterhin mysteriös. 

Kommentar von OriginaI ,

Eben, für mich ebenfalls. Vielleicht wird es von der breiten Öffentlichkeit verschwiegen.

Kommentar von rudim1950 ,

Nun, ich meine nicht mysteriös im Sinne einer Verschwörungstheorie, welche im Internet immer mal wieder die Runde macht, denn der Vorfall selbst wurde ja vom Transportminister bestätigt, nicht abgestritten, also müsste bei der AAIB ein Bericht existieren. 

Es gibt ja auch keine Referenz zur ägyptischen oder israelischen Flugsicherung - weder zivil noch militärisch. Dabei würde doch die eine Seite der anderen bestimmt gerne einen Fehler zuschustern. 

Kommentar von OriginaI ,

Hmm.. :I

Antwort
von drecksuhler, 39

denk mal sehr schnelle kursänderung und tiefflug oder so, man kann so einen riesen flieger ja nicht schnell mal rumreißen :D

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