Partnerwahl - Erster Eindruck vs Realität?

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15 Antworten

Hallo TailorDurden,

mir ist schon oft aufgefallen, dass Männer und auch Frauen rein intuitiv nur sehr selten wirklich nach dem Partner "Ausschau halten", den sie auch wirklich für eine Beziehung haben wollen. Beispiele:

Es ist im Grunde ganz simpel, bei deinen Beispielen ist es so das dort Evolution von Jahrmillionen auf die Gesellschaftlichen Normen und Erwartungen treffen. Das Gehirn beurteilt anhand von Symetrie und Geruch die Eignung eines Partners zur Fortpflanzung (genetische Kompatibilität). Dem stehen gesellschaftliche normen entgegen.

Ich will hier nicht komplett pauschalisieren oder werten, wahrscheinlich machen das sehr viele Leute besser als hier dargestellt, aber die Tendenz ist definitiv vorhanden. Die Frage, die sich mir stellt: Sind wir tatsächlich so dämlich, unsere wahren Bedürfnisse und Wünsche erstmal immer wieder auszublenden aufgrund von oberflächlichen Wahrnehmungen?

Das Menschen sich besser machen ist wohl immer so, man will sich von der besten Seite zeigen und das Passiert mitunter automatisch, weil es so anerzogen ist. Kinder lernen von den Eltern. Menschen blenden nicht immer ihre Wünsche aus, es ist oft genug so das sie diese selbst nicht kennen. Oder akzeptieren können. Denn weichst du von der Norm ab, kann das zu Mobbing, Meidung, Getratsche oder sonst für Kleinigkeiten bis hin zu angriffen führen.

Ein weiteres Problem ist das mediale Perfekt. Disney und viele andere filme zeigen das perfekte Prinzessin und Prinz, Jony Depp, etc. pp Liebelei und Glücklich bis ans ende ihrer Tage. Jedoch ist das auch ohne all diesen Perfekten umständen möglich, doch durch das und das erwachsenen und gesellschaftlichen Gerede werden solche Ansichten als Maßstab für die Zukunft genommen und führt reihenweise zu Enttäuschungen. 

Genauso belegen auch Studien, dass Frauen viel häufiger fremdgehen, wenn sie mit einem Partner zusammen sind, der sich in der Beziehung nicht über die Frau stellt. Es ist mir zwar bewusst, dass eine Frau sich immer ein Alpha-Männchen suchen will - aber in der Beziehung / im Haushalt / in der Kindererziehung soll er dann eben doch wieder anders sein.

Hier dürfte auch der Feminismus ein Problem sein und die Parolen Emanzipation der Frau. Ich bin für gleiche Rechte aller Geschlechter, doch der Feminismus ist nichts weiter als Parolen ohne Hilfe für die Frauen. selbst Feministinnen haben nichts besseres zu tun als Frauenklischees der Männer zu bestätigen und sie ebenso Sexistisch zu verhalten. Wirkliche Hilfe zur Selbsthilfe kommt kaum.

Dieses, glaube Schizophrene, Verhalten der Frauen aber auch Männer kommt wohl auch daher da sie im Grunde zwischen der eigenen Natur, Gesellschaftlichen Regeln, Religion, ansehen und vielen Mehr gefangen sind. Keine Frau könnte ehrlich zugeben wenn sie lieber in ein Polyamoren oder Polygamen Beziehung wäre weil es allein schon von der Erziehung her für sie Pervers wäre und spätestens bei den Gesetzen und gesellschaftlichen Normen schwer würde.

Oder meint ihr, das liegt an was ganz anderem? z.B., dass man sich heutzutage immer nur noch sehr kurz kennenlernt, selten Zeit hat, jemanden mal eine lange Zeit kennenzulernen. Weil der Wechsel von Sexualpartnern einfacher geworden ist?

Es liegt auch an der Wirtschaft, es gibt zum Teil schlicht nicht die Zeit bei einem 10 Stunden Tag noch ein Tag lang mit dem Potentiellen Partner ewig auf Tuchfühlung zu gehen. Wegen den Niedrigen Löhnen und Harz4 sind Ausgehen und der gleichen eh nur noch was für das Geschichtsbuch. Sicher ist der Wechsel zwischen den Sexpartnern stellenweise einfacher geworden, doch auch die Unsicherheiten auf beiden Seiten, wegen dieser ganzen Veränderungen und dinge welche du angesprochen hast.

Gruß Plüsch Tiger

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Es mag schon sein, dass es auf dem Partnermarkt so zugeht, wie du es beschreibst. Ist aber irgendwie nicht meine Welt.

Ich hatte nie die Vorstellung einer Traumfrau und habe weder Partnerin noch eine Beziehung gesucht. Gesucht habe ich nur Freundschaften. Aus Freundschaft wurde manchmal Liebe und aus der Liebe ergab sich eine Beziehung.

Die Liebe richtet sich nicht nach 'Einkaufszettel' bzw Kriterienkatalog. Wenn die Liebe zuschlägt, ist das das erste, was fällt. Es gab immer Frauen, die ich bewundert habe, aber verliebt habe ich mich in andere.

Auf der Suche nach Gemeinsamkeiten der Frauen, in die ich mich verliebt habe, habe ich erkannt, dass es diejenigen waren, mit denen ich etwas zu lernen hatte. Neben Harmonie im Umgang miteinander waren es gerade Schwierigkeiten, die mich gereizt haben. Äußerlich waren alle ganz unterschiedlich.

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Kommentar von TailorDurden
22.08.2016, 14:01

Ja, da ist was dran. Ist ja auch oft so, dass Mann sehr schnell Interesse verliert, wenn die Frau im Handumdrehen zum Sex bereit ist. Fühlt man etwas mehr, wartet man oft automatisch ab und gibt dem ganzen mehr Zeit.

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Kommentar von Dxmklvw
06.12.2016, 19:30

"dass es diejenigen waren, mit denen ich etwas zu lernen hatte"

Diesen Satz finde ich besonders wichtig: Das Miteinander ist wichtig, und auch in den Bereichen, an die man meistens viel zu wenig denkt.

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Hallo Tailer!

Also ich finde deine Beobachtung interessant und auch richtig, natürlich, wie du schon sagst, nicht für jeden passend....
Schön hast es beschrieben.... :-)

Sind wir tatsächlich so dämlich, unsere wahren Bedürfnisse und Wünsche
erstmal immer wieder auszublenden aufgrund von oberflächlichen
Wahrnehmungen?

Ja, also ich denke schon, dass dem so ist!
Weiter glaube ich sogar, dass das gut so ist!

Ich habe das so beobachtet, dass immer wenn wir einen Wunsch, ein Bedürfnis haben, schon mal erst all die Hindernisse auf uns zu kommen, die uns daran hindern, einen Wunsch zu verwirklichen.

Damit will ich sagen, dass wenn ich heute eine Vorstellung von meinem "Traummann / Traumfrau" habe, es einen Grund geben wird, warum ich ihn / sie nicht habe.
Warum bekomme ich jetzt ne Andere als ich mir wünsche? Na so was! ;-))
Diese Gründe dafür stellen sozusagen die Hindernisse dar.
Und wie wohl viele längst wissen, stehen wir selbst uns selbst dabei immer am "besten" im Wege....  ;-)))

Die Hindernisse, unsere Wünsche zu realisieren, liegen also in uns selbst.
Aber glauben tun wir Gegenteiliges. Wir glauben, andere sind "schuld" daran.

In diesem falschen Verständnis dafür liegen meiner Ansicht nach die Gründe für diese verzwickte und scheinbar unglückliche Partnerwahl, die somit gar nicht mehr soooo oberflächlich ist.

Partnerwahl läuft weniger oberflächlich ab, als allgemein hin vermutet: Da spielen ne Menge Faktoren ne Rolle, was ja auch wissenschaftlich bestätigt wird, und vieles wird dabei unbewusst gesteuert.

Wenn wir uns also von Menschen angezogen fühlen, die vermeintlich und etwas später irrtümlich festgestellt, gar nicht wirklich zu unseren Wünschen und Bedürfnisse passen, so trügt hier wohl der Schein, und sie passen am Ende besser zu uns, als uns zuerst lieb ist, eben, weil sie uns mit ihren Eigenschaften zeigen, was uns zu unserer Verwirklichung noch fehlt bzw. wie sich das Hindernis nennt.

Oftmals fühlen wir uns zu Menschen hingezogen, die Eigenschaften wie z.B. Entschlossenheit, Vertrauen, Langsamkeit, Mütterlichkeit, Zielstrebigkeit, Weichheit, Mut ...... haben und leben, die uns selbst eher fehlen, die wir eher zu schwach leben, in unser Leben integrieren.
Auch, wenn wir damit unsere eigentlichen Wünsche und Bedürfnisse erst mal nicht erfüllt bekommen, helfen uns diese Menschen dabei zu erkennen, was uns fehlt und somit, was wir stärken sollten, um ausgeglichener und erfolgreicher zu sein. Deshalb ist es doch gut und richtig, dass wir uns in sie verliebt haben.
Das kann man gut beobachten, wenn man das möchte....  ;-)))
Ist alles ein nötiger und sinnvoller Lernprozess?

Allerdings sind wir hier dann schon an der Stelle, an der die Verliebtheit nicht mehr ausreicht, sondern Liebe greifen müsste, damit es in Richtung Partnerschaft weitergehen könnte, um noch mehr voneinander lernen zu können? .....  ;-)
Dabei ist die eigene Liebesfähigkeit von entscheidender Bedeutung dann. Ist sie groß genug?  ;-)

Freudvoll

Und leidvoll,

Gedankenvoll sein,

Langen

Und bangen

In schwebender Pein,

Himmelhoch jauchzend,

Zum Tode betrübt;

Glücklich allein

Ist die Seele, die liebt.

Johann Wolfgang von Goethe

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Kommentar von TailorDurden
22.08.2016, 13:58

Das ist eine ganz tolle, positive Antwort. Hat mich gerade sehr schmunzeln lassen :-) Danke!

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Ein Zuviel an Kriterien führt oft dazu, daß es nie zu einer brauchbaren Beziehung kommt. Ein Zuwenig an Kriterien bringt oft jede Menge Enttäuschungen mit sich.

Das goldene Mittelmaß zu finden, ist eine Kunst, die erst erlernt werden muß und deshalb viel Zeit benötigt.

Viele Menschen wollen sich aber nicht diese Zeit lassen und erliegen deshalb immer wieder dem Rausch der ersten Anwandlung, was häufig nur ein "Hineinwüschen" von Eigenschaften in den anderen ist, die aber real gar nicht vorliegen.

Etwas mehr auf der sicheren Seite ist man, wenn man trotz eines aufkommenden "Glücksrausches" das eigene Wunschdenken zunächst weit in den Hintergrund stellt und erst einmal herausfindet, wie der andere denkt und fühlt und ob der andere überhaupt in der Lage ist, ebenso vorzugehen. Alles weitere ergibt sich dann fast von selbst.

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Das ist bei jedem anders. Bei mir kann eine Frau noch so sexy ausehen, wenn sie den Mund aufmacht und der erste Satz zeugt von Überheblichkeit, abgrundtiefem Mangel an Bildung, oder Hang zum Proletenhaften, dann ist alles zu Ende, noch ehe es angefangen hat.

Aber die Natur hat dafür gesorgt, dass wir im Moment der Partnerwahl (das ist physiologisch nachweisbar) absolut unzurechnungsfähig sind. Man muss sich also schon sehr zusammenreißen, um keine folgenschwere Fehlentscheidungen zu treffen, wobei es sehr hilfreich ist, wenn man schon etwas älter ist und einige Erfahrungen gesammelt hat.

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das liegt moeglicher weise daran, dass wir immer noch instinktiv auf bestimmte dinge bei partnern achten: augenscheinliche gesundheit (figur, regelmaessigkeit im gesicht, gute haut ... etc.), paarungsbereitschaft, und rudel-rang (status, alpha-maennchen verhalten).

diese instinktiv wahrgenommenen merkmale fuehren dazu, dass man potentielle partner attraktiv findet. aber sie reichen auf lange sich in der heutigen gesellschaft fuer eine partnerschaft nicht mehr aus. d. h. es gibt mittlerweile wichtigeres als paarungsbereitschaft etc. 

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Es steckt eben doch noch mehr evolutionär bedingtes Verhalten in uns, als man zugeben möchte.

Eigentlich ist es ganz einfach: Durchtrainierte Männer sind fit, gesund (zumindest früher, heute kann man das ja nicht mehr garantieren) und haben (körperlich gesehen) gute Gene. Kräftige Kinder haben eine höhere Überlebenschance.

Ebenso bei den Frauen: Breite Hüften (was ja auch die From des Hinterns beeinflusst) sind besser fürs Kinder gebähren und große Brüste garantieren dem Kind genug zu Essen (es ist zwar nicht wirklich so, aber vielleicht wussten die Menschen das damals nicht)

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Es kommt drauf an. Ich denke schon, dass jeder Mensch einen Gewissen Typen im Kopf hat, welcher in Frage kommt. Immer im ähnlichen Bildungsstand wie du selbst oder etwas besser, aber selten drunter.

"Das ist unter meinem Niveau"- "Der schaut nicht gut genug aus"

Die Frage sollte aber lauten, was ist mein Niveau und achte ich auf mich? Ich denke es sind viele Faktoren die etwas genießbar oder ungenießbar machen. Aussehen ist das was einen anzieht und zum Teil schon Indizes über Hygiene und Sauberkeit und Gepflegtheit gibt. Keiner will etwas mit einem knausrigen Menschen zu tun haben, einen Nörgler oder einen der zum lachen in den Keller geht.

Deshalb was hält sind Offenheit, Ehrlichkeit, Humor und Intellekt. Außer bei Männern, da ist ein großer Busen und ein sexy Arsch von Vorteil. :)

Grüße Sora

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Kommentar von safur
22.08.2016, 22:35

Ich mag deine Antwort wirklich sehr, habe viel nachgedacht was ich selbst schreiben soll :)

Beim letzten Absatz bin ich allerdings am Nachdenken :)
Es gibt auch Frauen die dich einfach begeistern. Du guckst sie gerne an. Das hat noch nicht mal was mit Offenheit, Ehrlichkeit zutun.

Sie sind einfach interessant.

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Was Du schreibst ist voll korrekt aber nicht so einfach in der Praxis umzusetzen. Es ist doch in der Regel so, dass man jemanden kennenlernt, der einem sehr sympathisch erscheint. Ist man dann erst mal befreundet, liebt man einfach alles am neuen Partner. Und je länger man sich kennt, umso mehr wird man auch die möglichen "Fehler" des Gegenübers mitakzeptieren wollen.

Eine Beziehung ist etwas, was anfangs wie ein Pflänzchen wächst und je länger man sich kennt, wird man mit ein Teil vom anderen.

Gewiss kann es auch sein, dass einem bestimmte Eigenschaften des Partners ständig nerven. Dann wird man sich irgendwann trennen oder einer der beiden frisst ständig nur in sich hinein.

Man könnte natürlich eine Strategie anlegen, nach der nur ganz bestimmte Individuen eine Chance bekommen, dass man sich mit ihnen überhaupt auseinandersetzt. Und das wird auch meiner Erfahrung nach sehr häufig getan. Allerdings birgt dieses Verhalten die große Gefahr, dass man aufgrund seiner all zu hohen Erwartungen am Ende gar keinen Partner findet. Und was, wenn der endlich gefundene Mensch dann ebenso denkt und man nicht selber in das Muster dieses gefundenen Individuums fällt ? Irgendwie doch Frustration pur, oder ? :)


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Meiner Erfahrung nach wissen die meisten Männer nicht, was sie wollen, sind widersprüchlich, meinen nicht, was sie sagen, fordern mehr, als sie geben und sind alt, selbst wenn sie noch nicht so alt sind.

Ich sage von Anfang an, was ich suche, was ich will, was ich nicht abkann.

Damit hat es sich meistens auch erledigt. Siehe oben.

Zeit gegeben wird sich auch nie, alles muss in der ersten Stunde entschieden sein.

Das Kennenlernen macht in der heutigen Zeit keinen Spaß und nur selten Sinn.

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Kommentar von TailorDurden
21.08.2016, 09:42

Zeit gegeben wird sich auch nie, alles muss in der ersten Stunde entschieden sein.

Das ist tatsächlich so. Das erste Auftreten ist von enormer Bedeutung, oft geht man sich danach nur noch aus dem Weg, wenn der erste Kontakt nicht so gepasst hat.

Auf der anderen Seite glaube ich nicht, dass man das selbst so sehr in der Hand hat. Selbst, wenn man sich dann Zeit nehmen würde, hat sich der Kopf schon entschieden.

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...dass man sich heutzutage immer nur noch sehr kurz kennenlernt, selten Zeit hat, jemanden mal eine lange Zeit kennenzulernen. Weil der Wechsel von Sexualpartnern einfacher geworden ist?


Ich denke daran wird es m.u. liegen. Überall wird es einem gezeigt, dass es so einfach ist zu wechseln, wenn es nicht nach deren Nase geht. Auch wird dies fälschlicherweise als freiheit deklariert und somit so ein Verhalten positiv dargestellt.

Wir sind immer mehr egoistischer und können / wollen nicht zurückstecken. Viele wollen alles und können sich nicht mehr begnügen mit dem was sie haben.

Ganz selten treffen sich noch Menschen, die alles ähnlich sehen.Wo denen ein Partner ausreicht und Sex etwas Besonderes ist, was man nicht mit jedem menschen teilen möchte.


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Kommentar von TailorDurden
21.08.2016, 09:36

Wir sind immer mehr egoistischer und können / wollen nicht zurückstecken.

Ja, das meine ich eben auch. Auf der anderen Seite sind wir das ja aber immer nur in den ersten Momenten, solange man noch kein Vertrauen hat. Später, wenn man mit jemandem wirklich Jahre verbringen will, sieht es ja dann schon anders aus.

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Kommentar von AuroraBorealis1
21.08.2016, 09:36

Wie überall ist Zeit das A und O. Wird sie nicht genutzt bleibt alles eher oberflächlich.

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Also ich bin zwar noch keine 17 und nebenbei schwul, aber ich denke so ähnlich wie Plüschtiger. Unser Unterbewusstsein entscheidet bei jedem Menschen ziemlich schnell, ob der was für einen wäre oder nicht. Dabei zählen natürlich zuerst die äußeren Kriterien, Aussehen und Stimme z.B. Ich persönlich finde Typen anziehend, die schon muskulös und stark und ein kleines bisschen Alpha sind. Evolutionär gesehen hat diese Selektion wahrscheinlich den Sinn (jetzt aus Sicht einer Frau, weil schwul sein ist ja auch nicht die Norm) "ich brauche einen starken Mann, der mich vertreidigen kann und jagen kann, sodass ich auf die Kinder aufpassen kann und wir was zu essen haben"
Bei uns zählen nicht mehr nur diese primitiven Aspekte, sondern der Mensch ist komplizierter geworden als seine Vorfahren, die ja noch Tiere waren. Das heißt Geld und ob der Mann auf die persönlichen Sorgen seiner Frau und so weiter eingeht. Solche hintergründigen Eigenschaften wie die Wichtigkeit der Familie für einen Mann oder ob er jeden zweiten Tag in der Kneipe Fußball schaut, erkennt unser Unterbewusstsein einfach nicht so schnell.

Was aber wenig Sinn machen würde wäre, nach unseren Zielen, Wünschen und Bedürfnissen (von denen wir meinen sie seien uns sehr wichtig) zu handeln und die subjektive Warnehmung einfach auszublenden. Ach, der Frank ist reich und ist wohl besonders einfühlsam, probier ichs doch mal mit dem. Ich finde sowieso zwar viel hotter und attraktiver, aber wer weiß, ob der sich in einer Beziehung überhaupt noch für mich interessiert?

Die Warnehmung von Äußerlichkeiten durch unser Unterbewusstsein hat oft mehr Bedeutung und Hintergrund, als wir ihr zumessen. Das Gefühl, Liebe, die wir empfinden, ist eben unterbwusst durch Gefühle gesteuert.

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Hi Tailor,

"
dass das aber die Art von Männern sind, die sie dann in einer Beziehung
schlecht behandeln oder eher in der Kneipe als an einem Arbeitsplatz
sitzen, spielt erstmal gar keine Rolle "

weißt du die Männer die so sind, sind trotzdem noch attraktivier als die komplett weichgespülten (von gender mainstream, brauchen wie garnicht erst reden) Kerle die sich komplett nach der Frau richten.

Das die dann dann auf die "Badboys" abfahren, ist auch dem mangel an Alternativen geschuldet. Männer die nett sind und eine gewisse dominaz haben sind sehr selten. Als dominater Part der Beziehung (<- d.h. nicht das die Frau keine Power hat, jedoch eine andere Art von Power) darfst du dir im Grunde auch keinen schwachen Moment leisten. Und wenn du nicht von natur aus recht dominat bist, ist das mit unter sehr anstrengend und kostet viel kraft. Weil eine gute Frau dich jeden Tag aufs neue rausfordert.

Du kannst dir sicher vorstellen, was für eine Herrausforderung eine Beziehung unter diesen Umstanden darstellen kann.

Ich kann dir die Bücher : "Der Weg des waren Mannes" von David Daida und "Eisenhans" von Robert Bly, das sind wirklich eye opener.

Viele Grüße

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Ist doch logisch - das Äußere ist doch am offensichtlichsten. 

Und man/frau fängt ja nicht sofort mit dem "Schwarm" eine Beziehung an, so dass dann auch noch alle die eine Chance haben, die eher innerlich punkten.

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Kommentar von TailorDurden
21.08.2016, 09:34

Das ist mir bewusst, aber ich meine ja auch, dass äußere "Indizien" ja schon dafür sprechen würden, dass jemand vielleicht nicht der ideale Partner wäre.

Wenn jetzt ein Typ perfekt durchtrainiert auf seiner Harley daherkommt, weiß ich schon mal, dass er wahrscheinlich die meiste seiner Zeit mit Training und dem Motorrad verbringt. Trotzdem hat die Frau immer (trotz besseren Wissens) immer den Glauben, dass dahinter doch der Traummann wartet.

Als Mann kann ich mir oft schon denken, wenn eine perfekt gestylte und super gekleidete Frau ankommt, dass sie sich selber auch sehr oberflächlich wahrnimmt und sicher einen Großteil ihrer Zeit auf ihr Aussehen verwendet. Trotzdem hofft man (trotz besseren Wissens), dass sich hinter dieser Frau wieder ein ganz edler und kordialer Charakter finden lässt.

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Man sieht nun mal jemanden zuerst. Und da spielt die Optik eine Rolle.

Wenn man jemanden sieht, macht man sich eine Vorstellung von demjenigen. Und an der Realität liegt es dann, ob er die Erwartung erfüllt oder nicht.

Die so genannte Enttäuschung, ist im Prinzip nur eine Ent-täuschung. Nämlich von einer Täuschung, der man selbst unterlag.

Da kann der potenzielle Partner sich noch so abstrampeln. Wenn er den Erwartungen nicht entspricht, hat er gnadenlos verloren.

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