Frage von caneford1990, 38

Paranoia wegen Cannabis-Konsum?

Ich kiffe sehr selten höchstens ein bis zwei Mal im Jahr. Hab bisher vielleicht 7 Mal in den letzten 3 jahren mitkonsumiert bei Freunden.
Ich finde es jetzt nicht schlimmer als Alkohol. Mit anderen Drogen hatte ich nie was zutun.

Das letzte Mal war gestern Abend nach dem Feierabend, als ein Kollege mich besuchte.
Die vorherigen Male war es immer sehr entspannend und lustig.
Doch dieses Mal war es die Hölle. Ich fing an zu zittern und hatte extreme Paranoia und Wahngedanken über mich selbst, Freunde etc., Verschwörungen gegen mich usw. Mir wurden davon diesmal viele negative Gedanken aufgezwungen, musste immer ins Bad und das Gesicht waschen! Es war die Hölle. Mein freund sagte, dass es an dem sehr starken Zeug aus Holland liegen würde.

Ich weiß nicht, ist sowas normal? Kann das oft vorkommrn? Wieso war es vorher immer so entspannend und diesmal so die Hölle?

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Antwort
von Pescatori, 16

Bis zur  leidvollen Erfahrung in der eigenen Familie war ich der Meinung, dass Cannabis relativ harmlos sei. Leider musste ich meine Meinung radikal ändern.

Cannabis induzierte Psychosen sollen sehr häufig sein. Wenn
es sicher auch fragwürdig ist, eine „monokausale“ Verknüpfung nachzuweisen, so steigt die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung durch den Konsum von Cannabis signifikant, wie couldntholdyou ja schon betont hat.

Ich bin gegen ein Verbot des Kiffens aber für eine  umfassende Aufklärung über die Gefahren.

Antwort
von derMannohnePlan, 23

Jede Substanz hat auch Nebenwirkungen.

Das was du beschreibst ist ein typisches Symptom einer Cannabis Überdosierung.

Dabei meine ich keine tödliche Überdosis. Diese ist bei Cannabis schlicht unmöglich.

Cannabis neigt jedoch dazu, selbst bei geringer Überdosierung zu erheblichen Nebenwirkungen zu führen!

Du hast dir wohl ein bis zwei Züge zuviel zugemutet?

Ich würde jedem Neuling empfehlen, sich genauestens über diese Droge zu informieren, bevor man sich dafür entscheidet, diese auszuprobieren.

Man sollte sich an die Idealdosis langsam herantasten und nicht gierig, (etwas übertrieben dargestellt) den ganzen Joint auf einmal rauchen wollen. Somit bleibt auch für die anderen mehr übrig.

Man bedenke, dass Cannabis seine Wirkungsspitze nach etwa einer halben Stunde entwickelt! 

Somit sollte man nicht übertreiben, ein bis zweimal ziehen und infolgedessen vorerst eine halbe Stunde warten bis man sich eventuell noch etwas gönnt.

Antwort
von DillyMean, 22

Kann bei einer genetischen Disposition schon sein, dass das THC Paranoia und Wahnvorstellungen auslöst, auch eine temporäre psychische schlechte Verfassung kann schuld sein. Hattest du Stress an dem Tag, bzw. momentan Probleme die dich belasten?

Ich selbst hatte schon mal eine "Einbildung" durch Alkohol. Ich war fest davon überzeugt, dass ein Mädchen an dem ich interessiert war, mit jemanden den ich nicht leiden konnte Sex hatte und war dementsprechend aufgelöst und ... naja ... dann ist noch mehr hochgekommen...

Wenn du dich an einem Tag nicht wohlfühlst solltest du besser kein THC bzw. psychoaktive Substanzen konsumieren. Du kannst auch mal in deiner Familie nachforschen, ob es eine genetische Veranlagung gibt.

Antwort
von couldntholdyou, 26

Wenn man gewisse Veranlagungen für psychische Erkrankungen hat, ist die Wahrscheinlichkeit eine solche Störung durch den Konsum von Cannabis oder sonstigen Rauschmitteln auszulösen, recht hoch. 

Würde es vielleicht sein lassen, wenn du merkst, dass es dir nicht gut tut. 

Daraus können durchaus auch schwere psychische Schäden wie Schizophrenie entstehen und die wirst du dann eben nicht mehr los. 

Antwort
von aXXLJ, 7

Nachdem "derMannohnePlan" bereits alles richtig gesagt hat, was zu Deiner Frage zu sagen wäre, gebe ich noch den Tip "Rauschzeichen" zu googeln und irgendwann 9.95€ vom Taschengeld abzuzwacken, um so zu lernen mit Cannabis richtig umzugehen und über all seine Nebenaspekte informiert zu werden.

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