Frage von stressless95, 86

Panikstörunng?

Hallo!

Wie geht man mit Panikattacken um? Hilft da eine Psychotherapie? ich habe schon oft mit Psychologen geredet, aber so wirklich gebracht, hat es mir nicht. ich habe Angst, dass mir deswegen der Führerschein abgenommen wird. Wenn ich an ner roten Ampel stehe und warten muss, habe ich das Gefühl ich muss weg und da würde ich am liebsten das Auto stehen lassen und weit weglaufen. Es bringt auch nichts, dass ich mir die dann die Frage stelle: Wohin würdest du jetzt am liebsten verschwinden?

Das schlimme ist, ich habe in manchen Momenten nicht Zeit drüber nachzudenken, mich mit meiner Panik auseinanderzusetzen, wenn ich z.b. ein KFZ lenke muss ich voll und da sein, sonst bau ich noch nen Unfall oder wenn ich an der Kassa zahle und Wechselgeld zurück bekomme muss ich auch schauen, ob mir die Kassiererin richtig ausgibt. In der Schule hatte ich das auch und dasselbe PRoblem: ich muss darauf achten was der Lehrer vorträgt und muss mir das merken. Ich hab so eine Angst vor der Angst. Ich spüre meine Hände gar nicht mehr richtig. I.wie nehme ich nichts um mich herum mehr wahr. Allein das duschen oder zähne putzen fällt mir manchmal schwer. Hat vlt jmd unter euch sowas und weiß, WAS WIRKLICH HILFT?

Antwort
von TheTrueSherlock, 26

Klar kannst du das behandeln :)
Psychotherapie hilft schon, die eigentliche Angst zu erforschen und so falsch ist die Frage "Wohin würdest du am liebsten verschwinden und warum?" gar nicht. Du sollst dich nicht in der angstauslösenden Situation direkt die Frage stellen, sondern sollst im Nachhinein darüber nachdenken.

Wann hat es angefangen? In welchen Situationen tritt es auf? Waren es früher weniger Situationen und hat sich die Angst ausgebreitet? Vermeidest du bestimmte Situationen?

Schaue dir mal in Youtube paar Videos zum Thema Panikstörung an :) Dort findest du ausführliche Berichte von Betroffenen, die dir sagen, wie sie mit ihrer Angst umgehen. Auch wenn die Panikstörungen sich unterscheiden und nicht komplett die gleiche ist wie du sie hast, schau es einfach mal an.

Versuche die Situationen nicht zu vermeiden und eventuell eine Verhaltenstherapie zu machen? Dann gehst du mit einem Fachmann direkt in die angstauslösenden Situationen und arbeitest vor Ort.

Wenn du deine Hand nicht spürst, dann wäre ich echt vorsichtig beim Thema Auto fahren.. Warst du schon beim Arzt?

LG

Kommentar von stressless95 ,

Ja war ich hab auch gesagt dass ich meine hand nicht spüre daraufhin meinte die neurologin das wäre psychosomatisch und das ich im moment nicht fahren soll. Ich lebe in Österreich und nach führerscheinerhalt muss man hier eine mehrphasenausbildung machen sonst wird er abgenommen wenn man das nicht macht....wie soll ich da bitte antreten wenn ich kein Gefühl in der hand hab

Antwort
von samm1917, 45

Panikattacken sind sehr ernst zu nehmen. Eine Psychotherapie kann helfen die Ursachen der Panikstörung zu ergründen und somit zu verändern. Bis eine Psychotherapie wirkt dauert es jedoch Monate (bei kontinuierlicher Behandlung).

Angststörungen (wozu auch Panikattacken zählen) lassen sich in der Regel relativ gut behandeln, auch wenn sie sich sehr schlimm anfühlen.

Bis eine Psychotherapie wirkt werden meist Medikamente eingesetzt. Allen voran Antidepressiva der SSRI/SSNRI-Klasse. Antidepressiva wirken gegen Ängste ironischerweise besser als gegen Depressionen.

Mit Antidepressiva darf man Auto fahren (solange sie nicht sedierend wirken, was bei der SSRI/SSNRI-Klasse nicht der Fall ist).

Ich will damit nicht sagen, dass du unbedingt Medikamente nehmen musst. Dies hängt auch von der schwere der Panikstörung ab.

Mit Angststörungen ist es sehr gefährlich Auto zu fahren. Wenn man hinter dem Steuer eine Attacke hat ist dies mehr als gefährlich.

Kommentar von stressless95 ,

ich habe schon etliche durch...habe sertralin genommen habe dann damit aufhören müssen, da es mich sehr müde gemacht hat. abilify fühle ich mich als ob ich Drogen eingenommen hätte ...so ne Ekstase schwer zu beschreiben ....jz nehme ich in der früh fluoxetin und am abend mirtabene...wenn ich das mirtabene einnehme falle ich in nen Tiefschlaf....und im Moment fühle ich mich so als ob mein Gehirn gegen die schädelwand drückt

Kommentar von samm1917 ,

das klingt nicht gerade gut. abilify ist eigendlich nicht als angstlösend bekannt. mit mirtazapin darfste auf keinen fall nach der einnahme auto fahren. bringt das fluoxetin was? wenn nicht kannste es mal mit venlafaxin probieren. wirkt stark angstlösend und macht nicht müde.

für menschen die nicht auf antidepressiva reagieren gibt es immer noch die möglichkeit von pregabalin (lyrica).

Kommentar von stressless95 ,

heißt das wenn ich am abend vorm schlafen gehen mirtabene einnehme darf ich dann auch nicht nachmittags autofahren?

Kommentar von samm1917 ,

die halbwärtszeit von mirtazapin liegt bei 20-40h. halbwärtszeit heisst der zeitpunkt, bis zu welchem das medikament zu 50% aus der blutbahn verschwunden ist. da es nicht verboten ist mit mirtazapin auto zu fahren spielt dies keine grosse rolle.

wie lange das medikament im gehrin wirkt ist sehr unterschiedlich und von person zu person individuel. es gibt menschen die am nächsten tag fit sind und solche die am morgen noch völlig durch den wind sind.

dürfen also ja, sollen ist eine andere sache bzw. musst du zusammen mit dem arzt entscheiden.

PS: mirtazapin ist nicht bekannt dafür, dass es angstlösend wirkt. es kann beruhigend und vor allem schlaffördernd wirken.

Kommentar von stressless95 ,

Ich hab es ja gerade deswegen bekommen weil ich nicht schlafen konnte und weil ich keinen Appetit hatte....würde es mir schaden mirtabene abzusetzen ? Meine neurologin ist leider 2 wochen auf urlaub und bei Nem anderen bekomm ich nicht so schnell nen Termin 

Kommentar von samm1917 ,

setzte das medikament auf keinen fall ohne ärzliche aufsicht ab! ob du es nun 2 wochen weiternimmst spielt im endeeffekt keine rolle.

wenn du es absetzt musst du mit schlafstörungen und appetitlosigkeit rechnen. ein solches ausschleichen des medikamentes muss immer ärzlich überwacht werden.

Antwort
von Nashota, 58

Also: Wenn du diese Angst auch beim Autofahren bekommst, lasse das Auto bitte stehen! Du bist da draußen nicht alleine unterwegs.

Was Panikstörungen angeht, hilft nicht alleine das darüber reden, sondern die Ursachenforschung. Wo liegen die bei dir, weißt du das?

Kommentar von stressless95 ,

ja habe Probleme mit der famillie
die jetzige Situation lässt sich kaum ändern

Kommentar von Nashota ,

Und wo genau liegt das Problem?

Kommentar von stressless95 ,

das Problem ist die arbeitssuche (lebe in Österreich) ..man findet halt nichts und wenn man was findet dann ist es eine arbeit zum totarbeiten. meine schwester hat keinen kontakt zu mir ich hab 2 brüder die sich nicht wie brüder verhalten...wenn man sie um etwas bittet suchen sie Geld von mir als Gegenleistung. die Eltern von denen brauch ich auch gar nicht reden. ich hatte mit 11 eine Essstörung aber es war nicht das selbe bild wie es normal ist, dass ich nichts essen WOLLTe - ich KONNTE nicht weil ich gleich ein würggefühl hatte und nahm dadurch total ab. allein diese zeit damals geht mir nicht ausm kopf.

Kommentar von Nashota ,

Schon mal an Wegziehen gedacht, auch in ein anderes Land? Familienbindung gibt es deinen Worten nach sowieso nicht. Was hält dich also (auf)?

Kommentar von stressless95 ,

Geld .....ich komm gerade von der schule und finde nichts

Kommentar von Nashota ,

Was heißt das genau? Gar kein Geld oder nur wenig?

Kommentar von stressless95 ,

gar keines.....ich bin beim ams ....aber bevor ich ne arbeit anfang muss ich mit mir selber klar kommen...kein Arbeitgeber will einen angestellten mit panikattacken haben und der vater bekommt 373 € Beihilfe für mich und ich bekomm keinen cent

Kommentar von Nashota ,

Solche Dinge regeln sich oft von selbst, wenn man der Ursache nicht mehr ausgeliefert ist. Was bei dir ein eigenes Leben wäre, wo du dich außer dir selbst niemandem mehr gegenüber rechtfertigen und keinem mehr am Arzsch lecken müsstest.

Hast du Freunde? Hast du eigene Möbel?

Dann suche dir erst einen Job, dann ein möbliertes Zimmer, WG oder Wohnung und dann der Rest mit dem Umzug.

Kommentar von stressless95 ,

das mitm Job ist heute so ne Sache....immer kommt die antwort: sie haben keine Erfahrung....es bringt nichts drauf zu sagen: ja das stimmt, aber ich habe wirklich Interesse an der Tätigkeit und setze mich ein....das interessiert nmd.....ohne kontakte kommst schwer wo rein..sogar als Putzfrau....das Problem Österreich hat Ungarn gleich nebenan...und die Ungarn arbeiten gleich für 6€/std...da braucht man keinen Österreicher für 9€/std
es ist verdammt schwer!! viele von meinen ehemaligen Mitschülern gehen studieren und das einfach so nur damit sie weiter Beihilfe bekommen und nicht zuhause rumsitzen...die haben die Matura und finden auch nix....und die zeit vergeht aber

Kommentar von Nashota ,

Hast du denn keine Ausbildung?

Kommentar von stressless95 ,

Oja. ..die handelsschule

Kommentar von Nashota ,

Na dann brauchst du doch nicht als Putzfrau zu arbeiten?

Kommentar von stressless95 ,

Wie die Zeit heute ist..kann man sowas nicht ausschließen

Kommentar von Nashota ,

Du bist doch der Zahl nach deinem Nick nach um die 20. Da willst du mir doch nicht erzählen, dass man nur Arbeit als Putzfrau findet, wenn man was gelernt hat.

Kommentar von stressless95 ,

ich nehme an du bist aus Deutschland oder ?
dann komm mal nach Österreich und schau dir hier die Situation an.

Kommentar von Nashota ,

Es reicht, die Situation in Deutschland zu kennen. Hier ist auch nur alles aus Katzengold.

Ich bin nur der Meinung, dass junge Menschen, die noch keine familiären Verpflichtungen haben und so wie bei dir auch noch dazu keine familiäre Bindungen, noch andere Möglichkeiten haben.

Und der Wille zu einer Veränderung kann immer nur aus einem selbst kommen. Mit Tabletten allein löst man seine Probleme nämlich nicht.

Trotzdem alles Gute für dich und dein weiteres Leben.

Antwort
von jessica1324, 29

Mein großer Bruder (23) hat "Agoraphobie" also auch Panikattacken. Er ging ein Jahr lang zu einer Psychologin, dass hat Ihm seiner Meinung nach nichts gebracht. Er nimmt diverse Tabletten, welche Ihm der Arzt verschrieben hat. "Ohne geht es gar nicht mehr" hat er gesagt.

Bei Ihm tritts vorallem in der Arbeit auf und wenn das der Fall ist sagt er sich: "ok das wars für heute" er geht Nachhause und fängt am nächsten Tag wieder ganz normal an.

Das häufige Fehlen hat ihn bereits 4 mall den Job gekostet.

Es ist unbedingt notwendig den Auslöser für die Attacken festzustellen. In unserem/seinem Fall war das der Tot unserer Mutter von vor zwei Jahren.

Ich rate dir unbedingt mit einem Psychologen zu reden, weil die Angstanfälle meines Bruders seit dem Abbruch der Therapie wieder häufiger aufgetreten sind.

Man muss sich für nichts schämen, wenn man auf Hilfe angewiesen ist.

Ich wünsche dir alles Gute :)

Kommentar von stressless95 ,

Medikamente nehme ich auch in der früh was und am abend auch ich kenne die Ursache aber daran lässt sich im Moment nichts ändern

Kommentar von TheTrueSherlock ,

Mhm.. es ist sicherlich nicht einfach mit so einer Panikattacke und ich wüsste nicht, wie ich mich selbst verhalten würde, aber:
Die Situation zu vermeiden und heimgehen ist auch nicht wirklich das Beste.. durch das Vermeidungsverhalten wird es noch schlimmer.

Und wenn er den Grund kennt, warum arbeitet er nicht weiter daran? Er muss doch in der Therapie über den Tod gesprochen haben und diesen etwas mehr verarbeitet haben? Kann mir nicht vorstellen, dass es absolut gar nichts gebracht haben sollte. Eventuell einen anderen Psychologen testen?

LG

Kommentar von jessica1324 ,

Er will sich einen neuen Therapeuthen suchen, allerdings glaube ich nicht wirklich daran...

Ich bin bereits mit einer Psychologin in Kontakt, damit ich ihm beistehen kann.

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