Frage von Anonympers, 97

Panikattacken,Depressionen was kann ich machen?

Ich habe Angst.Ich habe es niemanden erzählt aber Panikattacken passieren mir ab und zu, aber Angst habe ich beinahe immer. Und ich habe Angst das andere denken das ich nicht normal bin, weil ich so bin. Ich habe das deswegen niemanden erzählt. Aber ich kann ehrlich gesagt nicht mehr. Es ist so schwer jeden morgen auf zu stehen und zur Schule zu gehen. Es ist nicht das ich keine Lust habe,ich will lernen, ich will es wirklich aber ich habe solche Angst und ich weiß nicht wovor. Außerdem leide ich an Depressionen. Das weiß auch keiner. Das sind die zwei Sachen wegen denen ich in einer Therapie bin. Aber sie hilft nicht. Es wird von Tag zu Tag schlimmer. Wenn ich eine Panikattacke habe, kann ich nicht atmen, ich zittere und ich habe das Gefühl als würde ich sterben,was total lächerlich ist, weil ich nicht in Gefahr bin und das ist das Problem diese Panikattacken kommen aus dem nichts und ich kann nichts dagegen tun. Die Depressionen sind immer da. Ich meine ich kann lachen und sogar ich glaube manchmal das alles okay ist aber irgendwann kommen sie wieder. Ich meine sie sind nie weg, manchmal sind sie einfach nicht so stark. Ich vergesse sie manchmal. Aber sie sind immer da. Es ist echt beschissen so zu leben und vor anderen eine glückliche Person vor zu spielen. Ich bin müde, immer,jeden Tag von morgens bis abends,egal was ich mache. Ich habe schreckliche Gedanken. Ich denke das meine Freunde mich eigentlich nicht mögen und das ich nicht gut genug bin.Ich bin so unzufrieden mit mir selbst. Und wenn andere mir etwas negatives über mich sagen, sogar wenn es nur Spaß ist,nehme ich es ernst. Ich bin so müde und unmotiviert und ich weiß nicht was ich tun kann um es zu ändern. Meine Noten leiden daran. Mein Leben hat sich so geändert. Diese Krankheiten haben mir alles genommen. Ich habe kein Interesse mehr irgendwas zu machen. Ich bin traurig. Und es ist beschissen so traurig zu sein,dass man morgens nicht aus dem Bett kommen kann. Ich kriege nichts auf die Reihe. Das alles hat klein angefangen.Ich wollte meine Hausaufgaben nicht mehr machen oder ich wollte nicht mehr mit Freunden rausgehen. Aber es ist schlimmer geworden. Ich will nicht mehr aus meinem Bett kommen oder rausgehen. Ich will einfach nur allein sein und ich weiß nicht wieso. Andere haben Spaß etwas mit anderen zu unternehmen, wieso habe ich keinen Spaß? Wieso bin ich so unglücklich, ich will glücklich sein aber ich weiß nicht wie. Ich meine ich weiß ich habe Freunde aber ich bin niemandes Liebling. Es gibt immer eine Person die sie vor mir wählen würden. Ich habe schon lange aufgehört alles zu erzählen, das ist etwas womit ich leben muss. Ob ich das kann, spielt dabei keine Rolle. Ich bin müde davon traurig zu sein. Ich bin müde davon morgens aufzuwachen und zu denken das ich nichts habe was mich glücklich macht und ich bin so müde davon mich selbst zu hassen. Ich weiß nicht mehr weiter. Ich weiß nicht was ich machen kann damit es mir besser geht, deswegen frage ich hier jetzt nach Hilfe.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Daniel7979, 26

Das was du beschreibst habe ich glücklicherweise hinter mir. Bei mir was panik so schlimm dass ich mehrmals die Woche am hyperventilieren war und bewusstlos wurde. Ich bitte dich direkt in die Psychiatrie zu gehen, damit meine ich stationär!!! Dort bekommst du Medikamente wie Tavor und Valium, nach wenige sekunden ist deine angst KOMPLETT unterdrückt, sodas du in der Lage bist durch Psychotherapie wieder zu genesen. Du glaubst gar nicht wie viele Menschen höllen quallen damit haben und irgendwann das Haus nicht mehr verlassen können da sie sofort vor panikattaken hyperventilieren, umkippen, fliehen oder vor den Baum laufen. Gib dir bitte einen Ruck geh in die Psychiatrie am besten heute noch damit dein Leiden aufhört.

Kommentar von Kreativst ,

Dem kann ich mich nur anschließen, wenn es wirklich so schlimm ist wie beschrieben sollte man tatsächlich Medikamente trotz des scheinbar jungen Alters als Option nutzen, natürlich nicht für immer aber sie helfen das man mal wieder glücklich ist, sich auf etwas neues wie die Therapie einlassen kann und einfach mal wieder Spaß hat. 

Sprich es aller erstes vielleicht mal beim Hausarzt an und frag dann nach einer stationären Therapie oder einer Tagesklinik. Es gibt eigentlich auch in jedem Ort eine Institutsambulanz wo man psychologische Hilfe auch kurzfristig bei solchen Krisen bekommt, die können dann auch eine Einweisung schreiben.

Kommentar von Daniel7979 ,

Bei Panik kommste kaum vor die Haustür. Damals fing ich schlagartig auf der strasse bei panik an zu flüchten wäre bald unter die Räder gelandet. Bei Psychiatrie gibts Inatitut ambulanz, die Ärzte vor Ort brauch man noch viel erklären, rechtfertigen usw. die sind so gut darauf geschult das meist nicht viele Worte nötig sind. Bei mir waren damals auf der Station über 50% mit patienten mit Depressionen und Panikattaken. Es ist nur schade dass die meisten Menschen so lange darunter leiden, weil sie angst haben (angst vor alles, generalisierte Angststörung) zum Arzt zu gehen. Meist kommen sie erst in den genuss einer richtigen Behandlung wenn z.b. ein Unfall passiert ist. Das gute diesen Krankheiten ist, das diese Behandelbar und auch heilbar sind, auch wenn daa mehr zeit in anapruch nimmt

Kommentar von Kreativst ,

Ja so ging/geht es mir auch, ich werde aber diesen Monat noch wieder stationär gehen da ich merk das es mich momentan immer weiter runter zieht. Mein letzter Therapeut war leider nicht son Experte und hat mich vollkommen falsch und zu schwach mit Medikamenten eingestellt, das hatte sogar mein Hausarzt erkannt, der hat mich dann jetzt nochmal auf ne bessere Station überwiesen und da gehts auch hoffentlich bergauf. :)

Kommentar von Daniel7979 ,

Gute Besserung, Antidepressiva die auch Angst behandeln gibt es sehr viele und meisten müssen die Patienten diese öfters wechseln weil sie nicht oder nur kurz wirken. Aber früher oder später gibts das perfecte Medikament und alles ist wieder prima und für Notfälle gibt es ja tavor und co. Somit ist jeder der sich behandeln lässt auf gzten Wege das ganze wieder los zu werden. Was mich betrifft kann ich nur sagen dass es das schlimmste war was ich jemals durch gemacht hatte. lieber hätte ich zwei gebrochene Kniee gehabt, als Panikattaken und Depressionen

Kommentar von Kreativst ,

Ja kann ich mich nur wieder anschließen, ich hatte das Bein gebrochen, das fand ich nicht halb so schlimm. Allein weil man weiß wie es passiert ist und wann es ungefähr wieder vorbei ist. Depression und Panik sind einfach da und man weiß nicht wann es von allein wieder besser wird, das ist schlimmer als jeder "richtige" Schmerz.

Kommentar von Daniel7979 ,

genau

Antwort
von MKausK, 15

Dein Problem ist groß. Da hilft nur eine Therapie und der richtige Therapeut, aber diese notwendige Prozedur ist sehr langwirig und dein Problem ist akut. 

Dir wurde geraten in eine Psychiatrie zu gehen, davon rate ich ab, da wird man nur ruhig gestellt - nur bei akuter Selbstmordgefährdung ist dieser Schritt anzuraten .

Mir hat mal eine Hämäopathin bei akuter Panikattacke, die zwei Wochen dauerwirkte 3 oder 5 winzig kleine Kügelchen gegeben die Lachesis Schlangengift enthielten und die Panik wich binnen Minuten. Zuvor hatte ich 2 Wochen kaum schlafen können, hatte Angst vor Sprinter LKWs und gruppierten Personen da ich Entführung etc. befürchtete.

Deshalb rate ich Dir zuerst diesen Weg zu gehen und dir dann einen Psychologen zu suchen der die Ursache ausfindig macht, Psychiatrie sollte die allerletzte Lösung sein.

Kommentar von MKausK ,

Der Zauber von Lachesis vermittelt dir, deine dich quälenden Ängste als eine Illusion aufzufassen, die du zuvor  real empfunden hast- 

Das im absoluten Microbereich dosierte Schlangengift empfindet dein Körper als reale tödiche Gefahr (die nicht besteht), diese körperliche empfundene Todesangst, verdrängt dann das psychisch empfundene Angstleiden.

- Die Ursache wird dadurch aber weder erkannt noch deren Folgen dauerhaft besiegt, es ist nur ein Akuttherapeutikum und ob der Zauber bei jedem klappt steht in den Sternen, mir hat er jedenfalls sehr geholfen. 

Kommentar von MKausK ,

aber nutz diese info sparsam:

das ist wirklich nur angebracht wenn das Leben nur noch  aus Angst besteht.

Die Lachesiskraft schwindet je öfter man sie benutzt. solange du dir noch vorstellen kannst, das es noch schlimmer werden könnte, warte bis zu dem Punkt, wo du dir das nicht mehr vorstellen kannst, das muß am entscheidenden Punkt gemacht werden.

Kommentar von MKausK ,

um die größte Heilkraft zu erzielen, es wirkt auch vorher, besser ist aber ein Volltreffer, beim ersten Schuss

Antwort
von Hallgrimur, 23

Darf ich dir dazu eine Frage stellen?
Erinnerst du dich, dass du früher einmal jemandes Liebling warst oder dich so gefühlt hast (vielleicht auch in der frühen Kindheit)?

Kommentar von Anonympers ,

Nein nicht wirklich. Ich war nie die Person die viel mit Leuten unternommen hat aber zurzeit isoliere ich mich komplett. 

Kommentar von Hallgrimur ,

Verstehe. Ich vermute mal, deine Eltern haben dich an ihrem emotionalen Erleben nicht sonderlich viel teilhaben lassen?

Kommentar von Anonympers ,

Meine Eltern haben immer versucht mich mit einzubauen aber ich habe mich immer geweigert. Als ich jünger war hatte ich mehr mit ihnen zu tun aber jetzt ist es mir zu anstrengend zu versuchen es ihnen so zu erklären das sie es verstehen würden.

Kommentar von Hallgrimur ,

Das hast du vielleicht treffender formuliert als du denkst: "versucht mit einzubauen"
So wie dir geht es vielen jungen Menschen, die geboren wurden weil zum Selbstverwirklichungskonzept der Eltern eben auch die heile Familie gehörte. Es ist diesen Eltern oft nicht bewusst, aber sie haben es bei aller Lebensplanung übersehen, ihre Kinder um ihrer selbst Willen zu lieben. Die Reaktionen sind dann genauso wie du sie beschreibst: Angstzustände, das Gefühl, nichts besonderes zu sein, Selbstablehnung, nicht genügen zu können, mit Beziehungen überfordert zu sein usw.
Solange das Leben vergleichsweise simpel ist, kämpfen sich die Kinder durch, aber je komplizierter, verantwortungsvoller alles wird und je mehr man sieht wie die anderen durchstarten, um so schlimmer wird die Resignation.
Jedes Kind möchte erstmal bedingungslos geliebt werden, Mamas/Papas Liebling sein. Das ist absolut normal. Deinen Mangel daran hast du sehr klar zum Ausdruck gebracht.
Vermutlich würden deine Eltern aber gar nicht verstehen, wenn du sie damit konfrontieren würdest, denn sie haben sicher "immer das beste gewollt". Außerdem würde das ihr Lebenskonzept infrage stellen, und das hört niemand gern.
Eine ärztliche Betreuung würde ich auch empfehlen, aber was du vor allem wissen darfst, ist, dass du bedingungslos liebenswert und wertvoll bist, ganz gleich ob dir das jemals jemand gesagt hat oder nicht.
Du bist als Person unersetzbar!
Wenn du mit dieser Gewissheit eine Therapie beginnst, hast du gute Chancen, dass dein derzeitiger Zustand irgendwann nur noch ein ferner Schatten aus der Vergangenheit ist.

Antwort
von Minyal, 16

Du solltest tatsächlich mal eine Therapie in Erwägung ziehen. Irgendwann schwindet sonst sogar die Kraft, um Hilfe zu bitten.

Antwort
von Schwiegermutti, 10

Alle Tipps die dir gegeben wurden sind gut 

Lass dir helfen heute noch niemand muss so leben ....

Alles alles gute 

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