ich habe richtig angst bekommen. was ist da mit mir los bzw. was kann ich dagegen machen?

Panikattacken haben logischerweise eine Ursache, dagegen muss man vorgehen. Die Ursache ist meist psychischer Art. Bei leichten Attacken hilft manchmal Ablenkung, vor die Tür gehen z.B., mit Menschen reden usw..

Du brauchst zur Bewältigung Deiner Panikattacken unbedingt einen Psychologen. Dieser trainiert mit Dir bestimmte Situationen, vor denen Du Angst hast!
heureka47 am 6. April 2009 01:01 Auf jeden Fall braucht sie erstmal eine genaue Diagnose. Es könnte auch etwas hirnorganisches sein und das kann nur der Facharzt für Neurologie und Psychiatrie mit seinem Instrumentarium klären. "Psychologe" ist Bezeichnung für eine berufliche Ausbildung. Was sie - evtl. - braucht, ist ein Psychotherapeut (das meinst du wahrscheinlich).

erst zum hausarzt, der kann dann ne überweisung an die pychotherapie ausstellen. ist wohl was psychisches.
heureka47 am 6. April 2009 00:58 Überweisung zunächst zum Facharzt für Neurologie und Psychiatrie. Der ist Schulmediziner und stellt die evtl. genauere Diagnose und darf Medikamente verordnen - was der Psychotherapeut nicht darf. Wenn du dich nicht wirklich auskennst, gib keine Ratschläge zu diesem Thema. Das ist zu gefährlich.
andrealin am 6. April 2009 20:15 dann dürfte hier keiner einen rat geben, weil hier keine fachmänner am werk sind! sei nicht so kleinlich!
Hier eine kurze Beschreibung der Methode: Somatic Experiencing
Die Verarbeitung von überwältigenden Erlebnissen, Schocktraumata wie Verkehrsunfällen, Stürzen, Operationen, schweren Krankheiten, von Missbrauch, Gewalt und Bedrohung, Verlust eines nahen Menschen, Naturkatastrophen, Krieg, u.a.m. erfordert bei nachfolgenden Hilfestellungen oder therapeutischen Maßnahmen eine besondere Sichtweise. Somatic Experiencing bietet die Möglichkeit, mit solchen Erfahrungen besonders behutsam, dennoch in der Tiefe erfolgreich zu arbeiten. Die meisten Therapiemethoden berücksichtigen in der Regel nicht in ausreichender Weise die während eines bedrohlichen Ereignisses ablaufenden körperlichen Reaktionen. Anders das von Peter Levine entwickelte Modell zur Überwindung und Integration traumatischer Ereignisse. Es beruht auf Verhaltensbeobachtungen in der Tierwelt. Der zugrunde liegende biologische Mechanismus geht auf das Jäger-Beute-Verhalten zurück, einen ursprünglichen Reiz-Reaktions-Zyklus mit grundsätzlich drei Optionen: Flucht-, Angriff- und Totstell-Reflex.
Tiere in freier Wildbahn sind zwar häufig lebensbedrohlichen Gefahren ausgesetzt, werden jedoch nicht nachhaltig traumatisiert, da sie über angeborene Mechanismen verfügen, die es ihnen ermöglichen, die hohe, im Überlebenskampf mobilisierte Stress-Energie wieder abzubauen. Zwar sind wir Menschen mit grundlegend gleichen Regulationsmechanismen ausgestattet, doch wird die Funktionsfähigkeit dieser instinktgeleiteten Systeme häufig durch den „rationalen“ Teil unseres Gehirns gehemmt und außer Kraft gesetzt. Dies kann bei uns Menschen dazu führen, dass die vom Körper im Alarmzustand bereit gestellte Überlebensenergie vom Nervensystem nur unvollständig oder verzögert aufgelöst wird. Der Organismus reagiert in der Folge weiterhin auf die Bedrohung der Vergangenheit. In diesem Falle sind die in der Gegenwart zu beobachtenden Reaktionsweisen, Verhaltensmuster, Überzeugungen, Gedanken und Gefühle der Person oft noch mit den erschreckenden Erfahrungen der Vergangenheit gekoppelt.
Für die Betroffenen entstehen oft verwirrende und auch beängstigende psychische und somatische Symptome. Diese zeigen sich, eventuell erst Jahre später, als Übererregbarkeit, Überaktivität, jähzornige Wutausbrüche, Ängste, Panik, Depressionen, Gefühle von Entfremdung, Konzentrationsstörungen, Dissoziation, Bindungsunfähigkeit, Schlafstörungen, Erschöpfung, chronische Schmerzen, Migräne, Nacken- und Rückenprobleme, Probleme mit dem Immunsystem oder dem Endokrinum, Burnout uvm. Trauma entsteht, wenn bei Überreizung des Nervensystems der ursprünglich natürliche Zyklus von Orientierung, Flucht, Kampf und Immobilitäts-Reaktion nicht vollständig durchlaufen werden kann oder gar nicht erst zustande kommt. Bei der Aufarbeitung der Folgen von Schock und Trauma muss deshalb die körperliche Reaktion auf das verursachende Ereignis als eigenes Phänomen verstanden und berücksichtigt werden. Gelingt es dem Menschen die biologischen Prozesse schrittweise und langsam zu vervollständigen, so kann die Person wieder Zugang finden zu ihren angeborenen, lebenswichtigen Reaktionsmöglichkeiten wie Orientierung, Flucht, Kampf, Verteidigung, und so ihre volle Lebensenergie zurückgewinnen, die zum Zeitpunkt der Überwältigung nicht zur Verfügung stand, bzw. eingefroren ist.
„Ein Trauma ist im Nervensystem gebunden. Es ist somit eine biologisch unvollständige Antwort des Körpers auf eine als lebensbedrohlich erfahrene Situation. Das Nervensystem hat dadurch seine volle Flexibilität verloren. Wir müssen ihm deshalb helfen, wieder zu seiner ganzen Spannbreite und Kraft zurückzufinden“. ( Peter Levine ) Mit SE wird das traumatische Ereignis körperlich und geistig „neuverhandelt“. Dabei ist nicht das Ereignis selbst entscheidend, sondern die Reaktionsweise des Nervensystems, d.h. wie die physiologischen Regulationskräfte des Nervensystems mit der Bedrohung fertig geworden sind. Mit SE ist es möglich, ohne Inhalt oder Erinnerung zu arbeiten, wenn das Ereignis emotional zu belastend erscheint. Eine mögliche Re-Traumatisierung bei der Aufarbeitung wird vermieden, indem die „eingefrorene“ Energie in kleinen Dosen „aufgetaut“ wird und schrittweise zur Entladung kommt. Durch das Aufspüren und Wiederbeleben dieser biologischen, körperlichen Abwehrkräfte, entsteht aus dem traumabedingten Gefühl von Lähmung und Erstarrung ein Gefühl von Lebendigkeit und eine Eröffnung von neuen Möglichkeiten und Lebensfreude. Die tief verankerten Nachwirkungen von Trauma können sich schonend auflösen.
Literatur:
Levine, Peter A./Frederick, Ann: Waking the Tiger, North Atlantic Books 1997 deutsch : Trauma-Heilung, Synthesis-Verlag 1999 Peter A. Levine, Maggie Kline: Verwundete Kinderseelen heilen, Kösel Verlag Peter A. Levine (Vorwort), Mira Rothenberg: Children with Emerald Eyes: Histories of Extraordinary Boys and Girls, North Atlantic Books, US Diane Poole Heller, Laurence S. Heller: Crash Kurs zur Selbsthilfe nach Verkehrsunfällen, Synthesis Verlag Michael Gershon, Sebastian Vogel (Übersetzer): Der kluge Bauch, Goldmann Verlag
googel mal "somatic- experiencing e.V. Da findest Du (neben anderen Buchtips) eine gute Beschreibung über eine wirklich effektive und sanfte Methode zum Lösen von Schock-Traumatas und den sich daraus ergebenden Symptomen. Hat mir selber geholfen und nachdem ich die Ausbildung zum SE- Praktitioner gemacht habe , arbeite ich schon 3 Jahre mit erstaunlichen Erfolgen. Zum Teil lassen sich mit dieser Methode innerhalb einer/oder ein paar Stunden Traumasymptome lösen,(bei emotionalen Traumata kann es erfahrungsgemäß länger dauern) ohne durch belastende Gespräche retraumatisiert zu werden. Es ist sogar möglich ohne "erinnerbare Ursache" zu arbeiten. Klingt erstmal unglaublich - ist aber wahr. Leider ist die Methode in Deutschland noch nicht so verbreitet. Aber man findet auf unserer Vereinsseite auch Therapeuten deutschlandweit. Kann ich von Herzen weiterempfehlen!

Der Hausarzt sollte der erste Ansprechpartner sein. Er kennt dich und kann die Situation am besten einschätzen.
Wenn er es für nötig hält, wird er dir möglicherweise eine Überweisung zum Neurologen/Psychiater geben, um eine genauere Diagnose zu stellen.
Falls der Psychiater dir Medikamente verordnen will, die zur Gruppe der Neuroleptika gehören, würde ich die nicht ohne weiteres nehmen, sondern dann besser noch eine zweite Meinung einholen. Die Gefahr von z.T. sehr unangenehmen Nebenwirkungen, noch nicht abschätzbaren Spätfolgen und dem Risiko, daß du das Medikament sehr lange nehmen muß, bevor du wieder davon wegkommst, ist recht groß.
Ich bin seit 14 Jahren aktiv in der Selbsthilfebewegung Psychiatrie-Erfahrener = Menschen mit psych. Störungen / Erkrankungen diverser Diagnosen. Ich selbst bin betroffen von Depression, seit 1997.
In Ergänzung zur schulmedizinischen und/oder Psychotherapeuten-Meinung verstehe ich Störungen / Krankheiten vor allem auch als Mangel an Lebens-Energie. Daß du gleich zwei Symptome hast, Panikattacken und Schwindel, kommt nicht häufig vor, aber beide weisen auf Energiemangel - aufgrund von "Streß" - hin.
Die Ursachen können dir im Grunde bewußt sein (Große Belastung, Anstrengung bis an die Erschöpfungsgrenze, nahe an der Überforderung) oder im unbewußten Bereich der Psyche liegen - es kann z.B. ein verdrängtes Trauma, Konflikt/Problem o.ä. sein, was auch im Unterbewußtsein Energie kostet.
Die Symptome werden sich umso schneller und nachhaltiger zurückbilden, je eher und besser du eine Lösung für die Ursache / den Auslöser findest.
Schau vielleicht mal in meine GF-Tipps, evtl. findest du da noch was hilfreiches.
Sind deine Panikattacken von einem Arzt diagnostiziert? Oder ist das eine Selbsteinschätzung?

Schnelles Herzjagen? Atemnot?
Konsultiere einmal einen Kardiologen !!!
heureka47 am 6. April 2009 01:06 Wird sie wohl weniger brauchen. Hausarzt zuerst und der wird entscheiden, ob Neurologe/Psychiater oder anderer Facharzt.
vor was haste denn angst is des etz so eine wääähh spinnen angst oder omG wir werden alle sterben angst sag mal bisschen genauer dann kann man mehr helfen wenn das so ne wäähh spinnen hangst is eh zu som fiech hin und chill einfach ma und ansonsten arzt

Wie alt bist du denn und wie sind denn die Panikattacken gekommen , warst du schon beim Arzt?
die frage ist zu undeutlich. was meinst du mit angst bekommen? wovor hast du angst? wegen den schwindelanfällen? bitte genauer

Die Fragen kann dir ein Arzt beantworten zu dem du dann morgen gehen solltest.

Autogenes Training
heureka47 am 6. April 2009 01:04 Und was, wenn die Ursache ein schweres Trauma ist und sie beim Autogenen Trainingt dekompensiert? Ist dein Rat fundiert? Hast du Erfahrung mit Fällen wie hier angesprochen? Meinst du nicht, sie sollte ihren Hausarzt konsultieren und möglicherweise für eine genaue Diagnose dann den Facharzt??
Panikattacken sind an sich schon etwas schwerwiegendes und sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden.
Ich habe selbst damit zu tun, ich weiss schon worüber ich rede.