Panikattacken loswerden?

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5 Antworten

Gibt dir Zeit und versuche nicht so pessimistisch zu denken: "die können mir hier eh nicht zu 100% helfen!". Diese Gedanken stehen deiner Heilung im Weg.

Nutze die Psychiatrie. Dort bist du in den Händen ganz vieler verschiedener Therapeuten. Sprich diese unabhängig von einander an und höre dir an, was sie dazu sagen.

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Kommentar von CokeFantaSprite
06.09.2016, 19:37

Leider kann ich nur mit einer Psychologin hier sprechen. Über ihr liegt die Hand von einem Arzt und einer Oberärztin.

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Kommentar von einfachichseinn
06.09.2016, 19:39

Du hast doch sicherlich auch andere Therapien, was hindert dich also daran die Therapeuten einfach mal anzusprechen?

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Panikattacken sind die Hölle. Ich hatte immer das Gefühl gleich zu ersticken oder verrückt zu werden. Ein weiteres Problem ist die Angst vor der Angst. Man befindet sich in einem dauerhaften inneren Alarm- und Spannungszustand aus Angst vor der nächsten Welle bzw. Attacke.

Panikattacken los zu werden ist leider schwieriger als man denkt. Bei einer leichten Panikstörung können Enspannungs- und Atemübungen helfen.

Ist die Panikstörung jedoch zu ausgeprägt (wie sie es bei mir war) helfen nur noch Medikamente. Die positive Nachricht. Durch Medikamente lassen sich Panikstörungen relativ gut behandeln.

Als Notfallmedikamente sind Benzodiazepine (http://deprimed.de/benzodiazepine-z-drugs/) alternativlos. Bekannte Vertreter dieser Gruppe sind z.B. Lorazepam (Tavor/Temesta), Alprazolam (Xanax) oder Diazepam (Valium). Es gibt noch unzählige andere.

Benzodiazepine wirken enorm zuverlässig innert 20-30min und können einfach bei Bedarf einenommen werden. Das Problem ist, dass dies nur Notfallmedikamente sind. Für eine längerfristige Einnahme sind sie aufgrund ihres Abhängigkeitspotentials und des Gewöhnungseffekts (Toleranzentwicklung) nicht geeignet. Eine Abhängigkeit ergibt sich jedoch nicht sofort sondern nach ca. 4-8 Wochen regelmässiger bzw. fast täglicher Einnahme.

Längerfristig werden vor allem Antidepressiva der SS(N)RI-Klasse eingesetzt (http://deprimed.de/ssri-ssnri-sndri-nari/). Bekannte vertreter dieser Gruppe sind Sertralin, Venlafaxin, Paroxetin Citalopram, Escitalopram etc.

Antidepressiva wirken gegen Ängste ironischerweise besser als gegen Depressionen. Sie machen nicht abhängig und es ergibt sich auch keine Toleranzentwicklung. Die Nachteile: Erstens sind sie mit starken Nebenwirkungen verbunden (die meisten gegen nach 3-4 Wochen wieder vorbei, einige bleiben jedoch), zweitens müssen sie täglich eingenommen werden und drittens müssen sie erst 4-5 Wochen eingenommen werden bis sie wirken. In diesen ersten Wochen können die Medikamente sogar die Angst verstärken, bis sie danach anfangen die Ängste zu lösen.

Langfristig hilft ohnehin nur eine Psychotherapie.

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Kommentar von CokeFantaSprite
06.09.2016, 20:58

Vielen Dank für die Mühe dieses langen Textes! Mit Lorazepam (Tavor 1,0mg) habe ich anfangs manchmal Bekanntschaft gemacht. Ich komme da sehr leicht und schnell ran, weil ich stark in die Szene der illegalen BTM involviert bin. Ich habe jedes Wochenende Amphetamine und/oder Ecstasy (MDMA) konsumiert. Vielleicht ist dieses Teufelszeug Auslöser meiner Panikstörung. Jedenfalls möchte ich für immer clean bleiben! Ich habe sogar mit dem Rauchen aufgehört, weil mich die Atemnot während einer Attacke immer denken lässt, dass ich irgendeine Lungenerkrankung habe.

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Ich habe auch mit Panikattacken zu kämpfen. Ich bin zwar nicht so heftig betroffen, dass ich stationär behandelt werde, sonder "nur" wöchentlich zur Verhaltenstherapie gehe. Aber ich habe jetzt in 8 Monaten mit Verhaltenstherapie, autogenem Training und Citalopram schon ganz gute Fortschritte gemacht.

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"Du denkst"?

dann solltest du erst mal abwarten!

du bekommst sicher auch Medikamente?

Die dauern normalerweise schon eine Weile, bis sie wirken.

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Kommentar von CokeFantaSprite
06.09.2016, 18:44

Das beantwortet nicht meine Frage.

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Du brauchst eine richtig Einstellung mit Tabletten 

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