Frage von fred123123, 91

Panikattacken, Kreislaufprobleme und Atemnot in der Öffentlichkeit?

Über die letzten Jahre habe ich extreme Probleme entwickelt, welche meines Erachtens nach von meiner Psyche her kommen. Etwas physisches/körperliches zweifle ich an. Ich bekomme ab und zu (stark vorwiegend in der Öffentlichkeit, wenn ich unter Menschen bin oder wenn ich einfach so ausserhalb meiner gewohnten "komfortzone" bin) starke Panikattacken welche ein Gefühl der Atemnot auslösen. Und oft fühlt es sich an als kämen die Wände eines Raumes auf mich zu und würden mich einengen. Ich fühle mich dann wie in einem winzigen Raum eingesperrt und muss um jeden Preis nach draußen. (Ich bekomme gerade schon alleine beim Schreiben dieses Textes schwitzige Hände und eine schnellere Atmung, da ich mich in die Lage versetze ...) Auch bekomme ich eine Art Kreislaufprobleme. Ich fühle mich total von der Rolle und kaputt. Habe das Gefühl als würde ich jeden Moment umkippen.

Was kann ich tun? Ich ziehe inzwischen eine Psychotherapie in Betracht. Meines Erachtens nach hat sich die Sozialphobie, welche bei mir definitiv schon immer vorhanden war, in den letzten Jahren in ein extrem starkes Muster versetzt. Arbeiten wird für mich zur Qual. Autofahren wird für mich zu etwas, was ich kaum noch tun möchte, da ich riskiere mich und andere in Lebensgefahr zu setzen, wenn ich ohnmächtig werde. Ich weiß nicht weiter. Jeder Tag, in dem ich das Haus verlassen muss, wird für mich schwerer.

Antwort
von Dackodil, 76

Phobien kann man recht gut mit einer Verhaltenstherapie in den Griff kriegen. Das kann auch erstaunlich schnell gehen, da man dazu nicht sein ganzes Leben bis zur Steinzeit rückwärts durchkauen muß.

Leider entschließen sich viele Betroffene erst zu einer Therapie, wenn ihr Leben und ihre Arbeit schon stark eingeschränkt sind.

Antwort
von leila8, 90

Hallo fred123123, hatte erst vor Zwei Tagen wieder eine schweren Panik Anfall, meist schaffe ich es nicht ohne ärztliche Hilfe ( Beruhigungsmittel ) . Vermute mal das du noch sehr jung bist und ich kann dir nur den Rat geben eine Gesprächstherapie zu machen oder zu einer Selbsthilfegruppe zu gehen. Alleine schafft man es nicht. Bin fast 60 und verlasse das Haus seit fünf Jahren nur noch um den den nahe gelegenen Einkaufsmarkt u. Hausarzt ebenfalls in der Nähe mit dem Rad zu fahren. Bus oder anderes und alleine schon gar nicht. Eine neue Ehe ( vor 25 J. ) Kinder die mich forderten usw. brachten zwischenzeitlich Besserung . lass es nicht zu das die schönsten Jahre deines Lebens durch die Angst zerstört werden. Vielleicht würde dir wenn es zeitlich vereinbar ist eine ehrenamtliche Aufgabe ( Tierschutz oder Seniorenbetreuung )  helfen. Wünsche dir alles Gute !!!

Antwort
von Solbin, 89

Mach einfach mehr Sport oder so. Versuch immer dagegen anzukaempfen. Mach einfach Sport und staerke dein Immunsystem. Wie wenn manche menschen die stark gegen Tiere allergisch sind, mit ganz vielen Tieren Jahre lang zusammen leben und so die Allergie bekaempfen.

Kommentar von Dackodil ,

Diese Art "Therapie" kann, wenigstens in Bezug auf die Tierhaarallergie, zu allergischem Asthma führen. Das ist deutlich Leben verkürzend.

Antwort
von FlyingCarpet, 58

Du beginnst zu hyperventilieren. Wenn Du eh etwas verspannt bist und unter Stress kommst, wird das chronisch. Google mal. 

Antwort
von skillz47, 81

Ich hatte mal mit einem Bekannten so ein ähnliches Thema. Sein Problem war im Wesentlichen allerdings, dass er in diesen Situationen alleine war - in Gesellschaft hat er sich dann eben an den anderen "geklammert".
Also was er getan hat, um auch alleine klar zu kommen: Er hat gedanklich mit sich selbst geredet. So als ob eine Kopie seiner selbst aus einem Paralleluniversum via Telepathie mit ihm kommunizieren würde, um ihm zu sagen was er tun soll. 
Vielleicht hilft dir das ja irgendwie weiter. Ansonsten kann der Gang zu einem Spezialisten bestimmt nicht schaden, denke ich.

Kommentar von fred123123 ,

Kann mir leider nicht groß helfen, da es schon ein sehr gravierender Unterschied ist, ob man ein Problem damit hat unter Menschen zu sein oder alleine zu sein.

Kommentar von skillz47 ,

Das stimmt im Prinzip, aber vielleicht möchtest Du einfach nicht allein unter Menschen sein. 
Stell Dir vor, Du würdest alleine in's Kino gehen, oder im Wartesaal beim Arzt. Das ist alles mit einem Bekannten, mit dem man sich unterhalten kann, viel einfacher bzw. angenehmer.

Kommentar von fred123123 ,

Leider scheint es nicht so leicht zu sein. Denn ich habe solche Probleme teils, wenn ich allein unter Menschen bin und teils wenn ich mit anderen Leuten unter Menschen bin.. Oder auch wenn ich alleine Auto fahre. Also eigentlich sogar "abgekapselt" bin.

Antwort
von sommerfrage, 61

Würde mich schnellstens zu einer Psychotherapie anmelden. Wenn das so wie bei mir ist, dauert das etwas. Habe vor ca. 1 Monat da angerufen und komme auf die Warteliste. Soll mich im Januar noch mal melden! Also, dauert lange.

Wünsche gute Besserung, Deines Problemes! ::-)

Kommentar von fred123123 ,

Kenne mich gar nicht aus; Kann man Therapien auf den Abend legen? Ich arbeite jeden Tag bis 18 Uhr. :/

Kommentar von sommerfrage ,

Ich glaube, meiner hatte 1 Tag wo er bis 19:00 auf hatte. Ist sicher unterschiedlich. ruf einfach jetzt mal an, da sagt sicher der Anrufbeantworter die Öffnungszeiten durch. Da weißt Du es dann! ::-)

Antwort
von ShmuelRotkraut, 68

Das mit der Psychotherapie ist eine gute Idee, das klingt nämlich ganz nach einer Demophobie, Panik unter Menschen. Mein Bruder hat das, ist nicht witzig.

Kommentar von fred123123 ,

Habe "Demophobie" mal gegooglet. Das ist es definitiv nicht. Ich habe diese Attacken auch, wenn ich in offenen Plätzen draußen unterwegs bin und kaum Leute da sind.
Muss sagen: Teils sogar alleine Zuhause. Also in allen fällen absolut willkürlich. Leider könnte könnte es aus dem Grund an einer Million verschiedenen Sachen leigen...

Kommentar von ShmuelRotkraut ,

Dann ist es evtl. Agoraphobie? Ist recht ähnlich.

Kommentar von fred123123 ,

Agoraphobie hört sich stark nach meiner Problematik an. Gerade da dort auch "weite offene plätze" erwähnt wird. Das ist teils die komischste Angst von mir. Offene und weite Gewässer bereiten mir bei dem bloßen Anblick extreme Panik. Ich finde das selber extrem seltsam aber kann es nicht ändern...

Ich sollte einfach mal zum Therapeuten, wenn ich das zeitlich schaffe....

Antwort
von nowka20, 51

der therapeut, dein freund und helfger

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