Frage von Tawny1009, 50

Panikattacken in und durch Schule verhindern/akzeptieren?

Hallo.

Ich, 13 jähriges Mädchen, bin in der 8. Klasse , ich bin extrem traurig und wenn nicht fühle ich mich leer. Neben Trauer und Leere fühle ich noch etwas anderes: Angst. Ich winde mich in meinem Bett, aus Angst am nächsten Tag zur Schule zu müssen. Ich hatte vor kurzem einen echt dummen Versprecher gehabt- Hört sich harmlos an, aber ich bin in einer Klasse voller Besserwisser, die dennoch nett sind. Jedenfalls hat es sich total falsch/pervers angehört und das lässt mich allein beim Nachdenken rot anlaufen. Ich habe extrem Angst meinen Klassenkameraden unter die Augen zu treten- Aber ich habe Panikattacken schon seit längerer Zeit, die von Tag zu Tag schlimmer werden und sagen wir, dieser "Zwischenfall" macht es nicht besser.

Meistens abends, um 3 Uhr Morgens oder auch vor oder im Unterricht packt mich die Angst, mein Atem verschnellert sich, Hände werden feucht, ich habe das Gefühl als müsste ich aufspringen und einfach raus aus meinem Umwelt und so weiter- Was für Schlaflose Nächte sorgt oder das ich mich noch ausgelasteter

Ich bin in Therapie aber diese Psychologen macht alles nur schlimmer. Sie erläutert mir die Geschehnisse und sagt, dass es doch gar nicht schlimm sei. So hat sie auch das ehemalige Ausgrenzen und das Mobbing runtergezogen und ich fühle mich nur noch schlechter. Es kommt noch hinzu, dass ich es hasse über mich zu reden und ich innerlich zerbreche, wenn ich über meine Gefühle rede... Problem: Meine Eltern schleifen mich egal was ist dahin...

Was kann ich tun, um Panikattacken zu verhindern, sie zu dämpfen oder einfach nur auszublenden? Was nicht im Titel erwähnt wurde: Wie kann ich den Pyschologen am besten wechseln oder die Therapie generell fallen lassen?

Das geht jetzt seit 3 Monaten so.

Danke für alle Antworten schonmal!

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Antwort
von conelke, 19

Du sagst, dass Du die Panikattacken schon vor Deinem Versprecher hattest. Demzufolge muss es irgendwas geben, womit Deine Seele ein Problem hat und aus diesem Grund ist es gut, dass Du zu einem Psychologen gehst, um herauszufinden, was das ist, denn nur so lernst Du Deine Ängste zu verstehen und kannst etwas dagegen unternehmen.

Vermutlich wirst Du nicht allzu viel Selbstbewusstsein haben, denn sonst könntest Du - auch wenn es peinlich war - selbst über den Versprecher lachen. Es ist nur in dem Moment komisch und keiner wird sich darüber noch lange einen Kopf machen.

Du solltest weiterhin zum Psychologen gehen. Es ist nicht einfach über sich und seine Probleme zu sprechen, dass kann ich gut  nachvollziehen, doch es ist wichtig für Dich. Wenn Du nicht das nötige Vertrauen in Deinen jetzigen Psychologen hast, dann rede mit Deinen Eltern und sucht nach einem oder einer neuen Therapeutin. Es ist schon sehr wichtig, dass man auch Vertrauen zu seinem Psychologen hat, sonst bringt es nichts. Das müssen auch Deine Eltern verstehen.

Die Symptome der Panikattacken wie Schwindel, feuchte Hände etc. kannst Du dadurch beeinflussen, in dem Du Dir selbst immer wieder sagst, dass nichts Schlimmes passieren kann. Wenn Du merkst, dass eine Attacke kommt, dann versuche ganz ruhig zu bleiben. Atme tief in den Bauch hinein und langsam durch den Mund wieder aus. Sage Dir dabei immer wieder: Alles ist gut, alles ist gut. Gib Dich der Attacke nicht hin, sondern versuche sie zu ignorieren. Tief atmen.

Aber vor allem: mache die Therapie weiter. Rede mit Deinen Eltern, erkläre ihnen, dass Du einen anderen möchtest.

Antwort
von Tragosso, 24

Dass dir die Therapie nicht hilft kann zwei Gründe haben. Entweder kommst du einfach mit diesem Therapeuten nicht zurecht (selbst Erwachsene wechseln die in der Regel und suchen sich den passenden aus) oder aber, was ich für wahrscheinlicher halte ist, du machst nicht wirklich mit. Du wirst gezwungen hinzugehen, lehnst aber Hilfe ab. Sonst würdest du nicht die komplette Therapie abbrechen wollen. Was denkst du denn? Dass das von alleine weggeht? Das wird es nicht, ohne Hilfe wird es eher immer schlimmer werden.

Das wichtigste an der Therapie ist Mitarbeit deinderseits. Der Wille zur Veränderung. Dich selbst analysieren, lernen damit umzugehen. Du 'musst' dich mit dir selbst und den Problemen auseinandersetzen, insbesondere, weil sie dir unangenehm sind. Dinge die dir nicht unangenehm sind, dafür brauchst du keine Therapie.

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