Frage von KatrinKa18, 108

Panikattacke verärgert Mutter?

Hallo, seit einem Jahr hatte ich ca. 1x im Monat eine Panikattacke, dann wurde es wöchentlich und mittlerweile jeden Abend. Ich schlafe nachts nicht mehr, bleibe meistens bis ca.7 Uhr morgens wach und schlafe dann aus Erschöpfung ein. Momentan bin ich nicht in der Lage zur Schule zu gehen. Morgen habe ich einen Vorstellungstermin in einer Klinik, weil meine Therapeutin nicht weiter kommt. (also ich bin bereits in professionellen Händen)

Nun zum Problem: Ich werde den ganzen Tag von meiner Familie gestresst, dass ich nichts auf die Kette kriege, dass ich immer nur an mich selber denken würde. Wie scheie ich mich aufführen würde. Wie nutzlos ich den ganzen Tag nur schlafen würde.. Meine Mutter muss mir jeden Tag mitteilen wie scheie ich doch bin, aber ich mache das alles doch nicht mit Absicht (als ob ich Spaß daran hätte jede Nacht panisch herzrasend wach zu sein) und ich will mich doch ändern, schließlich gehe ich freiwillig in eine Klinik um mir helfen zu lassen, aber im Moment komme ich halt nicht zurecht..

Wie bekomme ich Verständnis von meiner Mutter? Habe ich Verständnis verdient?

Antwort vom Psychologen online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Frage. Kompetent, von geprüften Psychologen.

Experten fragen

Antwort
von Tasha, 33

Kannst Du Deinen Therapeuten um ein Gespräch zu Dritt bitten, um zwischen Dir und Deiner Mutter zu vermitteln?

Für mich klingt das ein bisschen auch nach einer Verschiebung des Biorythmus. Du bist tagsüber müde, nachts wach. Versuche mal, das zu verschieben, z.B. indem Du nachmittags nicht schläfst. Versuche zu ermitteln, was Du tun kannst, damit Du in Deinem Zimmer oder in einem anderen Raum nachts durch- oder wenigstens einschläfst.

Punkte, die dabei zu bedenken wären, könnten unter anderem sein:

Raumklima (Lüften),

Raumtemperatur,

Bett/ Bettzeugs (Geruch, Farbe, kalt, warm),

Licht im Zimmer (an, aus, hell, gedämpft),

Geräusche im Zimmer (Ruhe - Musik, leise Hintergrundgeräusche - eine Verwandte von mir schläft im Alter nur noch mit leisem Fernsehgebrabbel ein, sonst geht es nicht, der Fernseher ist also die ganze Nacht an),

Rituale vor dem Einschlafen 

-- Meditation,

-- ruhige Musik,

-- Sport/ Bewegung,

-- Lüften,

-- warmes Getränk,

--Stretching, 

-- Creme etc. zum Muskel-Lockern, z.B. Franzbranntwein, Kyttacreme usw.

-- heiße Dusche/ Bad,

- Tür offen lassen oder schließen,

- Kuscheltier oder "Kuschelkissen" etc. im Bett,

- andere Aspekte.

Überlege, was Dir beim Einschlafen helfen würde, wenn Du wach wirst oder Angst bekommst. Ggf. auch heiße Dusche, Bewegung/ Sport, Lesen, Meditation etc. Besprich das mit dem Therapeuten!

Nimm Dir pro Tag EINE Sache vor, die Du schaffen willst. Anfangs eine kleine Sache, die der Familie hilft: Etwas Hausarbeit, freundliches Gespräch mit Familienmitgliedern, Hilfe bei irgendetwas etc. Anfangs würde ich mir etwas suchen, das nicht länger als 10 min dauert.

Mache einen Plan von Deinem Schlafrythmus, und verändere ihn ggf. in Absprache mit dem Therapeuten langsam.

Beispiel: 22 Uhr "ins Bett gegangen", nicht eingeschlafen, Gedankenkarussell, ferngesehen/ Internet gedaddelt, etc., 7 Uhr eingeschlafen bis 14 Uhr, was gegessen, sich gewaschen, 16 Uhr wieder eingeschlafen.

Versuche dann, von 16 Uhr an wach zu bleiben. Eventuell schläfst Du dann früher ein, z.B. statt um 7 um 5 Uhr. Versuche, das immer weiter nach vorne zu verschieben, bis Du nachts länger schläfst und tagsüber länger wach bist.

Versuche, tagsüber rauszugehen. Wenn es keinen Anlaufpunkt gibt, geh in den Garten, einmal um den Block, die Straße hoch, geh mit Deiner Mutter einkaufen, mache einen Spaziergang etc. Tanke frische Luft.

Wenn Du ein Hobby/ Interesse hast, das Dich von der Angst ablenkt, plane das bewusst tagsüber. Versage es Dir nachts und versuche es stattdessen tagsüber zu tun. Wenn Du z.B.  nachts ein Video sehen wolltest oder online lesen, sage dir, "nein, das darf ist erst morgen um (Deine übliche erste Aufwachzeit). Allein deshalb bleibst Du also am Folgetag schon länger wach.

Kommentar von KatrinKa18 ,

dankeschön, ich werde es ausprobieren :)

Antwort
von Stellwerk, 30

Ja, Du brauchst Verständnis. Das Verhalten Deiner Mutter verstärkt das Ganze doch nur noch - wenn man Panik hat und sich dann ständig denkt, ich darf keine Panik haben oder vorgeworfen bekommt , dass man sich nur anstellt etc., dann erhöht das den Druck, den Stresspegel und damit kommt man ganz sicher nicht zur Ruhe. Ich würde empfehlen, dass Dein Therapeut mal mit Deiner Mutter redet. Und ein stationärer Aufenthalt tut Dir sicher gut, um mal rauszukommen und zur Ruhe zu kommen. Andererseits ist Deine Krankheit auch für Deine Mutter nicht einfach - wer keine psychischen Probleme hat, kann sich gar nicht vorstellen, was man durchmacht und wie machtlos man ist. Vielleicht sieht sie aber auch durchaus, wie schlecht es Dir geht und weiß nur nicht, wie sie damit umgehen soll - und aus purer Hilflosigkeit schlägt sie verbal um sich. Oder, auch möglich, sie selbst hat Probleme, die sie immer unterdrückt und weggeschoben hat und ist auf eine gewisse Art "neidisch", dass Du Deiner Krankheit und der Behandlung den angemessenen Raum gibst / geben kannst. Solche Punkte sollten sicher auch mal im Lauf der Therapie auf den Tisch kommen und Deine behandelnden Ärzte sollten auch Deine Mutter bis zu einem gewissen Punkt miteinbeziehen. Gute Besserung!

Kommentar von KatrinKa18 ,

dankesehr :)

Antwort
von pinguinmeadchen, 41

Ich denke sie ist überfordert und weiß nicht weiter. (Ich kenne so ähnliche Situationen)

Wenn es deine Mutter interessiert kannst du dich mit ihr hinsetzen und das ganze in ruhe erklären. Eventuell hat sie Fragen oder so und weiß einfach nicht was sie machen soll.

Kommentar von KatrinKa18 ,

sie weiß alles.. ich glaube sie ist einfach nicht besonders empathisch..

Kommentar von pinguinmeadchen ,

Sprich sie mal darauf an und sag ihr was du bei sowas empfindest. Eventuell bringt das was

Kommentar von KatrinKa18 ,

danke :)

Antwort
von muhiihum96, 30

1. Option: Geh zu deinem besten freund der mit deiner mutter auch kontakt hat und bitte ihn darum es deiner mutter zu erklären. Sie sollte es von anderen leuten hören. Dass es dich selber stört und wie verzweifelt du eigentlich bist.

2. Option: Hör garnicht auf sie. Dass ist aber auch doof. Mittlerweile stressen mich meine eltern auch. Vorallem meine mutter. Ab und zu schreit sie rum. Aber ich verzichte wirklich darauf mich mit ihr anzulegen. Einfach klappe halten türe zu und im zimmer tv schauen.

Antwort
von Squentakel, 35

Zuerst, mein Beileid, dass du sowas ertragen musst.
Is' schon blöd...
Das Problem ist, es ist schwer jemanden zu verstehen.
Deine Mutter meint es bestimmt nicht so, sie kommt warscheinlich nicht drauf klar. Sie ist einfach überfordert und weiß nicht weiter. Ich würde sie jetzt deswegen nicht ansprechen, das macht die Lage nur komplizierter. Sie braucht einfach nur eine kurze Pause.
Es wär auch schwer für dich jeden Tag jemanden Leiden zu sehen.
Ihr packt das schon, streitet einfach nicht ^^
Ich wünsch dir noch viel Glück! ^^

MfG Squentakel

Kommentar von KatrinKa18 ,

danke :)

Kommentar von kimonina2015 ,

Bei dem Wort "BEILEID" fällt mir immer ein, dass das allerblödeste für mich mit 16 j war, dass ich plötzlich gar keine Mutter mehr Hatte!

Gestorben. ohne Vorwarnung. Doof war das.
Einfach klappe halten türe zu und im zimmer tv schauen.

Antwort
von believenothing, 38

Hallo, sowas geht ja mal gar nicht!! Du lässt dir ja helfen und bist sicher auch Krank geschrieben für die schule ?! (wenn nicht frag mal deine Therapeutin, deswegen). Deine Mutter wird es nie wirklich richtig verstehen, wenn sie es nicht mal selbst erlebt hat. Aber versuch ihr mal zu erklären, wie du dich dann genau fühlst und sag ihr auch dass du es selbst nicht willst und gern zur schule gehen würdest, weil du ja auch viel verpasst und das dann nachholen musst. Du hast es dir ja nicht ausgesucht und es belastet dich selbst ja noch mehr als sie oder sonst wen. Und dadurch dass sie so reagiert wird es auch noch schlimmer.  

Kommentar von KatrinKa18 ,

dankesehr :)

Antwort
von Sorrisoo, 28

Es tut mir Leid, dass Du nicht mal die Unterstützung Deiner Eltern hast. Die Schuld darfst Du auf keinen Fall bei Dir suchen. Du bist feinfühlig und sensibel. Du bist jemand der die Sorgen der Menschen versteht und immer tatkräftig unterstützt. Und daher möchte ich Dir Kraft mit meinem Gedicht schenken. Glaub an Dich! Du bist toll!

Wenn Dunkelheit Dein Herz umhüllt,
das Lachen fällt Dir schwer.
Dich nichts mit Freude mehr erfüllt,
das Leben scheint nicht fair.

Dann denke stets an dies Gedicht,
denn Du bist nicht allein.
Spüre dieses warme Licht,
das muss von Herzen sein.

Die Hoffnung lohnt sich alle mal,
zu kämpfen für Dein Leben.
Ist Dir das alles doch egal,
wirst Wunder Du erleben.

Denn alles das hat seinen Sinn,
auch wenn man's  jetzt nicht denkt
Bist Du schon längst da mittendrin,
wenn's Leben Glück Dir schenkt.

Gib niemals auf und glaub an Dich
egal was andere sagen.
Plötzlich ändert alles sich,
Du darfst nur nicht verzagen.

Kommentar von KatrinKa18 ,

danke, das ist echt eine wunderschöne Geste :)

Kommentar von Sorrisoo ,

Gerne☺️Ich verstehe Dich! Ich habe im Moment selbst ein hartes Leben:

Am 14.Januar 2015 wurde bei mir die linke Hand operiert, weil ich da ein Karpaltunnelsyndrom hatte. Nach der OP als die Staumanschette gelöst wurde und das Anästhetikum in meinen Körper floss, hatte ich eine Art Hörsturz. Ich hörte die Stimmen irgendwie blechig. Das war nach ca. 3 Minuten wieder weg. Am 4.Februar 2015 merkte ich erstmals das etwas nicht stimmt. Ich fühlte diese Benommenheit, als ob ich was getrunken hätte. Am 10.Februar 2015 wurde ich ins Spital eingewiesen. Da war allerdings alles in Ordnung, weshalb mich meine Ärztin am 12.Februar 2015 in die Psychiatrie einwies. Da war ich 2 Wochen und es wurde bei mir eine bipolare Störung festgestellt, welche mit 400mg Seroquel und 100mg Belok Zok behandelt wurde. Nach zwei erfolglosen Wochen wechselte ich für 4 Wochen in eine Burnout Klinik, da ich immer sehr viel um die Ohren und Stress hatte. Da wurde mir mitgeteilt, dass ich unter einer Derealisation leide. Nachdem auch das keinen Erfolg brachte, habe ich die Klinik verlassen und die Therapie ambulant weitergeführt. Da wurde Seroquel abgesetzt und durch Lithium ersetzt. Zusätzlich wurde mir Seralin verschrieben. Als nächstes wurde ein MRT vom Kopf und der Halswirbelsäule gemacht. Da hat man festgestellt, das im Innenohr links viel Sekret ist und ich in der Halswirbelsäule einen starken Bandscheibenvorfall habe. Nach dem besuch eines HNO Arztes wurde bei mit ein Paukenröhrchen ins Trommelfell eingesetzt. Hat keine Verbesserung gebracht. So besuchte ich einen Neurochirurgen wegen des Bandscheibenvorfalls. Dieser sagte, das löse keine Benommenheit aus. So ging ich zur Neurologin. Da wurden alle Reflexe und sogar die Hirnströme gemessen. Alles Ok. Der nächste Schritt war ein Augenarzt. Auch da alles ok. Dennoch liess ich mir eine neue Brille anfertigen. Auch das brachte keinen Erfolg. Im November 2015 nahm ich zum ersten mal meine Arbeit wieder zu 20% auf. Ich war als letze Hoffnung im Januar 2016 in einer Schwindelklinik in der ich in 2,5 Stunden diversen Tests unterzogen wurde. Dabei hat man festgestellt, dass meine Gleichgewichtsorgane nicht richtig funktionieren. Ich habe dagegen Betahistin erhalten. Bisher auch ohne Erfolg. Die Benommenheit bleibt. 24 Stunden am Tag. Ununterbrochen. Nun bereits über ein Jahr...😩 Und zu guter letzt wurde ich bei der Arbeit vom Teamleiter zurückgestuft. Für diesen Job hatte ich jahrelang hart gearbeitet😢

Kommentar von KatrinKa18 ,

oh Gott, das ist ja furchtbar, ich kann mir gar nicht vorstellen wie du leiden musst, ich wünsche dir von Herzen alles gute und hoffe das wird irgendwie :(

Kommentar von Sorrisoo ,

Ich danke Dir. Du bist ein guter Mensch. Darum hoffe ich umso mehr dass bei Dir bald alles gut wird🍀

Antwort
von kimonina2015, 39

Ja, hast du.

Weisst du, wie dieser Teufelskreis zu durchbrechen ist?

Nehmt euch mal in den Arm!

Und redet!

Und wegen Herzrasen (Organische Ursache muss ausgeschlossen sein)

Macht euch BEIDE ein Pulsmessgerät um, solche mit Brustgurt. Und das Ableseteil bekommt der Andere!

Dann gebt ihr vielleicht aufeinander Acht.

Kommentar von KatrinKa18 ,

na ja.. ich habe eine wirklich schlechtes Verhältnis zu meiner Mutter und es würde mich reichen würde sie nicht mit mir reden.. ich kann es nur zur Zeit überhaupt nicht abhaben, dass sie quasie immer noch "nachsticht". sagt man das so? ich bin mir nicht sicher, aber danke für die tolle Idee :)

Kommentar von KatrinKa18 ,

ok,was hab ich denn da geschrieben.. die ganzen Wortfehler tun mir leid

Antwort
von KeepoKappa, 52

Ja und deine Mutter ist nur überfordert mit der Situation, sind viele Menschen mit solchen Erkrankungen.

Kommentar von KatrinKa18 ,

ich weiß nicht, sie macht sich ab und zu auch darüber lustig..

Kommentar von KeepoKappa ,

Normale Sache, weil sie nicht weiß wie sie damit umgehen soll und dann kommen alle möglichen Unsicherheiten in Gefühlen hoch. 

Kommentar von KatrinKa18 ,

ok, dankeschön :)

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community