Frage von NaSolie, 36

Panik im Schlaf nomal?

Hallo :) ich habe ab und zu (nicht so oft, ca. 1-Mal in 3 Jahren oder so) Panikattacken im Schlaf. Ich wache dann mit Panik und herzrasen auf... Im Gegensatz zu Albträumen weiß ich nach dem aufwachen nicht "was los ist", dh. Ich bin desorientiert usw. Es passiert nur, wenn ich stress habe und ja wirklich nicht oft oder regelmäßig. Mir geht es dadurch auch nicht schlecht oder so, wenn ich mich wieder orientiert habe ist es ja vorbei... Ist das normal??

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von AngJuli, 23

Hey!
Ja, das ist normal.

Du bist dann in demselben Zustand wie nach einem Alptraum, nur dass du dich an den nicht erinnern kannst. Wir träumen ja sowieso jede Nacht sehr viel, aber nur an einen Bruchteil davon kann man sich nachher erinnern.

Du hast ganz richtig beobachtet, dass das mit Stress zu tun hat. Den hat dein Gehirn dann nämlich auch, das heißt, es arbeitet auf Hochtouren. Dazu kommt, dass man unter Stress Stresshormone ausschüttet, z. B. Adrenalin, von dem du ja bestimmt schon gehört hast.
Adrenalin ist eigentlich ein Flucht und Kampf-Hormon. Es ist noch gar nicht so lange her, dass Stress für die Menschen bedeutete, entweder fliehen oder kämpfen zu müssen, um zu überleben. Das heißt, diese Hormonausschüttung erwartet große körperliche Anstrengung, weshalb Adrenalin durch Muskelaktivität abgebaut wird.
Tja, und das ist der Haken! Heutzutage bewegen wir uns je meist nicht, wenn wir Stress haben, sondern hocken im Büro oder vor dem Computer oder Fernseher.

Das heißt, wir gehen mit hohem Adrenalinspiegel, also hohem Stresszustand, ins Bett. Oft können wir dann nicht schlafen, bis das Adrenalin mit der Zeit doch weit genug abgeklungen ist. Aber wenn wir sehr erschöpft sind, schlafen wir trotzt Stresszustand ein, und dann kann das Gehirn treiben, was es will, weil es ja nicht mehr von unserem Bewusstsein in Schach gehalten wird.
Da werden dann Eindrücke und Gedanken in abenteuerliche Zusammenhänge gebracht, aber alles steht unter dem Motto: Stress! Alarm!
Und dieser adrenalinbedingte Stress bedeutete früher: Gefahr!

Deshalb wachst du dann irgendwann aus diesem unruhigen, flachen Erschöpfungsschlaf mit Panikgefühlen auf, dein Herz rast (weil dein Adrenalin ja glaubt, dass du sehr leistungsfähig sein musst, um zu fliehen oder zu kämpfen) und du bist desorientiert, weil dein Bewusstsein dein ausgeflipptes Gehirn erst einmal wieder einfangen muss.

Soweit zur Erklärung dieser Zustände.
Und was kannst du dagegen tun? Dich (spätestens) vor dem Schlafengehen noch bewegen, wenn du Stress hast. Das baut durch die Muskelbewegung Adrenalin ab und du gehst mit geringerem Stresspotential ins Bett. Und für dein Gehirn ist es wichtig, langsam heruntergefahren zu werden statt abrupt abgeschaltet. Sitz nicht bis 10 Minuten vor'm Schlafengehen vor dem Fernseher oder dem Computer, sondern tu etwas, das dich zur Ruhe bringt, das keine neuen Sinneseindrücke auf dich abschießt, damit dein Gehirn merkt, dass es Zeit zum Ausruhen ist.
Ganz prima wirkt auch mattere Beleuchtung. Wenn es dunkler wird, begreift das Gehirn, dass nun eine Ruhezeit kommen soll. Damit bereitest du den Schlaf schon vor, und dein Gehirn ist dann so langsam geworden, dass es dir keine wilden Geschichten auftischen kann.

Ich hoffe, das war nicht zu umfangreich!

Ich wünsche dir einen schönen, erholsamen Schlaf!

Antwort
von sinari, 20

Das ist völlig normal.Ein Traum kann auch in unerwünschte Situationen führen.Das Gehirn erkennt das,schaltet in den Panik-Modus und führt zum Erwachen.Ich selbst hatte mal ein "beinahe" Todestraum und der wurde durch Erwachen unterbrochen. Alle Angaben ohne Gewähr !

Antwort
von schleichgirl, 36

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