Frage von matheasi, 71

Panama papers, ich versteh das nicht?

Hallo meine gutefrage kollegen, was ist panama papers genau und worum geht es da? Ich blicke da nicht richtig durch, kann mir einer helfen? Bitte um eine ausführliche Aufklärung!

Beste Grüße matheasi aus konohagakure

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 38

Jemand hat die EDV der großen Rechtsanwaltskanzlei Mossack-Fonseca kurz MossFon genannt, gehackt.

Dabei sind die Daten von über 100.000 sogenannter Briefkastenfirmen und deren Eigentümer herausgekommen.

Offshore Gesellschaften gründen viele Leute um die dorthin transferierten Summen, oder die Erträge daraus der Besteuerung zu entziehen. Oder um mit solchen Gesellschaften Geschäfte zu machen udn die Erträge aus diesen Gesellschaften vor den Steuerbehörden zu verstecken.

Einige sollen über solche Gesellschaften auch Geschäfte gemacht haben, die nach deutschem, bzw. europäischem Recht grundsätzlich verboten sind, wie z. B. Waffenhandel ohne erforderliche Lizenz.

Dabei kamen eben auch die Namen des isländischen Premiers, oder von David Cameron hoch, der die Gesellschaft von seinem Vater geerbt hatte.

Getreu der üblichen Art von Journalisten wird erstmal jeder Betroffene unter Generalverdacht gestellt, aber z. B. Nico Rosberg, der seit seiner Geburt in Monaco lebt und dort steuerpflichtig ist (in einem Land, das keine Steuern kennt), wird wohl kaum die Gesellschaft haben, um Steuern zu hinterziehen.

Ebenso Lionel Messi, der in Deutschland auch nicht steuerpflichtig ist und uns somit gar nichts angeht.

Ausserdem gibt es auch viele gute Gründe eine Offshore-Gesellschaft zu haben, wie das auch die Bundesdruckerei hat, oder hatte, um Geschäfte mit Kuba und Venezuela zu machen, die beide wohl kaum in Deutschland bestellt hätten.

Kommentar von PatrickLassan ,

Die Geschäfte der Bundesdruckerei sollen aber nicht so ganz kosher gewesen sein, der Spiegel hat mehrfach darüber berichtet.

Kommentar von wfwbinder ,

leider sind die Journalisten oft nciht besonders sachkundig.

Antwort
von BVBDortmund1909, 35

Als Panama Papers werden Zeitschriften bezeichnet,die..

●Geheimnisse/Skandale wie Steuerhinterziehungen und bisher unbekannte krumme Geschäfte von Prominenten wie Politikern,Vorsitzenden/Chefs oder Fußballern enthüllen

und sie somit

●diese Personen in Erklärungsnot bringen bzw. unter Druck setzen.

Ein aktuelles Beispiel hierfür ist der FIFA-Chef Infantino.

Kommentar von PatrickLassan ,

Als Panama Papers werden Zeitschriften bezeichnet.

Nö.

Kommentar von Miramar1234 ,

Nein Leon,damit ist gemeint,Papiere und Dokumente in Panama,die geeignet sind,über eine nicht existente Firma ( Briefkastenfirma) zu verschleiern,zu waschen,an der Steuer vorbei zu lancieren,und auch Papiere,die an der Börse gehandelt werden,also Wetten auf einen Wert,ob der steigt oder fällt,und diese Papiere in Panama abgerechnet werden,bzw.über diese Briefkastenfirma.

Antwort
von Jokerfac3, 37

Es wurden verschiedenen Zeitungen Daten zugespielt aus denen ersichtlich ist, das viele bekannte Persönlichkeiten ihr Einkommen nicht in ihrem Heimatland versteuert haben, sondern es an ihre Briefkastenfirmen in Panama weitergeleitet haben, um so weniger Steuern zahlen zu müssen. Das ist eigentlich eine unfaire Methode, da man den Staat um seine Steuern betrügt, aber nicht verboten. 

Kommentar von wfwbinder ,

   Das ist eigentlich eine unfaire Methode, da man den Staat um seine Steuern betrügt, aber nicht verboten. 

Doch, wenn man damit Steuerbetrug macht, ist es verboten.

Wenn man darüber Geschäfte macht, die durch die Konstruktion in Deutschland nicht steuerpflichtig werden, ohne dabei betrügerische Methoden, oder Urkundenfälschung zu begehen, dann ist es erlaubt.

Nicht alles was im Ausland passiert ist nur deshalb Betrug. Wenn z. B. ein Beraterkollege von mir in Luxemburg ein Büro mietet und seine Mandanten in Benelux udn Frankreich von dort aus berät und das auch dort abrechnet, dann ist es legal und die Einkünfte sind hier steuerfrei und unterliegen nur dem Progressionsvorbehalt. Absolut legal udn durch das DBA (Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auch abgesegnet).

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