Frage von leaaapi, 61

Paket wurde zugestellt, jedoch hat ein Unbekannter unterschrieben!?

Hallo liebe Community, ich habe durch Amazon ein Paket bestellt und das am 1. August. Laut Amazon und dem Transportdienst wurde mein Paket am 3. August von 'XY' angenommen und er hat unterschrieben. Ich habe DPD (Transportdienst) angerufen und sie haben gemeint ich bräuchte eine Unterschriftenanzweiflung vom Absender. Jetzt frage ich mich was die Unterschriftenanzweiflung ist? Könnt ihr mir weiterhelfen?

Antwort
von PolluxHH, 24

Du sagst aus, daß Paket nicht erhalten zu haben, das Transportunternehmen, hier DPD, gibt an, daß eine Zustellung erfolgt sei, was sie meint mit einer Unterschrift beweisen zu können. Nun bist nicht Du Vertragspartner von DPD, sondern der Versender, also Amazon, und DPD schuldet Amazon eine ordnungsgemäße Zustellung.

Eine Unterschriftenanzweiflung, die nur schriftlich vom Versender bei DPD gestellt werden kann, besagt, daß die vorliegende Unterschrift als Nachweis einer ordnungsgemäßen Zustellung angezweifelt werde, d.h. der Unterschreibende als nicht autorisiert zur Entgegennahme vermutet wird. Sollte dies Erfolg haben, wäre eine ordnungsgemäße Zustellung nicht erfolgt und DPD in der Pflicht, das Paket zu ersetzen. Ohne die Unterschriftenanzweiflung gilt das Paket weiterhin als ordnungsgemäß zugestellt (was auch hieße, daß Du weiterhin als zahlungspflichtig gältest).

Melde Dich also bei Amazon und schreibe denen, daß das Paket nicht angekommen sei und DPD eine Unterschriftenanzweiflung fordere. Dies sollte mit handschriftlicher Unterschrift erfolgen.

Dabei sei angemerkt, daß die AGB von DPD nur gegen den Versender wirken, wobei das OLG Köln (Az.: 6 U 165/10) 2011 entschied, daß die Nachbarschaftsklausel eines Logistikunternehmens unwirksam sei,
weil es die Pflichten des Unternehmens gegenüber dem Kunden bei der
Zustellung nicht ausreichend regele.

Grundsätzlich darf nur bei Vorliegen einer Einwilligung des Empfängers eine Ersatzzustellung an Nachbarn erfolgen, ohne diese Zustimmung muß an den Empfänger selbst übergeben werden. Sollte also der Unterschreibende nicht zu Deinem Haushalt gehören, dürfen sich Amazon und DPD prügeln, Du aber bist fein raus (solange keine Einwilligung vorliegt), doch auch dies erfordert eine Unterschriftenanzweiflung durch Amazon. Die vom Gesetzgeber vorgesehene Vereinfachung, daß der Empfänger sich berechtigt mit dem Transportunternehmen direkt auseinandersetzen dürfe, gilt nur für den Fall einer nicht erfolgten Zustellung.




Antwort
von teutonix1, 29

Du machst erst mal den Absender darauf aufmerksam, dass durch den Transporteur das Paket falsch abgeliefert wurde. Alles weitere veranlasst dann dieser. Dann würde ich persönlich DPD rund machen, die sollen gefälligst selbst herausfinden, wo der Bote das Paket abgeliefert hat. Aber sowas von rund!

Antwort
von MrMiles, 36

Normal langt eine Erklärung das du das Paket nicht erhalten hast.

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