Frage von JonnyDeez, 32

Päckchen bei der Post verschollen?

Ich habe ein päckchen bei der post aufgegeben, der käufer hat es bis dato (ein undhalb wochen später) angeblich noch nicht erhalten. Was tun? Wem steht das geld zu und wer ist für das verscheindem verantwortlich?

Danke

Antwort
von WissensWisserDe, 20

Wir müssen zuerst schauen wo der Erfüllungsort liegt. Da ich dies nicht aus deinen Angeben herauslesen kann werde ich einfach eine komplette Antwort angeben wo du dir das Entsprechende raussuchst. Dadurch weißt du den wo der Erfüllungsort liegt und wer auch für das Paket haftet. Falls es so wie hier nicht komplett angekommen ist.

Z.B. Küchengerät wird uns geschickt. Was gilt in solchen Fällen, wenn die Ware beim Transport verloren geht oder beim Transport oder bei der Montage beschädigt wird?
Hier gilt § 447 BGB. Diese Vorstellung lautet: „Versendet der Verkäufer auf Verlangen des Käufers die verkaufte Sache nach einem anderen Ort als dem Erfüllungsort, so geht die Gefahr auf den Käufer über, sobald der Verkäufer die Sache dem Spediteur, dem Frachtführer oder der sonst zur Ausführung der Versendung bestimmten Person oder Anstalt ausgeliefert hat.* “

Aber wo liegt den nun der Erfüllungsort?

Der Gesetzgeber unterscheidet nun zwischen drei Schuldtypen jeweils danach ob der Erfüllungsort oder Erfolgsort beim Verkäufer ist.

Zunächst ist da die Holschuld. Hier hat der Käufer die Ware abzuholen. Erfüllungs- und Erfolgsort sind beim Verkäufer.

Muss der Verkäufer die Ware zum Käufer bringen, dann spricht man von Bringschuld. Hier ist also der Erfüllungs- und Erfolgsort beim Käufer angesiedelt.

Dann gibt die Schickschuld , bei der der Erfüllungsort beim Verkäufer liegt aber der Erfolg beim Käufer eintritt. Der Verkäufer muss die Ware versenden, also einem Transportunternehmen anvertrauen. Der Erfolg, also die Übereignung der Ware tritt erst ein, wenn der Käufer die Ware erhält.

Es liegt an euch, sich bei Abschluss des Kaufvertrages auch über die Art der Schuld zu einigen. Geschieht dies ausdrücklich nicht, wird dies vom Gesetzgeber durch § 269 BGB festgelegt. Wenn also weder ausdrücklich noch durch Auslegung des Parteilwillens der Leistungsort vereinbart ist, kommt es auf die „Natur des Schuldverhältnisses“ an. Zum Beispiel weiß jeder, der einkaufen geht, dass die Ware ihm direkt im Kaufhaus vom Verkäufer übereignet wird. Werden aber Möbel vom Verkäufer selbst geliefert oder sogar aufgebaut, ist die Leistung erst mit der Anlieferung erbracht, und bei Montageverpflichtung erst, wenn der Einbau beim Käufer abgeschlossen ist; ja hier trägt der Verkäufer gemäß § 434 Abs. 3 BGB auch die Verantwortung dafür, dass die Montage ordnungsgemäß ist und die Küche nicht beim Einbau beschädigt wird.

Wenn sich aber aus der Natur des Schuldverhältnisses und dem Parteiwillen nichts ergibt, legt § 269 BGB fest, dass der Erfüllungsort beim Verkäufer ist.

Hättet ihr  eine Bringschuld vereinbart, dann müsste der Käufer nicht bezahlen. Er könnte auf eine neue Lieferung bestehen. Eine Bringschuld ist aber nicht vereinbart.

Läge eine Holschuld vor, müsste der Käufer bezahlen, obwohl er die Ware nicht erhalten hat. Auch eine Pflicht den PC abzuholen, wurde nicht vereinbart.

Alles spricht für eine Schickschuld. In diesem Fall wäre der Erfüllungsort beim Verkäufer und die Gefahr ginge auf den Käufer über, nachdem die Ware an das Transportunternehmen übergeben worden ist. Der Käufer müsste also zahlen, obwohl er keine Ware erhalten hat, wenn der Verkäufer nach § 243 Abs. 2 BGB seine Leistung ordnungsgemäß erbracht, nämlich die Ware gut verpackt einem anerkannten Transportunternehmen übergeben hat. In unserem Fall kommen wir durch Auslegung zu einer Schickschuld. Beide Parteien gingen davon aus, dass zu den Pflichten des Verkäufers lediglich die Absendung und nicht die Übersendung gehörte. Auch sollte der Verkäufer nicht selbst für den Transport sorgen, sondern ein Transportunternehmen mit der Aufgabe betreuen. Die Aufgabe des Verkäufers war es also, den PC sorgfältig verpackt einem geeigneten Transportunternehmen zu übergeben. Dies ist geschehen.

Quelle: www.it-recht-kanzlei.de

PS: Die  Postangestellte könnte  Zeugin sein. Sofern sie sich an dich erinnert. Sprich das sie noch weiß, dass du das Paket abgegeben hast. 



Kommentar von JonnyDeez ,

da fällt mir ein stein vom herzen, da die anestellte im ort wohnt und ich ohnehin schon ein zweites mal bei ihr war um nach einer quittung zu fragen weis ich dass sie sich erinnert. vielen vielen dank

Antwort
von Rockuser, 27

1. Ein Päckchen ist bei der Post nicht versichert.

2. ist meistens der Verkäufer haftbar, wenn er nicht nachweisen kann, das die Fracht versendet Wurde.

Antwort
von Allexandra0809, 25

Kannst Du Dir sicher sein, dass nichts angekommen ist?  Hast Du bei ebay oder einer anderen Plattform etwas verkauft? Dann freut sich der Empfänger natürlich.

Hättest besser versicherten Versand gewählt, dann hättest Du eine Sendungsnummer und könntest nachweisen, dass er das Paket erhalten hat.

Kommentar von JonnyDeez ,

nein, der käufer hat sich aich ser unpräzise ausgedrückt und wollte schnellstmöglich sein geld zurrück, eventuell könnte die postangestellte, die doe ware entgegen nahm den versand bezeugen

Kommentar von Allexandra0809 ,

Selbst wenn die Angestellte bei der Post bezeugen würde, dass Du das Päckchen versandt hast, so heißt das ja nicht, dass es der Empfänger erhalten hat. Kann ja auch ein Nachbar angenommen haben und sich darüber freuen.

Antwort
von Macktrack, 25

wenn es als päckchen war, ist es nicht versichert und somit trägt der sender die pflicht. es sei denn er hat vorher drauf hingewiesen, das es unversichert ist und der empfänger war einverstanden? dann hat der empfänger pech, wenn es weg kommt.

Antwort
von martinzuhause, 26

du kannst schlecht nachweisen das du etwas verschickt hast wenn es ein päckchen war

Kommentar von JonnyDeez ,

gienge vielleicht die postangestellte, die das päckchen entgegennahm als zeugin?

Kommentar von martinzuhause ,

und die weiss nach 2 wochen noch das du ein päckchen an eine bestimmte person geschickt hast? das glaube ich nicht

Antwort
von Doedel12345678, 27

Wenn es ein Päckchen war, also kein Paket hast Du ja keine Sendungsnummer, das ist blöd, kannst halt nicht prüfen ob es angekommen ist und ob dich der Käufer verscheißert. Du hast einfach dann pech gehabt, nächstes mal nen Euro mehr ausgeben und als Paket senden.

Kommentar von JonnyDeez ,

dazu muss ich sagen, dass die postbeamtin meinte sie müsse nachmessen ob es noch als päckchen durchgeht, weil es dann billiger ist... naja gut dann habe icj viel geld in den wind geshossen

Antwort
von Januar07, 19

Du könntest einen Nachforschungsantrag bei der Post stellen.

Sollte dabei nichts herauskommen, dann hast Du die berühmte Karte, da Du den Versand nicht belegen kannst. Und versichert ist ein Päckchen ohnehin nicht.

Kommentar von JonnyDeez ,

habe gehört die erfolgschance solch einer nachforschung ist gleich null

Kommentar von Januar07 ,

Das stimmt schon, aber vielleicht hast Du auch mal Glück.

Übrigens verschwinden bei DHL mehr Sendungen als manch einer sich vorstellt. Aber wenn niemand Nachforschungsanträge stellen würde, dann hätte DHL keine Hinweise darauf, in welchen Zustellbezirken eine Häufung auftritt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community