Frage von Seloh, 61

P-Konto mit Geld vom Arbeitsamt, welches vom Amt als Überzahlung gilt, was nun?

Hallo,

auf einem P-Konto steht eine Pfändung. Soweit für den Schuldner alles ok, bekommt er ja nur 700 Euro Arbeitslosengeld I, welches er auch jeden Monat aufbraucht. Nun geht dieser Arbeitslose in eine Umschulung und bekommt Überbrückungsgeld vom Amt in fast gleicher Höhe. Das Geld wird gezahlt im ersten Monat, das Arbeitslosengeld eingestellt. Alles rechtens.

Nach zwei Monaten Zahlung von Überbrückungsgeld fängt das Amt wieder (und gleichzeitig!) mit der Zahlung von Arbeitslosengeld an, erste Zahlung 1400 Euro (Nachzahlung eines Monats) zusätzlich zum Überbrückungsgeld. Also in dem Monat über 2100 Euro. Dazu kommt noch eine Tagesauslöse (weil die Umschulung außerhalb ist) und Fahrgeld, monatlich nochmal 260 Euro drauf. So viel Geld kann der Arbeitslose jedoch nicht abheben (Freibetrag erschöpft). Er meldet sich sofort beim Amt und fordert die Einstellung der Zahlung. Das Amt reagiert, stellt seine Überzahlung dem Arbeitslosen als Rückzahlung zu. Kann der Mann aber nicht bezahlen, eben weil der Freibetrag erschöpft ist. Nächster Monat dasselbe Spiel: Arbeitslosengeld und Überbrückungsgeld erscheinen auf dem Konto.

Die Bank selbst verweigert die Rückgabe des Amtsgeldes (trotz Schriftstück vom Amt), am übernächsten Monat werden über 1300 Euro an die Gläubiger ausgekehrt. Geld weg, Konto fast gesperrt, Schulden jetzt auch noch beim Arbeitsamt, die ja steigen weil das Amt weiter doppelt zahlt... Nächster Monat sicher wieder Auskehrung des Kontos.

Was kann dieser Arbeitslose tun? Das Amt reagiert träge, die rückzuzahlende Summe erhöht sich, im Prinzip werden Schulden gegen Schulden getauscht. Nur eben das diesmal der Gläubiger das Amt ist, weil ja das Geld futsch ist. Eine versuchte Klage beim Verwaltungsgericht wurde abgewiesen, ein Anwalt ist zu teuer.

LG Seloh

Antwort
von ludpin, 46

Gibts da nicht einen Schuldnerberater, der ja auch die priv. Insolvenz geregelt hat.

Antwort
von Marshall7, 34

Das ist ja Chaos pur ,da blickt ja kein Mensch mehr mit.Klar man hat den Freibetrag ,über den kann man verfügen jeden Monat.Nur wenn da Doppelzahlungen sind ,die zwar letztendlich nicht korrekt sind ,wird es da wohl schwer werden ,das Geld wieder zu bekommen.

Antwort
von armabergesund, 32

Hol Dir einen Beratungsschein für nen guten Anwalt. Falls das nichts wird, kündige Dein Konto und teile dem Amt mit, dass Dir das Geld anderweitig ausbezahlt wird.

Solange auf dem Konto mehr eingezalt wird, als Dir zusteht, lt P-Konto, wirst Du nicht glücklich... Deine Gläubiger brauchen das Geld nicht wieder rausrücken....

Kommentar von Seloh ,

Also komplett ohne Konto leben? Glaube das wird nix. Dieser Mensch wohnt allein und wenn er sich jemanden sucht, der sein Geld "treuhänderisch" für ihn verwaltet (also ein Konto stellt), das ist das eine Straftat.

Kommentar von armabergesund ,

blödsinn, wieso schreibst du so einen Mist, wenn Du keine Ahnung hast.

Kommentar von armabergesund ,

niemand muss ohne Konto leben,  Geld aus dem Fenster zu werfen macht aber überhaupt keinen Sinn. Nur ein Vollstreckungsgericht kann beispielsweise eine Bank dazu bringen, den Spielraum für Kontoinhaber aufzustocken. Da muss der Kollege mal einen Antrag stellen.

Kommentar von Seloh ,

So war die Antwort auch nicht gemeint.

Also, Geld ist futsch und neue Schulden da (Amt will ja sein Geld zu Recht zurück). Bleibt die Frage, die habens ja selbst verbockt...

Also sollte dieser Arbeitslose nochmals zum Vollstreckungsgericht gehen (hatte mich oben verschrieben) und nochmals auf den Tisch klopfen. Das Amt zahlt derweil lustig weiter und das Geld fliegt zum Fenster raus. Und Beratungsgutschein dauert ewig (hier so um die 6 Wochen). Die Zeiten der sofortigen Ausstellung sind lange vorbei.

Und ein Anwalt arbeitet ja nicht für umsonst. Blöde Sache insgesamt...

Kommentar von armabergesund ,

so für dich schreibe ich es gaaaaanz langsam... das Amt verbockt gar nix...

Das Konto fristlos kündigen, dann kann auch kein Geld flöten gehn...

Ein Beratungsschein gibt es für Mittellose gratis beim Gericht für solche Fälle. Damit kostet ein Fachanwalt max. 15,-

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