Frage von freedomrida, 115

P-konto freibetrag probleme?

Hallo ich habe da ein Problem und zwar habe ich seid ca. 6 Monaten ein p Konto. Mein Verdienst ist netto 1400 bin verheiratet und meine Frau ist auch im 4. Monat Schwanger von diesen 1400 werden monatlich 400 gepfändet und mit 1000 Euro kommt man Nicht weit wenn man auch noch Rechnungen zu begleichen hat mein Frau macht momentan eine Ausbildung und verdient 500 Euro netto kann ich mein Freibetrag irgendwie erhöhen weil so komm ich nicht mehr über die runden.

Antwort
von LiselotteHerz, 84

Ich schicke Dir mal einen Link zur gültigen Gesetzgebung bei P-Konten, Stand: 2016. Wenn die 500 Euro Deiner Frau auch auf dieses Konto überwiesen werden, sehe ich da nicht viel Chancen, dass man den Freibetrag erhöhen kann. Dann habt ihr zusammen 1.500,-- Euro netto jeden Monat. Lies Dir das mal in Ruhe durch

http://www.p-konto-info.de/

Alles Gute für Euch. lg Lilo

Kommentar von freedomrida ,

nein sie hat ihren eigenen Konto doch es muss doch irgendwie gehen den Freibetrag zu erhöhen wie gesagt wir erwarten ein baby und mit meinem 1000€ und die 500€ schicken nicht wenn Geld abgezogen Wird und ich auch meine eigenen Rechnungen habe

Kommentar von LiselotteHerz ,

Da sie ihr eigenes Konto hat, sieht das doch ganz gut aus. In dem Link steht ausdrücklich

Der Basispfändungsschutz beim P-Konto kann unter bestimmten Voraussetzungen erhöht werden, zum Beispiel wegen Unterhaltspflichten des Schuldners: Dieser Betrag erhöht sich auf monatlich 1479,99 € bei einer und auf 1709,99 € bei zwei Personen (weitere Personen siehe Pfändungstabelle ), wenn gesetzliche Unterhaltspflichten zu erfüllen sind

Du hast Unterhaltspflichten, nämlich Deiner Frau gegenüber und bald auch noch gegenüber dem Kind. Das Kindergeld darf übrigens auch nicht gepfändet werden. Da bekommt ihr dann monatlich 199,-- Euro.Wobei Du natürlich auch weiterhin Geld zurückzahlen musst, das können sie Dir schlecht einfach erlassen. In dem o.g. Absatz das sind Richtwerte, das bekommst Du bestimmt nicht, wäre ja mehr, als Dein jetziges Nettogehalt.
Kommentar von GoldMoralAnwalt ,

Er kann Geld zurück zahlen, muss es nicht.

Kommentar von GoldMoralAnwalt ,

Herz:  Deine Beträge gelten bei Lohnpfändungen, nicht bei Kontopfändungen.

Antwort
von DieMoneypenny, 51

Spätestens wenn Deine Frau in Elternzeit geht könntest Du ihr unterhaltspflichtig sein, evtl. mit diesem Einkommen schon jetzt.
Aber wenn das Kind da ist, bist Du ihm gegenüber auf jeden Fall unterhaltspflichtig.
Dein Freibetrag erhöht sich also um mind. eine Person, wahrscheinlich um zwei (Betrag siehe Pfändungstabelle).

Antwort
von Marshall7, 36

Klar kannst du deinen Freibetrag erhöhen ,du musst nur eine P- Kontobescheinigung bei deiner Bank hinterlegen.Am besten bei Caritas gehen ,oder zu einen Rechtsanwalt die dir dann so eine p- Kontobescheinigung ausstellen.

Antwort
von GoldMoralAnwalt, 32

Da du verheiratet bist, stehen dir monatlich 1.478,04 € an Freibetrag zu. ( 1.073,88 € automatischer Freibetrag plus 404,16 €, weil du verheiratet bist )

Diese 1.478,04 € stehen dir rückwirkend auch für die Monate Februar 2016 und Januar 2016 zu. Für Januar 2016 aber nur, wenn du den Freibetrag bis zum 29.02.2016 erhöhen lässt.

Der höhere Freibetrag von 1.478,04 € gilt aber nur auf Antrag, nicht automatisch.

http://www.caritas.de/hilfeundberatung/onlineberatung/schuldnerberatung/faq/1176...

Guthaben aus dem Monat Januar 2016 darf frühstens ab dem 1.03.2016 gepfändet werden. Vorher darf es nur ausgekehrt, also zurückgehalten werden. ( § 850k, Absatz 1 in Verbindung mit § 835, Absatz 4 ZPO )

https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/\_\_850k.html

https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/\_\_835.html

Geht also zu eurer Bank, legt die Heiratsurkunde vor und verlangt den erhöhten Freibetrag ( 1.478,04 € ) rückwirkend zum Januar 2016 .

Die Bank muss euch also für den Januar 2016  404,16 € und für den Februar 2016 ebenso 404,16 €, gesamt 808,32 € auszahlen.

Und das innerhalb von 4 Banktagen ( Mo. - Fr. ) nach Beantragung des höheren Freibetrags.

Die 4 Tage Frist ergeben sich aus der Logik des § 850k ZPO .

Weiter muss die Bank euch ab 1.03.2016 automatisch einen Freibetrag in Höhe von 1.478,04 € gewähren.

Ab dem Monat in dem eurer Kind geboren wurde, stehen euch 225,17 € mehr zu. Also dann 1.478,04 € plus 225,17 € = 1.703,21 € .

Hier müsst ihr dann der Bank die Geburtskunde vorlegen und erneut den Freibetrag erhöhen lassen.

Bekommt ihr im Juli 2016 zum Beispiel einen Freibetrag in Höhe von 1.478,04 € und wird euer Kind im Juli 2016 geboren, dann beantragt ihr im Juli 2016 oder bis spätestens Ende August 2016 den höheren Freibetrag von 1.703,21 € .

Dieser steht euch dann auch für Juli 2016 zu.

Was zahlt ihr monatlich für feste Kontoführungsgebühren beim P-Konto? Und was kam es monatlich, bevor es ein P-Konto war?

Wenn eure Bank irgendwelche Zicken macht, dann schreibt bitte noch mal hier, bzw. wendet euch an die Vollstreckungsabteilung ( auch Vollstreckungsgericht ) eures Amtsgericht. Aber bis 29.02.2016 .

Die dortigen Rechtspfleger helfen kostenlos, schnell und stehen rechtlich über Banken. Sie kommunizieren mit der Bank vor Ort und zeitnah per Telefon, E-Mail oder Fax und machen den ganz schnell Beine.

Die können auch Beschlüsse erlassen und Zwang gegen die Banken einsetzen.

Wichtig ist bei der Vorsprache vor Gericht unbedingt Nachweise über eure Lage vorzuweisen. Sonst wird die Hilfe angelehnt.

Also Personalausweis, P-Konto Vertrag, die Lohnbescheinigungen seit Januar 2016, Mietvertrag, Kontoauszüge seit 1.01.2016, Heiratsurkunde.

Kommentar von DieMoneypenny ,

Da steht gar nichts automatisch zu. Die Ehefrau muss als unterhaltspflichtig anerkannt werden.

Kommentar von DieMoneypenny ,

Kommando zurück, bin von Insolvenz ausgegangen.

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