oligopol74 am 13.10.2009 um 23:21 Uhr
Wir hatten letztens in der Schule in Sozialkunde das Thema DDR und so weiter! Mein Lehrer hat indirekt die DDR schlecht gemacht. Das hat sofort einige Kamerade aus dem Osten sehr wütend gemacht und sie haben sich aufgeregt. Leider wurde dann auch jede Argumentation von anderen Mitschülern zu nichte gemacht. Leider verstehe ich das ganze nicht, ich meine ich habe damit nichts mehr zu (und meine Klassenkameraden auch nicht) wieso reagieren sie so über? Wieso reagieren sie überhaupt darauf, wenn sie es nicht einmal miterlebt haben? Diese Konflikte erlebe ich häufig und man traut sich schon gar nichts mehr dazu zusagen. Kennt ihr auch diese Konflikte? Wo ihr euch fragt, hat das denn Sinn darüber zu diskutieren? Was sagt ihr denn, wenn jemand überreagiert? Also ich finde das sehr sehr schlimm....

Sollte man beenden - total beenden - bringt überhaupt nichts!

Jeder verteidigt seine Heimat. Jeder Gläubiger seinen Glauben. Jeder Gesinnungsgenosse seine Ansichten ... Du würdest doch auch Dein Elternhaus verteidigen, wenn eine/r sagen würde, daß es Schei ... ist/war, oder ?
Ich als "Ossi" kann aus eigener Erfahrung sagen, dass vieles nicht okay war in der DDR. Andererseits ist es auch heute noch so, dass viele Menschen auf beiden Seiten der Grenze sich nicht mal die Mühe machen, andere kennen zu lernen und sich eine eigene Meinung bilden. Ich habe nach der Wende an der hessischen Grenze in Thüringen gewohnt, da verschwammen die Grenzen ziemlich schnell. Aber hier in BaWü glauben immer noch viele, dass sie den SoliZuschlag für den Osten Deutschlands bezahlen und es denen im Osten viel besser geht deswegen. Selbst vor Ort war aber keiner dieser Leute... Die Mentalität weicht aber tatsächlich erheblich vorneinander ab.
Ich (selbst Ossi), habe nichts dagegen die DDR zu verdammen. Aber wie Peter Struck schon sagte: "Man muss zwischen dem gescheiterten System und den Menschen untescheiden können!" Es liegt auf der Hand das der Westen deutliche Vorzüge hat, aber auch der Osten hatte viele positive und gute Seiten, seien es Charaktereigenschaften oder besonders gern zitiert auch das Schulsystem was in den 70ern von Finnland übernommen wurde, die damit jetzt PISA-Sieger geworden sind. Das sind halt alles die beiden Seiten der Medallie und niemand hat recht der sich hinstellt und sagt: "Ich in meinem Teil bin besser!"

ich lächele und genieße
aber der eulenspiegelspruch hat was
der fuchs ist schlau, er stellt sich dumm, beim wessi ist es anders rum
Die "Wessis" denken, sie sind etwas besser und die "Ossis" sind Schmarotzer, die es nicht verdient haben, im Westen zu leben....warum auch immer, nach 20 Jahren die junge Generation das SO erlebt...wie Ost oder West gibt es Menschen, die arbeiten und Andere, die sich bereichern....wahrscheinlich Sozialismus- Kapitalismus -Konflikt.

Weiß ich auch nicht, obwohl ich in der DDR geboren bin und 30 Jahre DDR sowie 20 Jahre BRD miterlebt habe. Manche denken halt, sie sind aufgrund ihrer Geburt in den "alten Bundesländern" was Besseres und haben die ganze Einheit aus ihrer eigenen Tasche finanziert.
Aber mich stört so eine Besserwisserei nicht, ich steh drüber und grinse in mich hinein. Arrogante Leute gibts überall.

die ddr war ein absoluter unrechtsstaat und wer das abstreitet und in ostalgie schwelgt ist einfach nur dumm...
Pantex am 13. Oktober 2009 23:25 Hast Du da gelebt? Oder kennst Du das nur aus der Schule und aus dem Fernsehen?
KingBo am 13. Oktober 2009 23:26 es reicht sich einmal einen erfahrungsbericht eines zu unrecht inhaftierten stasi gefangenen durch zu lesen oder mit so jemandem zu sprechen... ein staat der sowas zulässt, die ausreise verbietet und seine bürger total überwacht steht für mich auf einer stufe mit dem dritten reich!
KingBo am 13. Oktober 2009 23:31 btw: ich habe absolut nichts gegen die leute aus dem osten und fühle mich auch nicht überlegen sondern habe nur etwas gegen den staat an sich und die leute die das dort geschehene für gut befinden!!
abibremer am 18. Oktober 2009 12:59 dieses land war immerhin die heimat einiger millionen menschen, von denen sich etliche dort sehr wohl gefühlt haben. unrecht hin oder her ich weiß nicht, ob es darüber eine statistik gibt, ich vermute aber dass die zahl der selbsttötungen nach dem untergang des dritten reiches erheblich höher war, als die, die es vielleicht nach der vereinigung der beiden deutschen staaten gab. auch die zahl der strafverfahren im vereinigten deutschland hielt sich sehr in grenzen- dieses elende schwarz-weiß-denken hilft doch nicht wirklich weiter!
Es gibt gute und blöööde Wessis und gute und blöööde Ossis.Wo ist jetzt der Unterschied?