Meine Frage ist kurz: Warum gibt es bei Gehältern noch immer Unterschiede zwischen Ost und West? Warum verdient ein Arbeiter / Angestellter im Osten bei vielen Firmen noch immer weniger als im Westen - obwohl er zum gleichen Unternehmen gehört?

dafür kostet auch ein 15qm-WG-Zimmer in München 400,-€, ein Vollkornbrötchen -,75ct.
Wirtschaft ist ein träges System, das dauert eben.
Ich würd vorschlagen: freu Dich doch morgen früh mal beim Brötchenkaufen :-)
sollte diese gesellschaft, die sich arbeiter und bauernstaat genannt hat, auch schon auf diesem level sein, wie wir im westen. nachdem sie sich 40 jahre im müßiggang vertröstet haben.
Das hat ja wohl wenig mit der "Gesellschaft" zu tun. Wer die gleiche Arbeit macht soll auch das gleiche Gehalt bekommen. Schließlich bekommt ja ein Mensch der im "Westen" lebt im "Osten" auch nich seine 100% und der hatte bestimmt keinen "müßiggang"... Keine besonders gelungene Argumentation!

Es gibt nicht nur ein Ost - West Unterschied. Auch ein Nord - Süd Unterschied wenn auch nicht so krass. Das Problem ist wenn es so weitergeht gibt es im Osten bald nur noch Harz 4 Kandidaten und Rentner (ich weiß das ich übertreibe).
Ja, auch Nord, Süd, doch auch in den einzelnen Regionen gibt es gravierende Unterschiede. Fakt ist, dass durch die gegenwärtige Politik die Abwanderung vieler qualifizierten Fachkräfte zur Folge hat und deine Prognose stärkt

Auch der Arbeitsmarkt folgt marktwirtschaftlichen Gesetzen. Viele freie Arbeitskräfte = wenig Lohn. Wenige freie Arbeitnehmer = die Arbeitgeber müssen mit höherem Lohn locken,damit die Arbeitnehmer zu ihnen kommen. Im Osten ist das Verhältnis von offenen Arbeitplätzen und arbeitssuchenden Arbeitnehmern noch immer für Arbeitnehmer ungünstig.
Klingt gut, wie aus meinem Wirtschaftslernbuch : Ökonomie für Einsteiger. Deiner Logik zu folge können wir als in diesem Jahr in 50% der alten Bundesländer die Löhne um 10-15% senken und die Arbeitszeit um 1,5 Stunden verlängern ??? Nein, deshalb zieht auch deine Argumentation nicht, denn der Osten wie auch der Westen, Norden und Süden Deutschlands hat wirtschaftlich starke und wirtschaftlich schwache Regionen, daraus zu urteilen der gesamte Osten hat weniger Lohn verdient ist schlicht und einfach falsch
vollyhn am 19. Januar 2008 11:19 Ich kenne die Lohnstrukturen nicht in den einzelnen Regionen, denke aber, dass der Markt sowohl im großen als auch im kleinen, regionalen Bereich wirkt. Im Südwesten Deutschlands gibt es viele Industriestandorte und geringere Arbeitslosigkeit, hier sind die Löhne höher als im Bundesdurchschnitt. Im Gebiet Hohenlohe (zwischen Heilbronn und Nürnberg) sind einige weltweit agierende Großunternehmen angesiedelt,die keine Arbeitskräfte (Facharbeiter) finden bei praktisch Null Arbeitslosigkeit. Da keiner in die Pampa ziehen will, werden hier tolle Löhne geboten, um überhaupt jemanden zu finden. Das hat aber nichtsmit Ost und West, sondern mit Angebotund Nachfrage zu tun. Würde im Osten Vollbeschäftigung herrschen, würde kein Arbeitnehmer für geringen Lohn arbeiten sondern den Arbeitgeber nehmen, der ihm denhöchsten Lohn zahle würde. Die Arbeitgeber würden sich mit den Löhnen überbieten, bis wieder Gleichgewicht herrscht.
Und auch im Westensind in vielen Bereichendie Löhne schon gesunken.
Es ist im Osten, Gesetzlich geregelt das der lohnt 10-15% weniger zu betragen HAT!!! Alle Theorie ist daneben schön, aber nichtssagend.
vollyhn am 20. Januar 2008 14:23 So ein bisschen kenne ich mich mit Arbeitsrecht aus, aber dass ein niedriger Lohn im Osten gesetzlich vorgeschrieben sein soll, das habe ich noch nie gehört. Und von Mindestlöhnen habe ich ja schon gehört, aber noch nie von einem Höchstlohn. Und das wäre ja in einer Regelung, die niedrigere Löhne vorschreibt.
Vielleichthabe ich aber da eine Wissenslücke. Hast Du mir den Namen des Gesetzes,das den Niedriglohn vorschreibt? Niedrigere Tariflöhne wären keine Gesetze, sondern auch Teile von Verträgen, die den Gesetzen des Marktes gehorchen.

Sorry, habe Dich aus Versehen beanstandet!! Deine Frage ist gut und berechtigt! :-(
Wozu führt das? Abwanderung! Die Mehrheit der Jugendlichen und Studenten will nicht für 10-15 % Weniger Lohn auch noch mehr arbeiten! Von vielen Abi-Jahrgängen wandern 60-70% in den Westen ab.
Derartige Fragen kann man hier nicht mit einem Satz beantworten, wenn man nicht in eine so niveaulose Antwort verfallen will sie es "ruthchen" oder "loewenhans" macht. Einige Begründungen sind hier schon gut dargestellt. Aber es würden SEITEN werden, wenn man die Gründe sucht, es sind ökonomische UND politische Gründe.
München ist eine sehr teure Stadt, selbst in den alten Bundesländern findet man andere Vergleichszahlen.