Ally32 am 22.09.2008 um 11:53 Uhr
Wie schaffe ich es meinem Sohn (fast vier) etwas Ordnung beizubringen? Das er noch nicht so viel machen kann ist mir klar, ich möchte nur erreichen das er nicht alles überall liegen lässt. Habe ihm schon mehrmals erklärt wenn er mit etwas nicht mehr spielen will soll er es wieder wegräumen. Ich lebe ihm die Ordnung auch vor. Ganz schlimm ist es am Wochenende, da räume ich fast nur noch hinter ihm her. Er hat auch jede Menge Kisten wo er die Sachen einfach einräumen könnte. Sobald ich etwas sage heisst es NEIN. Das ist auch normal aber ich denke wenn er es jetzt nicht lernt dann kann er es später ja auch nicht. Oder sehe ich das alles zu ernst.
Wenn er etwas machen will, wozu er Dich oder Deine Zustimmung braucht, mache das vom Aufräumen abhängig. "Wir gehen jetzt zuerst in Dein Zimmer und schauen, ob alles an seinem Platz ist." Das Ganze in ruhigem, nicht verärgerten oder genervtem Tonfall! Wenn Du ihm bei ein bis zwei Sachen hilfst, ihn evtl. mit einem Gespräch oder einem Lied ablenkst, fällt ihm das leichter, aber die Hauptarbeit muss er machen. So läuft das auch im Kindergarten. Vor der nächsten Aktivität wird gemeinsam aufgeräumt, oft mit einem dazupassenden Sprüchlein. Wichtig ist, dass Du das konsequent durchhältst und mit Dir nicht handeln lässt (nicht jetzt, ich verspreche, ich mache es später). Dann wird das bald zur Routine.

Mann muss es ihm erklären und dann auch vorleben , und das des öfteren . Meine Tochter ist auch 4 und die macht das seit sie 3 ist und ihr kleiner Bruder (2,5 Jahre) macht ihr das jetzt nach .
Ally32 am 22. September 2008 12:01 Habe es schon mehrmals erklärt und lebe ihm Ordnung auch vor.
Erklären alleine ist zu wenig. Die Erklärung darf nur die Ergänzung zu einer konkreten Handlungsanweisung sein, die dann konsequent eingefordert wird. Auf keinen Fall solltest Du alles selbst aufräumen und Dich zugleich in Grund in Boden ärgern und ihn vielleicht dann mit Vorwürfen überschütten. Das hilft keinem von Euch. Komm Deinem Ärger zuvor, indem Du Dich auf nichts einlässt, bevor er nicht (gemeinsam mit Dir) selbst aufgeräumt hat. Das ist in der ersten Zeit etwas anstrengend, dafür kannst Du Dich später, wenn sich das eingespielt hat, darauf verlassen, dass er es alleine tut, wenn Du es ihm sagst.
Ally32 am 22. September 2008 12:31 Wenn das aufräumen von etwas abhängig ist, dann klappt das auch wunderbar. Ich möchte ja erreichen das er etwas wegräumt bevor er das nächste Spielzeug holt. Bin weder verärgert oder genervt. Ich denke dabei nur an die Zukunft, denn was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Hat meine Oma immer gesagt

nimm es nicht zu erst,vielleicht hat er auch einfach nur zu viel Spielsachen räumt gemeinsam auf das macht Spass ,
Ally32 am 22. September 2008 11:57 Leider setzt er sich dann hin und schaut zu und ich räume auf.
schildi am 22. September 2008 12:01 da musst du ihn eben überzeugen, das ist Erziehung
@schildi: Kleine Kinder kann man nicht überzeugen wie Erwachsene. Man müss sie führen, d.h. ihnen konkrete Anweisungen geben, diese kindgerecht erklären und Konsequenzen setzen, wenn sie nicht folgen.
tus mit ihm gemeinsam! klappt das nicht, räum doch einfach mal alle seie sachen für eine zeit in den keller. lasss ihm nur ein spielzeug, räumt er es allein auf, darf er sich ein weiteres aussuchen, klappt dies auch, wieder eins dazu, solang bis er alles wieder hat! wirkt wunder!
So drastische Maßnahmen aber auf keinen Fall ohne Vorankündigung bzw. Androhung, die dem Kind die Möglichkeit gibt, vorher schon zu reagieren.

Ein Kleinkind kann noch keine Ordnung halten.
Ally32 am 22. September 2008 11:55 Aber autos wieder in die Kiste räumen dürfte doch nicht zu schwer sein. Im Kindergarten kann er es ja auch
Kommt drauf an, was man unter Kleinkind versteht.
Ich wollte nur Qetan sagen das jedes Kind Ordnung halten kann. Oder was meint Ihr wer im Kindergarten wieder aufräumt? Das machen alle gemeinsam. Auch die Kleinsten! Meine Tochter hat sogar mir 2 Jahren das Spielzeug sortiert. Playmobil zu Playmobil, Lego zu Lego es war klasse. Heute ist sie 16 Jahre alt und räumt nur mit Androhung von Taschengeldentzug auf… grins
am besten du räumst mit ihm zusammen auf. Du könntest noch versuchen: Sag ihm dass du sein spielzeug wegschmeißt wenns er nicht aufräumt. Tut er es immer noch nimm einen großen blauen Sack, tu vor seinen augen das spielzeug rein und schmeiß es weg. Nätürlich nicht wirklich, stells in keller. Und wenn ers vermisst, dann sag ihm du bekommst dein spielzeug wieder aber du musst jeden abend aufräumen, ansonsten tust du es wieder weg. Hat bei mir als Kind super funktioniert.
Ally32 am 22. September 2008 15:42 Das ist ja Holzhackermethode. Das ist mir dann doch etwas zu krass. Denke da findet sich auch ein Mittelweg

Mein Sohn ist auch vier. Habe ihm 3 Kisten ins Zimmer gestellt, (Lego, Autos u. sonstiges). Abends, bevor er ins Bett geht, räumen wir zusammen auf. Das klappt natürlich auch nicht immer aber immer öfter. Wenn er allerdings zornig wird oder anfängt Sachen herumzuschmeissen, kann es auch mal passieren, daß ich dann was in den gelben Sack schmeisse.
Ally32 am 22. September 2008 13:51 Genauso mache ich es auch mit ihm. Dachte nur ich schaffe es das er gleich seine Sachen wegräumt damit es abend nicht zuviel ist.

Damit hättest Du schon eher anfangen müssen. Ein Kind kann das nicht von allein. Nimm ihn an die Hand und räume mit ihm zusammen auf. Wenn es sein muss benutze Druckmittel, also wegen mir, halt zuerst räumen wir auf dann bekommst Du ein Eis oder wir gehen erst auf den Spielplatz wenn Du aufgeräumt hast. Aber denke dadrtan, immer mit ihm zusammen (Vorbild-Wirkung) und langsam überträgst Du Deinem Sohn mehr Aufgaben beim einräumen der Spielsachen, sei zufrieden wenn er zum Anfang fünf-sechs Sachen mit einräumt und vergesse nicht den Jungen zu loben wenn er einräumt. Viel Spass Euch beiden beim Aufräumen.
Spiel mit ihm Aufräumen. Da fährt z.B. ein Auto in diese Kiste und es wird eine brücke gebaut zur nächsten Kiste, wodann die anderen Spielzeuge drüberlaufen (auch Bauklötze können laufen;-)). So macht es dem Kind Spaß und er wird es mit der Zeit als Aufräumen übernehmen.
Danke das werde ich versuchen
Das sollte aber erst die zweite Stufe sein, wenn die weniger drastische erfolglos war (keine neuen Aktivitäten oder Erlaubnis für etwas bevor nicht aufgeräumt wurde) und auch da würde ich das Wegsperren zunächst nur androhen, um zu sehen, ob nicht die Drohung alleine schon wirkt.