jbinfo am 10.12.2007 um 18:25 Uhr
Habt Ihr einen Organspendeausweis ? Ein sehr guter Freund hängt seit über 15 Jahren an der Dialyse. Hat leider immer noch nicht geklappt mit einer Transplantation. Das Leben läuft ihm quasi langsam davon und das mit erst 55 Jahren. Ich habe mir vorher auch keine Gedanken darüber gemacht, muss jetzt aber sagen, dass ein Leben mit 3-mal wöchentlich Dialyse ein Schei..leben ist. Wenn Ihr eine Organspendeausweis habt, Warum ? Wenn nicht, warum nicht ? Muss natürlich jeder für sich entscheiden, dass ist mir schon klar. Dennoch möchte ich mal etwas mehr darüber erfahren.

Ich halte Organspenden für sinnvoll. Ich habe keine Angst, "ausgeweidet" zu werden. Ich wäre froh, wenn im Ernstfall ein Organspender für mich zur Verfügung stände. Genug Gründe?

jbinfo am 10. Dezember 2007 18:27 Super schnelle Antwort, Danke. Ich habe natürlich und selbstverständlich auch einen.

Ich glaube zwar nicht, dass irgendjemand etwas damit anfangen kann, aber ja, ich habe einen.
jbinfo am 10. Dezember 2007 18:54 Lieber darüber nachdenken als quasi wegscheissen.
Hieronymus Wandpilz am 10. Dezember 2007 18:58 meinst du schmeissen?
jbinfo am 10. Dezember 2007 19:02 Oh JA....natürlich. Entschuldigung.

auf meinem steht: "außer Gehirn" :-)
den Rest können sie meinetwegen haben..
jbinfo am 10. Dezember 2007 18:40 Gehirn transplantieren ? Habe ich noch nicht gehört. Jedoch kann ich mir schon vorstellen, dass sich mache das wünschen würden etwas mehr davon zu haben. ;-))

Trage immer gut sichtbar bei mir im Portmonee.

weil ich finde..das ist gut so...viellliecht brauche ich auch mal schnell Hilfe..oder ich kann sie eben anderen geben

Seit ungefähr 3 Monaten hab ich einen :-)
jbinfo am 10. Dezember 2007 18:43 Darf ich nach dem Grund fragen ?
Igor Myroshnichenko am 11. Dezember 2007 17:20 Wenn ich irgendwann tot bin, nützen mir was die Organe? Wenn meine Organe mir nach dem Tod sowieso nicht mehr helfen können, dann sollen andere Menschen eine Chanse zum Leben haben. Je mehr Organspender es auf der Welt gibt, desto besser. Es wird keiner einem die Organe bei Leben rausschneiden.

Ja, hab ich, bei uns die ganze Familie und jeder hat selber so entschieden, ganz ohne Absprache.
In USA ist das klasse: beim Führerschein ausstellen (ist hier auch der Personalausweis) wird man gefragt "Organ Donor" auf einfaches "Ja" wird ein rotes kleines Herz mit draufgedruckt, das ist alles. Deshalb weiß man von jedem Führerscheininhaber, ob er will, oder nicht. Kein so ein Getue, wie in Deutschland, das ist wirklich so ein Thema das totdiskutiert wird in D.
jbinfo am 10. Dezember 2007 18:48 Sicher ist nicht alles aus den USA gut, aber das würde ich in Deutschland auch gut finden.


Ich hab keinen Organspendeausweiß und werd sicher auch keinen beantragen. Sicher währe ich auch froh wenn ich im Ernstfall Spenderorgane bekommen würde. Aber ich hänge doch etwas an meinem Leben und es soll ja schon so manche "Ärzte" gegeben haben die Unfallopfer für tot erklärt haben um an Organe zu kommen... Sorry für die Opfer (vielleicht bin ich ja selbst mal eins) aber Schuld an meiner Haltung sind halt wieder die schwarzen Schafe die gute Ideen missbrauchen.
PS.: mit Blutspenden hab ich keine Probleme ich bin auch bei der DKMS als Spender registriert.
jbinfo am 10. Dezember 2007 18:42 DKMS ist natürlich auch wichtig und tut nicht weh.
Kai aus Berlin am 10. Dezember 2007 19:07 Es kann ein Arzt nicht einfach allein einen Patienten für tot erklären, um dann Organe zu entnehmen. Deine Angst ist nicht wirklich berechtigt und eher Stoff für Kriminalromane. Mmh ... Du hast Angst, dass man Dich im Ernstfall "ausweidet", nimmst aber "gern" Organe von Mitmenschen, denen soetwas ja dann auch passieren könnte!?
regideur am 10. Dezember 2007 19:13 Diese Kriminalromane sind ja schon geschrieben Autor: das Leben. Organe wüde ich im übrigen gar nicht so gerne nehmen weil ich mir darüber bewusst bin das dafür ein anderer sein Leben gegeben hat. Bin ich dann eigentlich noch ich selbst. Das beste ist: gar nicht erst in so eine Situation kommen und immer gesund bleiben.
habe aber das formular dazu in der schublade...
Irgendwann mache ich das sicher.
Also ich bin Organspender und auch Knochenmarkspender (zumindest zwei mal getestet und registriert). Dazu spende ich Blut, wenn ich kann. Sollte morgen bei mir der DKMS bei mir anruft bin ich auch zur Stelle. War schon in der engeren Auswahl aber die Merkmale waren dann doch nicht gut genug. Schade ich hätte gern geholfen. Also mich kann man gerne verwenden, wenn im Gehirn alle Lichter für immer aus sind. Was sollen denn meine sicher noch gut erhaltenen Organe mit dem Rest verrotten, wenn sie anderen Menschen das Leben erhalten oder doch wirklich verbessern können. Ich kann mit meinem Körper doch dann eh nichts mehr anfangen. Mein Freund möchte es nicht und trotz intensiver offener Gespräche will er nicht. Das muss man auch akzeptieren und respektieren.
Es gibt übrigens Länder in denen ist man mit überschreitung der Landesgrenze automatisch organspender, selbst wenn man einen Zettel bei hat auf dem man es ablehnt. Das gilt auch für Ausländer, Urlauber und Durchreisende.
Das geht dann schon weit.
Ich wünsche deinem Freund alles gute.
jbinfo am 5. Juni 2008 16:53 Danke für die Wünsche, aber sie kommen leider zu spät. Allerdings ist er nicht an der Dialyse gestorben sondern er hatte einen Herzinfarkt.
Dann kann ich nur noch mein Beileid aussprechen.
War dennoch ein gutes Thema und wenn nur einer nun mehr einen Ausweis bekommt, dann haben du und dein Freund vielleicht dazu beigetragen ein anderes Leben zu retten.
Noch mal mein Beileid

ich hätte kein problem damit, aber ich weiss wirklich nicht ob meine organe noch was taugen. wie und wann wird das festgestellt? und wo bekommt man so einen ausweis?
jbinfo am 10. Dezember 2007 18:46 Ganz formlos in jeder Apotheke. Nur ausfüllen und immer bei sich tragen. Wenn Du gestorben bist wird festgestellt (ich glaube von 2 Ärzten) ob mit Deinen Organen noch etwas anzufangen ist. Viele haben ja Angst vor einer "Ausweidung", ich glaube das ist in Deutschland nicht wirklich möglich.
bremerina am 10. Dezember 2007 18:52 ach so! danke :)

Wenn man nicht direkt mit solchen Schiksalen konfrontiert ist, denkt man wohl auch kaum daran; die Sache ist zumindest einer Überlegung wert.
jbinfo am 10. Dezember 2007 18:53 Infos zum Thema gibt es auch hier:

Ja, ich habe einen Spenderausweis, habe aber nur bestimmten Organen zugestimmt.
ich habe mir darüber noch nie so richtig Gedanken gemacht, sollte man aber tun. Ich glaube die Hauptangst dabei ist aber, dass man nicht weiß, ob dann alles für einem getan wird wenn man in einer Notsituation ist.

Habe ich seit meinem Studium aus voller Überzeugung, ohne wenn und aber, oder das Organ ja und das nicht.
Es gibt nach wie vor begründete Bedenken.

2 einfache, aber wichtige Gründe dazu:
ein guter Freund ist vor kurzem gestorben, war Spender und hat so bis zu 7 (Sieben !) Leute das Leben gerettet/verlängert.
eine Freundin hat 2 neue Lungen transplantiert bekommen (keine Raucherin), blüht wieder total auf.
Da sehe ich Sinn in der Organspende.
Spenderausweise bekommt man beim Pförtner in jedem Krankenhaus, also los!
Ich bin zwar kein Organspender, aber ich meine, es ist wichig, über die Organspende nachzudenken, in der Familie zu bereden und schlieslich einen ausgefüllten Ausweis immer bei sich zu tragen. Ich bin seit 38 Jahren Dialysepatient, stehe aber nicht auf der Warteliste. Wenn die Nieren geschädigt sind, gibt es eine alternative Dialyse. Wenn das Herz nicht mehr arbeitet, gibt es nur eine Lösung: ein Spenderherz. In der Presse liest man von Organhandel, im Fernsehen kommt die Sendung Fleisch, dann soll man seine Organse spenden. Ist sicherlich alles sehr zwiespältig und man kommt in Zweifel. Es gibt im Jahr, in der ersten Woche im Juni, den Tag der Organspende. Da stehen wir auf der Straße und werben für Organspende. Man hört alle Fragen und auch Sorgen der Leute, die sicher auch zum Teil berechtigt sind. Ich kann nur sagen: Die Chance ein Organ irgendmal zu benötigen ist viel größer als ein Organ zu spenden. Man kann auch im Ausweis eintragen, ich bin kein Organspender! Im Fall des Falles werden die nächsten Angehörige nicht unter die schwierige Aufgabe gestellt, für einen zu entscheiden. Gruß Thomas Lehn
Ich habe schon seit Jahren einen.
Völlig ok. Sehe ich auch so.