Frage von Loveyoumira, 354

Organspende moralische Verpflichtung?

Hey liebe Community,
Was meint ihr, ist die Organspende eine moralische Verpflichtung ?

Antwort
von nachdenklich30, 61

Eine Organspende sollte immer freiwillig sein.
Freiwillig ist freiwillig - und nicht verpflichtend.

Es gibt gute Gründe dafür: Wenn man Menschen leiden sieht, wie sie Woche für Woche zu Dialyse müssen, oder noch schlimmer: Wie sie keine Luft mehr bekommen, weil das Herz nich mehr richtig pumpt oder die Leber nicht mehr richtig arbeitet, dann würde man ihnen sicherlich wünschen, dass sie ein Spenderorgan bekommen.

Es gibt m.E. auch gute Gründe dagegen, die aber je nach Organ oder Gewebe ganz unterschiedlich sein können. Das kann von der Erfolgsaussicht abhängen, vom wahrscheinlichen Leiden des Empfängers, bis der Tod womoglich nach eher kurzer Zeit doch eintritt, die - weil sie womöglich nur auf der Intensivstation und unter Beatmung ermöglicht werden konnte - eher von Leiden geprägt war.

In den letzten Jahren sind die Informationen dazu immer besser geworden, aber leider in vielen Fällen immer noch unzureichend.

Viele Gründe "dagegen" konnten aber auch entkräftet werden. So kann z.B.  in der Regel den Angehörigen eines Organspenders sehr wohl ermöglicht werden, am Sarg Abschied zu nehmen.

Vor jeder OP muss man einen ausführlichen Aufklärungsbogen unterschreiben, in dem bis ins Detail aufgeführt ist, was und wie gemacht wird und was dabei alles passieren kann. Nur bei der in gewisser Hinsicht größten OP, der Organentnahme, reicht eine postkartengroße "Aufklärung", von der ein Drittel auf den Organ- und Gewebespendeausweis entfällt. Ich halte das nach wie vor für ein absolutes NoGo.
Aber wie gesagt: Die im Internet verfügbaren Infos sind immer besser geworden.

Ich würde mir wünschen, dass möglichst viele einen Organspendeausweis mit sich tragen. Aber verpflichtend kann und darf das nicht sein - und ist es in Deutschland zum Glück auch nicht.

Antwort
von Tragosso, 149

Es wird von vielen Menschen gerne so dargestellt, ja. Aber für mich persönlich ist sie das nicht. Ich habe mich gegen eine Organspende entschieden. Ich empfinde es als das was es ist....Eine freiwillige 'Spende', zu der man eben nicht verpflichtet ist, sonst hieße es Pflicht statt Spende. Über meine eigene Moral entscheide ist selbst.

Kommentar von Meatwad ,

Über meine eigene Moral entscheide ist selbst.

Selbstverständlich. Es wäre jedoch interessant, wie diese Moral aussieht bzw wie man moralisch begründen kann, sich mit einem Körper voller unversehrter Organe verbuddeln/verbrennen zu lassen. Keine Kritik. Reines Interesse.

Kommentar von Tragosso ,

Das bedeutet für mich: Ich verurteile niemanden der seine Organe spenden möchte, ganz im Gegenteil. Es ist gut, wenn genug das mit sich selbst vereinbaren können. Vor allem solange es noch nicht möglich ist bestimmte Organe künstlich herzustellen - Ich kann es aber dennoch nicht. Ich möchte nicht mit dem Wissen leben, fremde Organe in mir herumzutragen, ich würde mir wie ein Zombie vorkommen. Andersherum gesehen möchte ich auch nicht Ersatzteillager für andere Menschen sein.

Antwort
von Goodnight, 153

Nein ist es nicht, niemand hat ein Anrecht auf Organe anderer Menschen.

Expertenantwort
von CalicoSkies, Community-Experte für Gesundheit & Medizin, 99

Hey,

Meiner Meinung nach: Ganz klar Ja.

Wenn ich erwarte, selbst ein Spenderorgan zu bekommen, wenn ich eins benötigen würde (was man ja nie vorher weiß), dann sollte ich auch dazu bereit sein, nach meinem Gehirntod selbst Organe zu spenden...

Du kannst hierzu auch vermeintliche "Gegenargumente" entkräften.

Es gibt hier ein paar Benutzer, die Organspenden ablehnen, weil sie die Definition von "Gehirntod" nicht anerkennen (was Schwachsinn ist) und daher behaupten, du würdest "ausgeschlachtet während du noch lebst" (was ebenfalls Schwachsinn ist) - das sind reine Verschwörungstheorien, nichts weiter. :)

Viele nehmen an, dass sie mit einem Organspendeausweis nicht mehr richtig medizinisch versorgt werden (so im Sinne von "man will mich als Organspender haben") - aber auch das ist falsch.

Einige gängige "Fehlargumente" mit ihrer Richtigstellung findest du hier:

http://www.organspende-wiki.de/wiki/index.php/Richtigstellung

Meiner Meinung nach ist es daher auf jeden Fall eine moralische Verpflichtung für jeden, der selbst gespendete Organe für sich selbst in Anspruch nehmen möchte.

Ich bin daher auch für eine Umstellung der Regelung von Opt-In auf Opt-Out (d.h. dass jeder Organspender ist, wenn  er nicht das Gegenteil erklärt) - so wie es beispielsweise auch in anderen Ländern der Fall ist.

Lg

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Wikipedia ist keine seriöse Quelle auf vielen Gebieten :

https://www.youtube.com/watch?v=wHfiCX_YdgA

Kommentar von CalicoSkies ,

Da ich nirgendwo Wikipedia zitiert oder verlinkt habe, ist das völlig am Thema vorbei xD

Hab aber auch nichts anderes von dir erwartet als typische Verleumdung gegen jede Quelle, die dir nicht gefällt.

Antwort
von Nunuhueper, 98

Die Entscheidung zur Organspende obliegt jedem einzelnen Menschen und ist kein verpflichtendes Handlungsmuster.

"Lebensrettung" durch Organspende ist eine irritierende Werbung, die Druck und Schuldbewusstsein auf potentielle Spender ausüben soll. Eine qualitativ gute Überlebenszeit ist das Ziel jeder Transplantation..

Für die ebenso kostenlose Gewebespende, die für die Pharmaindustrie sehr lukrativ ist, wird gar nicht geworben. Warum bloß?

Antwort
von Otakujeannedark, 125

Für mich schon. Ich habe eine. Organspendeausweis weil ich der Meinung bin dass es irgendwie unsozial und unchristlich ist etwas mit ins Grab zu nehmen was anderen das Leben retten würde.

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Auch ein sterbender Mensch hat ein recht auf Würde.Die sich vom Christlichen Menschbild ableiten lässt und sonst von nirgendwo  her ...

Bei Organspendern gibt es keine Würde  mehr   beim sterben .

Aber wenn du gerne bei  lebendigem Leibe ausgeweidet wirst ..es soll ja ach so was wir Masochismus geben .

Kommentar von Otakujeannedark ,

Ôo na und? Wo wird die angerührt wenn du dem zugestimmt hast?
Es braucht schon ziemlich viel bis man dich "bei lebendigem Leibe ausweidet" wie du es so schön sagst. Zu diesem Zeitpunkt ist man medizinisch bereits für Tot erklärt worden. Ob sie dich in dem Moment so sterben lassen oder dir noch deine Organe entnehmen ist in dem Moment kaum mehr von Bedeutung.
Ist ja nicht so als würde man mich anfahren und mir bei vollem Bewusstsein das Herz raus schneiden.

Meine Ansicht hat nichts mit Masochismus zu tun sondern mit dem Glauben das ich zu diesem Zeitpunkt tot bin und nicht mehr mit diesem toten Körper verbunden bin!

Kommentar von Waldfrosch10 ,

@Otakujeannedark 

Es ist  offensichtlich dass du noch keinen Menschen gesehen hast der stirbt ,geschweige den einen Toten selbst 

Es besteht nämlich ein faktischer ,sichtbarer und fühlbarer Unterscheid ob ein Mensch  tatsächlich gestorben ist ,oder ob er für Tot erklärt worden ist ...

Kopfschüttel 

Kommentar von Otakujeannedark ,

Es war dann trotzdem die Entscheidung desjenigen der die Organe spendet.
Entschuldige das ich mich nicht in ein Krankenhaus stelle und darauf warte das jemand stirbt.
Mir ist der Unterschied durchaus bewusst aber du wirst nicht rausfinden können ob derjenige noch etwas spürt. Von dem her finde ich diese Diskussion hier ein klein wenig sinnlos.

Kommentar von cyracus ,


Es war dann trotzdem die Entscheidung desjenigen der die Organe spendet.


Den Bürgern wird doch vorgelogen, die Organe würden NACH dem Tod entnommen werden. DAS ist doch der Grund, warum sie zustimmen. - Dass (wahrhaftig) Tote nichts mehr empfinden und keinerlei Schmerzen erleiden können - eben weil sie tot sind - das ist ja allgemein bekannt.

Was meinst Du, wieviele wären bereit, (angeblich) nach ihrem Tod
Organe zu spenden, wenn sie so umworben würden:

    Bitte erklären Sie sich bereit, dass Ihnen ohne Narkose und
    ohne Schmerzmittel - nur mit stark lähmenden Medikamenten,
    damit Sie sich nicht mehr bewegen können - im Koma oder
    während des Sterbeprozesses Ihre Organe herausgeschnitten
    werden, damit andere Ihre Organe erhalten, die Pharma-
    Industrie sich an weiteren Ihrer Körperteile bereichern können,
    Kliniken ihr Soll erfüllen mit der Anzahl von Transplantationen,
    und die dafür nötigen Fachchirurgen Honoraraufbesserungen
    pro Transplantation erhalten. - Bitte helfen Sie so auch mit, dass
    die Pharmaindustrie reichen Absatz macht durch teure
    Medikamente, die lebenslang die Organempfänger erhalten.

    Seien Sie sich gewiss, dass auch die Organempfänger es Ihnen
    danken, dass Sie sich freiwillig ermorden ließen. - Dass viele
    Patienten Ihren Tod herbeisehnen, damit sie eines Ihrer Organe
    erhalten, dafür sorgen wir mit unserem geschulten Personal.




Entschuldige das ich mich nicht in ein Krankenhaus stelle und darauf warte das jemand stirbt.

Du weißt selbst, dass das Blödsinn ist.


Mir ist der Unterschied durchaus bewusst aber

Als Gedankenkonstrukt - es macht aber einen gewaltigen Unterschied, wenn Du bei einem Deiner Lieben beim Sterben zugegen bist. Dann erst kennst Du wirklich den Unterschied. Auch weißt Du dann, wie sich die Atmosphäre im ganzen Raum sofort verändert.


aber du wirst nicht rausfinden können ob derjenige noch etwas spürt.

Ein sogenannter "Hirntoter" reagiert auf Stress und Schmerzzufügung mit Anstieg des Blutdrucks, Errötung und sogar mit Abwehrbewegungen. Das ist eindeutig. - Aber auch ginge man davon aus, dass es nicht sicher ist, ob dann Schmerz gespürt wird - so wie Du wohl meinst -, darf auf keinen Fall diesen angeblich Toten irgendein Schmerz zugefügt werden.

Schau in diesen Vortrag von Roberto Rotondo rein:

Wie tot ist hirntot?
http://www.untot.info/210-0-WIE-TOT-IST-HIRNTOT.html

Nach wenigen Minuten zeigt er die Untersuchung von zwei sogenannten
"Hirntoten", die als tot gelten. - Das sollte sich jeder ansehen,
bevor er sich für oder gegen die O-spende entscheidet und sich
vorstellen, er selbst liege so dort und macht entsprechende
Abwehrbewegungen ... 

Roberto Rotondo ist Diplom-Psychologe und im Erstberuf Krankenpfleger. Seit 1996 ist er freiberuflich als Supervisor, Teamberater, in der Krisenintervention und in der beruflichen Aus- und Weiterbildung im Gesundheitswesen tätig. Er arbeitete bis 1996 mehrere Jahre als Krankenpfleger auf einer Intensivstation und pflegte "Hirntote".

.


@Otakujeannedark, dieses Thema ist viel zu ernst, als dass es dafür benutzt werden sollte, mit anderen zu streiten, einzig um recht zu kriegen.

Wenn sich hier User die Mühe machen, auch über das Contra zu informieren, dann ist es die Sorge um diejenigen, die sich aufgrund der verlogenen Werbungen als "Spender" zur Verfügung stellen. - Sind sie nämlich erstmal im Falle eines Falles in der unglücklichen Lage, als "Spender" benutzt zu werden, ist es zu spät.

.

Wenn Du Dich auch nach umfänglicher Information hierfür zur Verfügung stellen willst, ist es Deine Entscheidung.


Antwort
von Mucker, 44

Eine moralische Verpflichtung ? NEIN - auf keinen Fall !

Aus welchem Grund sollte die Organspende (= verniedlichende Bezeichnung für Ausschlachtung eines noch lebendigen Menschens auf einem OP-Tisch) eine moralische Verpflichtung sein ?
Eine
moralische Verpflichtung ist eher, die Bürger ehrlich über die sog. Organspende aufzuklären ! Und ihnen nicht Sand in die Augen zu streuen, wesentliche Dinge zu verschweigen und die sog. Organspende schön zu reden.
Die verheimlichte Wahrheit über Organtransplantation www.youtube.com/watch?v=n14kMx3J1LE

Verschweigen ist genauso schlimm wie Lügen !

Organspende - die verschwiegene Seite - Angehörige berichten www.initiative-kao.de/kao-organspende-die-verschwiegene-seite-2011.pdf

Eine moralische Verpflichtung ist eher ein respektvoller und achtsamer Umgang mit Kranken und Sterbenden,
Mitmenschen in Ruhe und ohne unnötigen Stress in einer menschenwürdigen Umgebung und mit liebevoller Begleitung sterben zu lassen – wie es die Hospizbewegung vorbildlich vormacht.
www.dhpv.de/themen\_hospizbewegung.html


Eine
moralische Verpflichtun ist eher, medizinische Tests bei Kranken zu unterlassen, die zum Tod führen können, um an ihre Organe ranzukommen.
Ich habe mich schon als Jugendlicher sehr darüber gewundert, zu welcher Inhumaität die Mediziner im 3. Reich fähig waren. Aber sind solche Tests nicht auch voll inhuman ?
Neurologe Professor Dr. Cicero Coimbra               
Der tödliche Apnoetest - www.youtube.com/watch?v=r5WzwmbbkLA

Und dies sind nur ein paar Informationen von vielen, die du nachlesen kannst, wenn du dich echt informieren willst und die ein Licht werfen auf die Verlogenheit der einseitigen Information über das Thema. Auf meinem Profil sind mehr Infos.

Antwort
von 1988Ritter, 118

Das kann man so in der Form nicht verallgemeinern. Neben der "moralischen" Verpflichtung haben wir religöse Vorstellungen, die einer Organspende widersprechen können.

Eine Organspende ist eine freiwillge Entscheidung.

Das von Dir gebrauchte Wort "Verpflichtung" gefällt mir in dem Zusammenhang gar nicht.

Ich vertrete zum Beispiel die Ansicht, dass ein Teil von mir auch in meinen Organen zu finden ist, und ich habe in meinem Organspendeausweis, sowie meiner Patientenverfügung stehen, dass meine Organe nur im Notfall meinen direkten Angehörigen zur Verfügung stehen.

Kommentar von Loveyoumira ,

Ein religiöses Tabu ist es nicht

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Religiöse Verpflichtung ist es einen Kranken in Würde und in Ruhe sterben zu lassen ohne ihn dabei lebendig auszuschlachten .

Ganz sicher ist das ein Tabu einen Menschen der noch lebt die Organe zu entnehmen .

Aber Tabus gibt es in Westeuropa ja schon lange keine mehr .

Kommentar von Loveyoumira ,

"Lebendig" ist der Mensch garnicht er wäre ja in dem Fall ein hirntoter Mensch

Antwort
von kubamax, 137

Natürlich, sehr wertvoll. Leider gibt es dabei korrupte Chefärzte, die Dringlichkeitslisten manipulieren und China, die mit Organen der Hingerichteten handelt.

Antwort
von SiViHa72, 116

Nein, Verpflichtung in keinerlei Hinsicht,da sehr individuell zu sehen.

Begrüßenswert ist die Bereitschaft aber auf jeden Fall.

Antwort
von Stefffan7, 158

Für mich ist es einfach logisch. Ich kann mit den Organen dann eh nichts mehr anfangen, also warum behalten?

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Du   wirst dann bei lebendigen Leibe ausgeweidet das ist dir irgendwie anscheinend nicht klar .

Ich habe Jahrelang in den 80 er Jahren noch "Hirntote" gepflegt ,glaube mir die sind nicht tot.Die sind sehr lebendig .

Die können noch Jahre lang so   leben ..ohne Maschinen ..

Kommentar von Stefffan7 ,

Genau.... Tolle Geschichte, aber du hast auch sicher Medizin studiert, wenn du dich so gut auskennst.

Kommentar von cyracus ,

@Steffan7, Du bist doch hier lange genug dabei, dass Du wissen solltest, wie ein Kommentar kommentiert wird. Dazu klick dann nicht auf die drei Punkte unter der Antwort, sondern auf die drei Punkte unter dem Kommentar.

Wie kommst Du auf die Idee, dass hier nur User kritisch zur sogenannten "Organspende" schreiben dürfen, die Medizin studiert haben?

Im Vortrag von Roberto Rotondo kannst Du nach wenigen Minuten einen ach-so-toten "Hirntoten" sehen:

Wie tot ist hirntot?
http://www.untot.info/210-0-WIE-TOT-IST-HIRNTOT.html

Solange Du lebst, brauchst Du Deine Organe selbst. - Und wenn Lebende durch die Organentnahme getötet werden (und das werden sie), dann ist es Mord.

Um mehr zum sogenannten "Hirntod" zu erfahren, empfehle ich Dir das Interview mit dem Neurologen Coimbra - nimm Dir die 18 Minuten Zeit, es könnte vielleicht mal Dein Leben retten:

Der tödliche Apnoetest

https://www.youtube.com/watch?v=r5WzwmbbkLA

Kommentar von Waldfrosch10 ,

@steffan 7

Was du ,wohl ob deiner Jugend welche dich entschuldigt ,nicht zu wissen scheinst ist,  dass es auch sehr viel  anderes medizinisches Personal gibt,als Aerzte , welches mit medizinischen Belangen zu tun hat ,und dass solches Personal vor allem  noch allermeist  sehr viel näher am Patient ist , als so mancher  "Gott in weiss ."

Leute wie du haben ein Problem, sie meinen man dürfe sich keine Meinung bilden wenn man kein Akademiker sei zu einem Fachgebiet . 

Der Ideale Patient eben im  modernen Krankensystem an dem man  dann so schön am aller besten verdienen kann.

Kommentar von Stefffan7 ,

Wer hirntot ist ist tot. Das ist meine Auffassung. Ich hab keinen Bock nur noch durch irgendwelche Geräte am Leben gehalten zu werden. Was für eine Lebensqualität wird man denn jemals wieder erreichen, nachdem man für Hirntod erklärt wird? Keine.

Kommentar von cyracus ,

@Steffan7, weil hier unter Deiner Antwort nun mehr als einer schreibt, ist es deutlicher, wenn Du den User, an den Du schreibst, ansprichst - so wie ich es tue.

Mein Hinweis auf das Zuordnen der Kommentare ist schwer zu verstehen? Das erstaunt mich aber.

Wenn Du einen Beitrag kommentierst, solltest Du den Inhalt verstanden haben. Deine Worte

Wer hirntot ist ist tot. Das ist meine Auffassung.

zeigen deutlich, dass dies hier nicht der Fall ist. Oder sind die Ausführungen von Professor Coimbra für Dich zu schwer zu verstehen - ich meine nicht akustisch, sondern inhaltlich.

Falls noch nicht geschehen, schau es Dir doch an. Dann weißt Du, warum bei Schwerstkranken oftmals das Gehirn keine messbaren (!!) Hirnströme aussendet, um benötigte Energie zu sparen. Und wenn solch ein Schwerstkranker sofort angemessen behandelt statt ausgeschlachtet wird, kann er oftmals wieder vollkommen gesund werden.

Hier Kommentare austauschen, die mehr an leeres Geschwätz erinnern, dürfte doch auch nicht in Deinem Interesse sein. Es geht hier doch um Inhalte, nicht um das bloße Tippen von Wörtern.

Vielleicht kannst Du Dich ja doch überwinden und Dir die 18 Minuten Zeit nehmen. - Wie ich schon schrieb: Das kann eventuell mal Dein Leben retten.

Kommentar von Stefffan7 ,

Um den Hirntod festzustellen müssen u.a. akute Schädigungen des Hirns sowie ein Ausschluss einer anderen Ursache oder Mitursache für einen (eventuell nur zeitweiligen) Ausfall der Hirnfunktionen vorliegen. Das ist meiner Meinung nach eine extrem sichere Diagnose. Ich möchte da schon kontekt wissen, wie man das wieder in ein gesundes Leben umwandeln möchte.

Kommentar von cyracus ,

@Steffan7, ich empfehle Dir ein 18-Minuten-Video sowie einen wenige Minuten dauernden Film, in dem ein "Hirntoter" gezeigt wird, und Du "antwortest" bereits nach drei Minuten.

Nochmal empfehle ich Dir das 18-Minuten-Video, und Du "antwortest" nach 11 Minuten, indem Du u.a. schreibst:

... Das ist meiner Meinung nach eine extrem sichere Diagnose. Ich möchte da schon kontekt wissen, wie man das wieder in ein gesundes Leben umwandeln möchte.

Weil Du gar nicht bereit bist, auf das, was ich Dir schreibe, einzugehen, können wir diesen "Austausch" auch lassen.

Wenn Du an dieser Stelle in ähnlicher Weise noch etwas schreibst, werde ich nicht mehr darauf antworten.

Kommentar von Stefffan7 ,

So, ich hab mir jetzt das Video angesehen. Was er da beschreibt sind tatsächlich ernstzunehmende Bedenken. Allerdings ist das Video von 2009. Die neuen Richtlinien zur Feststellung des Hirntods (2015 http://www.aerzteblatt.de/down.asp?id=14606 ) räumen aber eben diese Probleme aus der Welt. Das von Coimbra Beschriebene Unwissen wurde inzwischen beseitigt.

Kommentar von cyracus ,

@Steffan7, Du glaubst doch nicht im ernst, dass ich mir 31 Seiten mit kleiner Schrift durchlese und dies dann mit Dir diskutiere.

Fakt ist, solange der Körper noch irgendwie belebt ist, hat sich die Seele nicht oder noch nicht vollständig herausgelöst.

Während es das Verbot der Störung der Totenruhe gibt (nämlich die Störung von wirklich Verstorbenen), werden noch nicht (vollständig) Verstorbene ausgeschlachtet.

Hier der Kardologe Paolo Bavastro zum Unsinn des "Hirntodes":

Der Hirntod ist nicht der Tod des Menschen

http://www.ksta.de/organspende--der-hirntod-ist-nicht-der-tod--10136220

Das ist kurz, deutlich und aussagekräftig.

.

Weil Du Dich offenbar dazu entschlossen hast, Dich selbst als "Organspender" zur Verfügung zu stellen, ist Deine Entscheidung ja klar.

.

Bei den Antworten und Kommentaren soll man ja immer die Fragenden im Focus behalten.

Loveyoumira hat ja nun eine Fülle von Infos erhalten - sogar Deine 31 Seiten lange -, und ein weiteres Hin und Her zwischen uns wird sie kaum bereichern.

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Hier geht es aber nicht um Meinungen,sondern um Fakten !

Kommentar von Stefffan7 ,

Tja so ist das. Ich hab meine Meinung, du hast deine. Das ist ok. Zum Glück leben wir in einer Demokratie. Danke für die Diskussion, das mit dem Apnoetest war neu für mich. Gute Nacht, insofern du nicht arbeiten muss.

Antwort
von castoff, 115

Nein, es ist keine Verpflichtung. Niemand ist dazu verpflichtet. Es ist und bleibt freiwillig.

Aber anders gesehen, wenn du tot bist und wirklich jemanden das Leben retten kannst mit Dingen die du nicht mehr benutzen wirst, ist die moralische Frage da so schwer zu beantworten? Ich bin auch Organspender.

Kommentar von Loveyoumira ,

Danke! Ja also ist man dann ja moralisch verpflichtet..

Kommentar von Waldfrosch10 ,

@Loveyoumira 

moralisch verpflichtet ist der Mensch ,Patienten in Ruhe und Würde sterben zu lassen .

Aber dazu muss man auch das Wort : Moral verstehen .

Es bedeutet :das Verhalten das wir an den Tag legen ,welches aus der  Beziehung auf Gott  hin entspringt .

Die Würde des Menschen lässt sich auf dem Christlichen Menschenbild  ableiten ,daher hat der Mensch eine Würde da er nach dem Ebenbild Gottes erschaffen worden ist .

Natürlich tun auch Atheisten Gutes oder Schlechtes ..aber ob das dann Moral ist ? 

Dazu müsste mir einer erklären woraus der Atheist seine Würde konkret herleitet .

Es ist ja kein Zufall ,sondern bezeichnend ,das Atheisten  meist ,weder mit Abtreibung noch mit Euthanasie noch mit Organspende auch nicht das mindeste Problem haben .

Kommentar von castoff ,

Bei Sithis, um Odins Willen, in Praios Namen, beim Barte des Zeus und Kali's Atem, eine christliche Debatte? Ernsthaft? Jawohl, weder mit Abtreibung, Euthanasie, Organspende, oder auch Homosexualität. Es soll sogar Atheisten geben, die ein Problem damit haben wenn ein Vater das Recht bekommen soll seine Tochter zu verkaufen. Oder die eigene Frau unterzuordnen. Bestialisch, was?

Aber ist ja auch egal. Wenn der Fragende wissen wollte ob eine Organspende eine bibeltreue Aktion ist, dann ist das wohl geklärt. Wenn er wissen möchte ob es eine soziale Aktion ist - dann wohl ebenfalls.

Antwort
von suziesext07, 99

Organ"spende" ist, find ich, ein Etikettenschwindel.

Der einzige, der hier kostenlos was abgibt, ist der Organbesitzer. Der Empfänger kriegt aber nichts 'gespendet', sondern er bzw seine Krankenkasse muss für das gespendete Organ bis zu 100000 € hinblättern.

Der "Man in the Middle", also die Organbankiers, sind diejenigen, die sich mit den kostenlos erworbenen Organen ne goldene Nase mit Brillianten dran verdienen.

So ne kostenlose Rohstoffquelle mit gigantischen Extraprofiten zu vermarkten, ist wirklich der Traum jedes Kapitalisten, nicht wahr?

Wie komm ich dazu, so ne Geschäftegeier mit meinen Körperteilen reich zu machen, ey? Und mich auch noch moralisch unter Druck setzen zu lassen, als wäre ich dazu verpflichtet?

Wär noch was anderes: ich geb kostenlos ne Niere und der schwerkranke Patient kriegt sie kostenlos eingesetzt.

Aber so? Klares Nein.


Antwort
von exxonvaldez, 83

Nein, ist es nicht.

Wir fühlen uns ja noch nicht mal moralisch verpflichtet Flüchtlinge nicht ersaufen zu lassen!

Mit Moral braucht man uns also nicht zu kommen.

Antwort
von user8787, 103

Nein, das ist eine individuelle Enrscheidung die es zu respektieren heißt....egal wie sie ausfällt. 

Antwort
von Trashtom, 82

Irgendwo schon. Leute, die sich da so extrem wehren, haben sich schlicht noch nicht damit abgefunden, dass sie irgendwann mal sterben werden.

Was soll schon passieren, wenn man Hirntod ist? Dass man aufwacht und ein blutverschmierter Arzt hält gerade dein Organ in der Hand und lacht dabei diabolisch, packt es in eine Brotzeitbox um es in einer Seitengasse zu verscherbeln?

Ich bin dafür, Spenderorgane auch nur Spendern zu geben.

Kommentar von Tragosso ,

Das ist schlichtweg falsch. Ich beschäftige mich viel mit dem Thema Tod, habe nicht einmal Angst davor. (nur vor dem Sterben an sich, was aber an möglichen Schmerzen liegt, nicht an dem was eventuell danach kommt).

Darf ich nicht trotzdem selbst über meinen Körper entscheiden? Immerhin geht es dabei um mich und meinen Willen. Ich beschäftige mich ebenso auch viel mit dem Thema Organspende und habe mich dennoch dagegen entschieden. Ich will nicht auf künstliche Weise am Leben erhalten werden, ich will in Ruhe sterben dürfen. Wenn ich Hirntod bin, umso mehr. Keine Maschinen, keine Schläuche.

Kommentar von Trashtom ,

Wenn du dann auch akzeptierst, dass dir ebenfalls keiner hilft, obwohl es Rettung gäbe, steht dem Prinzip auch nichts im Wege.

Kommentar von Tragosso ,

Es geht bei dem Thema um weit mehr als 'Hilfe'. Natürlich will ich medizinishe Versorgung. Ich will allerdings keine fremden Organe haben. Geht das künstlich, ist das für mich kein Problem.

Kommentar von Trashtom ,

 Ich will allerdings keine fremden Organe haben. 

Genau das finde ich ja ok. 

Ich finde es nur unmoralisch aus Prinzip keine Organe zu spenden, aber dann selber welche bekommen wollen.

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Ich kenne keine nichtspender die Organe haben wollen .

Ich möchte auch keine fremden Organe in meinem Körper haben .

Kommentar von Kuhlmann26 ,

... wenn man Hirntod ist?

Man ist nicht Hirntod, sondern wird zum Hirntoten erklärt. Du solltest Dir genau erklären lassen, was Hirntod bedeutet.

https://www.youtube.com/watch?v=YpSDBg84xf4

Kommentar von Trashtom ,

Und bei "genau erklären lassen", hast du gedacht postest mal ein tolles Youtube Video? 

Wo soll ich mich jetzt informieren? Bei dem schlecht gemachten Video selbst oder bei den "Ärzte sind alles Mörööörörrder!!!!1111"-Kommentaren darunter?

Ärzte sind auch nur Menschen. Irgendwo muss man einen Schlussstrich ziehen. Oder willst du so lange reanimiert werden bist du vollständig verwest bist?

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Du kannst Dich ja gern über die schlechte Qualität des Videos und über unnütze Kommentare auslassen. Es kommt jedoch auf den Inhalt an. Da wird ein Arzt befragt, der seinen Zustimmung zur Organentnahme bei seinem Sohn gegeben hatte, weil er von seinen Kollegen falsch informiert war. Dann hat er sich belesen und begründet nun, warum er inzwischen gegen die Entnahme von Organen ist.

"Hirntod" ist ein juristischer Begriff. Eine Erfindung, weil man Menschen für tot erklären muss, um ihnen die Organe entnehmen zu dürfen. Wenn sie aber tatsächlich tot sind, sind die Organe nicht mehr zu gebrauchen.

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Die Video Qualität sagt also etwas über die Botschaft eines Beitrages aus ? 

Na wer keine echte Sachlichen  Argumente mehr hat muss wohl so daher kommen ..

Kommentar von cyracus ,

Wo soll ich mich jetzt informieren? Bei dem schlecht gemachten Video selbst oder bei den "Ärzte sind alles Mörööörörrder!!!!1111" 

@Trashtom, dass man mit diesem Video einen Filmpreis erzielen wollte, ist mir neu.

Bei dem Video geht es um den Inhalt des Videos, nicht um die Kommentare darunter.

In dem Video wird der Arzt Prof. Dr. Rocco Maruotti interviewt, der seinen Sohn zur Organspende freigab. Seitdem traut er Transplantationsärzten nicht mehr - er sagt: Es ist Mord.

Vielleicht kannst Du Dich ja doch entschließen, das Interview anzusehen. @Kuhlmann26 hat es Dir doch aus guten Gründen reingegeben.

Antwort
von Fishmeaker, 90

In meinen Augen genau so wie Blut spenden. - Auf jeden Fall!

Antwort
von Waldfrosch10, 113

Ganz und gar nicht,es ist höchst unmoralisch überhaupt Organe zu entnehmen , denn du kannst einem Toten ( ausser einer Niere ) gar kein Organ entnehmen .

Es besteht definitiv keine moralische Verpflichtung sich lebendig ausschlachten zu lassen,damit eine  skrupellose Mafia dickes Geld macht auf der Menschen kosten :

http://quer-denken.tv/147-organspende-organhandel-organmafia/

Kommentar von CalicoSkies ,

Quer-Denken.TV ist alles, aber keine seriöse Quelle!

Quer-Denken.TV ist eine Seite von Verschwörungstheoretikern, die sich an anderen Stellen beispielsweise darüber ausgelassen haben, Ebola wäre eine "groß angelegte Panikmache" und existiere gar nicht (Quelle: "Ist die Ebola-Pandemie eine Lüge?", Quer-Denken TV, 15.10.2014)

Doch das ist nicht alles - sie verbreiten auch Theorien, die Anschläge in Paris 2015 wären von Schauspielern inszeniert worden (Quelle: "Muttis Absenzen", Quer-Denken TV, 19.02.2016)

Dazu kommen zahlreiche Theorien über angebliche "Chemtrails" und esoterischen und umstrittenen medizinischen Behandlungsmitteln.

Kurzum: Diese Quelle kann und muss nicht ernst genommen werden.

Den Link von Psiram hast du anscheinend löschen lassen, aber das ändert nichts an dem Verhalten von Quer-Denken.TV ...

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Wo möglich findest du ja noch eine seriöse Quelle,welche sich nicht hinter einer schmudeligen dubiosen  Webseite wie @Psiram ,verstecken muss , da er wohl Angst vor Strafanzeige hat ...für deine kruden  Behauptungen und Diffamierungen   Michael Vogt  gegenüber .

So lange du das nicht kannst, ist das alles was du hier sagst Makulatur .

Antwort
von cyracus, 56

Auf keinen Fall kann dies eine moralische Verpflichtung sein. schließlich braucht jeder seine Organe selbst, solange er lebt. Tot ist ein Mensch dann, wenn der Körper die klassischen Totenzeichen zeigt wie Totenflecken, Totenstarre ... Wenn die Seele den Körper vollständig verlassen hat, sind Organe aus dem toten Körper nicht mehr für Transplantationen verwendbar.

Hier habe ich es ausführlich begründet:

Problemfrage für Organspende Referat?

https://www.gutefrage.net/frage/problemfrage-fuer-organspende-referat?foundIn=li...

Bürger werden ja bei uns vielfach umworben, damit sie sich für die sogenannte "Organspende" zur Verfügung stellen, wobei mit romantisierenden Filmen und moralischem Druck nicht gespart wird.

Stell Dir mal vor, so würde geworben werden:

    Bitte erklären Sie sich bereit, dass Ihnen ohne Narkose und ohne
    Schmerzmittel - nur mit stark lähmenden Medikamenten, damit
    Sie sich nicht mehr bewegen können - im Koma oder während des
    Sterbeprozesses Ihre Organe herausgeschnitten werden, damit
    andere Ihre Organe erhalten, die Pharma-Industrie sich an
    weiteren Ihrer Körperteile bereichern können, Kliniken ihr Soll
    erfüllen mit der Anzahl von Transplantationen, und die dafür
    nötigen Fachchirurgen Honoraraufbesserungen pro Transplantation
    erhalten. - Bitte helfen Sie so auch mit, dass die Pharmaindustrie
    reichen Absatz macht durch teure Medikamente, die lebenslang
    die Organempfänger erhalten.

    Seien Sie sich gewiss, dass auch die Organempfänger es Ihnen
    danken, dass Sie sich freiwillig ermorden ließen. - Dass viele
    Patienten Ihren Tod herbeisehnen, damit sie eines Ihrer Organe
    erhalten, dafür sorgen wir mit unserem geschulten Personal.

Was meinst Du, wieviele sich dann noch dazu bereiterklären würden?

.

Falls Du meinst, aus religiösen Gründen könnte dies moralisch verpflichtend sein, interessiert Dich vielleicht meine Antwort an JuliaPusteblume auf ihre Frage:

Was meint die bibel zur organspende.. prüfung?

https://www.gutefrage.net/frage/was-meint-die-bibel-zur-organspende-pruefung?fou...

Kommentar von nachdenklich30 ,

Wenn Du mal einen Menschen gesehen hast, wie er - nachdem der vollständige Ausfall seiner Gehirnfunktionen festgestellt wurde - nach einem Unfall mit schwersten Verletzungen ohne jedes Schmerzmittel ruhig auf der Intensivstation liegt, dann weißt Du, warum er für die Organentnahme keine Narkose mehr benötigt.

Ich habe das gesehen: Es hat mich überzeugt.

Das alles ist nicht einfach. Ich gönne den Ärzten, die für die OP hochspezialisierte Fachleute sein müssen, ihr Gehalt.
Gute Arbeit ist ihren Lohn wert. Und ich gehe davon aus, dass auch Du nicht nur von Luft und Liebe lebst, sondern von guter Arbeit.

Es ist in meinen Augen richtig, dass man auch sprachlich darauf achtet, dass auch bei der Organentnahme von einem Sterbeprozess gesprochen wird, der mit dem Eintritt des Hirntods noch nicht vollständig beendet ist. Darum wird in den neuesten Richtlinien meines Wissens auch nicht mehr vom "Hirntod" gesprochen, sondern von einem unwiderruflichen Ausfall aller Gehirnfunktionen.

Zu diesen Fragen sehr aufschlussreich ist die jüngste Stellungnahme des Deutschen Ethikrates.

Die sollte jede und jeder Interessiere gelesen haben.

http://www.ethikrat.org/themen/medizin-und-pflege/organspende

Kommentar von CalicoSkies ,

DH, nachdenklich30!

Diese Verschwörungstheorien mit "Gehirntod gibt es nicht!" / "Organspende ist Mord!" sind Schwachsinn - und sie beeinflussen Menschen, sich gegen Organspende zu entscheiden, wenn sie eigentlich dafür gewesen wären.. und schaden somit jedem, der jemals ein transplantiertes Organ benötigt.

Kommentar von cyracus ,


Diese Verschwörungstheorien mit "Gehirntod gibt es nicht!" / "Organspende ist Mord!" sind Schwachsinn

Weil Du so hingebungsvoll nachdenklich30 applaudierst, wirst Du ja sicher auch meine Antwort an ihn lesen.

Schau Dir in diesem Vortrag von Roberto Rotondo doch mal die Untersuchung eines ach-so-toten "Hirntoten" an und stell Dir vor, Du würdest dort liegen:


Wie tot ist hirntot?

http://www.untot.info/210-0-WIE-TOT-IST-HIRNTOT.html

Nach wenigen Minuten siehst du den Einspieler.

Roberto Rotondo ist Diplom-Psychologe und im Erstberuf Krankenpfleger. Seit 1996 ist er freiberuflich als Supervisor, Teamberater, in der Krisenintervention und in der beruflichen Aus- und Weiterbildung im Gesundheitswesen tätig. Er arbeitete bis 1996 mehrere Jahre als Krankenpfleger auf einer Intensivstation und pflegte "Hirntote".


Kommentar von CalicoSkies ,

Der Hirntod ist medizinisch rein gar nicht umstritten und gilt als eine der sichersten Methoden in der Medizin, den unwiderruflichen Tod einer Person festzustellen - da ändern auch die tendentiösen Aussagen dieses Menschen nichts.

Ich kenne genügend Studien über den Gehirntod um sagen zu können, dass das Einzelfälle sind, auf denen eine Verschwörungstheorie aufgebaut wird, es würde hier um eine "Organspendemafia" o.Ä. gehen (siehe den Link von Waldfrosch)

Ihr seid mit eurer Meinung glücklicherweise in einer sehr großen Minderheit - die medizinische Studienlage ist anders.

Kommentar von cyracus ,

Der Hirntod ist medizinisch rein gar nicht umstritten und gilt als eine der sichersten Methoden in der Medizin, den unwiderruflichen Tod einer Person festzustellen

@CalicoSkies, wenn Du so gerne am "Hirntod" als wahren Tod glauben willst, kann ich es Dir gerne lassen.

da ändern auch die tendentiösen Aussagen dieses Menschen nichts.

Was soll das? Wenn Du mich meinst, sprich mich direkt an.

Ich kenne genügend Studien über den Gehirntod um sagen zu können, dass das Einzelfälle sind

Diese Überzeugung kann ich Dir auch gerne lassen.

auf denen eine Verschwörungstheorie aufgebaut wird

Dieser Begriff soll wohl eine Art "Totschlagargument" sein - er ist aber nur inhaltsleer und dumm.

(siehe den Link von Waldfrosch)

Wenn Du Dich mit Waldfrosch auseinandersetzen willst, dann mach das. Dazu bin ich nicht der richtige Adressat. Schließlich sind wir zwei verschiedene Menschen mit verschiedenen Meinungen und Hintergründen.

Ihr seid mit eurer Meinung glücklicherweise in einer sehr großen Minderheit - die medizinische Studienlage ist anders

Waldfrosch ist Waldfrosch und ich bin ich. - Wir sind NICHT "wir".

Also nochmal: Hast Du Probleme mit Aussagen von Waldfrosch, setze Dich mit ihm / ihr auseinander.

Kommentar von cyracus ,

Wenn Du mal einen Menschen gesehen hast, wie er - nachdem der vollständige Ausfall seiner Gehirnfunktionen festgestellt wurde

Wenn Du eine Antwort kommentierst, solltest Du den Inhalt der Antwort wirklich kennen. In diesem Fall würdest Du das Interview mit dem Neurologen Professor Coimbra kennen, auf dessen Aussage ich mich u.a. stütze:

Der tödliche Apnoetest


https://www.youtube.com/watch?v=r5WzwmbbkLA https://www.youtube.com/watch?v=r5WzwmbbkLAh?v=r5WzwmbbkLA

nach einem Unfall mit schwersten Verletzungen ohne jedes Schmerzmittel ruhig auf der Intensivstation liegt, dann weißt Du, warum er für die Organentnahme keine Narkose mehr benötigt.

Gern wird in der Transplantationsmedizin behauptet, die als "Hirntod" Erklärten würden keine Schmerzen mehr erleiden können. Es gibt genügend Fachleute, die dies bezweifeln. Und wenn es auch nur den geringsten Zweifel diesbezüglich gibt, darf der Mensch nicht ausgeschlachtet werden - weder ohne noch mit Narkose und weder mit oder ohne Schmerzmittel.

Außerdem ist ein Mensch erst dann wirklich tot, wenn der Körper die klassischen Todeszeichen aufweist.

Ich habe das gesehen: Es hat mich überzeugt.

Auch ich habe Sterbende gesehen, die keinerlei Regungen mehr zeigten. Nicht einmal im kühnsten Traum wäre mir eingefallen, die zum Ausschlachten freizugeben. Ich habe nämlich auch gesehen, wie anders der Körper ist, wenn der Sterbeprozess zu Ende war. Sofort begann sich der Körper dann zu verändern - und ein Auswaiden zum Zwecke für Organtransplantationen wäre dann nicht mehr möglich gewesen.

Ich gönne den Ärzten, die für die OP hochspezialisierte Fachleute sein müssen, ihr Gehalt.

dito - aber nicht für Mord! Und Menschen, die nicht tot sind (nur fertig Gestorbene sind tot) auf diese Weise zu ermorden, ist barbarisch. - Es gab in unserem Land mal eine unrühmliche Zeit, in der auch Ärzte und andere "Fachleute" für das Ermorden von Menschen Gehalt bekamen ...

Es ist in meinen Augen richtig, dass man auch sprachlich darauf achtet, dass auch bei der Organentnahme von einem Sterbeprozess gesprochen wird ...

Falsch! Durch die Organentnahme wird der Sterbeprozess abrupt und brutal abgebrochen - es ist und bleibt Mord.

Darum wird in den neuesten Richtlinien meines Wissens auch nicht mehr vom "Hirntod" gesprochen, sondern von einem unwiderruflichen Ausfall aller Gehirnfunktionen.

Richtig - ich habe auch nie behauptet, in der Transplantationsmedizin sei man fantasielos, was das Verteidigen des Ausnehmens von Menschen angeht, um lebendige Organe zwecks Transplantation zu erhalten.

...
Stellungnahme des Deutschen Ethikrates ...

sind mir bekannt. Nur weil es "Ethikrat" heißt, bedeutet das nicht, dass man sich von dort immer ethisch verhält und ethisch äußert. Mord bleibt Mord - auch wenn ein "Ethikrat" dies als ethisch und moralisch vertritt.

Dass es Mord ist, weiß man in der Transplantationsmedizin, wie hier der Medizin-Journalist Richard Fuchs, berichtet:

Die Wertschöpfung einer „Organspende“ - Wirtschaftsfaktor Organtransplantation
http://www.initiative-kao.de/r-fuchs-10-12-11-organtransplantation-und-geschaeft...

Dazu ganz unten der Artikel:

"justified killing" = gerechtfertigtes Töten

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Solche Leute haben es leider nicht nötig sich die  Sachlichen  Argumente  von anders denkenden anzutun, sie haben den Begriff Verschwörungstheorie ,das weiss das Gegenüber  sofort ,dass es es hier ein Denkverbot zu befolgen gilt .

Kommentar von cyracus ,

@Waldfrosch10, Schubladendenken mag ich nicht - auch dies ist Schubladendenken.

Wenn einige anderen Schubladendenkern etwas nachplappern, heißt das ja noch lange nicht, dass das Nachgeplapperte auch tatsächlich deren Überzeugung ist.

Außerdem schreiben hier auch Pubertierende und Spätpubertierende, die meinen, Gutefrage sei ein Bolzplatz. Denen kann man oftmals mit guten Argumenten begegnen - oder, wenn sie unbedingt weiterkämpfen wollen, lässt man sie auf ihrem "Bolzplatz" stehen.

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Ich habe keine Probleme mit einem Pubertierenden nachsichtig zu sein ,auf den User @CS trifft das allerdings gewiss nicht zu .

Kommentar von nachdenklich30 ,

Wer Polemik will und seine Beiträge polemisch gestaltet, wird dazu seinen Grund haben. Besser wird es dadurch aber sicher nicht. Und auch nicht sachlicher.

Zum Ethikrat: Dessen Stellungnahmen sind öffentlich. Jeder kann sich ein eigenes Bild machen, auf welche Weise er und seine Mitglieder mit diesem Thema umgehen. Schade, @cyracus, dass Du das erkennbar nicht gemacht hast.

Bei der Transplantationsmedizin geht es nicht darum, irgendwelche Organe lebendig zu erhalten, sondern dem Tode geweihten Menschen (Väter, Mütter, Kinder) eine zusätzliche Lebensspanne zu ermöglichen. Schade, dass deren Schicksale bei Dir so völlig außen vor bleiben.

Schau Dir mal ein Cintigramm eines Menschen an, dessen Hirnfunktionen unwiderruflich erloschen sind. Das komplette Hirn völlig undurchblutet. Bereits nach wenigen Minuten löst es sich auf und beginnt zu verflüssigen. Da gibt es keinerlei Weg mehr zurück.

Die Medizin beginnt zunehmend zu begreifen, dass mit dem diagnostizierten Hirntod der Mensch noch nicht restlos tot ist, sondern im Sterbeprozess einen Zustand auf dem Weg in den Tod erreicht hat, aus dem keiner Chance mehr gibt, umzukehren. Darauf geht das Minderheitenvotum in der Stellungnahme des Deutschen Ethikrats ein.
Inzwischen verzichten auch die Richtlinien der Ärztekammer auf den Begriff "Hirntod" und beschreiben nur noch, wie das irreversible Erlöschen der Hirnfunktionen unmissverständlich festgestellt werden kann.

Was man dabei wissen muss: Die Richtlinien sind weltweit nicht einheitlich. In Deuschland sind sie besonders streng und an die Hirntoddiagnostik gekoppelt. In anderen Ländern genügt es, dass das Herz genügend lange nicht geschlagen hat. Da sollte man genau schauen, worüber man redet.

Was völlig unerträglich ist: Wenn jemand zu Lebzeiten einer Organentnahme zugestimmt hat und wenn der Sterbeprozess durch den vollständigen und unumkehrbaren Ausfall der Gehirnfunktionen ein Stadium erreicht hat, bei dem eine Explantation gerechtfertigt werden kann, dann ist es infam, diesen Vorgang als Mord zu bezeichnen. Es ist absolut schäbig.

Ich gehe davon aus, dass weltweit ein entsprechender Organhandel nicht vollständig verhindert werden kann und dass es tatsächlich auch zu Morden kommen kann und dass dort Menschen, die nicht wirklich gehirntot sind, ausgeweidet werden.

Solange in Deutschland streng auf die Einhaltung der Gesetze geachtet wird, halte ich das aber für ausgeschlossen.

Kommentar von cyracus ,

@nachdenklich, (ich war paar Tage nicht im Internet, deshalb jetzt erst):

Das vollständige Sterben gehört genauso wie die Geburt zum Leben dazu. Beim Sterben löst sich ja die Seele aus dem Körper, udn sobald die Seele den Körper vollständig verlassen hat, verändert sich augenblicklich der Körper.

Für das Herauslösen der Seele aus dem Körper muss man dem Sterbenden die Zeit geben, die er dazu braucht. Solange der Kreislauf in Gang ist, wozu ja auch der sehr feine craniosacrale Rhythmus gehört, ist die Seele zumindest teilweise noch mit dem Körper verwoben.

Während dieser Zeit den Körper aufzuschneiden und aufzusägen, die Organe herauszuschneiden - und das alles oftmals / vielfach / meistens (?) ohne Narkose und ohne Schmerzmittel, ist ein solch brutaler Eingriff, dass man keine Worte dafür findet, dass solch eine Barbarei mit dem Willen der gesetzeschmiedenden Politiker und der Justiz passiert.

Beim Thema "Organspende" muss es IMMER zuerst um den sogenannten "Spender" gehen, erst nachrangig um die Empfänger.

Rund um das Thema "Organspende" haben die potentiellen Empfänger (und alle anderen, die sich an diesem Thema wie auch immer bereichern) unzählige Fürsprecher. - Der sich im Sterbeprozess befindliche Patient dagegen wird einfach zu einem Gegenstand degradiert, den man benutzen kann wie man es mit Gegenständen tut.

Dass dieses lebendige Ausschlachten (es ist nichts anderes) für den Sterbenden zumindest sehr oft eine unerträgliche Qual ist, davon berichten verschiedene Fachleute wie der


Kardiologe Dr. Paolo Bavastro
Der »Hirntod« – eine Erfindung der Transplantationsmedizin
http://www.erziehungskunst.de/artikel/zeichen-der-zeit/der-hirntod-eine-erfindun...

Interview mit Kardiologe Dr. Paolo Bavastro
Der Hirntod ist nicht der Tod des Menschen
http://www.ksta.de/organspende--der-hirntod-ist-nicht-der-tod--10136220

insbesondere zum Beispiel auch


Arzt Prof. Dr. Rocco Maruotti, der seinen Sohn zur Organspende freigab. Er traut Transplantationsärzten nicht mehr - er sagt: Es ist Mord:
Tabu Hirntod und Organspende
https://www.youtube.com/watch?v=YpSDBg84xf4

Auch Angehörige berichten davon:

Organspende - die verschwiegene Seite - Angehöriger berichten

http://www.initiative-kao.de/kao-organspende-die-verschwiegene-seite-2011.pdf

Und was ja noch schlimmer ist, viele "Hirntod"-Diagnosen sind falsch:


Organspende nach Hirntod: Zweifel an Qualität der Diagnostik | Kontrovers | BR


https://www.youtube.com/watch?v=iv5CQBCZW0Q


In meiner Antwort, auf die Du Dich ja mit Deinen Kommentaren beziehst, weise ich insbesondere auf das Interview mit dem Neurologen Professor Coimbra hin.

Schon dies zusammen verbietet die Organentnahme von lebendigen Menschen. Denn Du bestätigst ja, dass die "Organspender" lebendig sein müssen, während ihnen die Organe herausgeschnitten werden.

Niemand - wirklich absolut niemand !! - darf sich verpflichtet fühlen, sich dazu  bereitzuerklären, zu Gunsten anderer lebendig wie in einem Schlachthaus zerlegen zu lassen!

Und um die moralische Verpflichtung geht es ja dem hier Fragenden, der ja in unseren Antworten und Kommentaren auf jeden Fall im Focus stehen soll.


Antwort
von FuerstVerres, 96

Finde ich nicht. Und wenn ich im kritischen zustand bin, will ich, dass die Ärzte alles geben bis zum Schluss, um mich zu retten! Und ich will nicht, dass sie nachdenken, wann sie mir die Organe entnehmen, denn das müssen sie, wenn man noch nicht ganz tot ist.

Gehirntot ist sowieso kritisch! Und Ausweidungen wider Willen gibt es genug.

Kommentar von Trashtom ,

Vielleicht bist du ja in einem kritischen Zustand weil dein Herz versagt, dein möglicher Spender aber so denkt wie du und sich lieber ins Krematorium fahren lässt bevor er dir hilft - woraufhin du ihm dann ein paar Tage später folgst.

Kommentar von FuerstVerres ,

Ich habe die ganzen Schlimmen Erfahrungegschichten nicht erfunden. Lies dich da selbst ein bitte.

Die verdienen Unmengen an den Organen und am Ende bekommt es dann irgendein reicher Mensch, der nochmal viel Geld dafür zahlt.

https://arsenalinjustitia.wordpress.com/2014/03/16/organentnahme-am-lebenden-men...

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