Tinkabell68 am 16.01.2009 um 8:28 Uhr
Mein Mann und ich haben seid Jahren einen Organspendenausweis Was haltet Ihr davon?

Wenn ich Organspender bin, hat die Organindustrie, deren Tentakeln weit in die Krankenhäuser reichen, eine Motivation, nicht alles zum Erhalt meines Lebens zu tun - denn die brauchen ja vielleicht noch was von mir.
Meine Organe lasse ich mir nicht wegnehmen - schon gar nicht mit verlogenem Moralzeigefinger!
bei lebensgefährlichen Verletzungen werden die Ärzte mehr Interesse an Organentnahme als Lebensrettung haben.
Fenchurch am 16. Januar 2009 08:37 Ich denke, das hält viele davon ab. Nach dem Motto: Nö, dem brauchen wir nicht mehr zu helfen, nebenan liegt der Patient, der auf die Spenderniere wartet.. gruselig.
MikeFFM am 16. Januar 2009 08:45 Völliger Unsinn, Horrormärchen! In Deutschland ist der Weg bis zur Organentnahme genau vorgegeben, Manipulationen sind ausgeschlossen. Wir sind doch net in Indien...
du weißt das, die Allgemeinheit nicht. Nehmen wir mal an, ein superreicher Unternehmer sucht ein Organ. Eine beachtliche Summe von ihm wandert an eine Klinik, die ums überleben kämpft. Nun kommt ein Notfall in diese Klinik mit passendem Organ ?
MikeFFM am 16. Januar 2009 08:52 Keine Chance, zumindest hier nicht. Dafür lege ich meine Hand und meine spendbaren Organe ins Feuer! Oder was denkst Du, warum so viele Bekloppte z.B. nach Indien fahren und dort ihre Organe (Nieren, Leber) verschachern, wenn es auch hier möglich wäre?
PaulCox am 16. Januar 2009 09:10 Hör auf, über Indien herzuziehen - dazu hast
PaulCox am 16. Januar 2009 09:13 Dazu hast Du nicht das Recht! (... wollte ich sagen ...)
Außerdem ist in deutschen Krankenhäusern auch nicht alles Gold, was glänzt!
Die Organmafia ist ein Problem!
MikeFFM am 16. Januar 2009 09:15 Willst Du es mir etwa verbieten? Wo gibt es denn den weltweit größten illegalen Organhandel? Bingo, in Indien!

sollte per Gestz geregelt sein !..dann könnten viel mehr Leben gerettet werden...
wie bitte? Ach ja und jedes ungewollte Kind wird ausgetragen.... danach versteigert! Jawoll so kommt doch wieder Geld in die Kassen... Für mich hört sich das aber sehr diktatorisch an!
kiralee am 16. Januar 2009 08:36 Schade, dass man für einen Kommentar kein DH geben darf

Wenn mir etwas passieren würde, wäre ich auch um ein Spendenorgan froh. Und so sehe ich das auch, was meine Organe betrifft. Jeder würde Spendenorgane annehmen, aber leider wollen die wenigsten selber spenden!!

Das ist toll das ihr das macht und den Mut habt. Ich wuerde gerne meine Organe Spenden, aber ich trau den Aerzten nicht, denn die sind auch nur Menschen und koennen Fehlentscheidungen treffen. Wer den Film Fleisch kennt ueberlegt 2 Mal ob eer einen Ausweis macht
derGrosze am 16. Januar 2009 08:53 Doch - gerade, wenn man "Fleisch" gesehen hat!
Wer will schon einen ganzen Film lang gejagt werden!
Tinkabell68 am 20. Januar 2009 07:56 Du kannst doch eintragen,wer entscheiden darf

Ich bin absolut kein Gutmensch, der wahllos in der Gegend herumspendet. Allerdings lasse ich mich einäschern, und warum sollen meine Innereien mitgebraten werden, wenn sie noch brauchbar sind? Allein aus diesem rein praktischen Grund bin ich Organspender!
genau so sehe ich das auch...man kann auch nach seinem tode etwas bewirken und wer nich von den würmern gefressen werden will der lässt sich einäschern und brauch seine organe dann eh nicht mehr...ich bin absolut dafür!

Ganz wichtig! Habe seit Jahren einen Organspendeausweis und Blutspenden ist Ehrensache!
Ich habe eine Feundin die 3 mal in der Woche zur Dialyse muß. In Östereich gibt es nicht so viele Dialysepatienten wie in Deutschland. wer da nicht spenden will braucht einen Ausweis gegen die Organspende. Ich bin der Meinung dass dies auch in Deutschland eingeführt werden muß weil es einfach Leben rettet. Selbstverstänlich habe ich auch einen Organspendeausweis. Wozu brauche ich meine Organe noch wenn ich tot bin? das wird ja von mind. 3 Ärzten überprüft!!!
Ich bin doch dann eh tod ich habe dann eh nichts mehr vom leben und meinen Organen also soll doch ein anderer noch die Chance haben sein leben zu leben ;-)
Tinkabell68 am 20. Januar 2009 07:57 So sehe ich das auch

Habe schon seit über 30 Jahren einen Organspendeausweis.
Auf jeden Fall. Jeder sollte sich nen Organspende Ausweis besorgen. Verstehe gar nicht, das manche Menschen nicht mal nach dem Tod anderen etwas gönnen. Oder braucht man seine Organe auf der anderen Seite noch? ;-)

Ja, ich habe einen Organspendeausweis.
Viele würden im Krankheitsfall eine Organspende in Anspruch nehmen wollen, aber nur wenige wären bereit selbst Organe zu spenden oder für ihre Angehörigen einzuwilligen, deren Einverständnis zu Lebzeiten vorrausgestzt.
Den Ausweis habe ich schon mehr als 20 Jahren.

Organspenden sind wichtig und ich werde mir demnächst auch einen Ausweis zulegen.
Stichwort: Postmortale Nächstenliebe.

Muß mir auch noch einen Ausweis besorgen !
Den Organspenderausweis sollte man auch haben wenn man nicht spenden will. Ich bin dagegen!
Tinkabell68 am 20. Januar 2009 07:55 Dann brauche ich auch keinen

Ich habe noch keinen Spenderausweis, da der Papierkram unglaublich ist...
Außerdem fahre ich selten Motorrad. ;o)
Fenchurch am 16. Januar 2009 08:36 Papierkram? Glaube ich nicht. Meine Tochter hat grade einen geholt, da war nicht viel auszufüllen.

Ich würde gern, bin aber wegen einer genetischen Erkrankung ausgeschlossen (genauso wie beim Blut- oder Plasmaspenden...)

Ich habe noch keinen Ausweis, habe mich aber innerhalb der Familie (aus Vernunftgründen) dafür ausgesprochen. Also letzten Endes werden meine Anverwandten um eine Entscheidung gebeten.

Um diese ewige, immer wieder hochkochende Diskussion zu beenden, würde ich vorschlagen, dass JEDER Erwachsene aufgefordert werden sollte, zu diesem Thema eine Entscheidung zu treffen. Mit dieser Entscheidung verknüpft sein sollte, dass, wer kein potentieller Spender ist auch kein Empfänger sein kann. Ich persönlich schließe beides für mich aus, da ich den Gedanken, in mir würde z.B. ein fremdes Herz schlagen, einfach nur gruselig finde. Ist aber wohl EInstellungssache.
dopsi am 16. Januar 2009 19:26 Das ist ein absolut richtiger Ansatz und wäre sicherlich auch für jeden einsehbar !
cyracus am 30. August 2009 05:31 Niemand soll gezwungen werden, sich diesbezüglich zu erklären. Das ist eine ganz persönliche und sehr intime Entscheidung. Es muss Menschen auch zugestanden werden, sich nicht entscheiden zu wollen.
Und: Kinder können sich nicht entscheiden, und Babys schon gar nicht, da entscheiden die Eltern. Gruselig, echt gruselig!
Hinzu kommt, dass die "Spender" nicht tot sind bei der Organentnahme, nicht tot sein dürfen, denn von Toten sind die Organe unbrauchbar! Das ganze ist doch moderner Kanibalismus.

finde ich sehr wichtig habe aber noch kein Ausweis

HALLO.. Ich sage mal, wenn ich drind ein Organ bräuchte, dann erhofft man hilfe, oder?? Also warum nic auch anderen Menschen helfen...
dekleene89 am 6. Februar 2009 20:13 Ja das meine ich.. wenn man selber hilfe brauch, dann möchte ich auch hilfe haben..
Wichtig ja ..und ich habe auch einen Spendausweis und mein Sohn auch. ABER!!!... (Unfallopfer mal ausgeschlossen)...Was mir aber absolut quer geht ist, das Patienten die sich listen lassen nicht an die Bedingenungen dazu halten...sprich einen akzeptabelen BMI und vor allem gute Deutschkenntnisse und Ärzte dieses nicht wirklich einfordern wenn ein Organangebot reinkommt. Ich habe es schon so oft erlebt, das Pat. kaum in der Lage sind, aufgrund fehelnder Deutschkenntnisse, ihre Tabletten so zu nehmen, wie es erforderlich ist um eine Abstoßung zu verhindern. Ach, ich könnte noch so viel erzählen...denn da läuft mir einfach die Galle über. Und das , damit die Statistik gut ausfällt??

ich habe aus folgendem Grunde nichts angekreutzt.Seit 25 jahren an der Dialyse, 2x Transplantiert. Also was ich hier gelesen habe, da stellen sich mir die Nackenhaare in die Höhe. An alle die hier von "Mafia" oder "dann lassen die mich sterben" reden. Also bevor Ihr sowas sagt, setzt Euch erstmal mit dem Thema auseinander bevor Ihr so einen blödsinn redet.
Wisst Ihr eigentlich das in Deutschland 12.000 Menschen auf eine Niere warten. Und jeden Tag 2 oder 3 Menschen sterben weil Sie kein Organ bekommen ?
Ich Verurteile keinen der kein Organ spenden will, der sollte aber dann auch keines bekommen wenn er eines bräuchte.
habe meine Ausweis auch schon länger im Portmonaie

Also ich finde um Menschen zu helfen sollte man einen Organspendeausweis besitzen! Ich habe selber einen und hab so das gefühl das ich zu etwas nütze bin! Nur meine Lunge sollten sie nicht nehmen^^ bin raucherin^^
Ich habe meinen Ausweis schon lange Zeit. Ich brauche die Organe nach meinem Tod nicht mehr. Mit den Ausweis ist den Angehörigen im Ernstfall eine schwere Entscheidung abgenommen. Ich würde auch die Organe meiner Kinder freigeben.Schließlich kann man einige Leben damit retten.

Auf jeden Fall. Und hier in Deutschland wird das so genau nachgeprüft, das ich mir da keine Sorgen mache.

Diese Umfrage gab es hier schon einige male.

ist auf jeden Fall wichtig, aber ich könnte es nicht...vielleicht ändert sich meine Einstellung noch wenn ich älter werde, aber ich kann mir nicht vorstellen auf der Kippe zum Tod auseinandergeschnitten zu werden
Ich finde es sehr wichtig, denn auch ich besitze einen. Leider gibt es zu wenige mit Organspendeausweisen und dabei suchen soviele vergebens nach lebenswichtigen Organen.

ich meine , wass will ich mit meinen organen wenn ich tot bin ??

bin es auch schon seit 10 Jahren
Ich persönlich habe eine Blutgruppe, auch noch RH-negativ, bei der mir der Arzt sagte, Sie brauchen sich gar kein Ersatzorgan einbilden. Trotz meines biblischen Alters von 59 Jahren gehe ich auf Grund meiner seltenen Blutgruppe immer noch Blut spenden. Ich habe beim Unfall meines Sohnes erlebt was es heisst wenn keine Vollblut da ist. Ich selber brauche nach meinem Tod diese Organe ja nicht mehr, würde aber keine Hornhaut spenden, weil das Auge gesamt entnommen wird, und ich meine Kinder nicht schocken möchte. Jeder muss das für sich selbst entscheiden, ich finde auch, würde weniger verteufelt und mehr aufgeklärt werden, wäre es für viele leichter sich für und nicht gegen die Organspende zu entscheiden. Ist mein Freund/Mann/Sohn/Tochter/Bruder/Nachbar denn ein schlechter Mensche weil er sich dagegen entschieden hat? Ich glaube es fehlt an der Aufklärung. Viele haben Angst man lässt Sie gerade wegen der Organe gezielt sterben. Ich habe das Gegenteil erlebt, obwohl kaum Aussichten bestanden, dass unser ältester Sohn seinen Autounfall überlebt, und er sich auf dieselbe exotische Blutgruppe wie ich kaprizeirt hat, haben die Ärzte Alles getan um ihn am Leben zu erhalten weil sie verstanden haben, das ist auch mit einer schweren Behinderung unser geliebtes Kind. Er hat diesen Unfall schon 31 Jahre überlebt. LG

Ich währe aber eher für die Variante dass jeder der nicht ausdrücklich der Organspende nach seinem Tod wiederspricht (Schriftlich hinterlassen irgendwie, oder mündlich)automatisch Organspender wird. So rum fände ich es besser, und so würde auch keiner gezwungen, würde aber vielen mehr nutzen!

Ich sehe dieses Thema sehr kritisch. Und ich finde es erschreckend, dass den Bürgern nicht die ganze Wahrheit schonungslos mitgeteilt wird. Aber würde die Organlobby dies tun, würde kaum noch einer einen "Spende"ausweis haben. Das Pro kriegst Du in den Medien ja rauf und runter. Der Organlobby kann man wirklich nicht vorwerfen, sie sei faul. - Das Problem ist ja, dass Du bei der Organentnahme nicht tot bist, nicht tot sein darfst, denn Organe von wirklich Toten sind unbrauchbar (außer der Hornhaut der Augen).
Zum Leben gehört auch, am Ende in Würde sterben zu können, anstatt vor dem tatsächlichen Ende ...
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Hier ein paar Hinweise für eine krititsche Betrachtung:
Google mit
** hirntod barnard vorwurf mord totschlag**
und mit
gg-lahnstein hirntot fuchs laumann
und mit
odaischi da packt mich das grauen
Auch die Buddhisten wissen, dass Menschen bei der Organentnahme Schmerzen empfinden und starke Schmerzmittel benötigen, google mit
bodhibaum organspende starken schmerzmitteln
(Wörter genau so - wenn Du hier „Cache“ anklickst, hast Du sofort die Textstelle)
(Die wenigsten Kliniken sind übrigens bereit, bei der Organentnahme Schmerzmittel und Narkose zu geben. Denn damit müsste die Organlobby zugeben, dass die Organ"spender" während der Organentnahme nicht tot sind. Es werden meist nur muskelentspannende Medikamente gegeben, damit die Organ"spender" nicht so unangenehm „zappeln“ können.)
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Mir erzählte eine Frau von deren Freundin: Ihr Mann wurde im Krankenhaus als hirntot diagnostiziert, und sie sollte ihn zur Organspende freigeben. Sie wurde wütend und ließ ihn statt dessen in ein anderes Krankenhaus transportieren. Dort wurde festgestellt, dass er durch bestimmte Medikamente, die er in dem ersten Krankenhaus verabreicht bekam, nur so wirkte wie hirntot. - Als die Frau mir das von ihrer Freundin und deren Mann berichtete, sagte sie: Die Ärzte haben den Mann soweit wieder gesund gekriegt, dass er schon wieder laufen kann. Nur sprechen kann er noch nicht. Die Ärzte versicherten der Ehefrau aber, dass sie das auch noch hinkriegen.
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Zu genau diesem Thema gibt es ein Buch mit dem Titel Bis auf den Grund des Ozeans: "Sechs Jahre galt ich als hirntot. Aber ich bekam alles mit." Das ist ein sehr gut geschriebener Erlebnisbericht von einer starken Frau. Dass die bei all dem bei klarem Verstand blieb, ist bewundernswert.
Hier ist eine ausführliche Buchbesprechung, google mit:
ciao ozean sechs jahre galt als hirntot
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Eine Insiderin, die jahrelang in einer Transplantationsklinik arbeitete, berichtet: (google mit)
zdf forum organspende hemme aus arbeitsrechtlichen gründen
(die Wörter genau so)
und klick dort gleich oben die Überschrift ZDF.de - Organspende an.
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Falls Du einen Nicht-Organspendeausweis haben willst (er hat eine andere Farbe als der herkömmliche und ist auch in der eventuellen Hektik einer Transplantationsklinik deutlich zu erkennen), den findest Du hier:
organspendekampagne organspende einführung
(den Ausweis zum Runterladen findest du in der Mitte der Seite)
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den Nicht-Ausweis ohne erklärenden Text, indem Du googelst mit
kritischebionetik nicht-organspendeausweis
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Mit diesem Nicht-Organspendeausweis wird konsequent erklärt, dass man keine Organe „spenden“ und auch keine Fremdorgane erhalten will.
ich wette du änderst deine meinung, wenn du oder jemand der dir nahe steht, ein spenderorgan braucht.
... und ICH wette: DU änderst Deine Meinung, wenn Du schwer verletzt daliegst und nicht mehr richtig versorgt wirst und sie Deinen Organpaß haben wollen, Du Schlaumeier!
Diejenigen, die dazu nicht bereit sind, sollten im Problemfall auch keine bekommen.
Wurstwasser und Orchidee, super Antworten.