Frage von Nerdherz, 76

ORF-Moderatoren diskriminieren Politiker?

Guten Morgen zusammen!

Bitte lesen Sie die gesamte Frage durch. Das würde Ihnen und mir unnötige Antworten ersparen.

In Sendungen des ORF fällt mir immer wieder auf, dass es scheinbar für viele Moderatoren schwierig ist, objektiv mit den entsprechenden Politikern zu diskutieren. Meistens werden Politiker von Parteien wie FPÖ oder Team Stronach viel "schlechter behandelt" als Politiker anderer Parteien.
Besonders aufgefallen ist mir das bei Frau Turnherr bei der Sendung vor den Wahlen mit allen Kandidaten. Dort wurde zum Beispiel Irmgard Griss extrem bevorzugt, während man bei Norbert Hofer (FPÖ) dauernd versucht hat, ihn bloßzustellen und extrem agressiv auf seine Antworten gestürzt hat. Das gleiche bei den Sommergesprächen mit Heinz Strache und auch bei den Sommergesprächen mit Herrn Stronach. Frau Schnabl (die Moderatorin der Sendung) hat extrem auf sie eingehackt und versucht, sie bloßzustellen und niederzumachen, wo es nur geht.

Ich persönlich muss sagen, dass so ein absolut unobjektives und unfaires Verhalten eigentlich mit harten Konsequenzen für die entsprechende Person enden müsste! Da es aber so scheint, als hätte der gesamte ORF diese lächerlich undemokratische Einstellung wird natürlich nichts gegen solch erbärmliches Verhalten gemacht. Der Staat unterstützt das natürlich auch sehr gerne, da er sich ja ganz klar gegen die FPÖ ausgesprochen hat!

Dieses Licht, das hier auf die FPÖ und andere Parteien fällt, wird komplett verfälscht. Das ist eine rießige Unverschämtheit auch gegenüber Bürgern, die vielleicht nicht so viel politisches Wissen haben und sich bei so einer Sendung informieren wollen. Wo kommen wir da hin, wenn nicht mal das Staatsfernsehen mehr eine sichere objektive Quelle ist?

P.S. Ich unterstütze nicht das Programm der FPÖ! Aber das ist eine absolute Unverschämtheit des ORF.

Danke für Ihren Beitrag zu diesem Thema.

Antwort
von Eselspur, 12

Du stellst eine Frage - und dann behauptet du etwas.

Dass ORF-Moderatoren gewisse Politiker schlechter behandeln wird immer wieder behauptet. Meiner Ansicht nach am stärksten war die Diskussion vor einigen Jahren über Stronach, vereinzelt auch wegen Politiker der FPÖ.

An offiziell messbaren Daten (Redezeit etc.) gibt es mit Sicherheit keine Diskriminierung. Persönliche Abneigungen werden besonders von FPÖ-Sympathisanten immer wieder behauptet. Was an der Diskussion gestern unfair gewesen sein soll, weiß ich nicht. 

Deine Sehnsucht nach einer "sichere objektive Quelle" ist grundsätzlich nicht erfüllbar. 

Antwort
von Geraldianer, 14

In die österreichische Medienlandschaft habe ich keinen Einblick.

Bei uns in Deutschland gibt es aber im rechtspopulistischen Spektrum eine ähnliche Erscheinung.

Die Leutchen fühlen sich ständig von Fremden bedroht, die ihnen angeblich irgendwas wegnehmen wollen. Auch Frauen wird ein geheimnisvoller "Genderwahn" zugesprochen, wenn sie die Männer nicht ständig betüddeln wollen. Irgendwie sind da immer die "Anderen" schuld, wenn es im Leben nicht so klappt. Diese Herrschaften wollen dann auch die Pressefreiheit abschaffen.

Kommentar von kgunther ,

Preesefreieht? Welche Pressefreiheit?

Antwort
von atzef, 32

Dieser faktische Aufruf zur Gleichschaltung des österreichischen Fernsehens zugunsten einer kritiklosen Berichterstattung über die FPÖ im Stile des österreichischen Gefreiten führt aller Welt deutlich vor Augen, mit welchen herben Einschnitten für Meinungs- und Pressefreiheit zu rechnen wäre, würde es die FPÖ jemals an die Macht spülen.

Antwort
von Manleitner, 46

Da hast du recht, ist mir auch aufgefallen , dass der ORF sehr subjektiv und gar nicht objektiv ist. Aber anderseits ist es auch gut, dass den FPÖ Wählern gezeigt wird, welche Konsequenzen das alles haben kann. Trotzdem sollte der ORF nicht so gegen die FPÖ, Hofer, Strache usw. sticheln, da man  das vor allem bei den Wahlkämpfen u. den Sendungen mit Fr Thurnher mitbekommen hat.

Antwort
von 1988Ritter, 31

Auch ein Moderator ist ein Mensch, und darf eigene Empfindungen haben.

Dementsprechend finde ich es eigentlich in Ordnung, wenn Moderatoren auch mal im eigenen "Sinn" handeln.

Deine Beobachtung in Österreich hinsichtlich der FPÖ kann man mit meinen Beobachtungen hinsichtlich der AfD vergleichen.

Ich für meinen Teil habe daraus nach langen Überlegungen geschlossen, dass die Moderatoren die Gäste der etablierten Altparteien auch deshalb bevorzugen, weil sie hinsichtlich der Vergabe von Interviews abhängig sind.

Um hier die Möglichkeit auf zukünftige Interviews, die ja für Moderatoren die Existenz bedeuten, nicht zu gefährden, geht man offensichtlich mit Gesprächspartnern, die man auf lange Sicht erhalten möchte, sehr seicht um.

Dies mag dann nicht unbedingt im Interesse der Öffentlichkeit und der Zuschauer sein, aber auch aus solchen Interviews lässt sich einiges erkennen.

Antwort
von Benedikt789, 15

Der ORF ist nicht umsonst auch als "Rotfunk" bekannt ;)

Außerdem ist die Medienlandschaft generell eher links geprägt.

Antwort
von quantthomas, 16

Ausgerechnet die rechtspopulistische FPÖ beschwert sich über die ungerechte Behandlung im ORF. 

Selber über jeden herziehen, der nichts mit der braunen Ideologie am Hut hat und dann wenn einer mal die richtige Fragen stellt, bösartige Hass-Kommentare ins Netz stellen. 

Armes Österreich, wenn H.C. Strache, Hofer und Co. an die Macht kommen, denn dann wird mal richtig "gesäubert" wie es Erdogan gerade vormacht. 

Da sehnt man sich nach den Zeiten zurück, wo der Kollege Jörg Haider die Republik aufmischte. Der konnte wenigstens die Wahlergebnisse akzeptieren, auch wenn sie nicht immer positiv für ihn waren.

Strache und Hofer dagegen werden die Bundespräsidenten-Wahl immer wieder wiederholen lassen, bis das Ergebnis im Sinne der FPÖ ausgeht, oder zeitgleich mit der Nationalratswahl stattfinden. Einfach zu ko......en das Ganze.

Übrigens hat Herr Hofer neulich vor Gericht einen Prozess verloren. Man darf ihn ungestraft einen Nazi nennen. 



 

Antwort
von ThommyGunn, 32

Man sagt allgemein den Medien nach, dass sie linkslastig sind. Bei den Userkommentaren auf krone.at kommt der ORF auch nicht gut weg und wird bisweilen als Rotfunk geschmäht.

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