Frage von mudson, 63

ordentliche fristgerechte kündigung arbeitsplatz Falscher betriebsrat angehört kündigung trotzdem rechtens?

Hallo Leute, mein arbeitgeber hat micht gekündigt fristgerecht ordentlich habe kündigungsschutzklage erhoben alles gewonnen bis jetzt nun geht es um einen auflösungsantrag nach Kschg§9 den mein arbeitgeber eingereicht hat der nur erfolg haben kann wenn die kündigung nicht auch aus einem anderen grund ausser der sozialwidrigkeit unwirksam ist.

beim letzten schreiben vom gegnerischen anwalt ist mir ein dokument von der personalabteilung an den betriebsrat zur anhörung zu meiner kündigung in die hände gefalllen wo laut e mail der falsche betriebsrat zu meiner kündigung angehört wurde .

Meine frage jetzt die betriebsratsanhörung muss doch jetzt ungültig sein weil ja nicht der betriebsrat der für mich zuständig ist die anhörung durchgeführt hat sondern ein falscher betriebsrat der nicht für mich zuständig war .

über hilfreiche antworten würde ich mich sehr freuen lg

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht & Kündigung, 63

Das mit dem "falschen" Betriebsrat solltest Du mal dringend erklären.

Wenn Du z.B. in einer Firma mit mehreren Betrieben arbeitest in denen jeder Betrieb einen eigenen Betriebsrat hat und das Betriebsratsgremium eines Betriebs gehört worden ist, in dem Du nicht beschäftigt bist, gilt die Anhörung als nicht durchgeführt.

Bevor Du aber nicht erklärst, was Du meinst, kann man keine genaue Aussage treffen.

Kommentar von mudson ,

hallo es gab einen betriebsübergang der der stichtag war der 1.4.15  die e-mail für die anhörung des betriebsrates  zu meiner ordentlichen kündigung hat das datum vom 30.8.14 wie kann die e -mail 7 monate vor betriebsübergang an den betriebsrat der übernehmenden firma geschickt werden die haben doch nichts mit mir zu tun ist doch ein anderes unternehmen .

ich hoffe ich konnte mich verständlich ausdrücken und weiterhelfen.

auf eine hilfreiche antwort würde ich mich sehr freuen lg

Kommentar von Maximilian112 ,

Das wäre tatsächlich das falsche Gremium gewesen.

Das hätte doch aber schon in der Verhandlung zur Sprache kommen müssen?! Dar alte Betriebsrat hätte doch auch merken müssen, das hier eine (oder mehrere?) Kündigung ohne seine Beteiligung läuft.

Fraglich ist wer hier den Fehler gemacht hat. Sollte der alte BR ev gemeinsam mit dem neuen über die Entlassung einen Beschluß gefasst haben ist das zwar keine ordnungsgemäße Anhörung wäre aber nicht mehr zu ändern.

Ich vermute hier sind auch schon einige Fristen ins Land gegangen.

Den Auflösungsantrag kann der AG mE trotzdem stellen. Ich würde zu anwaltlicher Hilfe raten, vor allem in Bezug auf die Höhe der Abfindung.

Kommentar von Hexle2 ,

Danke fürs Sternchen

Antwort
von BVBDortmund, 27

Wenn es Dir nicht zumutbar ist, dann kann dass Gericht den Auflösung entscheiden, dazu mußt Du einen Antrag stellen. Machst Du es nicht wird Dein Arbeitsverhältnis zu  unveränderten  Bedingungen weitergeführt. 

Es hat auch mit der Höhe der Abfindung zu tun. Du mußt Dich nicht  an den Kündigungsfristen orientieren, weil die bisherigen Fehler Dir sehr nutzen.

Schlimmstensfalls zahlt Dein Arbeitsgeber bis  zum Eintritt in die Rente.

Hast Du die Unterlagen zum  Betriebsübergang mit den Daten?

Wurde etwas  zu einem Übergangsbetriebsrat   mitgeteilt?

Antwort
von Maximilian112, 48

Was bitte verstehst Du unter "falscher Betriebsrat"?

Im Betrieb gibt es nur einen Betriebsrat der für die AN zuständig ist. Oder hat der AG den BR eines anderen Betriebes angehört? ZB bei einer Leihfirma den Einsatzbetrieb? Der "falsche" hätte gar nicht geantwortet nehm ich mal an.

Ansonsten geht die Anhörung nicht an das BR Mitglied Deines Vertrauens sondern an das Gremium Betriebsrat.

Antwort
von dadamat, 31

Du hast rechtlich gesehen keinen Anspruch auf einen bestimmten Betriebsrat. Wichtig ist nur, dass es ein bestellter Betriebsrat deines Betriebes war, der der Kündigung zugestimmt hat. 

Antwort
von Allexandra0809, 56

Was für ein Betriebsrat wurde denn angehört? Vielleicht war es nicht der Betriebsrat, den Du kennst, sondern ein Kollege oder dessen Vorgesetzter? Deswegen ist es trotzdem in Ordnung.

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