Frage von jinainlove, 71

Operation ungewollt, unnötig und misslungen, Schmerzen und Probleme, was tun?

Ich bin sehr empfindlich, zudem ging es mir nach langen psychischen Kämpfen wieder gut (bis auf eine oder zwei Sachen) und jetzt kann ich mich umsonst mir nervigen,großen Wunden im Mund rumschlagen und darf erst Freitag wieder zur Schule und verpasse WIEDER MAL Unterricht?!
Es tut einfach weh, due Tabletten helfen kur gering, ich kann kaum reden, nicht lachen, bei Bewegungen ist es unangenehm und tut manchmal sogar weh, ich kann weder normal essen noch trinken und habe brennen im Hals für nichts..
Was kann ich dagegen tun?
Wie kann ich mich ablenken?
Beruhigen? Aber wie?
Das nimmt mich so sehr mit.. Ich könnte heulen, ich bin wiedermal wie immer in den Mist gefallen. Mir ging es doch gut verdammt.
Wer jetzt meint, dass wäre nicht so tragisch, dass vergeilt ja wieder, liegt falsch.
Ich rechne damit, dass es bei mir -bin immer die dumme Su- Schwierigkeiten bei dem Heilprozess gibt. Ich fühle mich so unwohl, übergangen, traurig und krank..
Ich hatte sowas noch nie, selbst meine psychoschen Probleme, wegen denen ich strke Medikamente nehmen, sind für mich seid heute nichts. Nur noch manchmal/bedingt.
Das mit der OP ist eindeutig schlimmer für mich.

Ablenkung?
Irgendwas dagegen machen?
Aufmunterung?

Ich weiß nicht mehr weiter.

Mit freundlichen Grüßen, w/13
Teil 2, sorry für den langen Text

Antwort
von EstherNele, 9

Erst mal mein ehrliches Mitgefühl, die ersten Stunden nach so einem Eingriff sind echt nicht toll.

Aber bevor du dich weiter darauf versteifst, dass der ganze Kram unnötig war:

Ich bin sicher ein paar Jahrzehnte älter als du und zu meiner Kinder- und Teeniezeit war man noch der Meinung, dass man einen quer oder schräg im Kiefer liegenden Zahn, der nicht "durchbricht", also rauskommt, einfach da liegen lassen kann.

Hat man also so gemacht bei mir. Und als ich 19 war, fing dieser Zahn an zu wachsen. Drückte an einer Stelle durch, wo er nie hingehört hätte. Und bevor die Ärzte so richtig mitbekommen haben, was da passiert, hatte mein Zahn gleich noch zwei andere Backenzähne so ramponiert (bzw. deren Wurzel), dass ein Zahn nicht zu halten war und man am anderen die Wurzel entfernen musste.

Ich habe ein Vierteljahr damit rumgehangen, weil das alles so entzündet war, dass in der ersten Zeit an OP gar nicht zu denken war.

Als bei meinem Sohn im Röntgenbild zu erkennen war, dass er genau diese Fehlstellung von mir geerbt hat, hat man diesen Zahn im Alter von 10 oder 11 bei ihm entfernt, bevor die Backenzähne ihre richtig großen Wurzeln bekommen. Jetzt hat er ein problemfreies Gebiss, nur eben einen Zahn weniger.

Hätte ich damals die Option gehabt, ich hätte den Eingriff machen lassen, bevor es so weit gekommen ist.

Wenn der Zahnarzt an einer anderen Stelle das Zahnfleisch eröffnet hat, dann wird er einen (medizinischen ) Grund dafür gehabt haben.

Und wenn sie den Zahn heute nicht entfernen konnten, dann vielleicht, weil das vom "Arbeitsfeld" eine andere Narkose benötigt hätte als die, die du bekommen hast. Oder ... oder ... oder ...

Frag am besten den Arzt noch mal ganz sachlich.

Und glaub mir: solche Sachen verheilen ziemlich schnell.

Nur sind eben Wundschmerzen im Kopfbereich, wo ja alles viel besser durchblutet und innerviert ist als an anderen Stellen des Körpers, viel intensiver. Das wird in zwei Tagen schon ganz anders aussehen.

Im übrigen gibt es so etwas viel häufiger als du denkst - ob das nun ein Backenzahn ist oder ein verkrüppelter Weisheitszahn an der falschen Stelle ...
(Also das nur mal so, wenn du gerade glaubst, gerade dich erwischt so etwas und alle anderen nicht ... Irrtum.)

Ich wünsch dir, dass es dir ganz schnell wieder besser geht und du den Rest auch noch hinter dich bringst.

Und glaub mir: Zahngeschichten sind immer ätzend, aber sie verheilen auch schnell und ne Reha brauchts auch nicht hinterher.

Und zwei oder drei Tage Schule am Jahresanfang verkraftet man doch noch ...

Alles Gute
Anne

Antwort
von Empylice, 17

Huhu, =)

Ja, ich habe Ähnliches auch durch. Vielleicht kann ich ein bisschen helfen.

1. Gegen Schmerzen: Hast du mal Eis versucht? Also Speiseeis? Das kühlt und lindert Schmerzen. Salbeitee desinfiziert, was die Wundheilung beschleunigen könnte.

2. Aufmunterung: Hör deine Lieblingsmusik, setz dich nach draußen und such dir einen Ort mit Natur, hör den Vögeln zu, wie sie zwitschern, fühl die Sonne oder wenn du lieber Schatten magst, leg dich unter einen Baum.

3. Das Seelische: Hast du jemanden, dem du vertraust? Erzähl demjenigen davon. Was du fühlst, wie es dir geht.

Wenn du weinen musst oder möchtest, dann tu das. Viele gehen erst dadurch kaputt, dass sie alles immer runterschlucken. Weinen ist auch nicht schwach, es ist stark, wenn man seine Gefühle zeigen kann. Wenn du anderen keine Tränen zeigen magst, dann weine für dich, aber lass es raus.

LG

Empylice

PS: Manchmal hilft es, mit jemandem zu reden, der Ähnliches erlebt hat. Wenn dir danach ist, stell mir eine Freundschaftsanfrage. Ich hab schon viel in dieser Richtung erlebt. Ich schau mindestens 3mal täglich hier rein, ich werde also auf jedenfall antworten. =)   

Antwort
von violika, 25

So etwas kann wahrlich zermürbend sein, vor allem da man nicht wirklich Einfluss darauf hat. 
Der Vorschlag mit Sherlock zur Ablenkung ist schonmal sehr gut! 
Was ansonsten gut zur Ablenkung hilft ( ist aber definitiv Geschmackssache) zeichnen mit vielen Details oder ein schönes klassisches Stück anmachen und versuchen rauszufiltern wann welches instrument spielt

Antwort
von noodlesalad, 28

Ablenkung:

Kannst du die neuen Sherlock Holmes Staffeln?
Die sind Klasse!

Ansonsten lese ich mein Lieblingsbuch immer wieder oder ich hole ur alte Ds-Spiele raus und zocke sie :D

Was kann ich dagegen tun:

Ich hatte mal eine ähnliche Op. Nur das bei mir alles gut ging.
Gegen die Schmerzen im Mund habe ich mir Wasser eingerfroren und gelutscht oder die Eiswürfel mit Papier von oben auf die Betroffenen Stellen gelegt.

Lg

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community