Frage von qbefrage, 34

Open-Source als fachlicher Schwerpunkt im IT-Betrieb bei Praktikumsbericht?

Ich bin in der 10. Klasse und habe ein Praktikum bei ein IT-Betrieb gemacht, der sich auf Netzwerksicherheit und Open-Source-Lösungen. Das heisst: Der Betrieb entwickelt Open-Source Software für Auftraggeber weiter und kümmert sich desweiteren um Datenschutz. Ich überlege nun, was ich als fachlichen Schwerpunkt in den Praktikumsbericht schreiben soll (muss ca. 3 Seiten umfassen). Ich überlege ob Open-Source eine Möglichkeit ist.

"[Der fachliche Schwerpunkt] muss politische, soziale oder wirtschaftliche Problemstellung beinhalten, die auch über die Tätigkeiten hinausgehen kann!"

Jetzt frage ich mich ob Open-Source ein guter fachlicher Schwerpunkt ist, der die Kriterien erfüllt. Eine wirtschaftliche Problemstellung wäre es in sofern ja, dass Open-Source Software ja logisch nicht verkauft werden kann, wenn der Quellcode offen zugänglich ist. Eine politische Problemstellung wäre ja auch evtl., dass durch Open-Source Software der Zugang für Geheimdienste ausgeschlossen ist. Ich bin mir trotzdem noch nicht sicher, wie genau ich das machen soll, hinzu kommt noch, dass mein Lehrer - glaube ich - keine Ahnung davon hat.

Wie soll ich das machen? Vielleicht auch nur "Datenschutz"?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Nemesis900, 21

Möglich wäre sicherlich beides. Datenschutz würde ich für 3 Seiten als das einfachere Thema einschätzen da man das recht trocken einfach was runterschreiben kann. Open-Source wäre aber sicherlich das interessantere Thema da man dieses sehr weit ausdehnen kann in verschiedenste Richtungen. Auch wenn 3 Seiten da bei weitem nicht reichen würde besteht zumindest die Möglichkeit. Auch die Verbindung zwischen dem Thema Open-Source und Datenschutz wäre kein Problem. Wenn es wirklich weit über die Tätigkeit hinausgehen soll kann man da auch einfach mal einen kurzen abriss darüber machen das Open-Source schon immer zur IT Technik dazu gehört (auch wenn es nicht immer so genannt wurde) und was alles darauf basiert bzw. was sich ohne diesen Ansatz wohl alles nicht so entwickelt hätte.

Antwort
von skreutzer, 8

Ähm...frei lizenzierte Software ist durchaus verkaufbar, denn wenn der Betrieb für Auftraggeber Weiterentwicklungen macht, dann wird er sich das ja auch wohl entgelten lassen. Klar, man kann nicht für die Rechteeinräumung Geld verlangen, wenn diese frei redistributierbar sein soll, aber für die Bereitstellung der Software und des Quelltextes, sowie alle möglichen Dienstleistungen darum, z.B. auch Wartung, Hotline, Garantien, Packaging, Konfiguration, usw. Soweit zum wirtschaftlichen Aspekt.

Zum Sozialen könnte man sagen, dass ein restriktiv lizenzierender Entwickler seine Nutzer in Abhängigkeiten führt, um diese für sich auszunutzen. So etwas ist ein ziemlich unethisches Verhalten und missachtet die digitalen Grundrechte, die jedem Computernutzer zustehen sollten. Auch politisch hat das weitreichende Konsequenzen, im Zweifel kannst du aber lang und breit den Urheberrechtsstreit anführen, wo das prädigitale Urheberrecht dazu missbraucht wird, ein altes Geschäftsmodell aufrecht zu erhalten, weil die Nutzer keine Lobby haben, Verlage, Hollywood und die restriktive Softwareindustrie, zu der dein Betrieb womöglich nicht gehört, aber schon.

Eventuell kannst du dich einfach mal ein bisschen über die Freie-Software-Bewegung informieren: https://www.youtube.com/playlist?list=PLZQMfWBUelIjOU2vJ929n0nVRg2gZ43TM -- davon bekommt man bei der täglichen Arbeit vielleicht nicht ganz so viel mit, ist aber die Grundlage für derlei Aktivitäten.

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