Unser Opa fährt wirklich nicht mehr besonders gut Auto, zumal er nicht gut sieht, er ist natürlich gänzlich anderer Ansicht. Wie können wir ihn überzeugen, dass er vielleicht zumindest nur noch kurze Strecken fährt, ohne dass wir ihn furchtbar beleidigen?
Das wird sehr schwierig, weil er mit Sicherheit glaubt, daß er noch gut fährt. Mit viel Geduld und sehr diplomatischen Gesprächen. Wenn ihr mal mit ihm unterwegs seid und er unaufmerksam fährt, drauf aufmerksam machen. Wie alt ist er denn?

vielleicht mal mit ihm zum Sehtest gehen
butz1510 am 12. April 2008 16:54 Finde ich eine gute Idee, dann fällt ihm vielleicht selber auf, dass es gefährlich ist.

Ein Nachbar (um die 70 Jahre) hat sich vor nicht allzu langer Zeit ein neues großes Auto gekauft. Völlig unerwartet fragte er mich, ob ich einen Käufer wüßte, er will seinen Führerschein abgeben. Was ihn dazu bewogen hat, weiß ich nicht, aber ich finde es sehr vernünftig, bei körperlichen Einschränkungen auf das Fahren zu verzichten. Das Risiko sich und andere zu gefährten ist einfach zu groß! Vielleicht bekommt Ihr den Hausarzt von Eurem Opa mit ins Boot? Wenn er auch der Meinung ist, dass Opa das Auto stehen lassen sollte, habt Ihr weitere Argumente. Und ein Arzt ist für viele eine Autoritätsperson. Ich wünsche Euch viel Erfolg bei Eurer Überzeugungsarbeit!
Das war die schwierige Frage auch für mich als mein Vater vor ein paar Jahren sich nicht selbst einschätzen konnte, wie gefährlich er für den Verkehr geworden war. Erblindung auf dem rechten Auge, 2 Schlaganfälle, Morbus Parkinson u.v.m. Mutti und ich sind mit ihm zur Ärztin und haben sie gebeten, es ihm zu sagen. Wir wußten es als die Ärztin ihm es sagte. Er hat erst 3 Wochen später es Mutti erzählt, daß die Ärztin ihm gesagt hat, er dürfe nicht mehr fahren. So lange brauchte er Zeit, um das anzunehmen und zu verarbeiten. Vielleicht macht ihr es auch so. Auch wenn er beleidigt sein würde, das ist immer noch besser, als wenn er einen Radfahrer oder ein Kind, das er nicht gesehen hat selbst auf einer kurzen Strecke verletzen oder sogar totfahren würde. Viel Weisheit und Glück!
aline1507 am 12. April 2008 17:29 DH, ähnlich wär mein Ratschlag ausgefallen - Engelchen, sprich mal mit seinem Arzt, vielleicht hört er auf ihn mehr....

Auch wenn er sauer sein wird, immer noch besser als später sich Vorwürfe machen, wenn er einen Verkehrsunfall produziert hat, und man hätte es verhindern können, denke ich.

Das ist das allgemein bekannte problem...wirklich wegnehmen könnt ihr ihm den führerschein natürlich nicht...habt ihr schon einmal mit ihm darüber geredet?
Bei diesem Thema reagiert er leider sehr uneinsichtig, er ist schon Auto gefahren als wir noch nicht mal da waren, usw...
AliPeter am 12. April 2008 16:52 ja...das ist eben das problem bei dieser sache, wobei ich in ja egentlich auch verstehn kann ;)... eigentlich müsste man eine art zweite führerscheinprüfung oder etwas in der art einführen, oder eben kontrollen wie zum beispiel mit dem sehtest durchführen...das problem habt nicht nur ihr...wenn mir jemand die vorfahrt nimmt oder sonst etwas ist im straßenverkehr, dass sind es nunmal meistens die älteren herrschaften, die weder zu schauen und mit einer nahezu unheimlichen selbstverständlichkeit über die kreuzung fahren^^

sammelt mal über kurze Zeit diverse Unfallberichte mit älteren Fahrern..und legt sie ihm vor mit der Frage, ob er das auch unter Umständen möchte..
AliPeter am 12. April 2008 16:59 ich glaube jedoch, dass das nicht unbedingt wirkungsvoll ist, da ja auch etliche junge raser sterben, die gerade den führerschein gemacht haben...und ehrlich gesagt glaube ich, dass nicht so viele unfälle von älteren herrschaften verursacht werden, die in der zeitung stehen...meistens sind es dann auffahrunfälle oder sonstiges..

Kürzere Strecken sind nicht weniger gefährlich. Wenn er vor der eigenen Haustür ein Kind überfährt, dann werdet ihr euch die Frage gefallen lassen müssen, warum ihr nichts unternommen habt. Notfalls sollte ihr ihn mit etwas Nachdruck überzeugen.

Na, wenn man allen Leuten, die schlecht fahren, den Führerschein abnehmen wollten, wäre ich wohl bald allein auf der Strasse...gggggggg. Im Ernst, Die Wegnahme ist eine Form der Entmündigung, die (mit gutem Grund) äusserst schwer umzusetzen wäre. Geh lieber konstruktiv an die Sache heran und schenk deinem Opa einen Gutschein für ein Sicherheitstrainig. Vielleicht zieht er dann (wenn er wirklich dem Verkehr nicht mehr gewachsen ist) die Konsequenzen und gibt den Führerschein freiwillig ab.

Das ist immer sehr schwer! Wir haben das vor kurzer Zeit selbst mitgemacht. Mein Vater fuhr auch nur kurze Strecken! Aber so unsicher und teilweise ohne Achtung irgendwelcher Regeln. Das alles manchmal noch unter Alkoholeinfluss! Das hat er natürlich so nicht empfunden, aber fahrtüchtig war er sicher nicht mehr gewesen! Nachdem alle Apelle und ewige Gespräche nix gebracht haben, haben wir es halt konsequent durchgezogen. Auto abgemeldet und verschrottet (War sowieso alt und hätte keinen TÜV mehr bekommen)! Er war eine Gefahr für sich und für andere! Und bevor wirklich etwas Schlimmes passiert, sahen wir uns gezwungen zu handeln! Auch wenn das vielleicht nicht gerade die feine Art war!
Er ist jetzt 77 Jahre, er ist früher sehr gut gefahren, da er beruflich viel unterwegs war, aber jetzt übersieht er schon manchmal was, wobei wir dann jedesmal Schweißausbrüche bekommen...
Dann wird es höchste Zeit.