Opa (72) leidet an Krebs, wie kann ich damit umgehen?

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8 Antworten

Moin.

Wenn Du es ihm wirklich angenehmer machen willst, dann sorge für seine Unterbringung in einem Hospiz und die dortige Betreuung durch einen guten Palliativarzt.

Die Vorteile eines Hospizes sind die weniger sterile, fast schon familiäre Umgebung, die gute pflegerische Betreuung, bei der er nahezu alles was er will auch bekommt, auch völlig egal wann er es will und zu guter letzt, die gute palliativmedizinische Betreuung durch einen entsprechenden Facharzt.

Letztere umfasst, wenn sich das Ende nähert, auch eine sog. palliative Sedierung. Das ist eine gut dosierte, kombinierte Gabe von Schmerz- und Beruhigungsmitteln, die es dem Patienten ermöglicht, den letzten Weg Schmerz- aber vor allem auch Angstfrei zu gehen.

Ich habe im Hospiz sowohl meine Oma, als auch meine Lebensgefährtin bis zum Tod begleitet und kann das durchweg jedem nur empfehlen. Kosten brauchst Du da im Übrigen nicht zu fürchten. Die Leistung "Hospiz" wird vollständig von der Krankenversicherung übernommen.

Besuch ist in einem Hospiz jederzeit möglich. Die meisten Häuser haben auch Gästezimmer, in denen Besuch auch über Nacht oder übers Wochenende bleiben kann.

Es mag schwer sein, sich das vorzustellen, aber die Unterbringung in einem Hospiz ist das mit Abstand beste, was Du für jemand im Endstadium noch tun kannst. Denn dort kann derjenige als Mensch sterben, statt als Patient, den irregeleitete Ärzte immer wieder zurück zu holen versuchen, ungeachtet seines Leides, einzig ihres uralten Eides willen.

Ich habe die Entscheidung "Hospiz" für zwei Angehörige getroffen und nie bereut und ich habe sie zur Sicherheit für mich selbst auch schon festgeschrieben.

Nein, Du holst den lieben Menschen damit nicht ins Leben zurück. Aber Du schenkst ihm damit die Möglichkeit in Frieden zu sterben. Und nein, das wird Dir vermutlich auch keiner direkt danken. Das kommt meist erst, wenn der Tod dieses Menschen nicht mehr so allgegenwärtig ist.

Und nein, für Dich wird das Sterben des geliebten Menschen dadurch auch nicht leichter. Aber für ihn.

Ansonsten bleibt nur der Rat: Überwinde Deine Angst und sprich mit dem Sterbenden über den Tod. Das mag Dir nicht helfen, im Gegenteil. Aber es hilft ihm.

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ASRvw de André

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Hallo WespenPhobie - das tut mir sehr leid, dass der Krebs Deines Opas

Das ist eine sehr belastende Situation - zu wissen, dass ein Mensch, den man liebt, stirbt, zu hoffen, dass man noch viel Zeit zusammen hat und andererseits aber auch zu wünschen, dass es für ihn nicht zu lange geht.
Ich erlebte dies als uns unsere Mutter sagte, dass sie bald sterben werde (nach jahrelanger Krebstherapie). Im ersten Moment war es nur schrecklich - nicht zu wissen ob dies in zwei Wochen oder zwei Monaten sei - wir nahmen dann einfach Tag für Tag.

Die Zeit danach war sehr intensiv - wir sassen oft an ihrem Bett - haben miteinander gesprochen - gemeinsam mit and. Besuchern / Verwandten geweint aber auch gelacht - oder einfach nur gelesen, dass sie nicht alleine war.
Und auch wenns teils belastend war, wars am Ende gut - wir hatten Zeit uns zu verabschieden, wir konnten uns vieles sagen und regeln (ich empfand es zB sehr erleichternd zu wissen, was sie an Ihrer Beerdigung wünscht oder auch nicht) und dann ging sie irgendwann...

Sag Deinem Opa was Dir wichtig erscheint, frag ihn was Du (noch) wissen möchtest (zB auch über den Tod - schau einfach wie er reagiert) - zeig ihm, dass Du für ihn da bist - dräng ihn aber nicht wenn er nicht reagiert, sich zurückzieht...

Ihr müsst Euch auch nicht die ganze Zeit unterhalten... wenn Du das Bedürfnis hast, Zeit mit ihm zu verbringen: nimm ein Buch, eine Zeitschrift und auch Deine Hausauffgaben mit - setz Dich neben ihn, sag Du würdest jetzt einfach ein bisschen lesen, lernen - ich könnte mir vorstellen, das würde ihm gefallen.

Ich weiss, es ist unglaublich schwer, aber Du musst Deinen Opa gehen lassen (wenn die Zeit kommt) - und meine persönliche Meinung ist, dass es leichter ist zu sterben, wenn man weiss, dass die Hinterbliebenen zwar trauern aber ihr Leben weiter leben.

Und Du darfst jederzeit alle Gefühle haben (sei's Trauer oder Wut aber auch Freude, Glück...).

Sprich nach Möglichkeit auch über Deine Gefühle, Deine Ängste oder Wut  egal was - mit Gleichaltrigen aber auch mit Erwachsenen (einfach jmd dem Du vertraust, der Dich kennt - kann jmd aus der Familie sein muss aber nicht)

Lieber Wespenphobie - ich wünsche Dir resp. Euch allen ganz viel Kraft & Energie, aber auch Ruhe & Geduld.

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Das ist ganz schwer zu sagen. Mit Aufnuntern und dergleichen tut man dem Kranken oft keinen Gefallen. 

Möglicherweise ist er ja mit sich ganz im Rrinen, ist nur noch müde (auch im übertragenen Sinn) und erwartet das Einschlafen.

Meistens ist der Umgang mit dieser Situation für die Abgehörigen schwerer als für den Kranken selbst, und das belastet ihn natürlich auch. Dann gibt er sich munterer, als er ist - und das kostet soviel Kraft.

Ich bin nur wenige Jahre jünger als er - mir wäre es wahrscheinlich am liebsten, wenn ich z B mit dir wortlos am Abend draußen auf einer Bank sitzen, den Vögeln zuhören und die zunehmende Dunkelheit genießen könnte.

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Hallo,

Du kannst mit einem Menschen über Deine Gefühle reden. Wenn Du nicht mit einem Menschen reden möchtest, den Du kennst, dann habe ich einen Tipp für Dich: Es gibt im Internet und über das Telefon kostenlose Seelsorge.

Ich bin Christ. Ich glaube an ein Leben nach dem Tod. Wenn Du Gründe wissen möchtest, warum ich an Gott und ein Leben nach dem Tod glaube, dann kannst Du mich fragen oder auf mein Profil gehen, dort findet man Gründe.

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Hallo,

das tut mir sehr leid für deinen Opa und auch für dich. Ich kenne ihn natürlich auch nicht und weiß nicht, wie sehr es ihn belastet.

Vielleicht ist er froh, schon ein schönes und relativ langes Leben gehabt zu haben und wenn man nicht weiß wieviel Zeit einem noch ganz genau bleibt, ist das doch etwas gutes, solange die Ärzte noch keinen Zeitraum genannt haben.

Du weißt nun, du hast noch die Möglichkeit viel Zeit mit ihm zu verbringen! Ich wusste damals bei meinem Opa ca. eine Woche vorher Bescheid das er sicher sterben wird. Das war der Moment an dem ich lernen musste, das man sich im Leben auch verabschieden muss und den Tod akzeptieren muss. Deswegen berührt mich diese Frage auch besonders.

Er selbst hatte allerdings auch Demenz und bekam es selbst gar nicht mehr richtig mit. Für Angehörige ist es meistens schlimmer.

Jeder von uns muss eines Tages sterben und viele auch leider schon zu jung! Krebs ist eine schlimme Sache aber versuch einfach noch eine schöne Zeit mit deinem Opa zu verbringen und versucht, soweit es geht, Dinge für und mit ihm zu machen, die im Freude bereiten.

Viel machen kann man leider sonst nicht, ich kenne deinen Opa ja wie gesagt nicht und jeder Mensch geht anders mit so etwas um.

Ich hoffe ich konnte dir wenigstens etwas helfen, wünsche euch alles gute!

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Guten Morgen WespenPhobie,

erstmal mein Beileid zu dieser schrecklichen Diagnose. Ich kann dein Leiden aufjedenfall nachvollziehen, da auch ich schon mehrere Familienangehörige am Kampf gegen den Krebs verloren habe.

Nunja so leid es mir tut aber du musst dich damit abfinden, dass du daran nichts ändern kannst. Versuche deinem Opa einfach sein Leben so angenehm wie möglich zu bereiten, ihm zu helfen, Mut zureden und gehe auch auf seine Wünsche ein.

Ansonsten wünsche ich euch noch viel Glück und vorallem Kraft. Es ist ja noch nichts verloren!

Nico 

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Leider ist Krebs bei älteren Menschen rel. häufig. Das schon erwähnte Hospiz wäre vielleicht eine Möglichkeit, dort wird zwar nicht geheilt, aber Folgen wie Schmerzen usw. behandelt und die Betreuung ist da, zudem kann man auch jederzeit zu Besuch kommen. Ansonsten bleibt nur die noch verbleibende Zeit mit deinem Opa zu nutzen, soweit es ihm möglich ist.

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Hey, erstmal mein Beileid:(

Meine Oma hatte auch leberkrebs und ist 2014 verstorben.

Ich muss ehrlich gestehn das ich nicht viel zeit wo sie krank war verbracht habe da ich mir ihren Zustand nicht geben konnte.
Wenn einem dann auch noch gesagt wird von meiner oma das es ihr leid tut das meine mutter so oft bei ihr war (täglich eig fast rund um die Uhr) ist das echt hart.

Aber ich muss sagen ich war froh als es dann vorbei war, da meine oma sich nur gequält hatte und sie dadurch ihren Frieden gefunden hat.

Die Zeit bis zum dahinscheiden ist die schwerste Zeit, doch danach wird es besser..

Glaub mir

Ich wünsche dir alles gute..

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