Frage von EinNachtfuchs, 68

Onlinebetrug aus dem Ausland. Haftung möglich?

Mal rein fiktiv angenommen: Ich beauftrage Jemanden aus dem Ausland mir eine Webseite zu erstellen um mir die Möglichkeit zu geben meine Internetidee zu vermarkten.

Fall 1: Ich bezahle, der Beauftragte macht sich aber mit dem Geld davon.

Fall 2: Der Beauftrage erfüllt den Job zu meiner Zufriedenheit, klaut aber Parallel meine Idee und startet selbst in diesem Geschäft durch. Wichtig: Der Quelltext der Webseite des Beauftragten deckt sich bis auf wenige Zeilen mit der Webseite, die er in meinem Auftrag erstellt hat. Natürlich hat er auch das Geld für diesen Auftrag bekommen.

Gibt es eine Möglichkeit denjenigen dranzukriegen?

Sollte es eine Rolle spielen aus welchem Land betrogen wird, nehmen wir einmal an es wäre aus Israel.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von autmsen, 6

Es macht allgemein immer Sinn, in einer schriftlichen Vereinbarung festzuhalten, nach welchem Staatsrecht vereinbart wird. Sonst kommt es auf zwischenstaatliche Verträge und Zeug und Sachen an. Wäre dann ein Fall für einen Internet-Anwalt. 

Es sei denn, auf der Plattform über welche Ihr Euch getroffen habt, stehen entsprechende Vereinbarungen, die eben auch in dem Fall dann greifen. Kommt hier tatsächlich auf den genauen Wortlaut an. 

Im beiden Fällen: 

Es gibt durchaus Schwarze Listen online. Da kann so eine Person eingetragen werden. In der Regel sind die Seitenbetreiber für Nachweise dankbar. Seitenbetreiber mit Schwarzen Listen oder auch Rankings gibt es je nach Themengebiet. 

Im zweiten Fall:

Wettbewerb belebt gerade online das Geschäft. Darüber würde ich dann auf jeden Fall in Ruhe nachdenken. Denn gerade, wenn Du ein Alleinstellungsmerkmal hast, also ein Angebot online stellst, welches es bis dahin noch nicht gegeben hat, macht der Wettbewerb auf Dein Ding auch aufmerksam. Dann nutzt ein gutes Marketing um den Wettbewerber angemessen zu behandeln. 

Auf der eigenen Seite gibt es dann durchaus die Möglichkeit,, auf diesen Ideendiebstahl aufmerksam zu machen. Aber, gerade online: Vorsicht!!! Der Schuss kann auch nach hinten los gehen. Ich würde ihn also mit einem Marketingfachmenschen erst mal in Ruhe besprechen. Ein guter kann auch feststellen, welchen genauen Einfluss der so entstandene Wettbewerb auf Dich selbst hat. 

Internetrecht ist ein sehr weites Thema. Es ist sehr zu begrüßen, dass Du Dich damit beschäftigst. 

Allerdings: Sollte ein solcher Fall tatsächlich eintreten, dann wurde ausgeblendet, dass Vorsicht vor Schaden schützt. Und Wissen nun mal Macht ist. 

Internetrecht findest Du massenweise online. 

Antwort
von Odenwald69, 42

gibt es einen schriftlichen Vertrag  ? welches Recht wurde den vereinbart ?

Kommentar von EinNachtfuchs ,

Es gibt eine Schriftliche vereinbarung aber kein Vertrag im eigentlichem Sinne. Der Auftrag wurde durch eine Vermittlung geschlossen, durch die auch das Geld fließt.

Achja: Es wurde kein Recht vereinbart.

Antwort
von AalFred2, 30

Wahrscheinlich kann man denjenigen auch nach israelischem Recht verklagen. Das sollte man dann allerdings sein wahrscheinlich nicht ganz günstigen Anwalt in Israel fragen.

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