Frage von heiderzaggn, 30

Online ein Angebot unterbreitet - Gegenseite hat Angebot nicht klar angenommen, jetzt droht Gegenseite mit Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen?

Hallo,

es geht um folgendes:

Ich biete auf der Plattform fiverr unter anderem in Form von freiberuflichen "Gigs" die Erstellung von Videos an. Überwiegend verkehrt hier internationales Publikum, doch manchmal verirrt sich auch ein deutscher User und kontaktiert mich über fiverr. fiverr verfügt auch über ein internes Messaging/Chat-System.

Die Anfrage des Interessenten kam, ich unterbreitete ihm ein Angebot mit Preis und Lieferzeit und er schrieb daraufhin lediglich "Das Angebot klingt gut".

Um auf fiverr einen Auftrag zu erteilen, muss ich bei größeren Aufträgen, wie in diesem Fall, dem Kunden erst ein sog. "Custom Offer" schicken; das ist sozusagen ein Auftrag zu einem fixen Preis, den dann der Käufer mit dem Klicken auf "Accept Custom Offer" annimmt und die Zahlung via dem fiverr Zahlungsprozessor abwickelt. Erst dann sehe ich auch die Order in meinem BackOffice und beginne mit der Arbeit.

In diesem Fall habe ich dem Interessenten allerdings nicht einmal ein Custom Offer geschickt, so hat er auch nicht bestellt und es ist kein Vertrag zustande gekommen.

Nachdem ich zwischenzeitlich weitere Aufträge erhalten habe, musste ich dem Interessenten das Projekt leider absagen, da ich es nicht innerhalb des gewünschten Zeitraums fertigstellen könne.

Nun droht er mir mit Schadensersatzansprüchen, da ich ihm das ja hätte früher sagen können und er dadurch Zeit verloren habe. Allerdings ging der Nachrichtenverlauf nicht länger als 3 Tage. Außerdem behauptete er, dass es egal sei, ob wir uns hier auf fiverr bewegen, es gelte nach wie vor Deutsches Recht.

Ist das richtig und kann mich dieser User evtl. wirklich belangen?

Vielen Dank für eure Hilfe im Voraus.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo heiderzaggn,

Schau mal bitte hier:
Anwalt Angebot

Antwort
von peterobm, 19

Die Anfrage des Interessenten kam, ich unterbreitete ihm ein Angebot mit Preis und Lieferzeit und er schrieb daraufhin lediglich "Das Angebot klingt gut".

ich sehe keine Auftragserteilung, da kann er anführen was er will. Die Gepflogenheiten sollten ihm bekannt sein. 

Antwort
von WosIsLos, 18

Du hast ihm ein schriftliches Angebot gemacht.

Du solltest da Einschränkungen einbauen:

- Wie lange hältst du dich an dein Angebot gebunden

- es handelt sich nur um ein unverbindliches Angebot

- Ein Auftrag kommt erst nach Bestellung und Auftragsbestätigung zustande

Es gibt Unternehmen, die beschäftigen Rechtsanwälte als Angestellte, die nur auf solche Gelegenheiten zum Abkassieren warten.

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